Buchtipp: American Jazz Heroes

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Buchtipp für Musiker

American Jazz Heroes

Arne Reimer hat, angeregt durch das Magazin »Jazzthing«, für seinen Bildband 50 Pionieren des modernen Jazz aufgelauert und sie in ihre privaten Gemächer begleitet, in deren Umfeld ihre Musik entstanden ist. 180 Fotografien schreiben hier eine kleine Geschichte des modernen amerikanischen Jazz, doch natürlich ergänzen sich Wort und Bild schließlich zu einem Gesamtkunstwerk. Was erst als eine Reportage im Magazin erschienen ist, hat sich zum Buch geformt, das die Legenden des Jazz (die teilweise bereits vor 60 oder 70 Jahren ihre größten Erfolge feierten) in den Fokus nimmt, um diese für immer unsterblich zu machen.

Dabei ist Reimer vor allem solchen Musikern auf der Spur, die heute kaum noch Platten veröffentlichen oder sich bei uns in Europa kaum blicken lassen. Dadurch drohen diese langsam in Vergessenheit zu geraten, obwohl sie einen enormen Anteil an der Prägung des Jazz, wie wir ihn heute kennen, hatten.

In den Gesprächen finden auch die Jazzer Erwähnung, die für die noch lebenden Musiker prägend waren, wie John Coltrane, Charlie Parker, Charles Mingus oder Miles Davis. Dazu kommen Anekdoten über das Leben für den Jazz und die Folgen dieser Entscheidung.

Wer ein echter Jazz-Fan ist, sollte sich die 228 gebundenen Seiten dieses Buches, das sich unter dem Weihnachtsbaum und später im Bücherregal sicher gut macht, besorgen. Das Vorwort stammt übrigens von Roger Willemsen, der sich dem Jazzigen schon seit langem in seiner Reihe »Roger Willemsen legt auf – Klassik trifft Jazz« bei NDR Kultur widmet.

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