Externe eSATA Festplatten: Deine Musikprojekte schneller sichern denn je

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Externe eSATA Festplatten: Deine Musikprojekte schneller sichern denn je

Mit einer externen eSATA-Fastplatte (diese hier sogar noch zuästzliche Anschlüsse für USB3.0 und FireWire) kannst Du deine Daten schnell sichern.

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Backups der Musikprojekte – eSATA Festplatten

Viele externe Festplatten neuerer Prägung kommen mit einem so genannten eSATA-Anschluss an Bord, der – genau wie USB3.0 und 3.1 – schneller als die bis vor ein paar Jahren gewöhnlichen USB2.0- oder FireWire-Anschlüsse ist.

eSATA ist die externe Version des SATA-Standards, der seit geraumer Zeit in die Computer eingezogen ist. Er baut auf den früheren Standards ATA/IDE auf, bietet aber einen grösseren Datendurchsatz als diese.

Im Unterschied zu den internen SATA-Anschlüssen in deinem Audio Computer bietet eSATA einige kleinere Änderungen. So ist das Kabel mit einer Extra-Schicht gegen elektromagnetische Interferenzen geschützt und die Metallkontakte liegen tiefer im Stecker als bei der internen Variante. Dies soll verhindern, dass es zu statischen Entladungen beim Einstecken des Kabels kommt, was die Festplatten beschädigen könnte.

Die Performance externer eSATA-Festplatten spricht für sich: USB2.0 unterstützt eine Datentransferrate von 60 MByte/s (Megabyte je Sekunde). Bei FireWire 800 geht es immerhin schon bis 100 MByte/s, doch SATA und eSATA können noch eine Schippe drauflegen …

Je nach Festplatte bzw. Variante werden nämlich entweder 375 MByte/s oder 750 MByte/s möglich. Und hier wird klar, warum externe Festplatten mit eSATA in den letzten Jahren bei Profis so populär geworden sind.

Update: Das gilt mittlerweile noch mehr für die neueren Ausprägungen von USB – USB3.0 (»Superspeed«) schafft bis zu 625 MByte/s, USB3.1 (»SuperSpeed+«) sogar bis zu 1.250 MByte/s. Und mit Thunderbolt steht eine Schnittstelle zur Verfügung, die jetzt und in Zukunft noch höhere Transferraten leistet – allerdings wird sie bisher fast ausschließlich bei Apple-Rechnern verwendet und das könnte auch so bleiben.

Die angegebenen Werte sind nur die theoretisch maximal erreichbaren Geschwindigkeiten. Real ist es teil serheblich weniger, doch die Maxima geben sehr wohl einen Auskunft darüber, wie sich die Standards in der Praxis schlagen.

Externe Festplatten mit eSATA – Kein Licht ohne Schatten

Auf der Schattenseite finden sich leider aber auch zwei Punkte. Zum einen (und vielleicht am schmerzlichsten) ist empfohlene Länge des Verbindungskabels. Hier sollten nämlich zwei Meter nicht überschritten werden. Einige Hersteller empfehlen sogar die Verwendung von lediglich 1,5 Metern.

In einem kleinen Homerecording Projektstudio mag das sicherlich kein Problem darstellen – insbesondere wenn nur eine einzige Festplatte vorhanden ist und diese auf dem Schreibtisch steht. Bei grösseren Tonstudios könnte dies spätestens dann zu einer echten Herausforderung werden, wenn mehrere externe Festplatten zum Einsatz kommen sollen. Immerhin machen diese Geräusche und die sind weder in der Aufnahme noch beim Abmischen eines Songs erwünscht.

Der zweite Punkt ist die Stromversorgung. Diese muss nämlich extern über ein eigenes Netzteil geschehen. Das kann problematisch werden, verhindert aber Probleme mit der Bereitstellung der notwendigen Spannung vom Audio Computer. Eine Lösung können hier Tower sein, in denen sich gleich mehrere externe eSATA-Festplatten unterbringen lassen und nur eine einzige Stromversorgung benötigen (und auch nur einen Anschluss an den Rechner).

Fazit (Stand: 2016)

Wenn Du die Daten deines Rechners sehr schnell sichern willst und nicht auf größtmögliche Kompatiblität mit anderen Computern in der Weltgeschichte angewiesen bist, kannst Du zu eSATA greifen. Nur wenn die Kabellänge von maximal 1,5 Metern nicht reicht und Du eine zusätzliches Netzteil nicht akzeptieren willst, musst Du davon Abstand nehmen.

USB 3.0 oder 3.1 ist mittlerweile eine formidable – und für so manchen wohl die bessere – Alternative. Sie genießt eine extrem hohe Verbreitung und Kompatibilität (sogar mit USB2.0-Buchsen), ferner hier auch die Stromversorgung über das Datenkabel. Das gilt übrigens auch für Thunderbolt.

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Lesermeinungen (25)

zu 'Externe eSATA Festplatten: Deine Musikprojekte schneller sichern denn je'

  • DJ Today   09. Okt 2011   10:50 UhrAntworten

    Ich bin eher für SSD Festplatten zur Datensicherung.

  • Sasan   09. Okt 2011   10:59 UhrAntworten

    danke für deinen Artikel, der hat mich nochmals bestätigt :)

    In meinem MacPro laufen 4 interne SATA platten, und 2 eSATA Platten. Die Geschwindigkeit ist enorm hoch und USB2.0 kann da echt einpacken. Eine weitere Festplatte habe ich mit FW800 angeschlossen. Auch diese Übertragung läuft bestens.

    Während ich arbeite sind aber alle externen Festplatten aus, da der Geräuschpegel dann doch sehr hoch ist. Der MacPro ist ja schon ein sehr leiser Computer und stört absolut nicht beim arbeiten.

    Ich kann eSATA und FW800 echt empfehlen.

  • wolfgang   09. Okt 2011   11:24 UhrAntworten

    hört sich spize an, aber wie kann ich die an meinen rechner anschliessen,bzw. werden alle rechner, also mac und windows, serienmäßig in zukunft damit ausgestattet?

    • Carlos San Segundo (delamar)   09. Okt 2011   12:13 UhrAntworten

      Immer mehr PCs haben bereits einen externen eSATA Anschluss mit an Bord. Bei Macs ist das noch nicht so verbreitet und da man dort auf die Thunderbolt-Technologie zurückgreift, werden die so schnell auch nicht genutzt werden.

    • Sasan   09. Okt 2011   14:54 UhrAntworten

      bei meinem MacPro habe ich es einfach nachgerüstet. auf dem mainboard sind zwei anschlüsse die nicht standardmässig genutzt werden. die sind jetzt mit den zwei eSATA festplatten verbunden.

      das geht aber nur bei den MacPros.

      Carlos hat sicher recht, dass jetzt mehr die Thunderbolt Technologie unterstützt werden wird.

      Dennoch nachrüsten schadet nichts, kosten echt nicht viel und lohnt sich!

  • Torador   09. Okt 2011   12:51 UhrAntworten

    Interessanter Artikel, allerdings etwas schwer zu lesen, da totales Chaos mit den Einheiten herrscht. Die gängige Abkürzung für Megabit ist Mbit und nicht Mb, da man beim Lesen ansonsten andauernd mit Megabyte (hier MB abgekürzt) durcheinanderkommt.

    Megabit pro Sekunde wird einmal Mbs und einmal Mbps abgekürzt, das verwirrt auch etwas.

    Außerdem steht im letzten Absatz, dass für USB 3.0 Festplatten Datentransferraten von 4,8 Megabyte pro Sekunde versprochen werden. Wenn schon sind es 4,8 Gigabit oder eben knapp 600 Megabyte pro Sekunde.

    • Carlos San Segundo (delamar)   09. Okt 2011   13:57 UhrAntworten

      Danke dir für den Hinweis, habe jetzt die Abkürzungen durch etwas einfacher zu lesende ersetzt.

  • Udo Westernhagen   09. Okt 2011   14:51 UhrAntworten

    Ich Arbeite mit USB 3.0
    Und geht schon gut ab.

  • Mr_Olson   09. Okt 2011   15:22 UhrAntworten

    Ja ich find auch die SSD´s(Solid State Disk),zumindest was schnelligkeit und robustheit betrifft, unschlagbar!
    Aber! und jetzt kommt das negative,
    für 500GB - 1000€ hinzublättern ist schlichtweg Unsinn, da müssen wohl noch ein paar Jahre vergehen, bis die bezahlbar werden.

  • DJ Today   09. Okt 2011   18:25 UhrAntworten

    @Udo Westernhagen

    USB 3.0?
    Welchen Prozessor nutzt du?
    denn (bis jetzt) unterstützen alle Intel-Prozessoren KEIN USB 3.0.

