Warum Kreative nicht auf andere hören sollten.

Warum Kreative nicht auf andere hören sollten.

Kreativitaet - Warum Kreative nicht auf andere hören sollten

Auf wen hörst Du? Warum Kreative nicht auf andere hören sollten

Viele der Gedankenstränge aus diesem langen Gespräch über Kreativität waren überraschend und manch ein Gedanke sogar richtiggehend ernüchternd. Vielleicht hätte ich diesen Artikel auch “Kreativität und Musikbusiness” nennen sollen, denn das Thema umfasst eigentlich beide Aspekte.

Ich fasse das, an was ich mich heute noch erinnern kann einfach mal in Stichpunkten zusammen und freue mich auf die hoffentlich daraus entstehende Diskussion mit Euch in den Kommentaren.

  • Je origineller Deine Musik, desto weniger hilfreich die Ratschläge anderer Leute.
  • Den Wert einer Idee erkennst Du nicht in dem Moment, in dem Du sie hast. Wie sollten dann andere den Wert dieser Idee erkennen können?
  • Dein Bauch ist als “Sprecher” deines Unterbewusstseins der beste Indikator für den Wert einer Idee oder einer Entscheidung. Auf den Bauch zu hören ist aber nicht einfach und oftmals hinder die Angst vor der eigenen Courage die richtige Entscheidung zu treffen.
  • Selbst Deine besten und engsten Freunde verstehen nicht einmal einen kleinen Bruchteil Deiner Welt. So sehr Du es Ihnen auch erklären magst. Du kannst das sehr einfach testen: Überleg dir mal, was “Liebe” für dich bedeutet. Und dann frag drei andere Menschen danach, was “Liebe” bedeutet.
  • Eine großartige Idee kann Dein Leben verändern. Für immer. Viele haben Angst vor Veränderung, die meisten Menschen trauen sich nicht heraus aus ihrer Komfortzone.
  • Entfernte Bekannte und Geschäftspartner sind schlechte Ratgeber, denn sie sind nur an dem interessiert, was sie selbst voran bringt. Dein Erfolg muss nicht zu den Dingen gehören, die ihnen einen Vorteil verschaffen.
  • Wenn Deine Idee so gut ist, dass sie das Geschäft Deiner Geschäftspartner grundlegend verändert oder sie davon sogar Nachteile haben könnten, werden sie sich widersetzen.
  • Kreativität und großartige Ideen können eine schwere Last sein – aber wie langweilig wäre das Leben ohne sie?

Wie gehst Du mit Deiner Kreativität und den Ratschlägen Deiner Umgebung um?

Lesermeinungen (39)

zu 'Warum Kreative nicht auf andere hören sollten.'

  • al bass
    19. Mai 2008 | 12:20 Uhr Antworten

    ….Selbst Deine besten und engsten Freunde verstehen nicht einmal einen kleinen Bruchteil Deiner Welt. So sehr Du es Ihnen auch erklären magst…..

    danke…es spricht mir jemand aus der seele….grade wenn man an einem projekt anfängt…..und zum 300sten male einen loop abspielt fragen sich viele immer…was soll das werden….ich habe schon lange aufgegeben, leuten, das was ich im kopf habe, zu erklären…es geht nicht…oder nur sehr selten. Ich arbeite viel mit elektronischer musik…..und finde das es grade da schwer zu erkären ist was man vor hat….klar….einen grundriss kann man zeichnen….aber ich sage dann den leuten immer….wartet bis ich fertig bin…dann hört ihr was ich mir vorstelle;)

    ps:i love this site;)

  • Funatyc
    19. Mai 2008 | 12:55 Uhr Antworten

    Ich habe sehr viel Neid erfahren. So glaube ich ist die Meinung von Freunden und Bekannten sehr oft wegem Neid auf meine Musikalität nicht wirklich objektiv. Im Gegenteil ist es oft so das mann belechelt ausgelacht wird sehr schnell das Gesprächsthema gewechselt wird. Auch zeigen sich viele sehr uninteressiert beim Angebot ihnen etwas zu spielen oder einen der neuen Songs vorzustellen. Teilweise können Freunde und Bekannte keine konstruktive Meinung zu der technischen Seite abgeben weil sie es nicht besser wissen und nicht hören das der Bass zu viele Subanteile hat und der Mix etwas matschig klingt oä. Bei anderen ist es wieder anders. Die sind dan so freundlich daß sie auch eine schräge Polka auf einem Kamm gespielt als das musikalische non plus ultra abtun und sich denken “was ein Müll”. Wenn mann also in einem Bereich wie Musik kreativ ist und in seiner Kreativität Unterstützung sucht oder einen Rat benötigt sollte sich auf jedem Fall an Menschen wenden die er selbst als sehr kreativ kennt und welche sich noch mit dem Musikbereich befassen und evtl. technisch was zum Thema sagen können.

    LG Marek

  • Andreas Z. (delamar)
    19. Mai 2008 | 13:57 Uhr Antworten

    Ich mache das mit den neuen Tracks immer so, dass ich die an eine Mailingliste weiter schicke – die “Fans”. Ich finde deren Antwort besonders hilfreich, da die meisten gar keine Ahnung von guter Produktion und schlechter haben aber mit einer Antwort wie “find ich gut”, “find ich nicht so gut” kann ich weit mehr anfangen als ein Rat ala “Der Bass ist nicht praesent genug”.

