Homestudio einrichten Folge 5: Welche Studiokopfhörer?

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Studiokopfhörer: Zweckmäßig und hochwertig!

Was ist also der beste Kopfhörer für das Studio für dein Budget? Dieser Frage möchten wir auf den Grund gehen.

Gleich vorab: Bei delamar tümmeln sich nicht nur die im Video angesprochenen Modelle. Wir haben nämlich eine ganze Sammlung darunter auch Modelle von beyerdynamic und AKG.

Wenn wir uns nach Studiokopfhörern mit professionellen Qualitäten umschauen, finden sich locker 6 bis 10 Modelle in jedem Preissegment. Dabei gibt es neben dem unterschiedlichen Klang viele weitere Aspekte, auf die Du achten solltest.

Homestudio einrichten (Folge 4): Master-Keyboard & Controller »

Anwendungsbereiche deiner Studiokopfhörer

Was wirst Du mit deinen Studiokopfhörern am häufigsten machen? Nimmst Du Vocals oder Rap auf? Nimmst Du Schlagzeug auf? Möchtest Du deine Musik abmischen? Wir haben uns für das neue Studio für ein Modell von Fostex entschieden. Um dir die verschiedenen Bauarten und Spezifikationen aber genauer vorzustellen, haben wir gleich drei verschiedene Modelle geordert.

Je nach Anwendung bietet sich der ein oder andere Kopfhörer wegen seiner Bauweise oder seiner Features besser an.

Recording mit Studiokopfhörern

Wenn Du den Studiokopfhörer hauptsächlich für Aufnahmen benötigst, bietet sich einer wie der Fostex T40RP in geschlossener Bauweise an – dieser isoliert den Schall sehr gut in beide Richtungen. Damit verhinderst Du ein Übersprechen: Der Klick oder das Playback aus dem Kopfhörer werden nicht über die Mikrofone erneut aufgenommen.

Hier geht’s zum Kopfhörervergleich: offen, geschlossen und halboffen »

Bei Drummern kommt zusätzlich hinzu, dass sich der Kopfhörer-Mix durchsetzen muss gegenüber dem sehr lauten Schlagzeug. In dieser Anwendung braucht es zusätzlich einen durchsetzungsfähigen Bass, den geschlossene Kopfhörer wie dieser bieten.

Bei elektrischer und akustischer Gitarre kommen wieder die isolierenden Eigenschaften zum Tragen, da würde ich auch auf ein geschlossenes Modell zurückgreifen. Im Falle einer E-Gitarre, die im selben Raum wie der Amp gespielt wird, dürften aber auch offene Kopfhörer kein Problem darstellen.

Studiokopfhörer

Offen, geschlossen oder eine Mischung aus beidem? Bei der Wahl des Kopfhörers für dein Homestudio ist es entscheidend, was Du damit vor hast!

Vocals

Bei Vocals sind geschlossene Kopfhörer der beste Weg, um das Übersprechen des Playbacks zu verhindern. Allerdings geht es hier auch darum, dass der Sänger sich wohl fühlt und gut intonieren kann, denn das macht den entscheidenden Unterschied bei der Performance.

Idealerweise würdest Du hier Studiokopfhörer in offener Bauweise wie den T20RP verwenden, weil diese einen offeneren, räumlicheren Klang bieten. Allerdings gilt das nur, wenn der Rapper oder die Sängerin auch in leisen Lautstärken den Monitormix abhören kann.

Studiokopfhörer für Mixing & Mastering

Nach dem Aufnehmen geht es um das Polieren der Spuren und darum, etwaige Probleme aufzufinden. Hier spielen offene Kopfhörer ihre Stärken aus, denn mit ihnen kannst Du die Musik ohne äußere Einflüsse durch die Raumakustik anhören. Genau wie auch bei den Lautsprechern solltest Du beim Kauf also auf möglichst auf neutrale und akkurate Frequenzwiedergabe achten.

