5 Effekte, die heute niemand mehr hören will

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Effekte die heute keiner mehr hören will

5 Effekte, die heute keiner mehr hören will - garantiert.

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Nie wieder Effekte! Oder?

Was sind wohl die 5 Effekte, die heute niemand mehr hören will? Auswahl gäbe es ja genug, allesamt Geschmackssache. Natürlich hängt es auch stark vom favorisierten Genre ab, aber prinzipiell zeihen sich bestimmte Effekte quer durch alle Songs einer bestimmten Zeit – ähnlich wie in der Mode. Und ebenso ähnlich wie in der Mode kommt alles wieder. Zum Beispiel der 80er Jahre Balladen-Sound. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Wieder zurück zu den 5 nervigen Effekten, die kein er mehr hören will. Vielleicht können wir die Hitliste auch mit deiner Hilfe erweitern?

Effekte die heute keiner mehr hören will

5 Effekte, die heute keiner mehr hören will – garantiert.

1. Auto-Tune

Dieser stimmenverzerrende Effekt ist bestimmt auch auch dir als erstes in den Sinn gekommen. T-Pain wurde damit bekannt, Lil-Wayne machte mit und inzwischen reicht es jedem – außer den Künstlern scheinbar. Andere Namen wären will.i.am und Britney Spears. Auto-Tune kann akzeptabel sein, wenn er nicht zur Hauptwahrnehmung in einem Song wird. Grundlegend sollte es ja eigentlich auch ganz ohne Auto-Tune gehen.

Wusstest du, dass…
der gruselige Auto-Tune Effekt auch als “Cher-Effekt” bezeichnet wird?

Und den guten alten Cher-Klassiker wollen wir euch selbstverständlich auch nicht vorenthalten:

2. Flanger

Mal etwas ganz persönliches: Nicht auf elektronische Musik bezogen und nicht auf die Anwendung als z.B. Gitarreneffekt.

Man ist im Club oder auf einer privaten Party unterwegs und plötzlich bewegt sich der Finger des DJs Richtung Regler, auf den der Flanger-Effekt gelegt ist. Er ist scheinbar gezwungen, den Effekt voll aufzudrehen. Jedes Mal hoffen ich und mein Gehör die paar Sekunden unbeschadet zu überstehen. Viele gerade kleinere DJs benutzen solche Effekte ohne Zusammenhang, einfach so um Effekte zu nutzen. An dieser Stelle kann ich sagen: Lasst es sein.

Ich werde nicht der einzige sein, der dafür sehr dankbar wäre. Sinnvoll und mit Bedacht eingesetzt kann sich alles schon ganz anders anhören!

Ein Beispiel für den Flanger Effekt:

3. Sirene

Um ehrlich zu sein, nicht meine Musik und deshalb keine genaue Überzeugung. Und doch gehören die Sirenen zu einem Großteil der in der Rave-Musik angesiedelten Lieder. Da stellt sich die Frage, wie sich dieser Effekt etabliert hat. Aber viel entscheidender ist: nervig oder wichtiger Bestandteil? Ist die Sirene immer noch populär oder ein Soundeffekt als Auslaufmodell?

Ein Klassiker im Bereich der „Schiffssirene“:

Die Standardsirene: Auch bei neueren Songs im Bereich Pop & RnB immer noch gern eingesetzt.

4. Big Room House-Drops

Nicht direkt ein Effekt, aber es muss dennoch mal gesagt werden:
Sie klingen alle gleich und verändern sich nicht.

Seit Anfang der 2010er Jahre gibt es den Big Room House und damit auch die gleichklingenden Drops. Zugleich ist es einer der größtes Genre des EDM und man hört die Musik auf jedem kommerziellen Electro-Festival und in Clubs. Dimitri Vegas, Like Mike, DVBBS, W&W. Ach das sind verschiedene Interpreten? Es ist Zeit für Veränderung. Natürlich haben wir auch ein Beispiel für die „Abwechslung“ die immer und überall gespielt wird.

Hier hätten wir dann ausschnittsweise 16 Drops in einer Minute:

5. Chiptune/8-bit-Sound

Manch einer betrachten Chiptune-Musik und 8-bit-Musik nostalgisch. Bei klassischen Spiele-Soundtracks (wie z.B. Mega Man) kommt die Nostalgie auch bei mir auf. Aber sonst? Ein Sound auf den ich musikalisch gerne verzichten kann. Auch das gehört inzwischen zu den aussterbenden Effekten der Musik.

