Ratgeber: Musikinstrumente kaufen

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Übersicht

  1. Musikinstrumente kaufen - Gitarre
  2. Bass
  3. Drums

Die heutigen technischen Möglichkeiten im Bereich Recording erlauben es nahezu jedem Musiker, mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand hochwertig klingende Produktionen zu erstellen. Vorbei die Zeiten, in denen man sich für viel Geld erst ein Tonstudio mieten musste und dem „Mann hinter der Scheibe“ mit seinen Launen (und nicht zuletzt auch seinem musikalischen Geschmack) meist hoffnungslos ausgeliefert war.

Voraussetzung für eine amtlich klingende Produktion ist (neben einer gewissen Fachkenntnis) natürlich auch die Auswahl der passenden Musikinstrumente bzw. die optimale Nutzung des bereits vorhandenen Band-Equipments und nicht zuletzt auch die Räumlichkeiten, in denen das Ganze geschehen soll. Denn niemand käme wohl auf die Idee, in einer Mietwohnung ein Schlagzeug mit Double-Kick Drum oder den geliebten Marshall Fullstack aufnehmen zu wollen. Daher findest Du hier die nützlichsten Tipps zum Thema Band Recording und Musikinstrumente kaufen, damit die besten Songs deiner Band ein ebenso würdiges Klangbild abliefern.

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In diesem ersten Teil beschäftigen wir uns mit der Auswahl der benötigten Musikinstrumente. Welche E-Gitarre erledigt den Job zufriedenstellend? Muss es ein Drum Kit für 3000,- Euro sein? Kann ein virtueller (und damit günstiger) Preamp den Ampeg-Turm des Bassisten überflüssig machen? Und was gibt es grundsätzlich zur Aufnahme von Gitarren zu sagen?

 

Gute spielbare Instrumente können die Kreativität fördern

Gitarre

Klar sollte sein, dass man dem gewählten Instrument einen Satz frischer Saiten gönnt. Auch hier kann es sich lohnen, die Oktavreinheit mal zu überprüfen – denn nichts nervt mehr als schräg klingende Akkorde. Doch, vielleicht noch nicht gut genug geübte Songteile, denn die treiben zusätzlich allen Beteiligten noch die Schweißperlen auf die Stirn. Und natürlich den Preis nach oben, insofern man sich in ein Studio einmietet. Gute Vorbereitung gilt also nicht nur für das Instrument – sondern auch für den Musiker, der es bedient!

Ob man die Custom-Shop-Strat später im Gesamtmix heraushören wird – darüber sollte jeder selbst befinden. Tatsache ist jedoch, dass ein hochwertiges Instrument in puncto Schwingungsverhalten, Bespielbarkeit und Sound sehr inspirierend auf den Musiker einwirken kann und somit die Kreativität unweigerlich steigert.

Dabei ist der Begriff „Hochwertig“ in diesem Fall nicht zwangsläufig mit „Hochpreisig“ gleichzusetzen, denn schon in der Tausend-Euro-Klasse tummeln sich eine Unmenge an qualitativ guten Instrumenten. Allem voran natürlich von Firmen wie Ibanez, Fender oder Gibson, die mittlerweile alle mit einem hohen Qualitätsstandard aufwarten. Als Universal-Gitarre mit einem breiten Klangspektrum empfiehlt sich zum Beispiel ein Instrument der Ibanez RG-Serie, die in drei verschiedenen Preisklassen erhältlich sind. Die Oberklasse markiert dabei die Prestige-Baureihe, deren Modell RG2550 mit knapp über 1000,- Euro den Einstieg markiert und dabei mit solider Hardware, einer umfangreichen Tonabnehmerbestückung sowie einem ansprechenden Äußeren glänzt.

Band Recording - Musikinstrumente kaufen - Ibanez RG2550Z

Ibanez RG2550Z

Wer es allerdings eher „Vintage“ mag, sollte sich mal bei Fender oder Gibson umschauen. Auch dort reicht die Preisspanne von wenigen Hundert Euro bis hinauf zu den Custom-Shop-Modellen der „Kleinwagen Marktpreis Liga“. Einen vernünftigen Mittelweg stellt seit je her schon die Standard US-Strat dar, die es bereits für knapp über 1000,- Euro gibt. Hier stimmen die Holzauswahl und nicht zuletzt auch die Verarbeitung, die merklich besser als die der Instrumente aus China oder Mexiko ist. Auch ist man bei der Strat nicht zwingend an die Pickup-Konfiguration S-S-S gebunden, viele Modelle besitzen einen Doppelspuler in Stegposition und lassen sich so auch problemlos für härtere Stile einsetzen.

Auch unter den Akustikgitarren gibt es heutzutage für relativ wenig Geld gute Instrumente, in diesem Fall auch mal von deutschen Herstellern. Ein Beispiel wäre die kürzlich von uns getestete und für sehr gut befundene Westerngitarre Dimavery STW-60. Die massive, aus einem Stück gefertigte Fichtendecke lässt sie wärmer als Gitarren mit laminierter Decke klingen, zudem ist sie lauter und weist mehr Sustain auf.

Band Recording - Musikinstrumente kaufen - Dimavery STW-60

Dimavery STW-60

An Bord sind ein Tonabnehmer, ein Preamp mit hochohmigem Klinken- und symmetrischem XLR-Ausgang sowie EQ, Präsenzregler und Tuner. Bemerkenswert für den zum Zeitpunkt des Schreibens geltenden Straßenpreis von 439,- Euro und den guten Sound.

Band Recording - Musikinstrumente kaufen - Harley Benton HBLP-Set 6

Harley Benton HBLP-Set 6

Um diese kleine Marktübersicht komplett zu machen, sei noch auf die sehr günstigen Einsteigersets zahlreicher Hersteller verwiesen, die schon unter 300 Euro zu haben sind – darin findest Du erstaunlicherweise nicht nur die eine E-Gitarre (in diesen Sets sind das vor allem Strats und Paulas), sondern auch einen kleinen Amp und Zubehör. Als Komplettpaket mit ausreichend kräftigem, proberaumtauglichen Amp und einer schwarzen Paula mit zwei Humbuckern gibt es etwa das hier abgebildete Harley Benton HBLP-Set 6.

Die heutige Technik macht so manches möglich, was vor gar nicht allzu langer Zeit dem Tonmenschen noch richtig einspannte. Clever eingesetzte, virtuell-analoge Preamps können heutzutage so manche Mühen ersparen: Die Geräte benötigen keine aufwendige Mikrofonierung, besitzen in der Regel eine komplett ausgestattete Effektsektion inklusive Speakersimulation und sind mit ihrer enormen Anzahl von Speicherplätzen jedem Dreikanal-Röhrentop haushoch überlegen.

Tja, wenn es doch so einfach wäre! Die Realität sieht ja leider oft anders aus, denn Emulation bleibt nun mal Emulation und wird den Sound, und nicht zuletzt auch das wichtige „Spielgefühl“ eines echten, guten Röhrenverstärkers niemals ersetzen können. Eine wichtige Daseinsberechtigung besitzen beide Gerätekategorien aber dennoch und somit gilt es abzuwägen, ob es Sinn macht, den Vollröhren-Stack einzusetzen oder doch eher auf eine dieser kleinen „DSP-Wunderkisten“ zurückzugreifen.

Viele Hersteller üben sich in Emulation

Ganz heiße Kandidaten sind natürlich die Geräte von Boss, Line6 oder Digitech, die in sämtlichen Preisklassen erhältlich sind und anspruchsvollere Aufgaben wie intelligentes Pitch-Shifting ohne Probleme meistern.

Wer allerdings auf die Dynamik eines Röhrenamps nicht verzichten mag, sollte, ähnlich wie bei der Aufnahme eines Drum Kits, auf gute räumliche Verhältnisse achtgeben und es dabei mit der Dämmung der Umgebung nicht zu sehr übertreiben. Zu stark bzw. falsch gedämmte Räume rauben dem Signal nämlich die Obertöne und machen es dem Spieler zusätzlich schwer.

Das gilt im Übrigen auch für die Aufnahme von akustischen Gitarren, bei denen man sich mit der Mikrofonierung ebenfalls Zeit nehmen und ausprobieren sollte. Gerne auch mit zwei Mikrofonen, deren Signale man dann später im Mix miteinander kombinieren kann. Das Thema „Amps und Recording“ wird übrigens der nächste Teil unseres delamar-Recording-Specials – also dranbleiben!

 

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