  • Funatyc
    19. Mai 2008 | 14:51 Uhr Antworten

    @Andreas Z : kannst Du mich in deine Mailingliste aufnehmen? ;)

    LG Marek

  • carlos (delamar)
    19. Mai 2008 | 15:02 Uhr Antworten

    Prinzipiell kann man so oder so für jeden einzelnen Ratschlag dankbar sein, denn die meisten machen sich erst gar nicht die Mühe, Deine Musik anzuhören.

    Die Auswertung der Ratschläge ist dann eine ganz andere Geschichte. Da muss so jeder seinen Weg finden.

    Ich selbst habe festgestellt, dass es schwierig ist, anderen seine unfertigen Ideen vorzuspielen. Die meisten können nämlich (wahrscheinlich aufgrund von mangelnder Fantasie oder Kreativität) nicht querhören oder die Idee erfassen.

    Man muss die eigenen Herausforderungen am Ende doch selbst bewältigen.

  • klaus denker
    19. Mai 2008 | 16:12 Uhr Antworten

    Hi

    Werde ich mir ausdrucken und dann neben ” Frequenzbereiche und deren
    Anwendung ” © delamar, an die Wand hängen.

    Ich sehe Neid auch als das Hauptmotiv an. Wenn dann eine Reaktion kommt –
    dann meistens gewunden – Motto: ” ist ja ganz gut, aber…”.
    Wenn technische Nachfragen kommen ist das schon nicht schlecht.
    Wenn jetzt noch die Absicht bzw. Aussage zu einem ” kreativen Stück ” konkretisiert werden soll – noch besser. Aber wie sagte schon Dante…
    lass die Leute reden und gehe Deinen Weg.

    Gruss, Klaus

  • Peter
    19. Mai 2008 | 18:55 Uhr Antworten

    Interessant an einigen Kommentaren (nicht nur hier) zu diesem Thema ist, dass sich die meisten von der “Außenwelt angegriffen” fühlen. Dieser Mangel an innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und einer physiologischen Selbstüberzeugung ist, glaube ich, auch der Grund, warum so viele ihre Kreativität das Klo runterspülen. Dazu kommt, das Streben nach “Erfolg” und Anerkennung. Das sollte nicht die oberste Priorität haben. Man setzt sich da einem unnötigen Erwartungsdruck aus. Der “Bauch” kennt keine Rendite!
    Generell ist das ein interessantes Thema. Nicht, weil die Antworten darauf so schwer sind, sonder, weil das Gedanken sind, die man sich immer mal wieder machen sollte. Denn irgendwann in irgendeinem Prozeß verliert man halt schnell mal das Ufer aus dem Blick, beschäftigt sich mit unnützen Dingen und verrät dabei seine eigene Kreativität.
    Ich denke, grundsätzlich sollte sich jeder bewußt sein, dass er überall ein Stück Einzigartigkeit einbringen kann, deren Handschrift man letztlich auch am Endergebnis sehen kann. Insofern ist es nicht nur ungünstig sich “künstlerisch beraten” zu lassen; man sollte es sogar tunlichst unterlassen. Bei technischen Details ist das, würde ich sagen, eher etwas anderes.

    Grüße Peter

    P.S.: Wem das jetzt alles ein bisschen zu überheblich war, der darf sich sicher sein, dass das für mich auch eher Vorsätze sind, als Realität…;-)

  • carlos (delamar)
    19. Mai 2008 | 21:00 Uhr Antworten

    Neid und Konkurrenzdenken treiben unsere Gesellschaft voran, Statussymbole sind übermässig wichtig für das eigene Selbstwertgefühl, die gesellschaftliche Anerkennung und damit auch für den eigenen, gefühlten Erfolg.

    Innere Ruhe und Ausgeglichenheit könnte sich ja als kontraproduktiv für die Kreativität erweisen. Ich würde sagen, meine Inspiration kommt aus meiner inneren Unruhe.

    Aber ich denke am Ende können externe Ratgeber sehr wertvoll sein, wenn man nur weiss aus welchen Motiven und Hintergründen die Ratschläge gegeben werden.

    Oder?

  • Peter
    19. Mai 2008 | 23:03 Uhr Antworten

    >>Neid und Konkurrenzdenken treiben unsere Gesellschaft voran<>Innere Ruhe und Ausgeglichenheit könnte sich ja als kontraproduktiv für die Kreativität erweisen.<<

    Da möchtest du mich wohl nicht verstehen?…;-)
    Mit innerer Ruhe meine ich in diesem Zusammenhang, sich einfach von Dingen wie Neid und schlecht gemeinten Ratschlägen nicht beeindrucken zu lassen. Wenn wir hier eine, unsere originäre Ausdrucksweise meinen, dann können wir sie nicht gleichsam mit anderen Ergebnissen künstlerischen Schaffens in Konkurrenz setzen; das wäre ein Widerspruch und Äpfel mit Birnen…
    Wenn du deine innere Unruhe als Inspiration ansprichst, muß ich dir völlig recht geben. Die entsteht aber doch eher durch die Prozesse, die in dir ablaufen, mit denen du dich auseinandersetzt. Und Kreativität ist da halt ein Mittel für die Auseinandersetzung. Ich glaube aber, sie entsteht eher weniger primär durch äußere Einflüsse. Tut sie das dennoch, lässt sie eben zu, dass Einflüsse wie Mißgunst, dein kreatives Arbeiten beeinflussen. Und du willst mir nicht ernstlich erzählen, dass dich das motiviert…
    Mein “PS” von oben gilt natürlich auch hier…;-)

