Gitarreneffekte 1

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Übersicht

  1. Vorwort Gitarreneffekte
  2. Delay, Reverb, Wah
  3. Modulationseffekte

Neben dem Sound von Gitarre und Verstärker sind es oft erst die Effekte, die deinem Spiel eine interessante Note verpassen. Von der leichten Färbung bis hin zu wahren Effektorgien und ausgebreiteten Klangteppichen kannst Du theoretisch alles zaubern – doch wie?

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Dieser Artikel gibt dir einerseits einen Einblick in die wichtigsten Effekttypen, die von Gitarristen verwendet werden, während in der Einleitung zunächst die Methoden zur Nutzung der Gitarreneffekte beleuchtet werden. Los geht’s…

Für Gitarreneffekte gibt es zum einen die Pedals (englisch ausgesprochen: »Päddls«), auch Bodeneffektgeräte oder liebevoll »Tretminen« genannt. Es handelt sich um kleine Kisten, die im Gegensatz zu sonstigen Effektgeräten für den harten Einsatz auf der Bühne konzipiert sind, genauer: für die Bedienung per Fuß, zumindest wenn es um das Ein- und Ausschalten des Effektes geht.

Zuvor werden die Einstellungen per Hand mithilfe der sonstigen Regler am Gerät getätigt. Manche Pedale wie ein Wah-Wah (siehe Seite 2) setzen dann den durch die Fußbewegungen verstellten Winkel der Pedalfläche in Effektparameter um.

Pedals

Alternativ dazu werden Gitarreneffekte auch mit Geräten erzeugt, die in ein sogenanntes »Rack« (»Räck« ausgesprochen, englisch für Einschubgehäuse) geschraubt werden. Bei Racks hat sich das Format mit der horizontalen Breite von 19 Zoll durchgesetzt. Diese Racks können komplett mit den darin eingebauten Gerätschaften (bei manchen Bands können das regelrechte Wände sein) transportiert werden, wofür robuste Kisten und Koffer zur Verfügung stehen.

In Sachen Gitarreneffekte ist vor allem die Kategorie der Multieffekte im Rack-Format zu haben. Gitarre einstöpseln, Rack-Effektgerät anschalten und schon stehen dir mitunter die abenteuerlichsten Kombinationen aus verschiedensten Effekten zur Verfügung.

 

Die wichtigsten Gitarreneffekte

Verzerrung (engl. »distortion«)

Die Verzerrung ist unter Gitarristen seit jeher der beliebteste Effekt. Je nach Stärke und Art der Verzerrung kannst Du ein Signal etwas satter und wärmer machen oder im Extremfall so richtig aggressiv zubeißen lassen.

Ohne Gitarreneffekt Clean

Gitarreneffekt Crunch

Gitarreneffekt Distortion

Gitarreneffekt High Gain

Ein sauberer Klang ohne Verzerrung wird als »Clean« bezeichnet, der mäßig verzerrte Bereich ist der »Crunch«, während stark verzerrte Sounds unter »High Gain« firmieren. In dieser Reihenfolge werden die verschiedenen Klänge für Balladen und sanfte, langsame Songs über Blues, weiter über Rock und Hard Rock bis hin zu Heavy Metal genutzt.

Clipping

Verzerrung wird im Wesentlichen mit Clipping gleichgesetzt. Will heißen mit dem scharfen »Abschneiden« der Schallwellen über einem bestimmten Schwellenwert ihrer Ausdehnung, wie das Oszilloskop im nebenstehenden Bild verdeutlicht.

An einigen Effektgeräten kann die durch die Verzerrung per »Drive« oder »Gain« erhöhte Lautheit mit dem Regler für die Ausgangslautstärke (meist mit »Master« oder »Output« beschriftet) wieder etwas reduziert werden. Bei Verstärkern unterscheidet man noch zwischen der Verzerrung durch die Vorstufe und die durch die Endstufe.

Neben »Distortion« finden sich auch immer wieder die Bezeichnungen »Overdrive« und »Fuzz«. Dabei taucht »Distortion« – eigentlich als Oberbegriff zu verstehen – im Kontext des folgenden Trios als ganz konkreter Effekttypus auf.

Gitarreneffekt Overdrive

Overdrive erzeugt in niedrigen Effektstärken »warme« Obertöne und wird kontinuierlich harscher bei einer Erhöhung der zugeführten Lautstärke. Distortion erzeugt mehr oder minder die gleiche Verzerrung bei unterschiedlichen Eingangslautstärken, die Klangänderungen sind dabei im Allgemeinen deutlicher und eigenständiger als bei Overdrive.

Gitarreneffekt Fuzz

Fuzz verstärkt das Signal derart intensiv, dass durch das Clipping daraus fast schon eine reine Rechteckswelle wird, zudem werden komplexe Obertöne hinzugefügt.

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