Ebenfalls denkbar sind halboffene Modelle, diese versuchen das Beste beider Welten zu vereinen. Halboffene isolieren nicht ganz so gut wie geschlossene Modelle, aber besser als offene.

Komfort

Ganz gleich für welches Modell Du dich am Ende entscheidest, bei allen gibt es einen Punkt, auf den Du besonderen Wert legen solltest: den Komfort. Für die kurze Session macht das zwar wenig Unterschied, doch bei sehr langen Arbeitstagen geht das auf das Wohlgefühl.

Drei Punkte sind hier wichtig: Die Ohrmuscheln sollten sich weit genug herausziehen lassen, damit es sich perfekt an deinen Kopf anpassen kann. Der Anpressdruck sollte angenehm wirken, gerade auf Dauer. Und dann finden einige Menschen ohraufliegende Kopfhörer gemütlicher als ohrumschließende wie die drei hier vorgestellten von Fostex.

Kopfhörerverstärker

Wer auf sehr guten Klang Wert legt, sollte sich auch die Investition in einen Kopfhörerverstärker überlegen. In Audio Interfaces sind zwar häufig integrierte Kopfhörerausgänge eingebaut, doch diese können selten, wenn überhaupt mit einem dedizierten Gerät mithalten.

Neben der Klangqualität spielt aber auch die Leistung eine Rolle – je höher die Impedanz eines Kopfhörers ist, desto mehr Leistung benötigst Du. Die Impedanz der Kopfhörer wird in Ohm angegeben. Modelle können 50 Ohm aber auch 250 oder 400 Ohm haben, was sich in der niedrigeren Ausgangslautstärke bemerkbar macht.

Während eine niedrige Impedanz gut für die Verwendung an einem MP3-Player ist und eine klare Basswiedergabe bei hohem Pegel verspricht, klingen Studiokopfhörer mit hoher Impedanz tendenziell etwas weicher und gefälliger.

Studiokopfhörer: Das Fazit

Die beste Lösung ist es, sich gleich ein ganzes Set anzulegen mit geschlossener, offener und halboffener Bauweise, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Wenn das nicht geht, kannst Du dich auf ein Paar halboffene oder geschlossene Kopfhörer verlassen.

Kurz noch eine Übersicht der Vor- und Nachteile:

  • Geschlossene Kopfhörer…
    • …isolieren gut
    • …eignen sich deswegen vor allem für Recording
  • Offene Kopfhörer…
    • …klingen transparenter
    • …eignen sich damit für Mixing & Mastering
  • Halboffene Kopfhörer sind ein guter Kompromiss

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Bisher befinden sich unter unseren Lesern viele DT770 Pro Nutzer. Bist Du auch einer davon oder nutzt Du ein anderes Modell? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!


Lesermeinungen (6)

zu 'Homestudio einrichten Folge 5: Welche Studiokopfhörer?'

  • Stefan   18. Dez 2015   11:16 UhrAntworten

    Ich hab die Fostex TH-5BB und den DT 990 von Beyerdynamic. Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Wenn es das Budget hergibt wprde ich aber immer dazu tendieren einen offenen und einen geschlossenen zu nehmen statt einem halboffenen. Kommt aber immer drauf an, was man macht. Wenn man nix kniffliges aufnimmt tuts auch einer.

    Wann kommen denn die Mikrofone?

    vg, Stefan

  • fatman   18. Dez 2015   12:33 UhrAntworten

    Für den Mix benutze ich den DT990 pro 250 Ohm, fürs akustische Aufnahmen, wie Gesang, Gitarre etc. einen Sennheiser eH2270. Außerdem wird als Zweithörer beim Mischen der AKG K240 600 Ohm (Made in Austria) eingesetzt. Und fürs Üben am Keyboard ein Hifi KH Sennheiser HD465, weil der keinen neutralen Frequenzgang hat. Bis auf den DT990 haben die KHs schon einige Jahre auf dem Buckel. Da sie aber einwandfrei funktionieren und ich mich auf sie "eingehört" habe, kann ich mich nicht entschliessen, neue zu kaufen. ( Auch ein Beitrag zur Ressorcenschonug :-) )
    Übrigens, diese halboffenen KHs würde ich nicht einsetzen, da sie für jede Situtation immer nur einen Kompromiss sind. Wenn das Budget für zwei gute KHs nicht reicht, würde ich erst einen geschlossenen kaufen und später dann einen offenen.

