Borderlands: Granular-Sampler für iPad & PC

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Borderlands

Borderlands von Chris Carlson

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Borderlands by Chris Carlson

Wie macht man das Unsichtbare sichtbar? Wie wird etwas Unantastbares fühlbar? Diese Fragen stellte sich Chris Carlson, bevor er mit der Entwicklung für Borderlands begann. Dieses kleine Programm, das auf Open-Source-Basis für iPad und PC (Linux und Mac OS X) erscheinen soll, stellt sich genau jenem Problem. Und das alles mit dem Ziel, den schönsten Klang zu finden und dabei die Freude am Experimentieren mit einfachster Bedienung zu kombinieren. Aber was macht ein Granular-Sampler überhaupt? Granular heißt so viel wie körnig. Und eben diese »Körner« sind es, die die Klänge innerhalb des Samplers fassbar machen sollen.

Borderlands

Borderlands von Chris Carlson

Jedoch werden die Samples nicht konventionell wiederholt und wiedergegeben. Vielmehr werden sie in besonders kleine Stücke von etwa 1 bis 50 ms unterteilt. So entstehen die sogenannten Körner. Mehrere Körner können dann sogar über jeweils andere geschichtet und mit verschiedenen Geschwindigkeiten, Phasen, Lautstärken und Tonhöhen abgespielt werden.

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Die grundlegende Funktion von Borderlands besteht also im Laden von einem oder mehreren Audioclips. Auf der graphischen Oberfläche werden diese Clips dann grafisch verteilt. Danach wird an einer beliebigen Stelle des Clips eine »Kornwolke« erzeugt. Diese Wolke hat einen internes Timing-System. Damit können einzelne Kornstimmen in Folge ausgelöst werden. Der Benutzer hat die Kontrolle über die Anzahl der verschiedenen Stimmen, die Überlappung der Körner, die Dauer, die Tonhöhe, Umschläge und das Ausmaß der zufälligen Bewegung in der XY-Ebene.

Durch das Auswählen einer Wolke können die verschiedenen Parameter beliebig verändert werden. Zudem lässt sich die Wolke beliebig über den Audioclip verschieben. Dadurch wird eine Vielzahl unterschiedlichster Sounds möglich.

Borderlands: Preis & Verfügbarkeit

Borderlands befindet sich noch in der Entwicklungsphase, kann allerdings trotzdem schon kostenlos für Mac OS X und Linux über die Herstellerseite heruntergeladen werden. Die iPad-Version befindet sich ebenfalls in den Startlöchern. Und Windows? Zitat Chris Carlson: »I am also looking into putting together a Windows version eventually as well.«

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Lesermeinungen (4)

zu 'Borderlands: Granular-Sampler für iPad & PC'

  • inspectorgadget   21. Apr 2012   18:17 UhrAntworten

    Hi,

    Wie installiert man das auf dem Mac?

    lg

  • oliver schmitt   22. Apr 2012   10:17 UhrAntworten

    wow, unglaubliches tool! ein traum für sound designer!

    gruß,
    olli

  • landers   23. Apr 2012   23:46 UhrAntworten

    Vieleicht sollte man dazu bemerken, das es (noch) keine fertigen kompilierten ausführbare Binärdateien gibt, sondern nur den reinen Quelltext. Das heißt nur Leute, die einigermaßen gewitzt im Umgang mit GCC sind und es verstehen die Abhängigkeiten zu lösen, kommen in den Genuss der Applikation, alle anderen müssen warten bis der Entwickler die Binärdateien zu Verfügung stellt.

    Bauen auf OSX fängt immer damit an, Xcode zu installieren, dann MacPorts um die freien Quellen der Abhängigkeiten eventuell in den Griff zu kriegen oder das händisch zu erledigen (5 Jahre Unix Admin Erfahrung Voraussetzung). Wer das lernen möchte, hat ein schönes, sehr Zeiterfüllendes Hobby, wo man viel lernen kann wie Entwicklung funktioniert. Die Königsdisziplin ist es, Ardour 3 zu kompilieren, wer das geschafft hat, kann sich ein T-Shirt anziehen mit der Aufschrift: "Ich bin Root, ich darf das"

  • feelKlang / Steffen Brucker   24. Apr 2012   08:39 UhrAntworten

    Ich freue mich auf die iPad Version. Das iPad ist für mich sowieso im täglichen Probereich nicht mehr wegzudenken.

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