MIDI Masterkeyboard: Homestudio einrichten – Folge 2

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Masterkeyboard

Masterkeyboard ja oder nein? Nicht jeder braucht eins im Homestudio. Wann es Sinn macht und welche Möglichkeiten Du hast, erfĂ€hrst Du hier im Video …

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Master Keyboard & Controller

Hier dreht sich alles um das Masterkeyboard. Ein solcher MIDI Controller mit Tasten erleichtert dir die Steuerung von Musiksoftware oder einem Synthesizer erheblich. Wir haben uns Keyboard Controller von Kurzweil, iCON und ROLI bestellt, um dir unterschiedliche Funktionen aufzuzeigen. Erfahre, wie Du zu deiner Entscheidung kommst und worauf es beim Kauf ankommt.

Video Ratgeber
🎬 MIDI Masterkeyboard

Alles zum Thema: Homestudio einrichten »

Warum ein MIDI-Masterkeyboard kaufen?

Rock-Musiker fragen sich vielleicht, warum sie einen Keyboard-Controller nutzen sollten. Die Antwort: Wenn sich Tasten zur Transportkontrolle von Musiksoftware (v.a. Start, Stopp & Aufnahme) auf dem Master-Keyboard finden, können sie mit einem langen MIDI-Kabel aus jeder Ecke des Studios die Aufnahmesession steuern.

Auch zum Spielen von SchlagzeugklĂ€ngen mit einem virtuellen Instrument (Plugin) eignet sich die Tastatur von einem MIDI Keyboard, das die AnschlagstĂ€rke registriert. Das klingt viel organischer, als wenn Du die MIDI-Noten per Maus setzen wĂŒrdest. Einige Keyboard-Controller haben Pads zum Einspielen von Drums – das ist noch besser.

Und schließlich hilft eine Klaviatur beim Songwriting, egal in welchem Genre.

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Klangerzeugung mit dem Masterkeyboard

Dein bevorzugter Musikstil und das Instrument, das Du hauptsĂ€chlich spielst, sind entscheidend fĂŒr die Wahl des MIDI-Masterkeyboards. So werden Pianisten eine vollausgewachsene Klaviatur mit 88 Tasten und Hammermechanik wĂŒnschen.

FĂŒr ein Stagepiano als Masterkeyboard spricht die integrierte Klangerzeugung. Klaviatur und Samples sind perfekt aufeinander abgestimmt, was dem SpielgefĂŒhl und dem Klang zugutekommt. Ein Stagepiano (z.B. das Kurzweil Forte im Video) ist mit seinem Sound, allen ĂŒblichen MIDI-Controller-Funktionen, Split-Zonen, Layers und mehr eine langfristige Lösung fĂŒrs Studio oder Homestudio.

Master Keyboard MIDI Controller - Stagepiano - Kurzweil Forte

Das Stagepiano Kurzweil mit 88 Tasten in Hammermechanik mit Klangerzeugung und etlichen MIDI-Funktionen

Lies unseren Kurzweil Forte Test

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Anzahl der Tasten

Einsteiger, Produzenten elektronischer Musik und alle, die (noch) nicht Klavier spielen können, kommen mit relativ wenigen Tasten aus. Hier bietet sich etwa ein gĂŒnstiger, reiner MIDI Controller (ohne Klangerzeugung) wie das iCON iKeyboard 5 mit 49 Tasten an.

Es gibt auch Keyboard-Controller mit einer Tastatur, die nur 25 oder 37 Tasten umfasst. Diese taugen jedoch eher fĂŒr Musiker, die wenig Platz im Studio haben. Wir empfehlen 49, 61 oder gar 88 Tasten. Eine große MIDI-Klaviatur bietet viel Platz zum Spielen – im Maximalfall so viele Tasten wie ein KonzertflĂŒgel.

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Weitere Bedienelemente

Worauf Du nicht verzichten solltest, sind Tasten zur Transportkontrolle der Musiksoftware (Projekt abspielen, stoppen, aufnehmen, spulen etc.).

Master Keyboard iCON iKeyboard 5 Testbericht

Das iCON Keyboard 5 – kompakt mit vielen Funktionen. Ob es fĂŒr dich passt, kommt auf deine AnsprĂŒche im Studio an …

Übrigens ist der Keyboard Controller von iCON in die engere Wahl gekommen, weil er als einer der wenigen in seiner Preisklasse noch einen Standard-MIDI-Anschluss (5-poliges DIN-Format) besitzt. Damit lassen sich auch Ă€ltere Synthesizer spielen. Zudem werden die Protokolle Mackie Control und HUI zur Steuerung von praktisch jeder DAW unterstĂŒtzt.

