Studio Electronics Boomstar: Vielseitiger analoger Synthesizer

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Studio Electronics Boomstar

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Desktop Synth: Studio Electronics Boomstar

Im ergonomisch angewinkelten Stahlchassis des Studio Electronics Boomstar stecken 21 Metallpotis, 8 kleine Kunststoffdrehregler und 18 verchromte Kippschalter. Die Grundfläche misst 8,7 x 7 Zoll, während die Höhe an der Vorderkante 1,75 Zoll und an der Rückseite 3,25 Zoll beträgt. Diskret aufgebaute, spannungsgesteuerte analoge Oszillatoren, Filter, Verstärker und ADSR-Hülllkurvengeneratoren warten darauf, unter Strom gesetzt zu werden. Im Filter und im Verstärker stecken von Hand abgestimmte Transistorenpaare. Es werden keine Curtis-Chips verwendet.

Studio Electronics Boomstar

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Oszillator 1 bietet die Wellenformen Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck, Pulswelle (mit Modulationsmöglichkeit durch Hüllkurve 1 und/oder Software-LFO) bzw. Kombinationen daraus (siehe ↑ Bild). Ein Suboszillator (-2 Oktaven) mit einer Rechteckswelle legt das Fundament. Die Transpositionsreichweite umfasst fünf Oktaven. Frequenz oder Pulsweite können von Oszillator 2 moduliert werden, wobei es einen Intensitätsregler gibt. Außerdem findet sich noch ein Sync-Schalter (Osc 1 > 2 oder Osc 2 > 1).

Der zweite Oszillator ist etwas anders gestrickt: Zur Wahl stehen Sinus, Sägezahn und Rechteck mit Feintuning (das bedeutet fette Sounds durch leichte Verstimmungen gegen Oszillator 1!). Hier umspannt das Tuning sogar sechs Oktavstufen. Zudem findet sich ein Schalter für Keyboard Tracking und ein Modulationspoti, um Hüllkurve 1 oder 2 mit regelbarer Intensität einwirken zu lassen. Hinzu gesellen sich ein Noise-Generator und ein Ringmodulator.

Beim Filter stehen Kontrollen für Cutoff und Resonanz zur Verfügung, außerdem gibt es einen Schalter für volles Keyboard Tracking bzw. 1/3 der vollen Stärke. Modulation kann hier durch eine dedizierte Hüllkurve, den LFO oder Oszillator 2 erfolgen. Die vier erhältlichen Modelle des Studio Electronics Boomstar bieten jeweils unterschiedliche Filter: Arp 2600, Moog-Kaskade (24 dB), Oberheim SEM (12 dB, voll funktionsfähig mit Mixregler von Tiefpass zu Hochpass) und Roland TB-303. Yeah!

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Eine weiteres Modell des Studio Electronics Boomstar

Die zwei in klassischer ADSR-Unterteilung gebauten Hüllkurvengerneratoren bieten Schalter zur Invertierung, zum Looping und »drone functions« (Wer weiß Rat?). Es bleibt dir überlassen, ob Du die Programmierung der Sounds vereinfachen willst, indem Du die Hüllkurve 2 gleichzeitig auf Lautstärke und Filter applizieren willst. In diesem Fall steht Hüllkurve 1 wie gehabt als Modulationsquelle für sonstige Parameter zur Verfügung.

Der LFO ist MIDI-synchronisierbar und verfügt über die software-generierten Wellenformen sinus, Dreieck, Sägezahn, invertierter Sägezahn, außerdem enges, normales und weites Rechteck, eine Zufallswellenform und »slew random«. Auch eine zweistufige Geschwindigkeitsschalter ist hier zu finden.

Der Verstärker bietet ein zweistufiges Overdrive, einen Lautstärkeregler und einen Feedback-Ausgang, um den Output wieder zurück in den Filter zu speisen. MIDI-Anschlüsse im DIN-Format gibt es für MIDI In, MIDI Out und MIDI Thru. Dank des externen Audioeingangs lässt sich das Teil auch als vielseitiges Filtermodul verwenden.

Studio Electronics Boomstar: Preis & Verfügbarkeit

Der Studio Electronics Boomstar soll noch im November 2012 erscheinen und dann über die Website des Herstellers bzw. im Fachhandel erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 799,- US$.

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Lesermeinungen (1)

zu 'Studio Electronics Boomstar: Vielseitiger analoger Synthesizer'

  • Wirgefuehl   11. Okt 2012   16:28 UhrAntworten

    Uiuiui... Mit dem Teil ließe sich unsere Huette bestimmt komplett zerlegen :) Aber fuer welches Modell sollen wir uns nur entscheiden??? Fies gemacht vom Hersteller!

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