Clicktrack: Was ist ein Clicktrack und wofür brauchst Du ihn?

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Clicktrack: Was ist ein Clicktrack und wofür brauchst Du ihn?

Der Clicktrack - erfahre hier, was dieses »Metronom 2.0« ist und wofür Du es brauchst.

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Was ist ein Clicktrack?

Es handelt sich um eine Spur in deiner DAW-Software (oder am Mischpult), die als Metronom bei der Aufnahme dient. Der Click ist ein Klang, der bei einem bestimmten Songtempo immer »Klick, Klick, Klick« macht. Die Spur, auf der sich das Klicken befindet, zeigt dir als Musiker an, ob Du dich noch im Songtempo befindest.

Dieses Quasi-Metronom kann ebenfalls dazu genutzt werden, um unterschiedliche Aufnahmen miteinander zu synchronisieren.

Warum Du einen Clicktrack erstellen solltest

Gerade am Anfang fällt es vielen Bands sehr schwer, sich an die Regelmäßigkeit des Clicks zu gewöhnen. Die meisten Musiker fühlen sich in ihrer Kreativität eingeschränkt und bevormundet. Und natürlich gibt es unzählige Beispiele und Anwendungen, in denen es gar nicht erst sinnvoll ist, einen Clicktrack zu verwenden. Einem Jazz-Trio einen solchen zu verpassen, das wäre sicher nicht so pralle.

Diese fünf Punkte sprechen allerdings stark dafür:

1. Das richtige Songtempo finden

Hast Du schon einmal live auf einer Bühne vor Publikum gespielt? Es fühlt sich immer alles perfekt an. Und wenn Du dir später die Aufnahme des Konzerts anhörst, dann wirst Du vielleicht entdecken, wie einige Songs einfach zu schnell gespielt wurden und deswegen ihren Groove verloren haben.

Genau hier kann das spielen mit Clicktrack von Vorteil sein. Natürlich könnte sich auf der Bühne der Drummer auch das Songtempo einzählen lassen und danach ohne Click weiterspielen. Doch…

2. Mit dem Clicktrack das Songtempo halten

In der Aufregung einer Performance kann es schon einmal dazu kommen, dass Du während einzelner Parts schneller wirst (manchmal auch langsamer). Und auch hier kann der Clicktrack bestens helfen, indem er dich an das stetige Songtempo erinnert.

So Späßchen wie ein schnellerer Chorus lässt sich trotzdem noch umsetzen, da wird der Clicktrack einfach mithilfe der Tempospur entsprechend programmiert.

3. Copy & Paste

Bei der Bearbeitung deiner Musik in der DAW-Software kommt der Clicktrack ebenfalls schnell zum Tragen. Denn nur, wenn Du immer im Songtempo geblieben bist, lassen sich einzelne Teile bestens via Copy & Paste herauskopieren und vervielfältigen. So kannst Du beispielsweise das Break aus der ersten Strophe in die dritte Strophe verschieben, weil es dort besser passt.

Natürlich ginge das mit den heutigen technologischen Möglichkeiten auch noch bei unterschiedlichem Songtempo, der Aufwand wäre allerdings grösser.

4. Looping

Auch wenn Du mit Loops bzw. Free Samples aus einer Sound Library oder arbeiten möchtest, bietet es sich an, immer im Songtempo zu sein. Die Loops lassen sich dann nämlich bestens und ohne Aufwand synchronisieren.

5. Loop Recording mit Clicktrack

Ein weiterer Vorteil des Recording mit Clicktrack ist sicherlich, dass Du im Loop Recording Modus viele unterschiedliche Takes aufnehmen kannst. Ich gehöre zu den Musikern, die immer mehrere Anläufe brauchen, um bestimmte Parts mit dem notwendigen Groove aufzunehmen. Und das wäre ungleich schwieriger, wenn das Songtempo auch noch innerhalb einer Sektion variierte.

Mit einem festen Songtempo mit Clicktrack kannst Du also auch einfach Multi-Takes machen, die Du später in deiner DAW-Sofware mithilfe von Comping zu einer einzigen, perfekten Aufnahme kombinieren kannst.

Schlussgedanken zum Clicktrack

Du musst selbst entscheiden, ob Du einen Clicktrack erstellen solltest – je nachdem, ob es für die jeweilige Anwendung sinnvoll ist oder eben nicht. Wichtig ist, sich dabei nicht auf ein Ding einzuschießen und nicht immer wieder und von Fall zu Fall entscheiden. Wenn eine Band im Tonstudio einfach nicht zu einem Clicktrack spielen kann, dann sollte sie auch keiner dazu zwingen.

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