Lies hier den iCON Keyboard 5 Test

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SpielgefĂŒhl der Tasten

Wichtig bei der Wahl des Masterkeyboards fĂŒr Studio & Homestudio ist das SpielgefĂŒhl der Tastatur. Die Tasten eines Stagepianos spielen sich natĂŒrlicher (einem Klavier Ă€hnlicher) als bei einem Großteil der MIDI Controller.

Die GeschmĂ€cker und GefĂŒhle sind verschieden

Unter den reinen Controllern gibt es große Unterschiede – achte besonders darauf, wie groß die einzelnen Tasten sind und wie gut die Anschlagsempfindlichkeit gelöst wurde. Bessere Modelle ermöglichen die Justierung der Anschlagsempfindlichkeit (»MIDI Velocity«).

FĂŒr ausdrucksstarkes Spiel von virtuellen Synthesizern sollten neben gut spielbaren Tasten noch Bedienelemente wie RĂ€der oder Joysticks fĂŒr Modulation und Pitch (Tonhöhe, stufenlos) dran sein. Das ist bei fast jedem Masterkeyboard der Fall. Ausgefeilte MIDI Keyboard Controller bieten zudem Tasten mit Aftertouch … erfahre im nĂ€chsten Abschnitt, warum das fĂŒr die Klangerzeugung so spannend ist.

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Hammermechanik

GrundsĂ€tzlich bedeutet eine Tastatur mit Hammermechanik Folgendes: Beim HerunterdrĂŒcken der Tasten wird eine mehr oder minder komplexe Mechanik ausgelöst, die schließlich dazu fĂŒhrt, dass ein Schlegel (hier Hammer genannt) auf die Saite trifft und diese zum Schwingen anregt.

Die Hammermechanik wurde sei ihrer Erfindung im ausgehenden 17. Jahrhundert immer ausgeklĂŒgelter. KonzertflĂŒgel haben heute die komplexeste Hammermechanik. Die Tasten von einem Synthesizer oder einem Masterkeyboard bzw. Keyboard Controller mit Hammermechanik sind zumeist lĂ€ngst nicht so aufwĂ€ndig gestaltet. Und freilich werden keine Saiten angeschlagen … dennoch kann man im weitesten Sinne von einer Hammermechanik sprechen.

Tacheles zur Hammermechanik

Kurzum: Hammermechanik ist nicht gleich Hammermechanik. Doch in jedem Fall erwartet dich mit solchen Tasten ein deutlich Piano-Ă€hnlicheres, fĂŒr ausdrucksstarke Performances besser geeignetes SpielgefĂŒhl als bei einem Masterkeyboard mit »Nicht-Hammermechanik«.

Letztere erkennst Du ĂŒbrigens daran, dass die Hersteller von »(halb-)gewichteten Tasten« sprechen, das Wort Hammermechanik aber nicht in der Liste der Tastatur-Funktionen auftaucht.

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Muss mein Masterkeyboard Aftertouch haben?

Nicht in der niedrigsten Preisklasse, aber auch nicht nur bei teuren Modellen sind die Tasten mit Aftertouch ausgestattet. Ein solche Tastatur funktioniert so: WĂ€hrend des GedrĂŒckthaltens einer Taste wird kontinuierlich registriert, wie stark Du diese drĂŒckst. Variierst Du die DruckstĂ€rke auf den Tasten, werden zugewiesene MIDI-Parameter eines angesteuerten, Aftertouch »verstehenden« Instruments moduliert – Filterfrequenz, VibratostĂ€rke und dergleichen mehr. Toll fĂŒr expressive Klangerzeugung per Masterkeyboard.

Wie frei gestaltbar die Zuordnung der Parameter zur Aftertouch-DruckstÀrke ist, unterscheidet sich je nach Klangerzeuger.

Es gibt zwei Arten von Aftertoch: polyphon und monophon. Bei Letzterem (auch »channel aftertouch« genannt) gibt der MIDI Controller stets nur die Aftertouch-Daten einer Taste aus. Erstgenannte registriert und sendet hingegen die DruckstÀrken aller Tasten gleichzeitig.

