Neue Instrumente braucht das Land – dreimal Experimental-Audio
Alternative Konzepte zur Klangerzeugung schießen wie Pilze aus dem Boden. Neben unzähligen DIY-Projekten von Hobby-Bastlern finden sich mehr und mehr kleine Firmen oder universitär betriebene Entwicklungen, die ein Ziel verfolgen: weg vom ewigen Knöpfchendrehen, Fader-Schubsen und Auf-Bildschirme-Starren! Heute wollen wir Euch wieder ein paar dieser originellen Gerätschaften vorstellen.
Neue Instrumente braucht das Land
Eins vorweg: hier soll es nicht um die ultimativen Klangerzeuger oder Controller gehen, die das Zeug dazu hätten, umgehend in Deinen Produktionsalltag Einzug zu halten, sondern vielmehr um hoffentlich interessante, kreative Experimente in Sachen Audiotechnologie.
scoreLight ist ein prototypisches Musikinstrument, das Klang mithilfe der Konturen von allen möglichen Objekten, Zeichnungen und grafischen Mustern erzeugt. Das funktioniert ohne Kamera oder Projektor: ein Laserpunkt bewegt sich treu entlang der Konturen und moduliert den Klang entsprechend der Form, Farbe, des Umfanges und des Kontrastes dieser Konturen. Alternativ wird er von Konturen reflektiert oder löst bei engen Winkeln bestimmte Ereignisse wie das Triggern von Samples aus. Auch mehrere Laserpunkte gleichzeitig sind möglich, um komplexere Klänge zu erzeugen. Doch seht selbst:
Technisch weniger eindrucksvoll, aber sympathisch durchgeknallt quietscht Drawdio nach dem Theremin-Prinzip drauflos. Es muss an einem elektrisch leitenden Objekt befestigt werden, um zu tönen; zu diesem Zweck kannst Du auch nichtleitende Oberflächen mit Wasser oder Öl bestreichen. Das bedeutet tatsächlich, daß praktisch ALLES zu einem Theremin wird:
Zu guter Letzt ein noch namenloses Ensemble kleiner, batteriebetriebener Drum Machines von Eric Archer mit Funkverbindung und – sehr cool – Lichtsensoren zur Modulation des Klangs:


06. Nov 2009 | 23:34 Uhr
Old swedish!
Das sind mal abgefahrene Ideen! Toll! Ich bin begeistert! Am Besten hat mir das mit dem Laser gefallen!