Fun-Facts: Weitere Effekte, auf die wir verzichten können

The Wilhelm Scream

Der wohl bekannteste Schrei der Filmgeschichte! Egal ob Star Wars, Indiana Jones oder The Beauty And The Beast – wir hören ihn überall. Sogar vor Spielen macht er nicht halt:

Eurosignal

Ein Geräusch, dass so einige Menschen noch heute in den Ohren klingt. Ein Geräusch, das viele aber bestimmt auch gerne vergessen würden. Die einen kategorisieren es als Horrorgeräusch, die anderen schwelgen nostalgisch und erinnern sich an die alten Pager. Das gute alte Eurosignal lädt nicht nur zu Dauerhör-Wetten ein, sondern auch zum Gedenken an die „gute alte Zeit“.

Andere klassische Soundeffekte gibts übrigens im Onlinemuseum Save The Sounds

Auf welche Effekte kannst Du gut verzichten?

Wir würden diesen Artikel gerne noch erweitern. Sag‘ uns welchen Soundeffekt Du wirklich nicht mehr hören kannst! Wir freuen uns auf deine Meinung.

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Lesermeinungen (11)

zu '5 Effekte, die heute niemand mehr hören will'

  • Thomas   13. Mai 2015   14:57 UhrAntworten

    Chorus auf verzerrte Gitarrensounds

  • Kazproooo   13. Mai 2015   15:05 UhrAntworten

    Auto-tune!

  • Daniel Schumacher   13. Mai 2015   15:49 UhrAntworten

    Ich versteh den Ansatz nicht... Die meisten von euch beschriebenen Effekte die keiner mehr hören will (Autotune, Drops???) sind einfach fester Bestandteil bestimmter Genres. Ich möchte zum Beispiel keinen Dancehall Track ohne Autotune hören. Dann kann ich ja direkt Reggae hören (kotzbrechwürg!). Ich finde verzerrte Gitarren schon geil aber möchte keine megaverrzerten Gitarren mehr hören und bitte erst recht keine die von tättowierten Gitarristen gespielt werden. Na, Was gemerkt? Mal davon abgesehen das Drops im Big Room House, Dubstep, Trap und artverwandten Genres jawohl der Moment sind in denen der Song oft ammeisten gefeiert wird und live die leute richtig ausrasten! In diesem Sinne: SKRILLEX DROP IT HARD!!!

  • and-y   13. Mai 2015   18:18 UhrAntworten

    scheiße was machen jetzt alle Gitarristen mit Tattoo??? Da macht man sich ja sorgen... dürfen nur noch Schülerbands spielen und auch von denen nur eine kleine Auswahl :D

  • IchMalWieder   14. Mai 2015   10:48 UhrAntworten

    Also ehrlich - die 10 besten dies, die 5 schechtesten das, haben wir jetzt hier auch die "offiziellen" Listen?
    Wie auch immer. We kann denn ein Effekt so nervig sein, dass man ihn nicht mehr hören will? Kommt es dabei nicht darauf an wie und wann dieser genutzt werden kann? Vocoder konnte man auch eine Zeitlang immer wieder hören und dennoch, wenn er an der richtigen Stelle genutzt wurde klang es super. Im Mainstream klingt halt immer alles gleich weil es gewollt ist. Ein Effekt wird solange auf immer die gleiche Weise genutzt bis er einfach nur noch auf die Nerven geht. Gut eingesetzt kann er aber dennoch super klingen und eine Bereicherung sein.

  • mhlwink   14. Mai 2015   13:43 UhrAntworten

    Unangefochtene Nummer Eins wäre bei mir der Vocoder. Als Beispiel nehme ich einfach mal Pure Reason Revolution - Disconnect. Großartige, leider mittlerweile aufgelöste, Band. Grauenhafter Song dank Vocoder-Schlotze...

  • Peter   14. Mai 2015   14:10 UhrAntworten

    Der 08/15 Trance-Gate auf einem Sägezahn-Padsound schwirrt heute seit den 90ern immer noch herum:
    https://www.youtube.com/watch?v=ZWAHSf-hET4
    (die ersten 40 Sekunden)

  • Meckerfritze   14. Mai 2015   14:19 UhrAntworten

    1. Autotune.
    Warum ? Weil der Effekt als Stilmittel einfach so dermaßen oft genutzt wurde und wird, das er einem einfach nur noch zu den Ohren rauskommt und sich jedwede Voice einfach nur gleich anhört, ganz egal ob T-Pain oder Klein Fritzchen mit dem Effekt "singt". Zudem hört sich Autotune einfach nur wie "morgendliches Gurgeln mit Mundwasser und dabei gleichzeitig singen zu wollen" an !