Spartipp: Ein MIDI-Masterkeyboard mit einer Tastatur, die monophones Aftertouch unterstĂŒtzt, reicht fĂŒr viele Musiker locker aus. Einerseits ist es körperlich und koordinationstechnisch schwierig, die DruckstĂ€rken mehrerer Tasten gleichzeitig zu variieren. Andererseits lĂ€sst sich das Ganze lĂ€ngst nicht immer musikalisch stimmig nutzen.

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Der Exot in puncto Masterkeyboard

Eine ErwĂ€hnung wert ist Der neuartige Keyboard-Controller ROLI Seaboard Rise mit seiner weichen »Tastatur«. Es ist keine Klangerzeugung integriert, dich trotzdem könnte man ihn – zusammen mit kompatibler oder der mitgelieferten Software – eher als spannendes Instrument denn als MIDI Controller bezeichnen. Speziell, aber nicht nur fĂŒr elektronische Musik ist die multidimensionale MIDI-Interaktion (Stichwort: MPE) fein fĂŒr Sounddesign und Soli in Sachen Synthesizer-Sounds.

Roli Seaboard Rise Master Keyboard

Die Seaboard-Serie wirkt apart und ermöglicht ausdrucksstarke Sounds – fein fĂŒr Klangbastler!

Per Software regelst Du Art und Charakter des Synthesizer-Sounds je nach Geste. Im Übrigen erfolgt der MIDI-Anschluss ĂŒber USB oder Bluetooth. Das Seaboard Rise ist ĂŒbrigens eher als zusĂ€tzliche Anschaffung zu einem Controller mit normaler Tastatur zu sehen.

Mehr dazu im Roli Seaboard Rise 25 Test

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Unser Fazit zum Masterkeyboard

Ein Masterkeyboard bietet sich fĂŒr alle Musiker und Produzenten an, auch wenn Du kein Klavier oder eine anderes Instrument mit Tasten spielst. Wer das doch kann, sollte auf große Klaviaturen Acht geben – alle anderen sind schon mit 49 Tasten gut dabei. Eine wichtige Rolle spielen auch Bedienelemente fĂŒr die Transport-Funktionen.

Entscheidend ist das SpielgefĂŒhl der MIDI-Tastatur. Dabei kommt es auf die Verarbeitung, die GrĂ¶ĂŸe der Tasten, die Umsetzung der AnschlagstĂ€rke in MIDI-Daten und – fĂŒr Anspruchsvolle – eine Hammermechanik an. Ein gutes Stagepiano oder ein anderes hochwertiges Instrument mit Tasten bietet in der Regel all dies.

Dein Feedback ist gefragt

Hilft dir ein Master Keyboard Controller bei der MIDI-Arbeit im Studio oder kommst Du auch so zurecht? Hast Du eine konkrete Masterkeyboard-Empfehlung fĂŒr Musiker und Produzenten?

Baust Du auf eine Tastatur mit Aftertouch (zur Not monophon) oder Hammermechanik (fast) wie bei einem KonzertflĂŒgel, klassische DIN-MIDI-Buchsen zum Anschluss von (alter) Hardware oder Sonstiges? Muss dein Masterkeyboard 88 Tasten haben oder reicht es dir locker, wenn ein MIDI Controller Keyboard 61 oder 49 Tasten bietet?

Wir freuen uns auf deinen Kommentar! 📱

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Lesermeinungen (6)

zu 'MIDI Masterkeyboard: Homestudio einrichten – Folge 2'

  • Nico   17. Dez 2015   18:49 UhrAntworten

    Hallo,

    gutes Video, ihr sprecht hier von der "Hammermechanik". Als Klavierspieler ist dies vor allem fĂŒr mich ein wichtiger Punkt.

    Derzeit nutze ich das Novation Impulse 61 (halbgewichtete Klaviatur), womit ich nicht voll zufrieden bin (dennoch ein gutes StĂŒck).
    Deshalb denke ich an den Kauf von NI's Kontrol S88, welches laut der Hersteller eine Fatar-Klaviatur besitzt und vollgewichtete Tasten hat.

    Habt ihr zu diesem Fall Kenntnisse, wÀre das eine richtige Wahl?

