Yaybahar: Akustisches Instrument klingt wie ein Synthesizer [YouTube Pick des Tages]

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Görkem Şen spielt sein beeindruckendes Instrument Yaybahar.

Görkem Şen spielt sein beeindruckendes Instrument Yaybahar.

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Yaybahar von Görkem Şen

Entwickelt wurde der ungewöhnliche Klangerzeuger von Görkem Şen, einem türkischen Musiker aus Istanbul. Man weiß nicht genau, woher der etwas holprige Name stammt. Yay bedeutet Bogen und Bahar könnte mit Frühling übersetzt werden.

Schwer zu sagen, in welche Kategorie sich das Yaybahar einordnen lassen möchte. Am ehesten passt es zu den Streichern, hat aber am Fuße der Konstruktion auch eine Art Trommel, die mit einem Schlägel geschlagen wird.

Klanglich erinnern die Sounds stark an Science-Fiction mit all den weltraum-artigen Geräuschen. Es lassen sich aber auch durchaus orientalische Einflüsse ausmachen. Die Spielweisen variieren: Lange metallische Streifen werden entweder gestrichen oder auch leicht angeschlagen, wobei auch die verwendeten Streichbögen wechseln.

Das Yaybahar gespielt von seinem Erfinder Görkem Şen

Auf Görkem Şen´s SoundCloud-Seite gibt es weitere Eindrücke der klanglichen Bandbreite dieses ungewöhnlichen Instruments. Reinhören lohnt sich!

Faszinierender Klang

Einzigartig wird die Musik des Yaybahars durch die Kombination der Spielweise: Waagerechte Saiten werden mit Hilfe eines Schlägels zum Vibrieren gebracht, an vertikalen Saiten zupft Görkem Şen und auf die Füße trommelt er.

Im weiteren Teil des Videos kommen auch Görkems Hände zum Einsatz, die wie bei einer Violine mit verschieden Griffen die Tonhöhen und Arten bestimmen. Bemerkenswert ist der starke Halleffekt, der bei jedem Anschlag entsteht und sich weit ausbreitet.

Wie findest Du den Sound des Yaybahar? Kanntest Du ein solches Instrument bereits oder kennst Du weitere abgefahrene musikalische Apparate?

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Lesermeinungen (1)

zu 'Yaybahar: Akustisches Instrument klingt wie ein Synthesizer [YouTube Pick des Tages]'

  • Johannes Eggenberger   27. Dez 2016   21:48 UhrAntworten

    Sehr interessantes Teil, klingt phantastisch und wirkt optisch beeindruckend.
    Leider wird im Artikel nicht auf die physikalischen Grundlagen bzw. Konstruktion eingegangen.
    Wie kommt dieser enorme Halleffekt zustande,- woraus ist das Instrument gebaut?
    Mir war die Verwendung von Metallstreifen und Streichbögen bereits bekannt, jedoch nicht mit einer derartig wuchtigen Klangfülle ohne die zu Hilfenahme elektronischen Vorrichtungen wie Effektgeräte oder und Verstärker.
    Ein aufklärender Bericht wäre schön!

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