  • Loco
    19. Mai 2008 | 23:53 Uhr Antworten

    Ja das spricht mir aus der Seele –
    “Selbst Deine besten und engsten Freunde verstehen nicht einmal einen kleinen Bruchteil Deiner Welt. So sehr Du es Ihnen auch erklären magst. ” – Der Versuch jmd. zu erklären wieso man neue PickUps für die Gitarre und diesen Synth und jenes brauch um einen bestimmten Sound zu erzielen stößt nur auf Kopfschütteln. Leute können nicht verstehen das man es nicht macht, weil man sich erhofft damit Geld zu verdienen sondern nur um sich selbst sagen zu können – Dieser Sound gefällt mir. Das Ergebniss höre ich mir gerne immer und immer wieder an. – Für mich ist es die Suche nach dem Sound, dem Beat der mich immer wieder für Stunden in den Proberaum treibt. Deswegen fällt es mir schwer mit anderen zu arbeiten. Meine Persönlichkeit braucht keinen der mir sagt was schlecht ist sondern eine die sagt wie man es verbessern kann. Oft kommt mir eine Zusammenarbeit eher destruktiv vor.
    Deswegen nur den eigenen Ohren vertrauen ;)

  • Don Schnulze
    26. Mai 2008 | 12:24 Uhr Antworten

    Viele versuchen glaube ich irgendwie “amtlich” zu klingen (um zu beweisen, dass sie das genausogut können wie die “Big Boys”). Das kommt mir vor allem bei deutschen HipHoppern so vor, die amerikanischer sein wollen als die Amis*. Bei so etwas ist ja klar, dass man sich total nach dem richtet, was andere mit einem Mainstream-Ohr sagen.

    * Sehr coole und sympathische Ausnahme finde ich da Icke & Er mit dieser unverkennbaren, profanen und überhaupt nicht “Gangsta”-haften Berliner Schnauze.

    Und übrigens: Ich HASSE Vergleiche, wenn man anderen was vorspielt, und dann heißt es gleich “Ja, das klingt wie xyz”. Sich auf ein Detail festbeißen, Schublade auf, schnell einen Kommentar geben, der zeigt, dass man sich ein bisschen auskennt (oder vielleicht auch nicht…), und bloß nicht auf das achten, was an dem Produkt vielleicht individuell ist.

    Das z.B. macht auch viel Kreativität zunichte, weil der Künstler dann leicht denkt, dass seine Message nicht ankommt, sondern nur die sicher schwer zu vermeidenden Anklänge an schon existierende Musik. Das ist in meiner Erfahrung auch eine Situation, in der man stark bleiben muss.

    Es gibt einige Beispiele, wo offensichtlich ein Sound, sagen wir mal, sehr ähnlich ist (Wir sind Helden, Juli, Silbermond… wer war zuerst da?) und die Künstler es trotzdem irgendwie geschafft haben, damit ihr jeweiliges Publikum zu erreichen. Hätten die alle versucht, den Sound von der jeweils anderen Band auf Teufel-komm-raus zu vermeiden, hätten sie vielleicht ihre besten Songs nie geschrieben.

    Die Fans der einen oder anderen Band werden auf die Barrikaden gehen (verzeiht meine Ignoranz…), aber wie gesagt, gerade innerhalb einer Modewelle (was Musik ja oft ist) ist es ganz schwer, bestimmte zeitgemäße Sounds und Elemente total zu vermeiden.

    Ich vergleiche das immer gerne mit Blumen. Da gibt es auch viele, die sich ähnlich sehen. Oder die nicht besonders spektakulär erscheinen. Sind sie deshalb weniger schön? Fragen die jemanden, ob das gut ist, was sie machen? Nein. Sie blühen einfach. Sie wissen.

  • Don Schnulze
    26. Mai 2008 | 12:45 Uhr Antworten

    Loco schrob:

    “[…] das man es nicht macht, weil man sich erhofft damit Geld zu verdienen sondern nur um sich selbst sagen zu können – Dieser Sound gefällt mir. Das Ergebniss höre ich mir gerne immer und immer wieder an.”

    Da sprichst Du mir aus der Seele, Kollege. Es gibt diese Schlaumeier, die sagen “Der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler” — aber das ist ein total bescheuertes Bild, denn das würde ja bedeuten, dass man versucht das Publikum mit irgendwelchen Tricks zu überlisten. Ich glaube, dass das überhaupt nicht funktioniert.

    James Last hat in einem Interview mal gesagt, er hätte überhaupt nicht an Geld gedacht, sondern sei einfach in ein Studio gegangen, um das, was ihm vorschwebte (und was er sicher auch selber schön fand), aufzunehmen. “Zufällig” war es erfolgreich. Ich weiß nicht, ob ich ihm das 100%ig glauben kann, aber den Spaß bei der Sache kaufe ich ihm schon ab, wenn ich ihn da so stehen sehe.

    Mir hat mal ein sehr erfolgreicher Mensch gesagt: “Für alles, was einer Mit Freude tut, gibt es einen Markt”. Also: Machen-machen-machen, und die Freude dabei über als alles andere stellen, z.B. über “wohlmeinende” Kommentare von “Experten”, Geschwistern, Freunden oder Neidern.

    Natürlich gibt es Fachgebiete wie z.B. Marketing oder, wie hier auch schon angesprochen, Sound (technisch gesehen), wo man Fehler machen kann und wo ein wenig Expertenrat sehr hifreich sein kann (im Grunde bei allem, was die Wirkung verbessern oder vermindern kann), aber gerade beim Kern der Sache — den Ideen — glaube ich tatsächlich auch, dass man sich sehr viel kaputt machen kann, wenn man zu sehr auf andere hört.

  • carlos (delamar)
    27. Mai 2008 | 11:33 Uhr Antworten

    @Don

    “Das kommt mir vor allem bei deutschen HipHoppern so vor, die amerikanischer sein wollen als die Amis*.”

    Das hier habe ich mir auch schon so oft gedacht, wenn ich mit deutschen HipHoppern zusammengearbeitet habe. Anstatt nach einem eigenen Sound zu suchen, machen sie nur schlechte Kopien der amerikanischen Originale. Kein Wunder, dass es dann nicht vorangeht.

    Ich bin auch der Meinung, dass Spass an der Sache das Wichtigste überhaupt ist – in allen Branchen. Nur wenn ich meinen Job gerne erledige, wird ein wirklich herausragendes Produkt entstehen.

  • ken park
    26. Aug 2008 | 10:30 Uhr Antworten

    Ich produzier gerade ein Hörspiel mit einem kleinen Team und wir haben auf jeden Fall auch Probleme die den genannten noch sehr nah kommen, aber mir sind auch andere Aspekte aufgefallen, die ich als genauso wichtig erachte:

    * Zuviele Meinungen sind nicht gut. Man tendiert dazu sich immer mehr in Details zu vertiefen (bei uns: Dieses oder jenes Geräusch muss noch einen Bruchteil einer Sekunde nach vorne/hinten) und verliert dabei so ein bischen das Gefühl für das Ganze. Wir haben auf soviele Meinungen schon gehört aber ich denke an einem Punkt sollte man sich auch einfach auf sich selbst verlassen. Wir haben jetzt 2 Tage Pause gemacht (zum Glück ging das noch vom Abgabetermin her) und hören dann selbst nochmal mit etwas Abstand.

    * Leute meinen das richtige, aber verstehen nichts vom Produzieren: Man muss als Musiker/Produzent auch überhaupt erstmal begreifen können, was genau in der konstruktiven Kritik verborgen ist: Wir hatten das Beispiel, dass “Demohörer” eine Episode des Hörspiels zu lasch fanden. Die Schwierigkeit liegt darin, dass Problem zu identifizieren: Liegt es am Mix? zuwenige Sounds? zuviele Sounds? die falschen? Ich halte das für eine große Schwierigkeit, die einen auch auf falsche Fährten locken kann.

    * Zu viele Meinungen sind der Nährboden für Überproduktion. Meine Meinung.

    * Das “Wie?” des Vorspielens ist wichtig: Ich denke ich habe aus der Hörspielproduktion gelernt, dass man sich Demohörer “züchten” muss. Wenn man Musik produziert: Hast du einen Hörer aus der Zielgruppe? Kennt er dich gut oder schlecht? Ist er interessiert oder nicht? Wie spielt man es vor? Ist man dabei oder nicht? Lässt man unterbrechen oder lässt man Stichpunkte machen? Ist der Hörer Laie oder Experte? Wie oft hat er die Produktion gehört?
    Es gibt soviele Aspekte die da wichtig sind: Man sollte sich auf einige wenige verlassen. Das Produkt wird es auch nicht jedem Recht machen. Warum also den Probehörer? Und warum auch? :)

    * Man muss schon lernen, wie man die Kritik katalysiert und nutzt: Es bietet sich nicht an, immer ALLES zu beachten: Man sollte dem Kritiker auch Fragen stellen und sich selber fragen, wie schnell man überhaupt bei der Produktion zu einer vernüftigen Kritik kommen kann. Popproduktionen kann man sicher mit ein- zweimal hören irgendwo erschließen aber das gilt keineswegs für jede Produktion.

  • Gerhard
    09. Mrz 2009 | 12:23 Uhr Antworten

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Demohörer schon durch die eigene Anpreisung des Songs/des Materials beeinflussen kann. Mit anderen Worten: die eigene Überzeugung kann sich auf die Hörer übertragen. Glaubt man allerdings, dass der Song oder der Mix noch nicht ausgereift ist und gibt das den Hörern im vorhinein zu verstehen, dann glauben sie auch das zu hören.

  • Don
    09. Mrz 2009 | 12:53 Uhr Antworten

    @Gerhard

    stimmt genau. Man muss gar nicht mal was dazu sagen; wenn man sich nicht sicher ist, merken das andere. Das ist dann sozusagen im ‘wissenden Feld’ gespeichert, wenn man es so nennen will.

    Es gibt dann leider Menschen, die sich auf solche Unsicherheiten stürzen wie die Geier. Aber vielleicht ist das ja auch ganz gut so, weil sie einen damit darauf aufmerksam machen, wo noch Lücken sind. Und sei es beim Thema ‘mangelnde eigene Überzeugung’.

  • polyaural
    14. Apr 2009 | 17:03 Uhr Antworten

    Überragende Werke, egal ob Literatur, Musik, Filme oder Bilder, sind (soweit ich weiß) niemals als Gemeinschaftsproduktionen unter demokratischen Bedingungen entstanden. Bei der Produktion von Star Wars haben sogar die Schauspieler über die Produktion ihre Witze gemacht, und nicht nur die. Keiner hat verstanden, was das alles sollte. Bis zur Premiere. Da war auf ein mal allen das Genie von George Licas klar. Vorher hat das niemand erkannt. Was, wenn George Lucas auf seine Kritiker gehört hätte?

    Selbst in Bands gibt es immer einen, der den Song „in der Hand hat“. Die anderen geben Kommentare, aber dieser Eine entscheidet am Schluss wie es wird. So hat es immer am besten geklappt (bei den Bands, bei denen ich mitgespielt habe, natürlich).

    Genie ist (IMHO) weder planbar noch durch Abstimmung erreichbar. In so fern ist Kritik am unvollendeten Werk nicht hilfreich. Das wiederum hat den Nachteil, dass ein Flop genau so einsam verarbeitet werden muss, wie der Ruhm. Damit muss man wohl leben …

  • Carlos (delamar)
    01. Mai 2009 | 13:03 Uhr Antworten

    Richtig, polyaural, wenn Genie/Erfolg planbar wäre, dann würde ja jeder eine geniale CD herausbringen. Für etwas “Geniales” muss man eben auch ein stückweit anders sein. Und dazu gehört Mut.

    @Don
    Selbstbewusstsein ist unheimlich wichtig. Ohne kann man im Musikbusiness jedenfalls nicht bestehen.

    • Emil Drud
      23. Sep 2013 | 19:45 Uhr Antworten

      Durch diesen Mut hat z.B Daft Punk einen weltweit riesigen erfolg gefeiert!

  • Andreas Promes
    04. Jul 2009 | 16:25 Uhr Antworten

    Also zunächst einmal muss ich sagen : Hut ab! Der Mann (Carlos) hat hier meiner Meinung nach einiges zum Thema auf den Punkt gebracht!

    Ich persönlich bin davon überzeugt, dass eine “gesunde” Portion Selbstvertrauen bei der Sache schon sehr wichtig ist.
    Man ist dadurch einfach “freier” in Leib und Seele. Jede Musik hat doch ihren “Soul” (Seele) oder “Spirit” (Geist). Und solche Sachen sind immer zuerst an einen selbst gerichtet.
    Ich selbst habe mit ziemlich vielen, verschiedenen Musikern, Künstlern usw. zu tun gehabt. Sowohl Live auf der Bühne (über 20 Jahre lang Frontmann) als auch im Studio. Da waren ausgebildete Leute und blutige Anfänger dabei. Ich als Autodidakt bin wohl irgendwo dazwischen. Jedenfalls verhielt es sich grundsätzlich so , dass ich mit den ausgebildeten Kollegen (auch “Profis” genannt) eher schlechte Erfahrungen gemacht habe, weil diese Leute vielleicht bedingt durch ihr Studium einfach nicht mehr die Fantasie oder Kreativität, Energie, Spontanität, Begeisterungsfähigkeit usw. aufbringen konnten oder wollten um jemanden einen Augenblick alle Aufmerksamkeit zu geben die ein “geflashter” Mensch braucht und verdient. Und so läst sich auch sagen das die Ergebnisse der Aufnahmen, Proben, Auftritte usw. sich auch anhörten. Gut gespielt aber ohne “Soul” und “Spirit”.

    Nun, irgendwann hab´ ich dass dann geschnallt und hab aufgehört zu versuchen anderen Leuten mit meinen “Kreativschüben” die Bude einzurennen. Dadurch hab ich auf jeden Fall schon mal Unmengen an Energie gespart. Musik mach ich Live nur noch ab und zu als Session- Sänger und auch nur mit Leuten bei denen ich mir Sicher bin dass jeder jedem Teilnehmer der Session wohl gesonnen ist.
    Ausleben tue ich mich in meinem semiprofessionellen HomeStudio.
    Wenn dann mal was dabei ist wo ich ´ne Meinung zu hören möchte, nenne ich der Person immer mal ein paar Namen berühmter Künstler oder eben bekannte Songs. Es hat eh schon alle möglichen Arten von Musik irgendwo, irgendwann gegeben und deshalb ist´s meiner Meinung nach auch nicht schlimm wenn man so vorgeht. Hört sich an wie…? Geklaut ? Abgekupfert ? Mir doch egal, Hauptsache ich fühl´ das Dingen und das Dingen fühlt sich gut an :-)))

  • Max
    04. Jul 2009 | 16:56 Uhr Antworten

    Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen, das Verständnis von musikalischen Zusammenhängen bzw. der Harmonielehre kann sich in einem Verlust der Kreativität wiederspiegeln.

    Wenn ich mich immer an die Normen und Gesetze der Fuge halte, wie sollte ich dann eine neue Form kreiieren? Eben, überhaupt nicht. Insofern muss man sich – nach dem eingehenden Studium aller Regeln und Normen – versuchen, sich von diesen zu lösen.

  • probehalber
    22. Jul 2009 | 02:15 Uhr Antworten

    Als Loop Zusammensteller in GarageBand spiele ich meine Machwerke
    erst vor, wenn diese meiner Meinung nach fertig sind. Als E-Girarrenan-
    fänger lerne ich Akkorde und “komponiere” gleichzeitig irgendwelche
    Riffs, die mir gefallen. Und da habe ich zwecks Feedback zum ersten
    und einzigen Mal einem Profi-Musiker was vorgespielt. Und hier wie in
    meinem ansonsten nicht musikalischen Berufsleben stelle ich immer
    wieder fest: Wenn Du wirklich konstruktive Kritik willst, kriegst Du die
    nur von jemandem, der an Dir oder dem was Du machst Interesse hat,
    völlig unvoreingenommen ist und nicht in einem Konkurrenzverhältnis
    zu Dir steht. Getreu dem Motto “Meine Idee ist mir tausendmal lieber
    als die des Anderen, auch wenn ich gar keine habe”, ist die Chance
    auf ein Neidurteil um einiges größer, als die Ermunterung zum Weiter-
    machen. In diesem Sinne finde ich es nur gerecht, daß einem sowohl
    der Ruhm als auch der Misserfolg alleine gehört. Deshalb gilt getreu
    einem Baumarkt Motto: “Mach Dein Ding”! Leider ist jedoch manchmal
    die Frage nach dem “was hälst Du davon” nur das “fishing for compli-
    ments” und viele sind gar nicht an einer Antwort interessiert, sobald
    diese nicht in die gewünschte Richtung tendiert.

  • Carlos (delamar)
    22. Jul 2009 | 22:27 Uhr Antworten

    Schön zusammengefasst!

  • sally
    01. Sep 2009 | 13:07 Uhr Antworten

    mich lachen sie schon aus, wenn ich sage, dass ich musik produzieren will und früher oder später mal auftrete mchte, weil es mein traum ist. keiner nimmt mich ernst, keiner motiviert mich, keiner gönnt es mir. nicht mal meine eltern. meine mutter meint, ich sehe rosarote wolken und mein vater interessiert sich nicht einmal. deshalb habe ich mich entschlossen alles für mich zu machen. für mich habe ich den traum schon erreicht, wenn ich für mich selber songs produziere die mir gefallen. bis jetzt habe ich mit magix music maker gearbeitet, finde es aber total miserabel, da man keine bestimmte effekte erreichen kann (aufsteigend, absteigend…) seit ich vor ein paar monate endlich das richtige programm entdeckt habe (cubase), muss ich nur noch warten, bis ich es von meinem mann bekomme. und dann wird lange gelernt und geübt…

  • Manuel
    01. Sep 2009 | 14:09 Uhr Antworten

    Ja sicherlich stößt man mit solchen Sachen auf Unverständnis. Gerade bei der “Eltern-Generation”

    Aber ich denke, sowas sollte einen nicht stören. Mache deine ersten Versuche und entwickel dich weiter. Wer weiß, vielleicht wird es dann ja auch was mit deinem Traum und dann kannst du sagen: “Hier: DAS sind meine bisherigen Erfolge. Das zum Thema ‘rosarote’ Brille!” ;-)

    Man kann es natürlich auch etwas weniger provokant machen. Man muss halt bedenken, dass dein Traum halt nicht für jeden verständlich ist. Muss es ja auch nicht. Es ist ja schließlich DEIN Traum. Ich habe auch einen und ich werde ebenso alles dransetzen, ihn zu erfüllen ;-)

    Und bei einem kannst du dir gewiss sein: hier wirst du ernst genommen und hier wirst du motiviert :-)

  • IbanezPlayer321
    03. Sep 2009 | 00:57 Uhr Antworten

    Ja, auch ich kenne dieses Unverständnis. Ich selber male und mache Musik – schon seit Jahren. Ich bin zumeist in Internetforen aktiv (ja, ich weiß: es ist nicht die beste Lösung – aber ich kenne nunmal keine professionellen Musiker, Produzenten, etc. *g*). Da kriegt man durchaus auch gute Kritiken, die einem weiter helfen. Aber meistens dauert es eine Weile bis man diese erkennt. Habe letztens zu einem Song in etwa diesen Kommentar bekommen:

    “Wenn das mein Song wäre den ich gestern geschrieben habe, würde ich ihn löschen.”

    Na herzlichen Dank. Das bringt mir einen Sch***. Meine Musik ist sicherlich nicht leicht zu verstehen, und nicht gerade Mainstream-tauglich. Aber wer nichts damit anfangen kann, soll auch brav weiter sein Müsli essen, und die Finger von der Tastatur lassen. *g* Dumme Sprüche kann man auch auf der Straße loslassen. In so fern kann ich Carlos’ Kritik an den Internetforen gut nachvollziehen. Es ist schwer dort “echte” (also fundierte) Kritik, und nicht nur dumme Sprüche zu bekommen. Aber manchmal bleibt einem leider keine Möglichkeit.
    Meiner Meinung nach ist Kritik schon sehr wichtig. Ich glaube aber, man braucht ein gutes Gespür dafür, welchen Kritiken man sich beugt, und welchen man sich mit seiner Individualität entgegenstellt. Das ist ein schmaler Grad der Schwer zu treffen ist. Ich glaube das ist ein Teil des Puzzles ein guter Künstler zu sein: Zu wissen wann man im Recht ist, und wann nicht. Wer sich unverhohlen Kritiken beugt endet wie Avril Lavigne – von der Rockgöre zum Pop-Häschen. *kotz* *brech* *hust*
    Manchmal muss man einfach weitermachen – auch ohne Zuspruch, und das kann man manchmal sehr schwer sein. Ich glaube, wenn man wirklich an das glaubt was man macht, wird man irgendwann damit Erfolg haben (kommt natürlich auch drauf an was man unter “Erfolg” versteht ;-).
    Beispiel: Unzählige Menschen aus der Musikbranche haben Nirvana keinerlei Erfolg versprochen. Fast 20 Jahre später sind sie eine Legende…