    2. Melodyne.
    Warum ? Wenn der Effekt nur in Notfällen eingesetzt wird (so wie es eigentlich mal gedacht war) um ganz kleine Fehler auszubügeln, ist es noch okay. Aber über jedwede Silbe Melodyne laufen zu lassen finde ich soundtechnisch schrecklich, da eine gewisse Nasalität durch künstlich hinzugefügte Obertöne generiert wird und alles einfach nur noch steril klingt !

    Vor allem in Fall von Autotune und Melodyne finde ich den exzessiven Einsatz hauptsächlich deswegen schon schlimm, weil damit gesangliche Unzulänglichkeiten stark kaschiert werden wollen und ich mich immer frage, weswegen man sich nicht halt einfach einen gut klingenden und timing festen Sänger besorgt, als stundenlang mit z.B. Melodyne an schiefen Tönen und Timing zu frikeln. Man hört auch selbst bei den großen Stars (die das gar nicht nötig haben), das Melodyne zur Anwendung kam !

    3. Chopper-Effekt.
    Warum ? Weil es sich permanent so anhört, als würde ständig jemand am Lautstärkeregler hin und her drehen und im Song sich durch das ganze "Gepumpe" irgendetwas kaputt anhört. War mal ganz nett, um Flächen im Zusammenspiel mit dem Beat einen perkussiven Eindruck zu verleihen, aber er ist ebenso wie Autotune ausgereizt und mittlerweile nur noch komplett nervig !

    4. Fatness-Maximizer.
    Warum? Man hat die "fettesten Beats", den "fettesten Bass" usw. blabla.
    Hört man immer wieder von Laien, die damit rumprahlen. Woher sollen sie aber auch wissen, wie sich ihre fettesten Beats und Bässe im z.B. Radio anhören (dann nämlich dünn und oftmals hoffnungslos verzerrt und einfach kacke) und welche Vorgaben zu erfüllen sind, bzw. auf was man eben besser verzichtet ? Produzenten sind eher bemüht, einen ausgewogenen Klang zu produzieren und das hat diverse gute (sendetechnische) Gründe !

    5. Loudness-Maximizer
    Warum ? Siehe Punkt 4, nur eben auf Lautstärken bezogen. Verzerrte Sounds, Dynamikverlust, keine Feinheiten und besonderen Nuance mehr. Die Gleichmachung der Lautstärke hat auch stark zur Gleichmachung und Sterilität der Musik beigetragen !

  • Alex Geibel   14. Mai 2015   18:13 UhrAntworten

    Wenn wir schon bei Big Room Drops sind, dürfen die sinnfreien "One Liner" und die darauf folgende "Pryda Snare" vor dem immer gleich klingenden Drop nicht fehlen :)

  • Merano   15. Mai 2015   09:32 UhrAntworten

    Fett komprimierte Basslines, fett komprimierte Bassdrum (immer nur fett, da sollte man mal ein bisschen auf das Gewicht achten), Reverb jeglicher Art (Gähn), Verzerrer nach Synths (Klingt schlecht), Syncronisierte Delays (Langweilig), Modulationseffekte sind grundsätzlich supergähn. Overdrive auf Gitarre (hässlich), Pitcheffekte sind überflüssig, Was bleibt noch?

    Schöne rein akustische Musik, die nicht produziert, sondern gespielt wird.

    PS Cher Effekt war schon vor 15 Jahren langweilig.

  • Mat   20. Mai 2015   17:34 UhrAntworten

    Sowas von subjektiv willkürlicher Artikel - vor allem mit Kritik an m.E. falscher Stelle. Grundsätzlich habt ihr ja Recht: das ewige copy and paste nervt. Aber das betrifft doch weniger die elementaren Bestandteile der Produktion - und dazu zähle ich Effekte, sondern vielmehr die Produktion in ihrer Gesamtheit. Das Copycat Problem betrifft doch jegliches Genre in jeglicher Ära.

    Mann kann mit gleichen Schrauben unterschiedliche Möbel bauen, und mit unterschiedlichen Schrauben gleiche Möbel.

    Ganze Genres wie "Chiptunes" zu diskreditieren ist dann wohl der Gipfel der Willkür. Trotzdem danke für den Link auf das Tolle Chiptune Video.

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