Buchtipp: Choosing Death

Albert Mudrian – Choosing Death

Von einer Gemeinschaft von Kassettentauschern zur Massenhysterie – lange hat es nicht gedauert, bis sich das Gemisch aus Heavy Metal, Punk und Hardcore in die Ohren vieler Menschen katapultiert hat. Nachdem sich Mitte der 80er-Jahre eine Death-Metal-Szene gründet, werden in den USA bereits Anfang des darauffolgenden Jahrzehnts über eine Million Platten verkauft. Mudrians Buch erzählt von den Musikern wie »Napalm Death«, Produzenten und Labels (das erste erfolgreiche war »Earache Records«), die das Genre prägten und ihm zum Aufstieg verholfen haben.

Eine Enzyklopädie aller Mitglieder dieser Subkultur will das Buch nicht sein und so wurde dem Autor auch zu Unrecht vorgeworfen, auf manche Bands gar nicht erst eingegangen zu sein. Anhand der wichtigsten und bekanntesten Vertreter der Szene zeichnet er ein Bild der Death-Metal- und Grindcore-Kultur und ist damit eines der wenigen Bücher, die sich dieser speziellen Musikrichtung so detailliert widmen. Geehrt wurde das Buch allein schon dadurch, dass John Peel es für gut befunden und sogleich zur Erscheinung ein Vorwort verfasst hat.

Warum Mudrian das Buch überhaupt geschrieben hat? »I just wanted to tell the story of these bands that really shaped my musical tastes growing up. It probably sounds clichéd, but I did it just because I’m a fan.«

Wer ebenfalls Fan ist, sollte an den Gestalten des Buches und ihren Geschichten Gefallen finden. Zudem beantwortet der Autor die doch interessante Frage, wie es ein derart extremes Genre zu so viel Erfolg gebracht hat.

Lesermeinungen (1)

zu 'Buchtipp: Choosing Death'

  • Gerald
    23. Dez 2012 | 12:41 Uhr Antworten

    Danke für den Tipp! Eine Frage hätte ich: wird in dem Buch “nur” auf die Entwicklungsgeschichte der Szene eingegangen oder auch auf die Musik an sich?

    Meine Master-Arbeit wird sich mit den produktionstechnischen Eigenheiten extremer Metal-Genres befassen und außer diversen Foren-Threads und einzelnen Magazin-Artikel fehlen mir zu dem Thema derzeit leider noch Literatur-Quellen (die sich konkret auf diese Genres beziehen).

    Wäre “Choosing Death” in dieser Hinsicht evtl. auch interessant für mich?

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