Buchtipp: Live mischen

16
SHARES
Buchtipp für Musiker

Eike Hillenkötter – Live mischen

Dieses Buch versucht gar nicht erst, allgemeingültige Antworten zu geben. Stattdessen beginnt der Autor sofort mit den wichtigsten Fragen, die sich ein Live-Tontechniker überhaupt stellen sollte: »Um welche Art von Veranstaltung handelt es sich? Welche Rolle spielt die Musik bei dieser Veranstaltung? Kennst Du deine Rolle im Rahmen der Veranstaltung?«. Das bereitet den Weg für alle weiteren Fragen, die sich daran anschließen und weist daraufhin, dass der Beruf des Livemischers eine gewisse Sensibilität erfordert.

Im weiteren Verlauf wird der Aufbau beschrieben. Stück für Stück geht es tiefer in die Materie, angefangen bei »Kannst Du die Position des FOH-Platzes selber bestimmen?« bis hin zu »Wo ist der Tap-Delay-Button?«. Den größten Teil des Büchleins nimmt das Kapitel zum Soundcheck und ein, in dem spezifische Fragen für die Behandlung von diversen Instrumenten gestellt werden. Dann folgen die Abschnitte über die Showtime und die Nachbereitung. Schließlich gibt es noch ein Stichwortverzeichnis mit allen wichtigen technischen Begriffen.

Die Schrift ist gut lesbar, das minimalistische Layout mit seinem zentriertem Schriftsatz aufgelockert. Alles in allem ein originelles Werk, dem ich meine herzliche Empfehlung ausspreche.

Für mein Empfinden ist es gut als Geschenk geeignet, da es sich hier nicht um spröde akademische Lektüre, sondern um ein erfrischende Zusammenstellung von Denkanstößen handelt.

Eike Hillenkötter ist seit gut 15 Jahren in der Live-Tontechnik tätig. Als FOH-Mischer arbeitete er bei vielen Shows mit zahlreichen bekannten und weniger bekannten Musikern zusammen, darunter Maroon, Neaera, Paul Di’Anno, Cure of Souls (Thomas Godoj) und Szenegrößen wie In Blood We Trust, Six Reasons To Kill, Deadsoil, The Setup und Morda. Derzeit ist er im Aachener Raum als fester Livemischer unterwegs.

Mehr zum Thema:
    


Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN