PA-Anlage Kaufberatung

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Übersicht

  1. PA-Anlage Kaufberatung
  2. Seite II

Die Frage, welche PA-Anlage für welchen DJ am besten geeignet ist, lässt sich leider nicht pauschal beantworten – sie muss von Fall zu Fall individuell und immer wieder neu gestellt werden. Ein systematisches Anforderungsprofil hilft dabei, die richtigen Entscheidungskriterien für den Kauf (oder die Miete beim Verleih) aufzulisten.

Cerwin Vega CVP-1152

Ein Beispiel für eine passive Fullrange-Box: Cerwin Vega CVP-1152

In diesem Artikel zur PA-Anlage Kaufberatung erarbeiten wir gemeinsam eine umfangreiche Checkliste, die die wichtigen Fragen stellt: Was erwarte ich von meiner PA? Was muss sie leisten, damit ich einen guten Job machen kann? Worauf kommt es an? Welche Möglichkeiten gibt es? Und was benötige ich, um auch langfristig Spaß damit zu haben?

Für dein Verständnis solltest Du zuvor den Workshop PA-Anlage Aufbau gelesen haben.

 

Der Anlass – PA-Anlage Kaufberatung

Was ist der Anlass, zu dem ich auflege? Die Erwartungshaltung der Gäste ist bei einer gediegenen Hochzeitsfeier mit kleiner Tanzfläche sicher anders als bei einer Electro-Party. Kommt es bei ersterer eher auf universelle, gut klingende Beschallung für gängige Genres wie Rock und Popmusik an, ist bei letzterer die konsequente Wiedergabe auch von extremen Tönen wie ultratiefen Bässen angesagt.

Eine Anlage mieten kann ein guter Einstieg sein

Sicher, eine überdimensionierte Anlage kann man natürlich immer auch »leise« fahren. Aber warum soll man das ganze Material lagern, transportieren und mitschleppen, wenn man es zu gegebenem Anlass gar nicht benötigt. Und schließlich verfügen auch nur wenige DJs über so große finanzielle Mittel, dass sie es sich leisten können, viel Geld für überdimensionierte Verstärker und Lautsprecher auszugeben, die nie oder ganz selten gebraucht werden.

Wie groß, wie laut und wie durchsetzungsfähig eine PA sein muss, hängt also von einigen subjektiven und vielen technischen Faktoren ab, die wir zunächst mal ordnen wollen.

Kleiner Abstecher: Wenn Du als Teil einer Band an den Decks stehst, wird nicht allein eine PA benötigt, sondern auch ein Mischpult. Für diesen Zweck hat beispielsweise Yamaha eine kürzlich aufgefrischte Mixer-Serie für Setups aller Größen parat. Die Gerätereihe firmiert unter dem Namen Yamaha MG und ermöglicht die Mischung von bis zu 20 Kanälen. Auf Kundenwunsch hin bestehen die Gehäuse nun aus Metall, außerdem werden jetzt die hochwertigen Mikrofonvorverstärker aus der MGP-Serie verwendet.

Mischpult für die PA-Anlage: Yamaha MG06x

Mischpult für die PA-Anlage: Yamaha MG06x

Die XU-Modelle bieten mittlerweile 24 Effekt-Presets und die Möglichkeit, deine Performance via USB Audio Interface auf PC, Mac oder iOS-Geräten aufzunehmen…oder auf dem umgekehrten Weg den in der DJ-Software erstellten Mix via USB in das Mischpult einzuspeisen.

 

Die Umgebung

Die Party im elterlichen Wohnhaus dürfte von der Lautstärke her andere Anforderungen stellen als die Fete in der Lagerhalle mitten im Industriegebiet. Das Problem von Lärmbelästigung von Anwohnern sollte stets berücksichtigt werden. Wenn klar ist, dass praktisch immer in einer für Lautstärke sensiblen Umgebung gearbeitet wird, halten sich die Anforderungen an Schalldruck und Wattzahlen einer PA in Grenzen.

Cerwin Vega CVi-152

Genug Power für Hochzeiten & Co.: Cerwin Vega CVi-152

Raumgröße, Gästezahl und Raumakustik

Die richtige Leistungsstärke und Zusammensetzung einer passenden PA richtet sich auch danach, wie groß der Raum ist, der beschallt wird und welche Fläche darin eigentlich bespielt werden soll. Soll in einem großen Raum nur eine kleine Tanzfläche beschallt werden? Soll ein ganzer Saal überall mit vollem Sound versorgt werden? Die gleiche Beschallungsanlage kann in unterschiedlichen Räumen bei gleichem Aufbau und Einstellungen ganz anders klingen.

Bauweise und Geometrie der Location formen die Akustik

Wie sich der PA-Sound letztendlich in der Praxis schlägt, hängt von vielen äußeren Faktoren ab. Da wären zunächst die akustischen Eigenschaften des Raums, in dem die PA aufgebaut wird. Glatte Betonwände reflektieren relativ große Mengen an Schall. Ein Holzfußboden kann mächtige Resonanzen verursachen. Eine abgehängte Decke und dicke Vorhänge hingegen können viel Sound quasi »verschlucken«.

Wenn es in dem Saal Säulen, Winkel und Ecken gibt, hat das natürlich auch starken Einfluss auf das Klangbild der Beschallungsanlage. Und schließlich klingt ein mit Gästen gut gefüllter Saal nochmal ganz anders als der leere Raum, in dem man beispielsweise vor Veranstaltungsbeginn den Soundcheck gemacht hat.

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