Gitarrenverstärker Wissen

191
SHARES

Übersicht

  1. Gitarrenverstärker
  2. Röhre, Transistor, Hybrid
  3. Modeling

Mit dem Gitarrenverstärker, dem Amp, kannst Du den Ton deiner E-Gitarre, deines E-Basses oder deiner Semiakustikgitarre für die lautere Wiedergabe verstärken, sättigen und verzerren. In einigen Amps sind auch andere Effekte integriert – im Artikel über Gitarreneffekte erfährst Du, was unter Verzerrung zu verstehen ist und welche Effekttypen für das Gitarrenspiel besonders wichtig sind.

anzeige

Hier geht es um die Kerneigenschaften von Amps. Zunächst erfährst Du, in welchen verschiedenen Formen es Gitarrenverstärker überhaupt gibt. Darüber hinaus wird zwischen verschiedenen Methoden der Verstärkung unterschieden, so werden im Folgenden Röhrenverstärker, Transistorverstärker und Modeling Amps beleuchtet.

Ein Gitarrenverstärker kann in verschiedenen Zusammensetzungen daherkommen. Ein reiner Verstärker steht meist ganz oben, wie beispielsweise auf dem nachfolgend abgebildeten Aufnau zu sehen ist. Daher wird er auch als Topteil (englisch »amp head«) bezeichnet. Darunter steht der Gitarren-Lautsprecher (englisch »cabinet«), der den verstärkten Ton mit seinen meist bis zu vier Speakern erst hörbar macht.

Ein Zweigespann aus Verstärker und Box nennt sich »Half Stack«, während ein Aufbau mit zwei Gitarrenlautsprechern als »Full Stack« bezeichnet wird.

Half Stack und Combo

Half Stack (l.) und Combo

Nun gibt es noch die sogenannten Combo-Verstärker oder einfach kurz »Combo« genannt. Dabei handelt es sich um Verstärker und Lautsprecher in einem Gehäuse. Als kompaktes Komplettpaket für Einsteiger und Fortgeschrittene sind sie besonders geeignet, während bei Half Stacks oder Full Stacks die Austauschbarkeit der Komponenten im Vordergrund steht.

 

Kanäle

Clean, Crunch & High Gain beziehen sich auf die Verzerrung

Viele Amps besitzen mehrere Kanäle. Das heißt, dass sie mehrere, klanglich separat regelbare Signalwege bieten, zwischen denen Du jederzeit umschalten kannst, um einen anderen Sound zu erzielen. Meist klingen diese Kanäle schon von Grund auf unterschiedlich, auch wenn Du dieselben Reglereinstellungen für Gain, die EQ-Kontrollen und Master verwendest.

Typische Unterteilungen sind etwa »Clean« und »Crunch« und »High Gain«. Damit werden unterschiedliche Stärken und Charakteristika der Verzerrung gemeint, die für diese Kanäle voreingestellt sind, um auf der Basis eines bestimmten Grundsounds arbeiten zu können, je nachdem, ob Du »saubere«, leicht gesättigte, mäßig verzerrte oder stark verzerrte Klänge im Sinn hast.

 

Das Kabel

Wie clever ein Gitarrenkabel konstruiert ist, merkst Du spätestens bei der Performance auf der Bühne – hier kannst Du beträchtliche ergonomische Vorteile herausholen. So bietet etwa das von Richard Z. Kruspe (Rammstein) genutzte Sommer Cable RED ZILK ein paar Kniffe, die zeigen, dass Gitarrenkabel nicht gleich Gitarrenkabel ist.

Sommer Cable RED ZILK - Richard Z. Krupse Signature Cable

Richard Z. Krupse Signature Cable: RED ZILK

Eine Variante des Kabels verfügt über einen sehr kompakten angewinkelten Stecker – auch neckisch »Flunderklinke« bzw. im Englischen »pancake plug« genannt. Anders als gerade Stecker schmiegt sich das Kabel durch die flache Winkelung an den Gitarrenkorpus und ist wesentlich besser davor gefeit, im Eifer des Gefechts abzuknicken. Ein weitere Besonderheit des RED ZILK: Das 7,5 mm dicke Kabel fühlt sich samtig an und ist sehr biegsam.

Das verwendete Kupfer im Innern soll eine verlustarme Übertragung ermöglichen, zudem ist das Kabel laut Sommer Cable vollständig geschirmt. Eine feuchtigkeitsabweisende Isolation sorgt dafür, dass Kurzschlüsse verhindert werden – in feuchten Räumen nicht zu unterschätzen. Last, but not least: Bei diesem Modell gibt es 10 Jahre Garantie auf das Kabel.

 

Übersicht

  1. Gitarrenverstärker
  2. Röhre, Transistor, Hybrid
  3. Modeling