    Erst der i9 wird es dann richten.

  • Udo Westernhagen   09. Okt 2011   18:53 UhrAntworten

    Ich arbeite mit ein i5 und einen i7
    in den i5 habe ich eine karte eingebaut mit USB 3.0.
    Und schon geht es los.

  • Torador   09. Okt 2011   23:08 UhrAntworten

    @ DJ Today

    Sorry, aber das die bisherigen Intel Prozessoren kein USB 3.0 unterstützen, stimmt definitiv nicht. Ich sitze hier an einem Laptop mit i7 Prozessor UND USB 3.0

  • Hanno   10. Okt 2011   10:05 UhrAntworten

    SSD-Speicher sind ganz klar die (einzige) Zukunft - und eSATA ist ja nun überhaupt nichts Neues (z. B. hatte mein Fertig-PC Jahrgang 2007 die Schnittstelle).

    Nun habe ich einen Tipp: Ladet Euch das freeware Programm HDTune runter und messt mal selbst, welche Performance Eure Festplatten erreichen. Das ist nämlich weit weniger als die Schnittstelle "eigentlich" hergibt. Die schnellste Platte nützt ja nix, wenn der Rechner nicht mitspielt. Ich erreiche mit einer eSATA-Platte etwa 110 Mbit/sec und somit viel weniger, als der eSATA-I-Norm entspricht. Eine Rolle spielt das vor allem bei neueren Samplepianos wie Synthogy Ivory, alldieweil ja die Samplesets angesichts ihrer Größe (>20 GB!) nicht komplett ins RAM geladen werden können und von der Festplatte beim Spielen nachgeladen werden müssen. Da bricht jede USB-2-Festplatte zusammen. Ohne SATA oder eSATA geht da gar nichts, wenn es mal ein Glissando mit Pedal und somit zwangläufig hoher Stimmenzahl sein soll.

    Einziges Gegenargument gegen SSDs ist der (noch) sehr hohe Preis. Der Sinkflug hat aber begonnen.

  • Udo Westernhagen   10. Okt 2011   15:12 UhrAntworten

    Hallo Torador

    Du hast Recht
    Der Rechner mit i5 cpu, wo ich die Karte eingebaut habe geht einwandfrei,
    geht schon besser ab als USB 2.0.
    Und der laptop mit i7 cpu hat von haus USB 3.0, und das geht auch super.

  • Olaf   10. Okt 2011   15:36 UhrAntworten

    Die im Artikel angegbenen Übertragungsraten sind aber nur die thoretischen Werte - die Maximalwerte, die die Schnittstellen unterstützen. Einiges an Übertragungskapazität geht dabei allerdings schon für reine Protokoll-Daten "verloren". Wie schnell der Datentransfer tatsächlich abläuft, kann so genau gar nicht gesagt werden. Die effektiven Übertragungsraten haben auch nur bedingt etwas mit der Geschwindigkeit des Rechners zu tun. Viel entscheidender sind Art und Umfang der zu übertragenden Dateien und auch das verwendete Dateisystem (Fat32, NTFS, HFS+, EXT3/4...) hat einen Einfluss auf die Übertragungsgeschwindigkeit (Stichwort: Fragmentierung/Protokollierung).

    USB 2.0 schafft bei theoretischen 480 MBit/s (60 MB/s) real meist nur um die 20-25 MB/s, bei FireWire 400 (400 MBit/s = 50 MB/s) sind es aufgrund der besseren Schnittstellenperfomance gegenüber USB 2.0 immerhin um die 25-30 MB/s.

    Müssen sehr viele kleine Dateien übertragen werden, sinkt die Übertragungsrate deutlich ab, während bei größeren Dateien auch durchaus mal höhere Werte erreicht werden können.

    Geht es um die reine Datensicherung, also ein Backup der Arbeitsfestplatte, finde ich hohe Datenübertragungsraten allerdings nicht so besonders wichtig. So ein Backup läuft in der Regel im Hintergrund ab, ohne dass ich dabeisitzen und das Ende abwarten müsste. Da Backups normalerweise inkrementell erfolgen, müssen auch nie so besonders viele Daten übertragen werden, außer beim ersten Mal, wenn die Arbeitsfestplatte komplett gespiegelt werden muss. Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit (Stichwort: RAID) sind bei Backups wichtiger. Da reicht im Prinzip auch ein USB 2.0-System, solange dahinter entsprechende Hardware sitzt.