  • Igor   19. Dez 2015   15:19 UhrAntworten

    Ich bin sonst stets ein großer Fan von delamar gewesen. Aber die neue Rubrik "Homestudie einrichten" ist eine enttäuschende Werbeplattform. Das wird vor allem hier beim Beitrag zu Studiokopfhörern deutlich: Es ist lästig auffällig wie alle paar Sekunden Fostex genannt wird. In den anderen Beiträgen sieht es leider nicht anders aus, so wird der Beitrag zur Studiomöbel offensichtlich von Zaor gesponsert. Aber wenn es denn nur bei der offenkundigen Werbung bliebe, denn tatsächlich störe ich mich an zwei weiteren Sachen: Erstens steht in den Beiträgen eins zu eins das Gleiche wie in den Videos gesagt wird, sodass sich die beiden Darstellungen gegenseitig überflüssig machen. Eleganter wäre eine (übliche) Lösung, bei der das Videomaterial den Fließtext ergänzt. Zweitens haben diese Beiträge keinen Mehrwert an Informationen im Vergleich zu alten Beiträgen von delamar. So gab es doch bereits 2010 einen Beitrag zu der Frage nach geschlossenen, offenen und halboffenen Kopfhörern (hier: http://www.delamar.de/video-workshops/kopfhoerer-unterschied-offen-geschlossen-halboffen-8677/ ). Inhaltlich macht es also kaum Sinn inhaltlich nahezu genau den gleichen Beitrag zu posten. Aber in einem wichtigen Punkt unterscheiden sich die alten und die derzeitigen beiträge: bei den neuen wird auf penetrante Art und Weise zehn mal in einem Atemzug der gleiche Markename genannt. Das wird demensprechend der Grund für diese misslungene Neufassung sein. Das Gleiche gilt auch für andere Themen, so gab es beispielsweise doch bereits einen guten Beitrag zum Thema Audio Interfaces (hier: http://www.delamar.de/musik-selber-machen/soundkarten-test/).

    Ich weiß nicht, ob mein unerfreulicher Kommentar gelöscht wird. Jedenfalls hoffe ich, dass selbst wenn ihr den Post löscht, ihr trotzdem meine Aussage ernst nehmt. Ich werde wohl kaum der einzige genervte und enttäuschte delamar-Leser sein. Versucht euch doch über Werbeanzeigen o.ä. zu finanzieren, aber doch nicht über so offensichtliches Sponsering. Denn im Gegensatz zu euren misslungenen an den Sponseringpartner angelehnten Werbevideos haben Werbeanzeigen keinen Effekt auf den vermittelten Inhalt. So könntet ihr weiterhin sagen was ihr wollt und was ihr aufgrund eurer Expertise für richtig haltet und die Leser freuen sich darüber, dass ihr euer Wissen mit ihnen teilt. Das ist wirklich viel mal besser, als wenn ihr kaum mehr teilt als Schleichwerbung.

    Ich hoffe mit meinem offensiven Ton treffe ich nicht auf Reaktanz und dass ihr rational genug seid meine Anmerkungen zumindest ernst zu nehmen.

