Pianoteq 3: Piano Modeling Instrument auf Version 3.5 gehoben
Die Firma Modartt dürfte dem ein oder anderen ihrer einzigartigen Methode wegen bekannt sein, Pianos zu emulieren. Das Plugin und virtuelle Instrument Modartt Pianoteq 3 basiert auf so genanntem Physical Modeling und konnte schon aufgrund seines hervorragenden Klangs viele Anhänger für sich gewinnen. Seit Kurzem stellt der Hersteller nun allen registrierten Nutzern ein Update auf die Version 3.5 kostenlos zur Verfügung.
Pianoteq 3: Piano Modeling Instrument auf Version 3.5 gehoben
Beim Modartt Pianoteq 3 handelt es sich ein Plugin, das mittels Physical Modeling den Klang eines Pianos treffend emulieren kann. Dabei wird das Programm nicht, wie bei anderen virtuellen Pianos, mit Samples gefüttert, sondern erstellt seinen Klang aus mathematischen Algorithmen, die eine mehr oder minder genaue Berechnung der Klangeigenschaften eines Pianos errechnen.
Im Gegensatz zu samplebasierten Instrumenten ist man nicht auf statische Aufnahmen eines echten Flügels angewiesen, die beim Spielen interpoliert werden. Der Klang zu jeder Anschlagsstärke wird stufenlos berechnet. Zudem benötigt der Pianoteq 3 keinen grossen Plattenspeicherplatz, sondern kommt mit wenigen Megabyte daher. Obwohl Festplattenspeicherplatz heute kein Problem mehr darstellt, dient diese Art der Klanggestaltung vor allem einen sehr performanten Einsatz.
Ein weiterer Vorteil der mathematischen Berechnungen beim Pianoteq 3 ist die Einflussnahme durch den Musiker. Form und Eigenschaften des gespielten Flügels können mittels Parameter selbst bestimmt werden. So steht mittels weniger Handgriffe zum Beispiel ein zehn Meter langer Flügel zum Spielen bereit.
Klang der Modartt Pianoteq anfangs noch relativ synthetisch, so wird der Klang eines Pianos in der aktuellen Version schon sehr autentisch und dynamisch wiedergeben. Von Update zu Update werden weitere Verbesserungen ein gepflegt, so dass der Klang immer detaillierter und autentischer wird.
Pianoteq 3.5 Update
In diesem kostenlosen Update für registrierte user gibt es eine Reihe von Verbesserungen, wie die Überarbeitung des Resonanzbodenmodells und des Dämpfer-Modells. Der Anschlagspunkt der Hämmer ist ab Version Pianoteq 3.5 frei einstellbar und die Werkspresets wurden überarbeitet. Mit der neuen Version können jetzt auch Presets der Pro Version geladen werden.
Pianoteq 3 Neuerungen in Version 3.5:
- Umfangreicheres Resonanzboden-Modell für lang aushaltende und schöner klingende Noten
- Extrem realistische Sympathetic-Resonances-Modelle mit einer Duplex-Skala, die vom Benutzer separat gesteuert werden kann
- Verbessertes Dämpfer-Modell
- Hammer-Anschlagspunkt und Dämpfer-Position können editiert werden
- Änderung des quadratischen Modells, wirkt sich besonders im Fortissimo aus
- Vom Benutzer veränderbare Velocity-Kurven für Sustain-Pedal und Note-Release-Velocity
- Einstellbare Wiedergabegeschwindigkeit des integrierten MIDI-Players in der Standalone-Version
Hörbeispiele Pianoteq 3
Ballade No. 1 Op. 23 in G minor (F. Chopin)
Clair de Lune (C. Debussy)


24. Jan 2010 | 15:24 Uhr
Aha,… gleich mal updaten und ausprobieren :-)
24. Jan 2010 | 15:29 Uhr
…obwohl das Update auf Pianoteq Pro ist allerdings etwas teuer.
24. Jan 2010 | 15:41 Uhr
Da geb ich dir recht. Billig ist es nicht.
Was ich allerdings interessant finde ist, dass man jede Saite einzeln feintunen kann.
28. Mai 2010 | 19:15 Uhr
Schade. Das Pianoteq-Konzept ist echt klasse. Hab schonmal ein wenig rumprobiert, aber in den unteren 2 Oktaven klingt es echt grausam, schwammig, mangels Druck – ich weiß nicht. Aber der mittlere bis obere Bereich ist Beeindruckend. Da kann man mal sehen, was heute möglich ist.
28. Mai 2010 | 21:52 Uhr
Wie ich gehört habe, soll ja das V-Piano von Roland momentan das best klingendste Physical Modeling Piano auf dem Markt sein. Kostet natürlich ein “wenig” mehr.
29. Mai 2010 | 15:11 Uhr
Genau. Mal eben rund 5.400,00 Tacken. Mozart hätte sicherlich seine Freude daran. Für mich gibt’s nur nativ und ich hoffe, dass Modartt mit Version 4 Ihre Synthese-Engine optimieren können oder wir dafür die nächste Prozessor/Hardware Generation brauchen. Ich bin dann mal fort(e)
29. Mai 2010 | 15:29 Uhr
Ist Version 4 schon geplant?