Homestudio einrichten Folge 1: Der passende Studiotisch

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Studiotisch für dein Homestudio

In dieser mehrteiligen Reportage besprechen wir alles Wichtige vom Studiotisch über die Lautsprecher bis hin zum Masterkeyboard und Mikrofonen. Am Anfang stehen natürlich die Studiomöbel – insbesondere der Studiotisch, der genau zu deinen Anforderungen passen sollten. Schließlich kauft man sich die Möbel für sein Studio, die man auch jahrelang verwenden möchte. In unserem ersten Video aus einer ganzen Reihe erfährst Du alles zum Thema. Viel Spaß beim Schauen!

Homestudio einrichten (Folge 2): Das richtige Audio Interface »

Der Studiotisch für dein Homestudio

Ein Studiotisch sollte vor allem massiv sein. Nichts ist kontraproduktiver, als ein wackeliger Tisch auf dem dein Zubehör nicht fest und sicher stehen kann. Im Möbelhaus deines Vertrauens hast Du gute Chancen einen massiven Tisch zu finden, der nicht auf vier wackeligen Beinen steht. Diese Variante empfiehlt sich vor allem dann, wenn Du nur ein kleines Budget für dein erstes Homestudio zur Verfügung hast.

Studiotisch Zaor Miza Z

Wir haben uns für den Zaor Miza Z Studiotisch entschieden.

Achte darauf, dass die tragenden Tischelemente durchgängig sind, das vermeidet nerviges Wackeln und bietet genügend Stabilität für dein Equipment. Außerdem solltest du allzu schicke Lackierungen vermeiden, da hier gerade bei der Arbeit ganz schnell unschöne Kratzer entstehen. Ordentlich lackiertes Massivholz ist hier die beste Wahl.

Wir haben uns für einen Zaor Miza Z Studiotisch in grauer Wenge als Zentrale entschieden, weil er unsere Bedürfnisse bestens erfüllt. Das modulare Konzept hat uns sehr gut gefallen, Du kaufst dir nur das, was Du für deine Produktionsumgebung benötigst. Und mit einem Straßenpreis von 525 Euro ist er in einem bezahlbaren Rahmen.

Vielleicht fragst Du dich, warum wir nicht auch einfach einen Schreibtisch für gute 100 Euro aus dem Möbelmarkt verwenden? Die Gründe sind die oben angesprochene Stabilität und die Features. Ein Studiotisch ist schließlich genau für unsere Zwecke gemacht und bietet dir alles was Du benötigst – ein richtiger Studiotisch bietet sich an, wenn Du schon ein mittelgroßes Budget für dein Homestudio einplanst und bereits langfristig planst damit zu arbeiten.

Kommen wir zu den Features: Ein echtes Highlight ist die ausziehbare und sehr stabile Ablage, auf der wir später unser Masterkeyboard unterbringen werden. Selbst große Modelle mit 88 Tasten oder Stage Pianos finden hier ihren Platz. Eine nachzubauen kostet viel Zeit und Geld. Und aus der Erfahrung heraus: sie wird nicht so stabil wie diese.

Kabelführung am Studiotisch

Was ebenfalls für einen echten Studiotisch spricht, ist die Kabelführung. Denn die Kabel können hinten verstaut werden, so dass es immer schön aufgeräumt aussieht. Zudem stolpert niemand mehr über die Kabel. Ein professionelles Cable Tray sieht außerdem sehr schick aus und kann auch ganz einfach an jeden Tisch angebracht werden – also auch ein einen klassischen Schreibtisch aus dem Möbelhaus.

Spartipp
Für kleines Budget kannst Du dir aus Schaumstoff-Isolierungen aus dem Baumarkt eine Kabelführung basteln. Befestigen kannst Du diese Variante einfach mit Reißzwecken oder doppelseitigem Klebeband. Die Kosten für Isolierung und Befestigung belaufen sich auf etwa 3 Euro. Wie das funktioniert siehst Du im Video.

Stands für Lautsprecher

Studiotisch Stands

Klein aber fein: Die D-Stands sind vielleicht genau die richtige Ergänzung für deinen Studiotisch

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Lautsprecher aufzustellen. Wer viel Platz in seinem Raum hat, kann beispielsweise auf die optisch passenden MIZA Stands zurückgreifen. Die sind höhenverstellbar bis 1,2 Meter und kommen mit dem AERstop Pad zum Entkoppeln der Lautsprecher.

In unserem Fall haben wir uns aber für die MIZA D-Stands entschieden – fast wie ein kleines Modell der großen Ständer, aber für den Einsatz auf dem Schreibtisch. Sie lassen sich millimetergenau in der Höhe verstellen und zwar von knapp 20 bis 28 Zentimeter.