    Ich möchte meinen Kommentar mit einem Zitat beenden:

    “Rettet die Regenwälder! Esst mehr Biber!” -Bremer Bahnhofs-Punk ;-)

    PS: Surfe schon seit paar Wochen auf delamar.de herum. Eine der besten Internetseite die ich kenne. Ganz großes Tennis ;-)

    LG an das Delmar-Team von einen neuen Fan und Podcast-Abonennten

  • Carlos (delamar)
    05. Sep 2009 | 23:13 Uhr Antworten

    Ich denke der Punkt ist: Ohne konstruktive Kritik von Nicht-Beteiligten ist es sehr, sehr schwer, sich weiterzuentwickeln. Aber vor allem darf man sich von Kritik nicht unterkriegen oder demotivieren lassen.

  • Speedbreaker
    19. Mai 2010 | 15:22 Uhr Antworten

    Sehr guter Artikel! Aber zu einigen Kommentaren muss ich sagen: Wenn ihr denkt, dass ihr negative Kritik bekommt weil die Leute neidisch sind, dann spielt ihr es eindeutig den falschen Leuten vor. :-)
    Ich finde der wichtigste Punkt ist, dass man die Personen, die die Produktion begutachten gut einschätzen kann. Jemand der den ganzen Tag Rock hört, ist bestimmt nicht der beste Kritiker für eine Schlagerproduktion. Oder spiele ich einem Nicht-Musiker etwas vor und hab als Beat zur Zeit noch einen temporären drumloop der 3:30 min durchspielt, dann weiß ich halt noch bevor ich auf Play drücke, wie ich die Kritik später einschätzen kann.
    Zum Glück habe ich sehr viele Leute die sich für meine Musik interessieren und von denen ich weiß, dass sie mir ehrlich sagen wenn ihnen etwas nicht gefällt.
    Ich halte Feedback für sehr wichtig! Wenn man 3 Wochen an einem neuen Song sitzt kann man sehr schnell die Objektivität verlieren. Man muss dann allerdings auch Kritikfähig sein und ich weiß wie hart es ist wenn man 3 Tage an einem Drumloop gesessen hat und jemand sagt: hmm, find ich jetzt nicht so gut. Trotzdem sollte man die Kritik dann ernst nehmen, sonst macht es ja keinen Sinn jemandem überhaupt erstmal etwas vorzuspielen, wenn es am Ende sowieso nur einem selbst gefallen soll. :-) Wie Carlos schon sagt, Kritik ist der beste Weg sich weiter zu entwickeln.
    Noch ein kleiner Tip: Bin ich mir z.B. nicht sicher ob in einem Mix die Bassdrum zu laut ist, dann spiele ich den Song 3 Leuten vor und frage: wie findest du die Bassdrum? Sagt dann einer oder mehrere: “könnte etwas leiser sein!” Weiß ich bescheid. So mache ich das eigentlich ständig während ich an einem Track arbeite. Für kleine Sachen bei denen man sich nicht sicher ist, einfach eine zweite Meinung einholen und gezielt fragen! (Natürlich ohne vorher seine eigene Meinung zu äussern)

  • Timmi
    27. Jul 2010 | 16:22 Uhr Antworten

    # Je origineller Deine Musik, desto weniger hilfreich die Ratschläge anderer Leute.

    das stimmt wohl,rappe schon etwas länger und nehme seit diesen jahr gar nichts mehr auf, sondern bin nur noch auf openmics unterwegs wo ich freestyle und da kann man mir wenigstens noch kritik entgegenschmeissen :/

    # Den Wert einer Idee erkennst Du nicht in dem Moment, in dem Du sie hast. Wie sollten dann andere den Wert erkennen?

    indem sies hören ?

    # Dein Bauch ist der beste Indikator für den Wert einer Idee. Auf den Bauch zu hören ist aber nicht einfach und oftmals hat man Angst vor der eigenen Courage.

    das stimmt wohl,mache nur battletracks,habe jediglich einen etwas ehrlichen track in meinen player bei myspace….sonst habe ich früher oft tracks gemacht um sachen zu verarbeiten,hat nie ein mensch gehört,ist mir irgendwie peinlich

    # Selbst Deine besten und engsten Freunde verstehen nicht einmal einen kleinen Bruchteil Deiner Welt. So sehr Du es Ihnen auch erklären magst.

    naja mein umfeld ist schon sehr elektro und hiphop-lastig
    mich verstehn alle,selbst die älteren….

    # Eine großartige Idee kann Dein Leben verändern. Für immer. Viele haben Angst vor Veränderung.

    ja habe ich….werd am ende des jahres bei einem label unterschreiben die meine idee fördert, hab schiss :(

    # Entfernte Bekannte und Geschäftspartner sind schlechte Ratgeber, denn sie sind nur an dem interessiert, was sie selbst voran bringt. Dein Erfolg muss nicht zu den Dingen gehören, die ihnen einen Vorteil verschaffen.

    wurde schon oft verarscht weis ich alles,deswegn hab ich auch freizeittechnisch bzw musikalisch irgendwas mit den zu tun,sondern verlass mich auf leute die ich schon eine weile kenne und die ehrlich sind!