    Vielen Dank und beste GrĂŒĂŸe

    • Carlos San Segundo (delamar)   18. Dez 2015   12:53 UhrAntworten

      Hallo Nico,

      das Kontrol kenne ich selbst nicht, kann dir dazu also leider nicht viel sagen.
      In der Klasse mit 88 Tasten haben praktisch alle Keyboards schon Hammermechanik.

      Ein befreundeter Pianist schwört beispielsweise auf die Tastaturen von Yamaha.
      Vielleicht schaust Du auch dort mal rein.

      Herzliche GrĂŒĂŸe
      Carlos

  • Holger   14. Feb 2016   17:09 UhrAntworten

    Hallo. Ich habe mir nun auch das ICON iKeyboard S6 gekauft und bin nun ein wenig ratlos, da die recht knappe Bedienungsanleitung nicht viel aussagt. Hier meine Fragen/Anmerkungen, vielleicht hat jemand einen Rat:
    1. Octave/Transpose: wird nirgendwo angezeigt, auf welcher Stufe ich mich nun befinde. Wenn ich bsp. nur einen 1/2-Ton hochgesetzt habe und es vergesse, dann spiele ich wohl immer in der falschen Tonhöhe :-(
    2. ich habe das GefĂŒhl. dass die mitgelieferte iMap-Software nicht wirklich unter OSC El Capitan + Logic X (10.2) funktioniert, kann das jemand bestĂ€tigen?
    3. ich versuche verzweifelt irgendwo eine Einstellung zu finden (Keyboard oder unter Logic-Mappings), wie ich bspw. bei einer VST die einzelnen Instrumente durchscrollen kann, ohne die Maus nutzen zu mĂŒssen. Hier wĂ€re ich fĂŒr Tipps besonders dankbar, da sich dieses doch sicherlich via Mackie-Befehl einrichten lassen mĂŒsste, oder?

    Tja und ansonsten fehlen mir weitergehende Infos ĂŒber die genaue Belegung/Verwendung der einzelnen Einstellungsmöglicheiten beim Keyboard mangels sehr nĂŒchterner Bedienungsanleitung. Ansonsten finde ich dieses Keyboard aufgrund der GrĂ¶ĂŸe sehr nett.
    Freue mich auf Antworrten :-)

    • Carlos San Segundo (delamar)   15. Feb 2016   11:58 UhrAntworten

      Hallo Holger,

      dank dir fĂŒr deinen Kommentar.

      Ich kenne kein Keyboard (insbesondere dieser Preisklasse), das die aktuelle Verstimmung anzeigt.
      Eine Oktave zu transponieren ist da nicht so dramatisch, ein Halbton schon eher.
      Allerdings sieht man das in der DAW-Software ja anhand der gespielten Noten sehr fix.

      Zu Logic kann ich dir leider sehr wenig sagen.

      Die Sache mit den Patches bei den VSTi's ist leider ein Manko der Software.
      Das Àrgert mich auch jedes Mal - liegt aber an der Software, nicht am Keyboard.
      Falls Du eine Lösung findest, wÀre ich sehr gespannt, diese zu hören. Bisher habe ich keine.

      Herzliche GrĂŒĂŸe
      Carlos

  • Holger   16. Feb 2016   09:21 UhrAntworten

    Hallo Carlos. Leider habe ich bisher keine Lösung gefunden. Im Gengenteil: leider noch ein paar Fehler gefunden. So klappt bspw. mein Pedal Yamaha FC-7 nicht am Expressionausgang, was nervt. Weiterhin noch ein paar kleinere Problemchen und leider hat sich der ICON-Support auch nicht gemeldet. Aus diesem Grund ging das GerĂ€t gestern wieder zurĂŒck, was ich eigentlich schade finde. Nun tobe ich mich halt mit einer einfachen M-Audio Keystation 61 MKII aus und muss ein paar Mackie-Belegungen lernen :-)

  • Uwe Lohschelder   07. Jul 2017   14:43 UhrAntworten

    Es gibt fĂŒr mich verschiedene brauchbare Konzepte, aber keines ist Ideal fĂŒr mich. Ich spiele seit Jahren ein Roland G-1000. Das hat fĂŒr mich die perfekte Tastatur. Perfekt fĂŒr mich wĂ€re also: ein Roland A-500 mit 76/88 halbgewichteten Tasten (a'la G-1000), ein schönes und brauchbares Display.

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