Discolicht & Lichttechnik

8
SHARES

Übersicht

  1. Discolicht
  2. Lichttechnik

Lichteffekte sind auf Tanzfläche und Bühne praktisch genauso wichtig wie der richtige Sound. Wofür sich Moving Head, Scanner und Blinder eignen und was Du sonst noch in Sachen Lichttechnik einsetzen kannst, erfährst Du hier. Immer das richtige Discolicht für Partys, Konzerte und sonstige Musikveranstaltungen.

Leuchtmittel und Schablonen

Discolicht & Lichttechnik - PAR

Stairville LED Par56 MKII RGBA 10mm SI


Wenn von »Leuchtmitteln« die Rede ist, sind entweder althergebrachte Glühlampen bzw. ihre Variationen, Gasentladungslampen oder Leuchtdioden (kurz LEDs, »light-emitting diodes«) gemeint. Letztere kommen heute immer öfter zum Einsatz. Die Vorteile: kompaktere Bauform, geringerer Stromverbrauch bei gleicher Leuchtkraft, längere Lebensdauer bei annähernder Wartungsfreiheit und geringere Hitzeentwicklung. Die Nachteile liegen in den eingeschränkten Möglichkeiten zur Farbwiedergabe und dem nicht regelbaren Abstrahlwinkel.

Oft werden Schablonen (kurz »Gobos« für »Graphical optical blackouts«) vor die Leuchtmittel platziert, um bestimmte Muster oder Dia-ähnliche Projektionen zu erzeugen – Logos des DJs oder der Veranstaltung, Spiralen, Sterne etc. Für Gobos sind nur Leuchtmittel geeignet, die stark gebündelte Lichtstrahlen erzeugen.

 

Discolicht: Die wichtigsten Lichteffekte

PAR Scheinwerfer

Bei PAR-Scheinwerfern (»parabolic aluminized reflector«) handelt es sich um die auf Musikveranstaltungen wohl am häufigsten genutzte Lichttechnik. Sie dienen zur Grundbeleuchtung von Sälen, Dancefloors, Bühnen etc. Durch davorgesetzte Farbfolien kann das Licht in allen Farben erstrahlen.

Gebräuchlich sind PAR 16, 20, 30, 36, 38, 56 und 64. Am weitesten verbreitet sind PAR 64 longnose (längliche Form) und PAR 56 shortnose (gestauchte Form) für eine relativ großflächige Beleuchtung. Ein PAR 36 kommt hingegen typischerweise als Punktstrahler (»pinspot«) mit einem relativ eng eingegrenzten Beleuchtungsbereich zum Einsatz. Die unterschiedlichen Bezeichnungen leiten sich vom Durchmesser des Gehäuses in Achtelzoll (gut 3 mm) ab.

PARs werden gerne in Form von 4er- oder 6er-Bars (Balken) aufgereiht – durch verschiedene Farbblenden und Steuersignale per DMX (s.u.) können solche Scheinwerferreihen dazu verwendet werden, einen Raum schnell in eine andere Farbe zu tauchen und in beliebiger Geschwindigkeit wechselnde Beleuchtungen zu erzielen.

 

Discolicht & Lichttechnik - Scanner

Eurolite LED TBL-200

Scanner

Die Lichtstrahlen eines Scanners können über einen motorisierten Spiegel in verschiedene Richtungen reflektiert und abgelenkt werden – der Scanner erzeugt also ein bewegtes Licht. Eine so genannte Effect-Unit sorgt dafür, dass das geworfene Licht in Form und Farbgebung verändert werden kann.

Je nach Modell und Bauweise sorgen entweder drehbare Farbfilter oder eine subtraktive Farbmischung für die richtige Farbe. Bei Geräten mit LED-Technologie wird eine additive Farbmischung herangezogen.

Im Gegensatz zu den weiter unten beschriebenen Moving Heads, deren ganzer Kopf motorisiert ist, wird bei einem Scanner nur der reflektierende Spiegel bewegt. Eine Fernsteuerung ist über das DMX-Protokoll möglich. Für sanfte Fahrten in größerer Entfernung bieten die Modelle mit 16 Bit an.

Scanner haben sich in der Beleuchtungstechnik inzwischen fest etabliert und gehören zu jeder Grundaussttung.

 

Chauvet DJ Intimidator Wash Zoom 350 IRC

Chauvet DJ Intimidator Wash Zoom 350 IRC

Moving Head

Wie der englischsprachige Name »Moving Head« schon vermuten lässt, wird bei dieser Art von Scheinwerfer der gesamte Kopf mitsamt all seiner Leuchtmittel bewegt. Im deutschen Sprachgebrauch wird oftmals auch von »Wackler« gesprochen. Diese Geräte zeichnen sich durch eine große Bewegungsfreiheit aus, so können sie um alle Achsen geschwenkt werden und erreichen derart viele Positionen auf der Bühne.

Da keine Umlenkung der Lichtstrahlen und somit eine Abschwächung der Leistung erfolgt, sind Moving Heads leuchtstärker als Scanner. Allerdings sind sie etwas langsamer in der Bewegung, da die Spiegel im Scanner schneller bewegt werden können. Moving Heads sind fest in der Theater- und Veranstaltungstechnik etabliert, für den Gebrauch als Discolicht allerdings nur in Kombination mit den schnelleren Scannern zu empfehlen. Auch zu erwähnen ist die größere Geräuschentwicklung der Motoren, was sie eher für mittlere und große Bühnen empfehlenswert machen.

Es gibt drei Typen: Wash-Light (Washer), Spot (Profiler) und »Beam«.

Übersicht

  1. Discolicht
  2. Lichttechnik