Tipps zur Vermarktung der eigenen Musik in iTunes

10
SHARES
anzeige

Eigene Musik in iTunes mit TuneCore vermarkten

In dem 28-seitigen Guide zur Selbstvermarktung von Songs in englischer Sprache werden zahlreiche hilfreiche Tipps gegeben, wie zum Beispiel einen iMix für den Online-Store iTunes von Apple zu kreiern. Eine iMix Playliste kann die eigene Musik neben den Songs von bekannten Bands und Künstlern aus dem selben Musikgenre abspielen. Wenn jetzt potenzielle Kunden nach bekannteren Bands suchen, dann taucht der iMix mit Euren eigenen Songs auf deren Albumseite auftauchen.

Ein weiterer, sehr nützlicher Tipp ist es Links von der eigenen Webseite zu den Download-Stores zu setzen, so dass potenzielle Kunden auf Eurer Homepage schneller Eure Musik kaufen können.

Weitere Tipps zur Selbstvermarktung erstrecken sich von der Bereitstellung eigener Songs in den Downloadportalen bis hin zu hilfreichen Ideen für ein erfolgreiches Merchandising.

Alle genannten Tipps und noch zahlreiche mehr könnt Ihr in dem 28-seitigen PDF zur Selbstvermarktung und Promotion der eigenen Musik hier in englisch nachlesen:

Direkter Download

 

Tipp:
In Anlehnung an das Thema Selbstvermarktung und Promotion haben wir auf delamar vor einiger Zeit einen interessanten Podcast für Euch zusammengestellt:
Wie man Demotapes an Labels versendet

Mehr zum Thema:
      


Lesermeinungen (13)

zu 'Tipps zur Vermarktung der eigenen Musik in iTunes'

  • Thomas Neumann   19. Mai 2008   17:17 UhrAntworten

    Das Konzept von Tunecore ist mit Sicherheit top – für Künstler wie Guns’n Roses, Ziggy Marley, Kelly Shoes oder Liam Sullivan, die sich bereits einen Namen gemacht haben. Aber was ist mit deutschen Newcomer Bands, die keiner kennt? Die Vorabkosten, die bei Tunecore anfallen erscheinen auf den ersten Blick gering – schaut man sich das Modell jedoch genauer an, ergibt sich für Musiker, die nicht kalkulieren können, wie viele Titel bzw., ob sie überhaupt Titel verkaufen werden, ein enormes Risiko.

    Man nehme die Einstellgebühren von 99 Cent pro Song und 99 Cent pro Store und Album sowie einen Jahresbeitrag von 9,98 US-Dollar pro Album.und überlege sich, welche Vorabkosten anfallen, wenn man als Musiker sagt, man möchte seine Songs in möglichst vielen Stores anbieten – was sinnvoll erscheint! Als Beispiel nehmen wir hier einmal Dooload.de als deutsches Pendant zu Tunecore, deren Künstler ihre Musik in über 360 Downloadshops welweit anbieten können. Es ergäbe sich eine horrende Summe, von der viele junge Künstler nur träumen.

    Hier bietet der deutsche Anbieter Dooload.de deutlich Vorteile gegenüber dem amerikanischen Vorreiter. Bei Dooload gibt es keine Vorabkosten. Die Monatsgebühren werden mit den Einnahmen der Künstler verrechnet – ergo: wer nichts verdient, bezahlt auch nichts! Zudem ist das Preismodell von Dooload so gestaltet, dass alle Titel automatisch in über 360 Online-Stores weltweit delivered werden, der Künstler muss keine Auswahl treffen, in welchen Stores er vertreten sein möchte. Woher soll er auch im Voraus wissen, wo sich seine Musik am besten verkauft?

    Ein weiterer wesentlicher Mangel ergibt sich in puncto Urheberrecht. Bei Tunecore gilt logischerweise amerikanisches Recht, das extrem von unserem deutschen Urheberrecht abweicht. Dooload unterliegt als deutsches Unternehmen dem deutschen Urhebergesetz.

    Alles in allem ist die Entwicklung, die sich in den letzten Jahren im Bereich der Künstlerselbstvermarktung aufgezeigt aus meiner Sicht sehr positiv, nur sollte man sich als junge Band überlegen, welches Modell mehr Sinn macht. Für meinen Teil hat mich das Dooload-Konzept doch weit mehr überzeugt, da es keinerlei Risiko für die Artists bedeutet, was ich für junge Künstler, auf die solche Modelle doch eigentlich abgestimmt sein sollten, als ganz oberste Prämisse ansehe.

