Beat Slicing Workshop

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Übersicht

  1. Loop Slicing
  2. Seite II

Per Beat Slicing kannst Du ein Sample oder eine Audiodatei automatisiert in sinnvolle Einzelteile stückeln, die den Pads deines Controllers zugewiesen und später einzeln durch dich abgefeuert werden können. Oder Du arrangierst die ursprüngliche Sequenz bzw. den Groove mittels Beat Slicing völlig um, isolierst einzelne Instrumente oder Klänge aus einem Loop, lässt den Rhythmus anders grooven, bearbeitest die einzelnen Schnipsel mit Effekten oder, oder, oder…

So gut wie jede DAW hat einen eigenen Slicer für diese Aufgaben mit an Bord. Und wer tatsächlich keinen zur Hand haben sollte, erfährt im letzten Schritt dieses Workshops, wo einer kostenlos zum Download bereit steht.

Los geht’s mit diesem Workshop…

Beat Slicing Workshop

01 Anwendung

Für das Slicing eignen sich vor allem Audiodateien, die einen Beat, eine Gitarren- oder Bassaufnahme und Ähnliches enthalten – generell Klangmaterial mit recht klar erkennbaren Anschlägen, am besten stets mit etwas »Luft« zwischen den Elementen. Natürlich ist es möglich, langgezogene Streicherklänge, synthetische Pad-Sounds oder sonstige gleichförmig fließende Klangtexturen zu bearbeiten, doch das gestaltet sich schwieriger.

 

Beat Slicing Workshop

02 Hitpoints

Der erste Schritt beim Slicing ist die Erkennung der Transienten, also der Anschläge mit großen Pegelausschlägen. Dabei kannst Du einen Schwellenwert bestimmen (meist mit »Threshold« gekennzeichnet, manchmal auch mit »Sensitivity«) – vor einem hinreichend starken Pegelausschlag wird dann ein sogenannter Hitpoint gesetzt (alternative Bezeichnungen: »Marker«, »Transient Marker«), der den Beginn eines Slices kennzeichnet.

 

Beat Slicing Workshop

03 Wo slicen?

Setze die Hitpoints zunächst nur vor den wichtigsten, den Beat bestimmenden Sounds wie Bass Drum und Snare. Wenn Du zu viele Hitpoints setzt, wird jede kleine Hihat, jeder Rimshot und dergleichen in ein eigenes Slice gepackt – das wird schnell unübersichtlich. Zudem ist es fraglich, ob Du bei einer Performance überhaupt so viele Pads im Griff haben kannst.

 

Beat Slicing Workshop

04 Anpassen

Manchmal ist es besser, per »Threshold« nur die offensichtlichen Anschläge automatisch erkennen zu lassen und die restlichen von Hand zu setzen. Umgekehrt: Ein paar Hitpoints zu viel erkennen lassen und überschüssige manuell entfernen. Per Time-Stretching kannst Du den Beat langsamer abspielen, um besser die Anschläge zu hören. Zur Überprüfung ermöglichen viele Slicer das Abhören einzelner Slices.

 

Beat Slicing Workshop

05 Slices zuweisen

Du willst die Slices gezielt während einer Performance abfeuern oder zu ausgefeilten Rhythmen arrangieren? Kein Problem, denn jedes ernstzunehmende Werkzeug bietet die Möglichkeit, alle Slices in einem Rutsch den Pads einer MPC, Maschine & Co. oder den Tasten eines MIDI-Keyboards zuzuweisen; die dahintersteckenden MIDI-Noten werden in Halbtonschritten aufsteigend mit den Slices verknüpft. Das spart eine Menge Zeit und Nerven.

 

Pads

06 Anordnen

Beim Verknüpfen der Slices mit den Pads deines Controllers solltest Du eine gut spielbare Anordnung wählen: Soll die Bass Drum auf das erste Pad links unten? Die Snare rechts daneben oder besser darüber? Viele Künstler legen sich beispielsweise zwei unterschiedliche Hihat-Samples auf zwei benachbarte Pads, um schnelle Beats komfortabler spielen zu können.

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