    # Wenn Deine Idee so gut ist, dass sie das Geschäft Deiner Geschäftspartner grundlegend verändert oder sie davon sogar Nachteile haben könnten, werden sie sich widersetzen.

    das ist mir relativ egal,es geht um mich nicht um die und meine ideen behalte ich für mich oder für meine ansprechperson auf die zu 100prozent verlass ist

    # Kreativität und großartige Ideen können eine schwere Last sein.

    und ich fühl mich als wenn ein zehntonner über mich gefahren is

  • Alfan
    30. Aug 2010 | 22:51 Uhr Antworten

    Am wichtigsten ist es sicher, die Meinung der anderen zu hören und auch die darin enthaltene Kritik ernst zu nehmen. Nur sich davon runterziehen lassen, das sollte unbedingt vermieden werden. Und nicht jeder Meinung ist gleich. Ich kenne Leute, denen ich in einigen Dingen blind vertrauen würde, in anderen aber nicht über den Weg trauen. Danke für den tollen Artikel

  • Chris van Oz
    01. Jun 2011 | 19:07 Uhr Antworten

    Ich hole mir gar keinen Rat ein wenn mir ein Track selbst nicht gefällt dann mach ich daran gar nicht erst weiter und wenn ich der Meinung bin das es toll ist dann produzier ich ihn fertig und spiel ihn beim nächsten Gig dann einfach live. Dann sehe ich ja aus der Reaktion der Leute obs ein Griff ins Klo war oder ob es der nächste Clubhit wird. Ich mache elektronische Musik von Ambient bis Techno.

    =)

  • Lukas Egli
    14. Aug 2011 | 16:04 Uhr Antworten

    ich schliess mich Chris van Oz an.
    Mach einen Song, schliess die Augen und hör ihn dir an.
    Hast du Freude daran, gut!
    Strebt sich irgendwas in dir gegen dein Song, mach einen neuen.
    Sei ehrlich mit dir selbst, das ist das wichtigste.

    Wenn du eine Band hast, dann sollte die Mehrheit damit zufrieden sein.
    Und auf deine Bandkollegen kannst du eigentlich immer zählen, die wollen ja in die gleiche Richtung wie du, hoff ich zumindest für dich:)
    Immer vorwärts und aufwärts heisst das Motto.

    Hab Vorgestern ein Song geschrieben, ich war begeistert. Ein Tag später mit meiner Band geübt, alle hatten Spass daran.
    Heute: Das Lied war der knüller vom ganzen Konzert!

    Bis zur Probe hab ich das Lied niemandem gezeigt.

    so soll es sein, sei ehrlich mit dir selbst!

    peace

  • Christian S
    16. Okt 2011 | 17:34 Uhr Antworten

    “Je origineller Deine Musik, desto weniger hilfreich die Ratschläge anderer Leute.”

    – Ich denke , dies ist ein wichtiger Aspekt. Die Maße ist auf das ausgelegt, was sich im ersten Moment bei uns “einnistet”! Sprich: Lieder, die man häufig in den Charts (z.B)hört, warum sind diese in den Charts?
    Weil die Maße gefallen daran findet und meist hören sich diese Songs, zumindest vom Aufbau sehr Ähnlich an!

    “Den Wert einer Idee erkennst Du nicht in dem Moment, in dem Du sie hast. Wie sollten dann andere den Wert dieser Idee erkennen können?”

    – Ein weiterer wichtiger Stichpunkt in meinen Augen!
    Ich stelle immer wieder bei mir fest, dass ich Musik, die ich vielleicht Montag geschrieben habe, am Freitag mit ganz anderen Augen sehe!

    Diese Tipps sind sehr hilfreich!

  • David k
    08. Feb 2012 | 00:48 Uhr Antworten

    @Don

    “Und übrigens: Ich HASSE Vergleiche, wenn man anderen was vorspielt, und dann heißt es gleich “Ja, das klingt wie xyz”.”

    Ich finde das Ganze muss nicht unbedingt immer einen negativen Beigeschmack haben. Stell dir vor die jeweilige Person meint das alsk Kompliment. Also, dass das, was du da produziert hast nicht absoluter Müll ist, sondern eigentlich richtig gut klingt. Halt wie bei der Band, “nach der das Ganze klingt”.

  • Murat A
    10. Dez 2012 | 16:30 Uhr Antworten

    Alter Artikel, frische Meinung.

    Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Ich denke, in erster Linie, muss ein Künstler sich selbst gerecht werden.
    Dazu gehört etwas so zu tun, wie es einem im Kopf vorschwebt Wenn es noch keinen konkreten Plan gibt, gilt es sich selbst zu verwirklichen, auszuprobieren. Und das geht am besten alleine.
    Ich spiele keinem was vor, ich höre selber, ich kann selbst ein Urteil fällen. Und wenn ein Song fertig ist, kann er gehört werden, davor jemandem etwas vorspielen heisst i.d.R. erklären, beschreiben und damit die Magie des Songs rausnehmen und den Song töten.

    Lass Dich inspirieren, nicht durch die Worte anderer.

  • Amos Stoklasek
    04. Dez 2014 | 14:04 Uhr Antworten

    Ich höre nicht auf ratschläge ndere weil ma es sowiso es nicht allen recht machen kann. Da ist es schon besser man ist man selbst und man kriegt dann auch die Gruppe von Leuten die begeistert sind.

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