Schmidt Synthesizer: Stoff Deiner Träume

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Schmidt Synthesizer – Klanggewaltiger Synthesizer

Am Messestand von EMC, dem deutschen Vertrieb für Moog, John Bowen, Muse Research und weiteren Herstellern, scharten sich die begeisterten Zuhörer vor allem um ein Gerät – den Schmidt Synthesizer. Namensgeber und Entwickler Stefan Schmidt war zugegen, um sein Baby in kauzigem Hessisch bzw. Englisch mit Hardcore-Akzent vorzustellen. Er zeichnet unter anderem für den 303-Klon MAM MB-33 verantwortlich.

 

 

Ein typisch zeitgenössischer Ansatz beim Bau eines Synthesizers ist, daß sich hinter dem oft reich bestückten Frontpaneel eine überraschend kleine Platine mit spezialisierten Chips verbirgt. Der Schmidt Synthesizer hingegen ist vollgestopft mit Operations- und Transkonduktanzverstärkern, sämtliche der vielen vielen Filterfunktionen sind mit diskreten Schaltungen realisiert worden. Bis auf Kleinigkeiten wie die Steuerung der Presets und die Taktung der Oszillatoren ist alles analog.

 

Features

  • 4 Oszillatoren mit je 8 Stimmen
  • Vierpunktmodulation auf Oszillator 1 und ein „metallisch“ klingender Oszillator mit digital anmutenden Sounds
  • 3 Moog-Kaskaden-Filter (24 dB/Oktave)
  • 4 Multimodus-Filter (12 dB/Oktave) in Form von 2 dualen Filtern
  • Viele Modulatiosoptionen wie dedizierte LFOs für Oszillatoren, Filter, etc.
  • Stereoausgänge & separate Stimmenausgänge
  • Eingänge für Steuerspannung
  • Farbe der LEDs variabel und in den Presets speicherbar
  • 157 Bedienelemente – Sämtliche Parameter über das Frontpaneel regelbar
  • Anwinkelbares Paneel

Ein Detail fand ich interessant und philosophisch konsequent umgesetzt: Arpeggiator? Sequenzer? Kinderkram! Die rhythmischen und melodischen Muster der komplexen Sounds entstehen schlicht durch die dedizierten, extrem vielseitig verwendbaren LFOs. Allein anhand dieses Details kannst Du erahnen, wie mächtig die Modulationsoptionen sind. Nach ein paar Minuten am Stand wurde klar, daß der Schmidt Synthesizer praktisch alles kann, von seidigen Strings und Pads über grelle 80er-Sounds bis hin zu böse grummelnden und knarzenden Moog-Bässen.

Für die Zukunft ist geplant, alle Parameter per USB kontrollieren zu können. Zudem soll ein Unisono-Modus implementiert werden, bei dem sich alle Stimmen einzeln verstimmen lassen. Würde mich nicht wundern, wenn Stefan Schmidt noch weitere Funktionen für den Schmidt Synthesizer in petto hat.

 

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Ein echtes Schmuckstück, das nicht wirklich portabel zu nennen ist: Zusammen mit dem Reisekoffer bringt der Schmidt Synthesizer 55 Kilogramm auf die Waage.

Derzeit wird ausgehandelt, wann und wie das Gerät in Serienproduktion gehen wird. Zum Preis gibt es nur die Angabe, daß er zwischen 10000 und 25000 Euro betragen wird. Pfeif auf das neue Auto und spare stattdessen für einen der besten Synthies aller Zeiten!

 

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Lesermeinungen (8)

zu 'Schmidt Synthesizer: Stoff Deiner Träume'

  • ArcticA   11. Apr 2011   15:02 UhrAntworten

    lasst den Mann das Teil wieder da einbauen, wo er es ausgebaut hat:
    zurück in die Steuerkonsole der Enterprise! ...man kann da nich einfach alles "schmidtgehen" lassen.. ;-)

    neenee, scheint n tolles Ding zu sein. Kenn mich da nicht so aus, ist es eine Rarität, dass ein analoger Synth mit allen Funktionen über USB angesteuert werden kann?

  • Burger   11. Apr 2011   15:40 UhrAntworten

    alter... der hat ja alle drauf. schönes teil.
    wann gibts das hier mal zu gewinnen?

    • Felix Baarß (delamar)   12. Apr 2011   01:32 UhrAntworten

      Scherzkeks. Sagen wir mal wir arbeiten dran. ;)

  • Sogyra   11. Apr 2011   21:20 UhrAntworten

    Als ich die Preisangaben gelesen habe, mußte ich die Nullen nochmal durchzählen, nur um sicher zu gehn das ich mich tatsächlich NICHT verlesen habe. Denn das scheint mir am ersten Blick der Fall gewesen zu sein.
    1000-2500 Euro wäre für mich in naher Zukunft(2-3 Jahre) finanzierbar gewesen...aber so wird das Gerät solange für mich unerreichbar bleiben, bis es ein PlugIn vom "Schmidtchen" gibt^^

  • Firlefonz   14. Apr 2011   01:32 UhrAntworten

    In dem Fall nehme ich lieber das Auto :)

  • alex   21. Mai 2011   23:41 UhrAntworten

    wiegt ja mehr als ein synthex aber an den cs80 kommt er noch nicht ran. naja wenn ich die kohle für ein auto für ein auto oder den synth ausgeben müsste dann lieber den synth. aber dann doch lieber den synthex für 3000 €

  • Mario Gee   13. Jun 2011   02:05 UhrAntworten

    Meister Schmidt hat den Preis noch garnicht genannt! Wie entstehen eigentlich die Gerüchte,daß der Synthesizer zwischen 10000 und 25000 Euro kosten soll?? Das kommt bestimmt von seiner Putzfrau :-) Auf der Messe hat er noch ganz klar gesagt,daß der Preis noch garnicht fest steht!

  • Peter Nuding   13. Jun 2011   15:28 UhrAntworten

    Beides zu teuer :)

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