Freeware Friday: TBProAudio sTilt – Phasenlineares Tilt Filter deluxe, gratis

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Freeware Friday: TBProAudio sTilt

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Wie eine Wippe – TBProAudio sTilt

Es handelt sich prinzipiell um ein Filter jener Art, nach der auch das elysia niveau filter (ebenfalls kostenlos) oder eine Komponente des TDR SlickEQ gestaltet sind. Allerdings wird hier phasenlinear in das Spektrum eingegriffen (siehe FAQ: Was ist ein Linear Phase EQ? ») – ein starkes Alleinstellungsmerkmal, das naturgemäß eine gewisse Latenz einführt.

Neben der Funktion zur Verstellung der Zentralfrequenz punktet das TBProAudio sTilt mit bemerkenswerten Zusätzen. So findest Du einen schaltbaren Limiter gegen Clipping, auf Wunsch automatisches Gain zur Kompensation von Pegelabweichungen nach der Filterung und ein Feature zum A/B-Vergleich von zwei Einstellungen.

Freeware Friday: TBProAudio sTilt

Das TBProAudio sTilt, ein phasenlineares Tilt Filter!

Als wäre das nicht schon genug, hat TBProAudio auch noch ein Herz für alle, deren Audiorechner mit dem aktuellen Projekt bereits mächtig ins Schwitzen kommt: variable Qualitätsstufen der Bearbeitung. Es folgen alle Funktionen und Spezifikationen in der Auflistung – das kann sich echt sehen lassen:

TBProAudio sTilt: Features

  • Phasenlineares Filter
  • Für Windows & Mac OS X
  • VST, VST3, AU, RTAS – bis auf RTAS auch für 64 Bit
  • Filtergüte variabel von -6 bis +6 dB/Oktave
  • Variable Zentralfrequenz
  • 5 Qualitätseinstellungen
  • Schaltbares automatisches Gain
  • Schaltbarer Limiter
  • Sample-akkurater A/B-Vergleich

TBProAudio sTilt: Preis & Verfügbarkeit

Das Plugin ist – man fasst es nicht – kostenlos über die nachfolgend verlinkte Website des Entwicklers erhältlich. Viel Spaß!

» TBProAudio sTilt

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Lesermeinungen (5)

zu 'Freeware Friday: TBProAudio sTilt – Phasenlineares Tilt Filter deluxe, gratis'

  • FreaqueDeluxe   08. Jan 2016   10:44 UhrAntworten

    Wow, sehr interessant! Das lockt sogar "müde" gewordene wie mich hinterm Ofen vor *grinz* Aber nur weil das Filter 'Schaltbares automatisches Gain' hat - top! - Das muss ich jetzt echt mal ausprobieren. Ich kenne sowas ähnliches ausm Kontakt. Da kann man das nämlich so einstellen, dass, während man den Cutoff-Regler zudreht, sich dann proportional bspw. der Lautstärke-Regler erhöht. (Pegelausgleich)

  • FreaqueDeluxe   08. Jan 2016   15:13 UhrAntworten

    So, habe das Teil mal ausprobiert und musste es letzlich wieder frustriert deinstallieren, weil ich mit dem sonderbaren Prinzip nicht klarkam. Ich hatte irgendwie einen Filter erwartet, der mindestens nen klassischen Cutoff-Regler und nen Resonance-Regler aufzuweisen hat. Jedenfalls hat mich das Teil komplett verwirrt. Schade!

  • TBProAudio   09. Jan 2016   15:13 UhrAntworten

    Hallo FreaqueDeluxe,
    hmm, schade. sTilt "dreht" tatsächlich das Spektrum um eine feste Frequenz und das exakt von 0Hz bis Sampling Frequenz. Das bekommt meines Wissens z.Z. kein Plugin hin.
    Am besten mal mit White Noise (eine Gerade im Spekturmanalyser) ausprobieren und gaaaanz langsam am Regler drehen:-)
    Mit sTilt bekommt man basslastige Aufnahmen ganz schnell wieder flott.
    Gruss TBProAudio

  • nevian   14. Jan 2016   19:57 UhrAntworten

    @FreaqueDeluxe

    Ich vermute mal, dass Dich die Klassifizierung als "Filter" etwas irritiert hat. Man könnte sich auch darüber streiten, ob die Bezeichnung "EQ" in Bezug auf den Anwendungszweck aussagekräftiger wäre. Jedenfalls habe ich Tilt-Plugins bei mir unter den VSTs zusammen mit den EQs einsortiert, weil das mixing-technisch einfach besser passt.

    Genaugenommen könnte für solche Klangveränderungen wie beim sTilt auch eine spezielle Kategorie eingeführt werden, da es sich auch um eine recht spezielle Anwendung der Frequenzgangsverbiegung handelt. Andererseits weiß "der Profi" beim Stichwort "Tilt" für gewöhnlich EXAKT genau, was gemeint ist: Veränderung des Slopes, also ein gekippter Frequenzgang.

    Kleiner Tipp zur Anwendung bzw. ein Beispiel:

    Der Dreh- und Angelpunkt für die Energieverteilung von (moderner) Musik liegt normalerweise so um die 150 Hz. Also die Bass-Gewichtung und damit der komplette, resultierende Gesamtfrequenzgang und dessen Energieverteilung hängen stark vom Verhältnis der Intensität der Bereiche darüber / darunter ab.
    Mit einem Tilt-Tool lässt sich dieses komfortabler und klangneutraler beeinflussen bzw. gar korrigieren als mit irgendwelchen Shelving- oder gar Peak-EQs!

    Resonanz ist daher kein Parameter, den man hierbei vermissen dürfte. Was ich mir allerdings wünschen würde - wie gut und sinnvoll das technisch umzusetzen ist überlasse ich mal TBProAudio - wären eine Einflussmöglichkeit auf die Biegung der Kurve, also eine Art "Knee".
    Mein Vorschlag dazu wären 1 bis 2 Parameter: Einen für die "Stärke des Knicks" (Abrundung) und womöglich einen weiteren für den Bereich oder die Bandbreite, auf welche das Knee begrenzt werden kann (unterhalb bzw. oberhalb des Bereichs verläuft der Tilt wie gehabt, also gerade).

    Würd mich freuen, wenn so etwas den Weg in eine Weiterentwicklung oder ein Update finden könnte. :)

  • TBProAudio   14. Jan 2016   20:22 UhrAntworten

    @nevian
    Danke für die kompetente Erklärung :-)
    Die Idee mit dem "Knee" ist zwar gut, geht aber über die Idee von sTilt hinaus. Wie Du schon gesagt hast, es geht darum schnell und "neutral" das Spektrum zu kippen (brauch irgendwie andauerend, warum wohl ...) Ein flexibler Spline/FFT Filter ontop kann dann Deine Anforderung besser erfüllen. Hat auch mehr Knöpfe :-)
    Gruss TBProaudio

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