Korg Kronos 2: Nachfolger der Workstation mit 61 bis 88 Tasten

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Korg Kronos 2

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Workstation reloaded: Korg Kronos 2

Neun Synthese-Engines stecken unter der Haube des Korg Kronos 2. Schon die Piano-Engine des Kronos bot umfangreiches Sample-Material mit nicht-geloopten Ausklängen in Stereo, die für jede Taste einzeln aufgenommen wurden. Die neue SGX-2 Grand Piano Engine führt das Berlin Grand Piano ein – dieser virtuelle Flügel erklänge in einem resonanten Pianosound mit bemerkenswerter Tiefe. Weitere Verbesserungen umfassen Saitenresonanz und neuaufgenommene Samples und die Emulation des Dämpferpedals (für die Spielweise »una corda«). Tausende von Sounds aller Genres, die sich der 21 GB umfassenden Wellenformdaten bedienen, sind zugänglich. Der SSD-Speicher umfasst 62 GB, was viel Platz für eigenes Sampling oder für Downloads von offiziellen Libraries lässt – acht stehen bereits zur Verfügung.

Korg Kronos 2

Korg Kronos 2

Synthese-Engines

  • SGX-2 Premium Piano
  • EP-1 MDS Electric Piano
  • CX-3 Tonewheel Organ
  • HD-1 High Definition PCM Synthesize
  • MS-20EX Legacy Analog Modeling
  • PolySixEX Legacy Analog Modeling
  • AL-1 High-Fidelity Analog Modeling
  • MOD-7 Waveshaping VPM Synthesizer
  • STR-1 Plucked Strings Physical Modeling

Klaviaturen

Bei den 73- und 88-Tasten-Varianten wird die Klaviatur vom Typ RH-3 verwendet, die mit einer gewichteten Hammermechanik aufwartet. Sie sorge für ein authentisches Spielgefühl, wobei vier Zonen mit unterschiedlichen Tastengewichtungen implementiert wurden. Sogar das 88-Tasten-Modell sei schlank genug, um auf einem Keyboardständer bequem Platz zu finden. Bei der kleinen 61-Tasten-Version wurde eine flink spielbare, halbgewichtete Tastatur eingebaut, die das Instrument zudem deutlich leichter macht, als es allein durch das kleinere Gehäuse wäre.

Touchscreen

Ein farbiges, acht Zoll durchmessendes Touch-Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln steht zur Verfügung, auf dem sich auch per Drag & Drop arbeiten lässt. Darüber kannst Du etwa Sounds wählen, virtuelle Patch-Kabel verbinden, Hüllkurven und Sequenzen editieren oder eine Suchfunktion zum schnellen Auffinden von Presets verwenden.

Set List

Alle Ressourcen, die für einen Song oder ein ganzes Set gebraucht werden, können im neuen Modus »Set List« verwaltet werden. Die 16 farblich beliebig kodierbaren Felder auf dem Touchscreen dienen zum sofortigen Aufrufen von Presets, Kombinationen oder Sequenzen. Hier können auch Textnotizen für die eigene Performance eingegeben werden; die Schriftgrößen können verstellt werden. Auch ein 9-Band-EQ für den Gesamtklang steht in diesem Modus bereit.

KARMA

Hinter dem Namen »KARMA« verbirgt sich die Komponente für ganze Phrasen, Drum-Grooves und ausgewachsene Backing-Spuren. Sie verrichtet ihren Dienst auf der Basis der Noten und Akkorde, die gespielt werden sowie auf den bedienten Drehreglern, Knöpfen und Schiebereglern. Die stark erweiterte zweite Generation dieses Systems bietet Features wie die Wellenform-Sequenzierung, Note Mapping und acht Szenen pro Layer.

Drum Tracks

Bei den Drum-Tracks können Patterns automatisch erzeugt werden – dieses Feature wurde 2007 in der Workstation M3 eingeführt und ist nun auch im Kronos am Start. Hier gibt es alles von einem Referenz-Beat oder rhythmischen Grundgerüst bis hin zu einer voll ausgewachsenen Drum-Spur. Den Möglichkeiten dedizierter Drum Machines würde hier Konkurrenz gemacht und die Performance eines echten Drummers könne erzeugt werden.

Korg Volca Sample Testbericht

Sampling

Das »Open Sampling System« dient zum Samplen externer Klangquellen, egal, ob man sich im Program-, Combination-, oder Sequenzermodus befindet. Auch sich selbst kann der Kronos sampeln. Die Formate AIFF, WAV, SoundFont 2.0 und AKAI S1000/3000 können geladen werden, auch per angeschlossenem USB-Datenträger. Ein USB-Ethernet-Adapter ermöglicht zudem den Transfer großer Datenmengen.

Sequenzer, Recorder & Mixer

Jeweils bis zu 16 Audio- und MIDI-Spuren können sequenziert werden. Maximal vier Spuren können in 16 oder 24 Bit bei 48 kHz aufgezeichnet werden. Spiele zu aufgenommenen Spuren, füge Effekte hinzu (12 Insert-Effekte, 2 Master-Effekte, ein 3-Band-EQ für jedes Timbre, jede Sequenzerspur und jede Audiospur), sample deine Performance mit dem Kronos selbst und nutze diese Aufnahme dann wiederum in einer Sequenzerspur. Mixer-Automationen sind möglich, zudem stehen Editierfunktionen wie Copy, Paste und Normalisierung bereit. Ein USB-CD-Brenner lässt sich anschließen, um deine Kompositionen sofort zu einem Album zusammenzustellen.

MIDI-Controller

Jeder klassenkonforme USB-MIDI-Controller kann direkt am Kronos genutzt werden. Wenn Du einen hauseigenen Controller mit Pads (nanoPAD, nanoPAD2 oder padKONTROL) nutzt, werden die Pads 1 bis 8 automatisch der virtuellen Akkordfunktion des Kronos zugewiesen.

Fließende Übergänge

Fließende Übergänge ohne Aussetzer beim Wechsel von Presets werden versprochen, egal, in welchem Modus man sich befindet. Eine Funktion, die für viele Musiker eminent wichtig ist.

Bedienelemente

Zu guter Letzt sei auf die zwei frei zuweisbaren Buttons, den Joystick und den berührungsempfindlichen Kontrollstreifen (»ribbon controller«) links von der Klaviatur hingewiesen. Dazu kommen ein weiterer kleiner Joystick im Haupt-Bedienpaneel, neun Fader für diverse Funktionen (klassischerweise die Zugriegel der Orgelemulation, Mixerkanäle etc.), acht Drehregler und zahlreiche Knöpfe. Eingänge für ein Dämpferpedal und zwei zuweisbare Pedale (eins für Fußschalter, eins für kontinuierliche Pedale aka Expression-Pedale) stehen bereit.

Korg Kronos 2: Preis & Verfügbarkeit

Für den Korg Kronos 2 waren beim Schreiben dieses Artikels noch keine Angaben in Bezug auf den Preis und das voraussichtliche Lieferdatum bekanntgegeben worden. Stay tuned!

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