    • fatman   19. Dez 2015   20:18 UhrAntworten

      Hallo Igor, Deine Meinung wurde nicht gelöscht, was ja für delamar spricht! Ansonsten bin ich Deiner Meinung.
      Jedoch leben wir alle in einem Wirtschaftssystem, das auf Wirtschaftswachstum und Gewinnmaximierung angewiesen ist und uns dabei exponentielle Steigerungen vorschreibt. Dadurch werden diese "Werbeattacken" auch bei delamar zunehmen. Wenn wir delamaries hier mehr Neutralität einfordern, müssen wir auch bereit sein, diese Seite jedes Jahr mit steigenden Preisen zu finanzieren. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung, wie ja der ADAC es uns bewiesen hat.
      Also versuche ich, hier meinen "Honig zu saugen" und ingnoriere den Werbequatsch. So bleibt delamar für mich lesenswert und die Redakteure bekommen (hoffentlich) ein angemessenes Salär!
      Außerdem machen die Kommentare der Leser mir immer wieder viel Freude.
      Wie Deiner z.Bsp.

    • Carlos San Segundo (delamar)   19. Dez 2015   21:05 UhrAntworten

      Hallo Igor,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Wir nehmen jedes Feedback hier sehr ernst, denn wir wollen die Inhalte so gut wie möglich an die Leser bringen.

      Es ist natürlich schade, wenn dir die Reihe nicht gefällt.
      Vermutlich haben wir zu Beginn nicht deutlich genug gemacht, was wir hiermit wollen.

      Die Videos sind nicht als ausführliche Ratgeber zu einzelnen Themen gedacht, denn die würden das Videoformat zeitlich sprengen.
      Vielmehr soll diese Videoreihe einen horizontalen Einblick in das Thema Homestudio einrichten liefern.
      Und zwar mit aktuellen Produkten, die es zum Zeitpunkt der anderen, vertikal angelegten Artikel noch nicht gab.

      Insofern sind die Informationen durchaus ergänzend. Die Artikel gehen in die Tiefe, die Videos geben einen ersten Eindruck, worum es geht.
      Außerdem gibt es Tipps, welche Produkte von unserer Warte aus empfehlenswert sind.
      Wer sich als Einsteiger orientieren möchte, findet hier einen Rat im Videoformat.

      Die Nennung der Hersteller ist so eine Sache. Unser Moderator spricht frei, anstatt das Skript abzulesen.
      Das ist von uns so gewünscht, um die Videos etwas lockerer in der Sprache und Modalität zu halten.
      Wenn es dann um das Produkt geht, fällt dann eben auch (fast) immer der Herstellername.

      Deine Haltung hierzu kann ich gut verstehen und nachvollziehen.
      Wenn wir Produkte empfehlen wollen, müssen wir diese eben auch benennen.
      Was mir hierzu noch einfällt ist, ein Video ausschließlich mit Produktempfehlungen zu machen.
      In diesem könnten dann viele unterschiedliche Produkte, Hersteller und vielleicht sogar Kategorien Platz finden.
      Wir werden darüber auf jeden Fall nachdenken.

      Herzliche Grüße
      Carlos

  • Igor   19. Dez 2015   23:20 UhrAntworten

    Hallo Carlos,

    Also wie es fatman bereits schrieb: Dass mein Beitrag nicht gelöscht wird, spricht wirklich für die Seite! Ich halte das für wirklich sehr nennenswert. Auch empfinde ich Deine Antwort differenziert und reflektiert und somit als hilfreich. Ich komme mir ein wenig undankbar vor so harsche Kritik zu üben, denn schließlich tu ich es fatman gleich, versuche also trotz der Werbung etwas aus den Beiträgen zu schöpfen und profitiere so von eurer Arbeit - und das ohne dafür auch nur etwas bezahlen zu müssen. Und doch möchte ich meine Kritik nicht gänzlich zurücknehmen, da ich es einfach sehr schade fände, wenn eine so gute Seite wie delamar irgendwann aufgrund von Schleichwerbung an Qualität verlieren würde. Das wäre schlicht weg zu schade und daher wollte ich eine entsprechende Rückmeldung geben.

    Trotz der Kritik möchte ich euch für all die tollen Beiträge danken! Die haben mich oftmals richtig gut weitergebracht!

    Beste Grüße
    Igor

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