Musik verwalten und sortieren mit iTunes

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Übersicht

  1. 1. Musik sortieren
  2. 2. Schritt für Schritt
  3. 3. Musik verwalten

Es spielt keine Rolle, ob Du schon lange hinter den Decks stehst oder erst kürzlich mit dem DJing begonnen haben solltest, im Zeitalter des digitalen Plattenkoffers hat sich vieles grundlegend verändert. Während die virtuelle Plattenkiste immer kompakter wird, wächst die ebenso virtuelle Plattensammlung exponentiell. Irgendwann gelangst Du an den Punkt, an welchem dich der Gedanke: »Sh&%, wie war noch gleich der Name von diesem Lied – das würde jetzt perfekt passen« ereilt.

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Mit der Einführung digitaler DJ-Software haben sich zwar die Kreativitätsmöglichkeiten für uns digitale Plattenaufleger deutlich gesteigert. Die gute alte Plattensammlung wurde allerdings auf eine Datenbank reduziert und wird nun auf einem Bildschirm in Tabellen abgebildet, die dir in vielen Fällen die Suche nach dem »richtigen« Song nicht zwingend vereinfachen. Bei MP3 & Co. fehlen daher oft die visuelle Verbindung zum Plattencover und der physikalische Platz, an dem sich die auserwählte Scheibe in der Plattentasche befindet. Kurzum: Ohne den richtigen Tag (sprich »Tägg«, englisch für Etikett) für die Suchfunktion geht heute nichts mehr.

Musik verwalten und sortieren mit iTunes

In diesem DJ Workshop stellen wir dir eine in der Praxis erprobte Methode vor, wie Du mit Hilfe von iTunes (sowie ein bis zwei anderen Tools) deine Sammlung auf der Festplatte dermaßen in Schuss hältst, dass Du den richtigen Song immer zur richtigen Zeit finden wirst.

 

Die Sache mit der Masse – Musik verwalten

Vor nicht allzu langer Zeit noch habe ich meine Plattentaschen mit maximal 100 Vinyls gefüllt und mich schwer bepackt auf den Weg zum Gig gemacht. Heute beschränkt sich meine Plattentasche auf ein 13″ großes MacBook, das bedeutend weniger wiegt als meine alte Plattenkiste. Doch damit war auch diese leider dahin: meine Sortierlogik, die sich wunderbar in das Regal eines schwedischen Möbelherstellers packen ließ.

Zwei einfache Regeln sorgen für Ordnung von Beginn an

Sowohl digitale Vinylsysteme als auch die seit einiger Zeit überaus erfolgreichen DJ-Controller bringen für viele eine echte Herausforderung mit sich: Die Festplatte wird ziemlich schnell im wahrsten Sinne des Wortes mit Musik zugemüllt, was das Auffinden des einen richtigen Tracks im Eifer des Gefechts maßgeblich erschwert.

Deswegen habe ich für meine Musiksammlung zwei einfache Regeln aufgestellt, die dir ebenfalls helfen werden:

1. Lieder werden nicht automatisch in die Musiksammlung aufgenommen.
Nimm dir genügend Zeit, jeden Song im Vorfeld gründlich anzuhören, um erst danach zu entscheiden, ob er überhaupt in dein Set passt. Nur weil gerade jeder DJ in deiner Stadt den Song XYZ in den Clubs rauf und runter spielt, heißt das noch lange nicht, dass dieser Track in deine Sammlung gehört. Grundsätzlich gilt nämlich:

2. Nur das, was dir zu 100% gefällt, wandert in deine Sammlung.
Das hat den Vorteil, dass Du am Ende nur die Songs, Remixe und Edits in deiner Datenbank haben wirst, die dir wirklich sehr gut gefallen und Du nie aus Verlegenheit einen zweitklassigen Track im Set spielen musst. Außerdem wird sich damit dein persönlicher, unverwechselbarer Stil ausprägen, da kein zweiter DJ auf dieser Welt genau denselben Geschmack hat. Und: Die Menge an Songs auf deiner Festplatte bleibt halbwegs überschaubar.

Musik sortieren mit iTunes gratis

Kostenlos & effizient: iTunes zum Musik sortieren

Um meine Musiksammlung in Schuss zu halten, nutze ich das Programm iTunes, das kostenlos beim Hersteller für Mac OS und Windows zum Download bereitsteht. Der Grund ist pragmatischer Natur: Nur um meine Musik anzuhören oder zu sortieren, möchte ich nicht auf eine spezielle DJ-Software zurückgreifen. Diese mag für das Auflegen selbst optimal sein, für eine Sortierung oder das einfache Anhören der eigenen Sammlung ist sie aber mitnichten so gut wie iTunes selbst – mal ganz zu schweigen von den intelligenten Playlisten (dazu später mehr).

Durch die breite Verfügbarkeit von iPods & Co. ist iTunes der Quasi-Standard

Und auch ein weiterer Punkt spricht ganz klar für die Nutzung von iTunes: Der Zugriff auf die Datenbank dieses Programms ist durch die große Verbreitung von iPods & Co. inzwischen in praktisch jede gängige DJ-Software integriert. Sprich, alles was Du in iTunes an Playlisten und Sortierungen anlegst, kann ebenfalls aus der DJ-Software deiner Wahl abgerufen werden.

Sollte dir iTunes nicht zusagen, kannst Du natürlich auch jedes andere Musikprogramm nutzen. Dieser DJ Workshop beschreibt den Vorgang einer sinnvollen Musiksortierung an sich und kann sicherlich auch dann für dich nützlich sein, wenn Du eine alternative Lösung nutzt. An einigen Stellen greife ich in der Erklärung allerdings auf spezifische iTunes-Funktionen zurück. Diese musst Du dann sinngemäß auf die Funktionen der Software deiner Wahl übertragen.

Übersicht

  1. 1. Musik sortieren
  2. 2. Schritt für Schritt
  3. 3. Musik verwalten