Die Gummierung auf der Oberseite verhindert das Verrutschen der Lautsprecher und zusammen ihrer Konstruktion entkoppeln sie sehr gut. Die D-Stands bieten sich auch als Zusatzfeature für andere Tische an und sind mit einem Straßenpreis von 120 Euro im Paar eine lohnende Investition.

Outboard Equipment Studiomöbel

Studiotisch Outboard Equipment

Ein lauschiges Plätzchen für die Boxen und für dein Outboard Equipment: Die Grip Racks, die Du jederzeit nachrüsten kannst.

Für das Verstauen des Outboard Equipments hat man sich mit den Gripracks eine sehr clevere Lösung einfallen lassen, die auch an fast allen Tischen funktioniert. Die Gripracks werden nämlich hinten an den Tisch montiert und bieten dir entweder zwei oder vier Höheneinheiten Platz.

Die Lautsprecher können wahlweise auf die beiden Racks gestellt werden, wo sie durch die aufgetragene Gummierung etwas entkoppelt werden und rutschfest stehen. Wer noch mehr Entkoppeln möchte, kann noch ein Schaumstoff-Pad oder eine weitere Schicht Moosgummi darunterlegen.

Wohin mit dem Bildschirm?

Ein Screenarm, der gleich zwei Bildschirme tragen kann ist nicht nur eine ergonomische Lösung sondern bietet dir auch ausreichend Flexibilität bei der Arbeit. Er wird einfach hier hinten am Tisch befestigt und erlaubt es dann, die Geräte immer dorthin zu bewegen, wo Du sie gerade brauchst.

So kannst Du nicht nur die Höhe, sondern auch den Winkel bis zu 180° einfach ändern. Durchdacht ist auch das Kabelmanagement, das Kabel wird hier einfach durchgeführt und ist damit nicht mehr im Weg.

Die Anschaffung eines Screenarmes lohnt sich vor allem dann, wenn deine Arbeit im Homestudio sehr digital geprägt ist. Wenn du ein analoger Bastler bist, tut es auch meistens der integrierte Fuß in deinem Wunschmonitor.

Die passenden Studiomöbel: Fazit

Wie schon zu Beginn angemerkt, haben wir uns bei der Auswahl der Studiomöbel gleich ganz von Zaor professionell beraten und ausstatten lassen. Und so nutzen wir hier einen Bürostuhl des Herstellers Human Scale mit dem Namen Liberty Task Chair – der nicht nur optisch schnieke aussieht, sondern ermöglicht auch ein urgemütliches Arbeiten in unserer neuen Studioumgebung. Es gibt übrigens auch preiswertere Varianten, die ebenso schick aussehen, aber mit weniger Funktionen ausgestattet sind.

In den nächsten Videos werden wir dann über die passenden Lautsprecher, das Audio Interface, das Masterkeyboard, Outboard-Equipment und vieles mehr sprechen. Also: Dran bleiben :-)

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Lesermeinungen (13)

zu 'Homestudio einrichten Folge 1: Der passende Studiotisch'

  • Nico   14. Dez 2015   15:53 UhrAntworten

    Super Video, ich freue mich bereits auf die folgenden!

    Der nahestehende Umzug bringt bei mir den Gedanken eines Studiotisches auf:
    Zusätzlich möchte ich das NI Kontrol-Keyboard mit 88 Tasten erwerben.

    Durch mein derzeitiges Keyboard (Novation Impusle 61), welches lediglich auf dem Schreibtisch steht, ist mir bewusst, dass teilweise viel Druck und Kraft darauf ausgeübt wird. Hier stellt sich mir die Frage, ob eine derartige Keyboard-Schublade, wie in Eurem Video, dieser Belastung standhält?

    Eine weitere Frage beschäftigt mich:
    Euer Tisch von "Music-Customs"... Was ist denn damit?

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

    Liebe Grüße

    • Katja Köhler (delamar)   14. Dez 2015   17:36 UhrAntworten

      Hi Nico,

      vielen Dank für dein Feedback - das geht runter wie Öl.

      Wir haben uns für das neue Homestudio auch etwas im Bereich der 88-Taster angeschaut. Ich will auch gar nicht zu viel verraten, aber ich kann dir schon mal sagen, dass das super passt, nicht wackelt und stabil in der Schublade steht.

      Unser Music-Customs Tisch wird auch weiterhin viel genutzt. Aber nach dem ganzen Gerangel um unseren einzigen "Studioplatz" haben wir uns für einen weiteren Studio-Arbeitsplatz entschieden - so kam es dann auch zur neuen Videoreihe :-)

      Liebe Grüße
      Katja

      P.S.: Ich arbeite regelmäßig am Music-Customs und der ist nach wie vor großartig.

      • Nico   14. Dez 2015   18:36 Uhr

        Hi Katja,

        danke für die Antwort.
        Freut mich, ich habe gesehen, dass die Schublade auf Beinen steht, was die Stabilität erklärt.

        Könnt Ihr mir auch was zum Music-Customs Tisch sagen, ist der Auszug für das Keyboard ebenfalls derart stabil?