    Komplett unerwähnt bleiben im Artikel sog. NAS-Systeme, die über ein Ethernet-Netzwerk eingebunden werden. Ein Gigabit-Netzwerk liegt mit 1.000 MBit/s (125 MB/s) etwa im Bereich von FireWire 800 (800 MBit/s = 100 MB/s) und liefert reale Übertragungsraten um die 35-40 MB/s. Da diese Geräte für gewöhnlich kleine Linux-Rechner sind, die die Festplattenkapazitäten über NFS, Samba oder ähnliches bereitstellen, eignen sie sich auch hervorragend, um als "Mini-Server" in kleineren Betrieben/Studios eingesetzt zu werden, die nicht nur Arbeitsdaten aufnehmen, sondern auch selber gleich noch regelmäßige Backups auf z.B. andere externe Festplatten machen. Sie unterstützen in der Regel eine User-Verwaltung, sodass verschiedene Leute ihre Daten dort ablegen können, ohne jeweils Zugriff auf die Daten der anderen zu haben und es können je nach Netzwerk-Ausbau praktisch beliebig viele Computer auf das NAS zugreifen, im Prinzip sogar online über das Internet. Kabellängen sollten dabei also auch keine Rolle spielen...

  • Wirgefuehl   12. Okt 2011   13:27 UhrAntworten

    Danke Olaf, für Deinen Beitrag! Ich werde das mal mit meinen IT-Kollegen bekakeln... Eine Linux-Server-Lösung zwecks Datensicherung ist eine gute Idee.

    Und danke natürlich auch an delamar!

    Es grüßt das Wirgefuehl

  • Wirgefuehl   12. Okt 2011   13:32 UhrAntworten

    Ein Nachtrag noch zum Thema SSD-Festplatten, weil die hier so hoch gelobt werden: Diese verfügen nur über eine begrenzte Anzahl von Schreib-und-Lesezyklen. Es sind zwar um die 1 Million, vergleichbar mit USB-Sticks, aber wenn man eine SSD für Samples verwendet, die dann beim spielen ständig runtergeladen werden, kommt ganz schnell einiges zusammen. Und die Daten auf einer SSD lassen sich nicht so einfach retten, wie die auf einer mechanischen HD...

    • Harry   20. Mai 2012   16:59 UhrAntworten

      Hallo, hab die Beiträge über ssd gelesen, überlege auch zur Zeit eine zweite sata Platte 500gb einzubauen, da die Samples zum Programm sehr sehr viel Platz brauchen....aber das wichtigtse ist doch daß der Rechner (habe 4Kern AMD,Maya44) schnell genug die Sampels umsetzen kann, die ja von der Festplatte gelesen werden müssen...ist es da nicht wichtig ne schnelle Platte zu haben?? (schlage mich immernoch mit ner schlechten Latenzzeit beim Einspielen herum)da wäre es doch naheliegend eine kleine 60gb ssd Festplatte einzusetzen ??
      Würde mich über einen Erfahrungsbericht mit ner SSD freuen....da ich mit Software-Samples arbeite und aufnehme...

      • Harry   20. Mai 2012   17:02 Uhr

        ..Zusatz,
        habe extra auf 4Kern Rechner mit Win7 8GB Arbeitsspeicher umgestellt...aber es liegt wohl an den Asio-Treibern, sowie der Festplatte um kleine Latenzen zu erhalten die das wichtigste beim Recording sind !!

  • Hanno   12. Okt 2011   15:40 UhrAntworten

    Danke an Wirgefühl für diesen Hinweis.

    Ich denke aber, Olaf hat eigentlich alles Wichtige ausgeführt. Wenn es um Datensicherung geht, spielt die Übertagungsrate kaum eine Rolle, es geht dann um die Datenhaltbarkeit für die Ewigkeit, was mit SSD-Platten - siehe Wirgefühl - noch problematisch ist, ebenso wie mit optischen Medien (Brennen auf DVD/BD/DVDRAM usw.). Aber für das Sample-Nachladen oder auch die Verwendung von PlugIns in höherer Anzahl beim Livespiel (Latenzproblem) ist die Geschwindigkeit das A und O, und sowohl die verwendeten Samples als auch die PlugIns stehen ja im System an anderer Stelle zur Verfügung und können jederzeit nachgeladen werden - hier ist die 'Nachhaltigkeit' der Speicherung sekundär. Es geht ums Tempo. Und da sind die SSDs zur Zeit unschlagbar.

