Buchtipp: Arthur Schopenhauer – Schriften über Musik

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Buchtipp für Musiker

Arthur Schopenhauer: Schriften über Musik

Schopenhauer, der miesepetrige, wohl den meisten bekannte Philosoph geht davon aus, wir Menschen seien durch unseren Willen geprägt, den wir nur verneinen können, indem wir ihn erkennen. Eine Art, diesen Willen zu beeinflussen, ist die Kunst. Durch die Kontemplation, etwa bei der Betrachtung von Kunst, wird der Mensch in einen Zustand der Melancholie versetzt. Die Musik sei der schönste Ausweg aus dieser schmerzvollen Welt, das Abbild des Wollens selbst und Weg zur Erlösung gar. Was Schopenhauer da als das Wesen der Musik begreift, wäre eine der Erklärungen dafür, dass Musik den Menschen derart berührt.

Nietzsche und Wagner haben seine Lehren später aufgegriffen, da sie in Aussagen wie der folgenden den Kern der Musik erfasst sahen: »[…] eine so große und überaus herrliche Kunst, wirkt so mächtig auf das Innerste des Menschen, wird dort so ganz und so tief von ihm verstanden, als eine ganz allgemeine Sprache, deren Deutlichkeit sogar die der anschaulichen Welt selbst übertrifft […]« (Die Welt als Wille und Vorstellung, Band 1, Kapitel 54, § 52).

Der Vorteil, den dieses Buch bietet, liegt in der Sammlung Schopenhauers Texte in Sachen Musik. Der graubärtige Philosoph ist schon mehr als 70 Jahre (153 Jahre genau) tot und damit finden sich seine Texte auch bei Zeno.org oder beim Gutenberg-Projekt.

Wer dort jedoch nicht lange suchen oder lieber auf Papier schmökern möchte, greife zu diesem Band. Seine Ausführungen gänzlich zu verstehen, ist schon schwierig genug.

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Lesermeinungen (1)

zu 'Buchtipp: Arthur Schopenhauer – Schriften über Musik'

  • Jens Geilich   25. Okt 2013   12:41 UhrAntworten

    Oh wow! Willkommen in den Sphären der Hochkultur ;-)

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