Buchtipp: Lexikon der musikalischen Form

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Buchtipp für Musiker

R. Amon – Lexikon der musikalischen Form

Der Autor arbeitet sehr viel mit Grafiken und Abbildungen, um mehr Anschaulichkeit und Nachvollziehbarkeit zu schaffen. So ist dieses Lexikon mehr als eine typische wissenschaftliche Abhandlung, wie man sie aus dem Metzler-Verlag kennt. Das Buch bietet neben den vielen Informationen über musikalische Formen auch Ausblicke über die Grenzen der Musikwelt hinaus und ist so mehr als ein Lexikon, nämlich auch ein Nachschlagewerk für Laien, ausgebildete Musiker und Wissenschaftler.

Diese Exkurse befinden sich nicht im Hauptteil des Buches (400 Seiten lexikalische Einträge), sondern auf den 150 zusätzlichen Seiten für Interessierte. Eine sinnvolle Form der Informationsaufbereitung.

Auch die jeweiligen Veränderungen, die durch die historische Entwicklung bedingt sind, fallen nicht unter den Tisch. Die Erklärungen sind anhand von Notenbeispielen (oft auch mehrere) und Aussagen wichtigen Musiktheoretikern oder Komponisten nachvollziehbar gemacht. Mehr als 150 Werke werden komplett analysiert. Daneben finden sich über 700 Notenbeispiele und Abbildungen, die den Zugang zu komplexen Themen wie Affektenlehre, Fortspinnung oder Variation vereinfachen.

Der Autor arbeitet seit langem im Musikbereich und hat seit mehreren Jahren eine Professur an der Wiener Universität inne. Er hat sich nicht nur aufgrund seiner Lehrtätigkeit umfassend mit Musiktheorie und musikalischen Formen beschäftigt, sondern auch, weil er selbst in Kammermusikensembles und als Solist auftritt.

Viel gelobt wurde auch das Vorgängerwerk des Autors zur Harmonielehre, für das er den Musikeditionspreis gewann.

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