    Natürlich ist es egal, wo nun der Festkörperspeicher angeordnet ist. Wenn es mal einen PC oder Mac mit mehreren Terabyte RAM geben wird, dann braucht man keine schnellen Festplatten. Alles in den Arbeitsspeicher, und los geht's. Aber noch ist es nicht so weit.

    Und ich denke mal, die SSD-Hersteller werden an dem angegebenen Problem arbeiten. Alles, was sich in einem PC dreht, wird vermutlich irgendwann durch Nichtmechanisches ersetzt werden. Siehe dazu als Beispiel die Festplattenverwendung in Camcordern, die, kaum aufgekommen, eigentlich durch die SD-Karten bereits wieder ihr Ende gefunden hat.

  • DJ Today   12. Okt 2011   15:58 UhrAntworten

    Verbessert mich wenn ich was falsches Sage, aber ich meine gelesen und gehört zu haben, das die jetzigen Intel-Prozessesoren KEIN USB 3.0 vertragen.

    Also man hat dann im Prinzip nur USB 2.0.
    Erst mit dem Intel i9 soll sich das ändern.

    Stimmt das nun oder nicht? Ich bin mir nichtmehr sicher...

  • Olaf   12. Okt 2011   18:41 UhrAntworten

    Das mit der begrenzten Haltbarkeit der SSD-Speicher ist nur teilweise richtig. Begrenzt ist hier in erster Linie die Anzahl der Schreibzyklen, da auf molekularer Ebene eben doch etwas mechanisches passiert, eine gewisse Abnutzung stattfindet. Details kann man in einschlägigen Internet-Lexika nachlesen. Da der interne Controller einer SSD-Platte oder auch eines USB-Sticks etc. dafür sorgt, dass alle vorhandenen Speicherzellen abwechselnd und gleichmäßig beschrieben werden, schafft man es kaum im Laufe eines "normalen" Lebenszyklus einer SSD-Platte hier ernsthaft Probleme zu bekommen. Wenn ich mich recht erinnere, hat mal eine bekannte Computerzeitschrift einen Flash-Speichertest gemacht und absichtlich immer nur ein und dieselbe Speicherzelle beschrieben, um zu testen, wann sie wirklich schlapp macht. Ich weiß nicht, ob sie die Zelle überhaupt zur Arbeitsverweigerung bringen konnten, aber wenn, dann war das weit nach der angegebenen Lebensdauer.

    Beim Auslesen der Speicherzellen findet kein vergleichbarer Verschleiß statt, sodass eine Speicherzelle in so einem Flash-Speicher zwar vielleicht irgendwann nicht mehr neu beschrieben, aber immer noch weiterhin ausgelesen werden kann.

    Damit wäre die Datensicherheit einer SSD-Platte also immer noch deutlich höher, als bei einer herkömmlichen Festplatten mit ihren ganzen beweglichen Teilen.

    Die Verwendung einer SSD als Sample-Datenbank bietet sich also mehr als an, wenn man mal von den (noch) hohen Investitionskosten absieht. Da hier in der Regel auch fast nur lesend auf die Speicherzellen zugegriffen wird, braucht man sich um Verschleiß und vorzeitigen Ausfall eigentlich keine Gedanken zu machen. Der vergleichsweise sehr hohe Datendurchsatz und die enorm kurzen Zugriffszeiten sind dagegen unübersehbare Vorteile. Mir sind sie im Moment allerdings noch zu teuer und da ich selten mit "großem Orchester" arbeite, habe ich bisher auch mit einer stinknormalen externen Festplatt an FireWire 400 noch keine Probleme bei Samples gehabt...

    • Felix Baarß (delamar)   12. Okt 2011   19:53 UhrAntworten

      Sehr interessant und hilfreich. Vielen Dank, Olaf.

  • Udo Westernhagen   12. Okt 2011   19:47 UhrAntworten

    Ich würde mal sagen das es bei 2 Leuten geht,und es auch noch mehr leute gibt wo es geht.Dann ist das doch keine Frage mehr oder.

  • Reinhard   12. Mrz 2012   20:09 UhrAntworten

    Warum nicht iSCSI. Schnelles NAS steht irgendwo wo es nicht stört und wird nur über ein Netzwerkkabel angebunden.

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