Ruderwanzen haben den Lautesten

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Micronecta scholtzi

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Micronecta scholtzi buhlt mit 100 Dezibel

Wie die Forschergruppe um Dr. James Windmill von der University of Strathclyde, Glasgow veröffentlichte, erzielen die Männchen dieser winzigen, in Europa häufig vorkommenden Wasserinsektenart Spitzenlautstärken von knapp 100 Dezibel, was der Lautstärke eines Orchesters entspricht, wenn man es als Konzertbesucher von der ersten Reihe aus hört. Die Durchschnittslautstärke beträgt 78,9 Dezibel – vergleichbar mit einem vorbeifahrenden Güterzug.

Micronecta scholtziEin am Ufer entlanggehender Mensch kann die lärmende Ruderwanze hören, wenn sie am Grund des Flusses ihr Brunftgeraspel anstimmt. Es bleibt ein physikalisches Rätsel, wie es Micronecta scholtzi mit einer Reibefläche von 50 Mikrometern (etwa die Dicke eines menschlichen Haars) und ohne erkennbare Schallverstärkung schafft, so einen Radau zu machen. Tjaja, wer den kleinsten hat, gockelt am lautesten.

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Lesermeinungen (6)

zu 'Ruderwanzen haben den Lautesten'

  • Carlos San Segundo (delamar)   16. Jul 2011   20:24 UhrAntworten

    Großartig! :)))))

  • vanhold   16. Jul 2011   20:47 UhrAntworten

    Dann ist das deutsche Wort für Drummer ja Ruderwanze. Ich will nicht sagen, dass unsere Trommler sich mit ihrem primären Geschlechtsmerkmal den Bauch pinseln, aber schließlich rudern sie wild mit Armen und Beinen und machen dabei einen heiden Radau. Doch wie sagt man so schön, am Schlagzeug des Mannes, erkennst man den Hannes! :-)

  • Mr. Freeze   17. Jul 2011   09:03 UhrAntworten

    Sommerloch? ;-)

  • Oli Sandammeer   17. Jul 2011   10:47 UhrAntworten

    Hätte auch in die Kategorie "Samples" gepasst xD.

    Schönen Sonntag wünsche ich allen Delamari.

    Liege Grüße

    Oli

  • Bodonator   17. Jul 2011   19:16 UhrAntworten

    Hey, das kann ich auch!

  • Thomas „thommytulpe“ Nimmesgern   21. Jul 2011   02:05 UhrAntworten

    Hallo!

    100 Dezibel - meinen Glückwunsch! :-)

    Bemerkenswert find' ich auch, dass die Töne fpr das menschliche Ohr hörbar sind.
    Eigentlich bin ich imemr davon ausgegangen, dass der Ton umso höher wird, je kleiner der eigentliche Schallerzeuger ist (sieht man zum Beispiel bei Klaviersaiten: je kürzer die Saite, umso höher der Ton). Bei 'nem sooo kleinen Tier hätt' ich ja vermutet, dass die von ihm prodizierten Töne sehr hoch, also für das menschliche Ohr nciht mehr hörbar, sind - das ist aber eher nicht der Fall: Die Studie besagt nämlich unter anderem, dass das Tier Töne mit Schwingungen von 5 bis 22 KHz erzeugt, davon viele Töne mit 10 KHz - also (größtenteils) für den Menschen hörbar.
    Da hätt'ich spontan etwas anderes erwartet...das liegt möglicherweise daran, dass das Tier das Wasser und die Wasseroberfläche als Resonanzkörper benutzt. Sehr trickreich!:-)

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