Tonabnehmer Gitarre: Unterschied aktiv/passiv

Du möchtest wissen, ob sich ein Tonabnehmerwechsel für dich lohnt? Die Tonabnehmer tauschen kann man ja schließlich (fast) immer, aber was erwartet dich nach dem Umbau? Soundvergleiche, Umbau und die größten Unterschiede haben wir für dich als Video parat.

Tonabnehmer wechseln: Aber wieso?

In unserem Video arbeiten wir mit einer ESP LTD EC-401 BLK, die von Haus aus mit hochwertigen aktiven EMG-Pickups ausgestattet ist. Besonders in der High-Gain-Fraktion ist die Gitarre ab Werk sehr beliebt. Was ändert sich also, wenn Du aktive Tonabnehmer gegen passive aus dem Hause DiMarzio tauschst? In unserem Video findest Du die Antworten.

Passive Tonabnehmer: Eigenschaften

Wie im Video gesehen, liefern passive Tonabnehmer (in unserem Fall die D Activator DP219 und DP220):

  • Höhere Dynamik und mehr Headroom
  • Breites Soundspektrum
  • Niedriger Output

Die passiven Humbucker lohnen sich also vor allem für Spieler, die in unterschiedlichen Genres zuhause sind, und natürlich auch für Besitzer von günstigeren E-Gitarren-Modellen, die klanglich mehr herausholen möchten. Durch den größeren Dynamikumfang erzielst Du ein differenziertes, »erdiges« Klangbild mit schneller Ansprache. Gerade wenn Du großen Wert auf Clean-Sounds legst, solltest Du einen Wechsel auf passive Pickups in Betracht ziehen.

Die Größen der Tonabnehmer sind weitestgehend einheitlich, sodass Du beim Wechsel zwischen verschiedenen Herstellern keine Probleme haben wirst.

Aktive Pickups: Eigenschaften

Ausgestattet war die ESP LTD EC-401 mit dem EMG-80 und dem EMG-61. Ein besonders spürbarer Unterschied: Aktive Tonabnehmer brauchen eine Batterie, ohne sie macht deine Gitarre keinen Mucks. Klanglich sind aktive Tonabnehmer sehr druckvoll und liefern ein vergleichsweise starkes Sustain. Die typischen Eigenschaften aktiver Pickups in der Übersicht:

  • Niedrigere Dynamik (mehr Kompression, mehr Sustain)
  • Sehr gut geeignet für High-Gain
  • Hoher Output
  • Weniger anfällig für Störgeräusche

Die aktiven Tonabnehmer klingen insgesamt komprimierter und ermöglichen eine höhere Lautheit, also anhaltend druckvollen Sound mit einem stärken präsenten Ausklingen der Saiten. Aus diesen Gründen trifft man aktive Pickups häufig bei High-Gain-Stilen an. Weiterhin sind mit aktiven Tonabnehmern in der Regel weniger Störgeräusche festzustellen.

Unser Tonabnehmervergleich (aktiv/passiv) stellt vor allem die Unterschiede beider Varianten heraus. Trotz bestimmter Vorzüge in Genres sind beide Pickup-Varianten aber recht vielseitig verwendbar. Die Wahl hängt auch von deinen eigenen Erwartungen an das Instrument, den Klang der Gitarre, das Verhalten des Amps und vom vorgesehenen Einsatzbereich ab.

Beim Wechsel der Tonabnehmer an der Gitarre sollte immer bedacht werden:

  • Aktiv auf passiv: einfach, ohne Holzarbeiten
  • Passiv auf passiv: sehr einfach, nur leichte Eletronikarbeiten
  • Passiv auf aktiv: schwierig, Holzarbeiten erforderlich
LTD EC-401 Tonabnehmer wechseln

Nach dem Umbau: Die passiven Tonabnehmer von DiMarzio klingen nicht nur gut, sie sehen auch edel aus.

Klangbeispiele zum Tonabnehmerwechsel

Wo der Unterschied zwischen aktiven und passiven Pickups liegt, kannst Du dir natürlich in unseren Aufnahmen anhören. Die Audiodateien kannst Du mit einem einfachen Like freischalten.

Die oben genannten Aufnahmen PLUS die DI-Spuren der LTD EC-401 mit aktiven EMG Pickups und passiven Tonabnehmern von DiMarzio, ohne Amp und Effekte, gibt es im PDF Download „Gitarre für Geeks“ »


Von Katja Köhler