    • Michael   16. Dez 2015   12:45 UhrAntworten

      Sehr schönes Video. Ich habe derzeit einfach einen halbwegs stabilen Bürotisch. Die Entscheidung viel deswegen auf den Bürotisch weil an dem Arbeitsplatz halt auch gearbeitet wird und die Tischplatte auf meine optimale höhe von 72cm eingestellt werden kann. Das könnte man sich zwar auch bauen lassen aber sobald man hier eine Schublade für ein Keyboard anbringt, stößt man mit den Oberschenkeln gerne mal an die Schublade. Zudem sitze ich gerne im Schneidersitz auf meinem Stuhl was die Sache nicht besser macht. Also habe ich die Schublade gestrichen und mein Keyboard 90 Grad von mir auf einen zweiten Tisch gestellt. Das ist jetzt wirklich nicht die perfekte Lösung.
      Jetzt könnte man natürlich einfach die Tischplatte etwas höher anbringen um Luft für die Schublade zu haben. Aber das wiederum ist nicht sonderlich ergonomisch beim arbeiten mit Maus und Tastatur. Was ist eure Meinung / Erfahrung dazu?

  • Carlos San Segundo (delamar)   14. Dez 2015   21:42 UhrAntworten

    Hallo Nico,

    vielen Dank für deine Kommentare und Fragen.

    Unser Tisch von Music Customs wurde ohne eine solche Schublade für das Master Keyboard geplant. Ich bin sicher, dass sie das genauso stabil hinbekommen wie die Jungs von Zaor.

    Herzliche Grüße
    Carlos

  • Stefan   15. Dez 2015   10:18 UhrAntworten

    Cool! Ich bin gespannt auf die nächsten Videos.

  • Sogyra   15. Dez 2015   10:36 UhrAntworten

    Oje...das ist im Grunde doch nur ein Werbevideo für Zaor-Produkte.
    Also ich hätte mir das Thema professioneller vorgestellt. Also so richtig mit Hintergrundinfos zum Thema Studiotisch...was warum wie sinnvoll wäre und was nicht. Und über die eingangs erwähnte Planung wurde auch nichts gesagt. Das soll einem helfen der ein Studio bauen will? Naja...ich weiß nicht so recht~

  • Nico   15. Dez 2015   11:39 UhrAntworten

    Ich habe das erste Video als eine Art "Überblick" wahrgenommen, ich denke, dass da noch viel Infos nachkommen Sogyra...

  • Maik   15. Dez 2015   14:09 UhrAntworten

    Delamar muß leben und die Produktion bezahlen. Sicher ist es ein Werbevideo. Ob Unterschwellig oder direkt beworben spielt keine Rolle. Ich bin der Meinung: Ein Studio wächst mit und das stetig. Es kommt auch nicht darauf an wie gut das Studio ausschaut, wichtig ist, was "hinten raus" kommt. Im Grunde reicht ein Stück Pergament und ein Kamm.

  • BreakBEAT   15. Dez 2015   15:34 UhrAntworten

    Hey delamar
    danke für die videoreihe. Ich finds klasse das ihr sowas macht und bin gespannt auf die nächsten videos. Mein tisch ist von studio RTA und ich bereue nicht da geld rein investiert zu haben. spätestens wenn sich das equipment häuft ist man froh um platz und festen stand.

    Macht weiter so!
    lg
    BB

  • alexander   15. Dez 2015   16:05 UhrAntworten

    ich hätte da mal eine frage zu monitoren. ich habe damals in einer beratung erfahren, dass es grundsätzlich am besten ist, monitore auf extra ständern zu platzieren (wegen entkopplung) . ist das wahr?

    vielen dank für eine antwort.

    mfg, alexander

    • Carlos San Segundo (delamar)   16. Dez 2015   10:03 UhrAntworten

      Hallo Alexander,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Es ist richtig (wie auch im Video zu den Lautsprechern erwähnt), dass die bessere Lösung eigene Ständer sind. Das hat mehrere Vorteile.
      Zunächst geht der Körperschall nicht auf Konsole oder Studiotisch über.
      Dann kannst Du auch Reflexionen von der Studiotischoberfläche damit verhindern.

      Aber leider hat nicht jeder genügend Platz hinter dem Tisch, um die Studiomonitore entsprechend aufzubauen.

      Herzliche Grüße
      Carlos

  • mictunes   20. Dez 2015   17:40 UhrAntworten

    Ich denke, dass kann man besser machen, es gibt billigere Lösungen mit einer Vollholzplatte und 4 Tischbeinen aber jeder sollte sich das kaufen was ihm gefällt und klar ist wie oben schon beschrieben, man muss sich ja auch irgendwie finanzieren...

    Zu der Kabelführung, da gibt es natürlich auch noch andere Lösungen wie ein Stück Prüstungskanal.

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