  • carlos (delamar)   19. Mai 2008   20:52 UhrAntworten

    Danke für Deinen Beitrag, Thomas. Natürlich muss man im Vorfeld schauen, ob das Angebot auch etwas für einen selbst taugt. Und selbstredend sollte man auch die Kosten im Blickfeld halten.

    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob man als junge Band - meinetwegen auch Newcomer - überhaupt mehr als nur einen Shop für den Verkauf der eigenen Musik benötigt.

    Wichtig ist, die eigene Musik überhaupt an den Mann bringen zu können, damit Interessierte eine Möglichkeit haben, schnell dran zu kommen.

  • Thomas Neumann   20. Mai 2008   14:02 UhrAntworten

    hallo carlos,
    ich denke, dass es für newcomer sehr wichtig ist, eine art omnipräsenz in den downloadshops zu erreichen! zum einen, weil es einen professionellen eindruck macht, wenn eine junge band sagen kann "kauft unsere musik bei iTunes, musicload und und und - wo ihr möchtet" und zum anderen sagst du ja selber: interessierte müssen die möglichkeit haben, schnell! an die gewünschte musik zu kommen. laut statistik sind die meisten online-musik-käufer sehr storegebunden. ich kaufe meine musik bpsw. nur im iTunes-Store und wenn eine band dort nicht verfügbar ist, ich aber ihre musik kaufen möchte, würde das für mich mehrarbeit bedeuten (bei einem anderen store anmelden, mich mit dem abrechnungsmodell auseinandersetzen etc), was doch recht unkomfortabel ist. im endeffekt entscheide ich mich in den meisten fällen gegen einen kauf - und so geht es vielen! die online-musikkäufer erwarten eben gerade den komfortabelsten weg, denn dafür bezahlen sie ja schließlich geld für die musik!

  • carlos (delamar)   20. Mai 2008   14:19 UhrAntworten

    Daran hatte ich in meinem Kommentar nicht gedacht, aber da hast Du recht. Je unkomplizierter für die Interessierten der Einkauf, desto wahrscheinlicher wird es zu einem Kauf kommen.

  • klaus denker   20. Mai 2008   21:49 UhrAntworten

    Moin

    Dienstleister zum Wohl. Cui bono. Doch wohl nicht zum Vorteil der vielen
    Musiker! Lächerlich. Das ganze System der Ausbeutung wird genauso
    beibehalten - es ändert sich das Portal u. ein bisschen die Preise.
    Wenn die Karre eingefahren ist - werden auch die Verträge schärfer.
    Also: die gleiche Masche. Oder glaubt ihr die machen etwas umsonst?

    Gruss, Klaus

  • Thomas Neumann   21. Mai 2008   11:25 UhrAntworten

    hallo klaus,
    mir ist nicht klar, was das mit ausbeutung zu tun hat. ich beschäftige mich bereits seit längerem intensiv mit anbietern wie dooload oder tunecore und muss doch sagen, dass ich solche angebote als musiker sehr begrüße! gerade für junge unbekannte bands ist das doch die chance auch ohne festen plattenvertrag in der digitalen welt "mitspielen" zu können. auch scheinst du dich mit den konditionen der anbieter noch nicht auseinandergesetzt zu haben. niemand hat jemals behauptet, dass es umsonst ist. natürlich möchten die unternehmen mit ihrem service geld verdienen und das auch zu recht! hast du dir schonmal einen mustervertrag durchgelesen? das solltest du vielleicht tun, bevor du hier unqualifiziert urteilst. ich bin mittlerweile extrem kritisch gegenüber leuten, die jedem musikschaffendem unternehmen ausbeute vorwerfen! ich denke hier sollte mehr differenziert werden!

  • klaus denker   21. Mai 2008   20:45 UhrAntworten

    Hi Thomas

    Zur Zeit ist diese Form als Podest, neu. Sobald hier die Empirie greift,
    kommen die BWL - Leute und dann wird gefeilt. Es hat etwas mit Vertriebswegen zu tun. Erst heute, dann morgen u. übermorgen..., es geht mir nicht um einen " Mustervertrag " zur Zeit.

    " Entfernte Bekannte und Geschäftspartner sind schlechte Ratgeber, denn sie sind nur an dem interessiert, was sie selbst voran bringt. Dein Erfolg muss nicht zu den Dingen gehören, die ihnen einen Vorteil verschaffen. " © delamar. Aus: Warum Kreative nicht auf andere...

    Gruss, Klaus

  • carlos (delamar)   22. Mai 2008   00:17 UhrAntworten

    Die Konzepte der verschiedenen Plattformen sind sich im Endeffekt ähnlich und es gibt eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten, die allesamt einen Blick wert sind, um seine Musik anzubieten:

    Neben den bereits oben genannten sind mir noch bekannt: Amiestreet, Kazzong, Finestune, iMusicians oder rebeat digital. (Im Übrigen findet Ihr weitere Infos hierzu hier: http://www.localheroes-radio.de/nc/news/details/archive/2008/may/article/moeglichkeiten-des-online-vertriebs-der-eigenen-musik/)

    Was den Musikern jedenfalls immer klar sein sollte:

    1) Alle wollen mit ihrem Modell Geld verdienen.
    2) Das Problem besteht nicht darin, die eigene Musik anzubieten, sondern sie zu verkaufen.

  • Detlef Fink   26. Feb 2010   19:32 UhrAntworten

    Aus den AGB von Dooload:

    Die Bereitstellung des Dooload Netlabel Service kostet 2,99€ im Monat, zahlbar vorab für ein Jahr. Aktuelle zeitlich begrenzte Rabattaktionen (z.B. Netbankspecial - 12 Monate kostenlos o.ä.) und deren Sonderkonditionen finden Sie online auf unserer Homepage www.dooload.de. Für diese Servicepauschale können bis zu 5 Releases veröffentlicht werden. Soll eine größere Stückzahl veröffentlicht werden, müssen die Konditionen hierfür bei Dooload erfragt werden.

    Wo ist hier die Rede von "verrechnung mit Einnahmen"??

  • Gordon   15. Mrz 2010   10:03 UhrAntworten

    Moin!

    Also, dazu muss mal klar sagen, dass ich 2,99 € sprich 36 €/Jahr nicht mal für redenswert halte.
    Wenn ich daran denke, was das Equipment kostet um überhaupt quallitativ hochwertig Musik zu produzieren.

    Und aus marketingsicht sei doch auch anzumerken, dass es wol kaum Sinn macht für Newcomer sofort oder innerhalb eines Jahres gleich 50 Songs zu veröffentlichen. Erst mal kleine Brötchen backen un abwarten, ob die Songs überhaupt jemand hören will.

    So kann man erstmal sehen, ob man musikalisch etwas ändern sollte um Kunden zu gewinnen. Ich würde erstmal Zeit in die Produktion und Komposition eines echten, hitverdächtigen Titels investieren. Wenn Der dann einschlägt, hat man die "Kosten" um Welten wieder raus. Und zudem sind die Kunden dann schon hungrig auf den nächsten Song.

    Wundert mich nur, dass hier scheinbar keiner denkt. Qualität statt Quantität. Welcher akt. Chartstürmer veröffentlicht denn mehr als 3-4 Hits im Jahr bzw. mehr als ein Album? Wäre Kaufmännisch gesehen auch Schwachsinn.

    Nebenbei gesagt kann man natürlich auch seine Demos an zich Labels schicken. Wenn ich dann aber an die Kosten für CD's, Bookletdruck/Erstellung und Coverdesign und an die Chance überhaupt einen Vertrag zu bekommen denke, in dem man deutlich weniger für seine Werke erhlten wird, erscheinen mir 36 € als nicht mal nennenswert.

    Gruß,

    Gordon

  • Patrick   16. Mrz 2010   16:11 UhrAntworten

    Grüß euch!
    Hab hier mal ne Frage:
    Wenn man hier z.B. bei Dooload etc. seine Musik anbietet wird diese dann nur digital verkauft oder sollte man doch Cd`s herstellen dafür;
    oder kann man sich das aussuchen auf den jeweiligen Portalen?

    greetz

  • Thomas Neumann   07. Jun 2010   14:32 UhrAntworten

    Wow, noch 2 Jahre nach Beginn, ist die Diskusiion noch aktuell..

    @ Patrick: Deine Frage bezieht sich auf zwei unterschiedliche Bereiche: digital & physisch. Generell haben wir hier über den digitalen Vertrieb gesprochen. Die Rechte für den physischen Bereich behälst Du weiterhin. Ob Du dann zusätzlich CDs pressen lassen möchtest, liegt in Deinem Ermessen, ist finanziell gesehen allerdings deutlich aufwendiger. Aber auch hier gibt es Anbieter, die das zusätzlich zum digitalen Vertrieb anbieten. Auch hier ist Dooload sehr günstig und Du kamnst bereits Mengen ab 500 Stk. pressen lassen. Den Service habe ich mittlerweilse auch genutz und war zufrieden. Hier der Link zum "CD Tool" (so heißt das bei der Plattform): http://www.dooload.de/main/html/artisttools/presskit.php

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN