Sprich dich aus: Wie übst Du mit deinem Instrument?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Wie übst Du mit deinem Instrument?

Die Grundlagen für das Üben sehen wohl bei jedem Instrument gleich aus: Systematische Wiederholung bestimmter Teilaufgaben (ob eingebettet in ein ganzes Musikstück oder als Einzelübung) mit kontinuierlich steigender Schwierigkeit – bitte korrigiere mich, falls ich da falsch liege, jedenfalls sah das bei meinen Klavierstunden vor zwanzig Jahren so aus und ich schätze, dass sich das auf alles musikalische Lernen ausdehnen lässt. Doch wie sieht es mit den spezifischen Methoden für Instrument X aus? Welche Tricks hast Du auf Lager, die Anfänger, Fortgeschrittene und wer weiß, vielleicht auch Profis voranbringen? Hast Du Tipps, die eher indirekt mit dem musikalischen Lernen zu tun haben, aber dieses fördern?

Umfrage: Sprich dich aus

Ich kann mich erinnern, dass ich die einzustudierenden Etüden fast durchweg kurz vor knapp (immer ein, zwei Stunden bevor mein Klavierlehrer kam) wie ein Irrer in mein motorisches Gedächtnis prügelte. Irgendwie hat das ganz ordentlich funktioniert, aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ich mit anderer Trainingsmethodik mehr Engagement hätte entwickeln können. Oh well, zu spät, aber jetzt bist Du an der Reihe, den jungen (oder nicht so jungen) Wilden am Instrument ihrer Wahl mit Rat zur Seite zu stehen!

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Lesermeinungen (4)

zu 'Sprich dich aus: Wie übst Du mit deinem Instrument?'

  • Hirade   13. Nov 2014   07:49 UhrAntworten

    Gitarre: schwierige Passagen oder Griffe die ausserhalb der Normalität sind übe ich langsam, und wenn ich die mehrmals hintereinander fehlerfrei und sauber kann, lege ich die Gitarre ein paar Stunden weg. Später das Selbe nochmals. Vorzugsweise nehme ich eine klassische Gitarre, da auf dieser solche Dinge meist viel schwieriger sind zu spielen.
    Wenn's schneller geht, dann auch schneller.
    Und das Ganze über ein paar Tage verteilt, und plötzlich läuft's wie geschmiert :)
    Wenn das Zielinstrument dann auch noch die elektrische Gitarre ist, spielt es sich dann um so leichter.

  • fatman   14. Nov 2014   19:22 UhrAntworten

    Ich bemühe mich an drei Instrumenten Gitarre, Bass und Keyoard zurecht zu kommen. Bisher habe ich noch keine Zauberformel gefunden, d.h. ich muss üben, üben, üben. Erst langsam, um exakt zu spielen, schneller wird man dann von alleine. Ganz beonderen Wert lege ich dann auf den Ausdruck, denn exakt und schnell spielen reicht nicht! Dafür würde "Midi" genügen. Ich höre dann oft die gleiche Musik, von verschiedenen Interpreten gespielt. Z.Bsp. Blues mit Gary Moore (rip) versus Eric Clapton oder Klassik Vanessa Mae versus David Garrett etc. Nach der Technik beginne ich dann an meinem eigenen Ausdruck zu arbeiten. Ich denke nur so kann man originäre Musik schaffen.

  • Gerry   15. Nov 2014   18:13 UhrAntworten

    Ich habe mich über 30 Jahre an mehreren Instrumenten versucht. Bin hauptsächlich Schlagzeuger. Ich glaube an regelmäßigem, langsamen aber präziesen Üben (schnell kommt von alleine; siehe Hirade)kommt niemand vorbei! Wer beim Spielen noch großartig denken muss und sich nicht auf sein "Muscle Memory" verlassen kann, hat zu wenig geübt.
    Ich möchte nochmal (auch wenn´s offenbar nicht sehr beliebt zu sein scheint; vor allem bei Gitarristen ;-) ) auf die enorme Wichtigkeit des Übens mit Klick, Klicktrack oder Echo/Delay hinweisen. Wer nicht in der Lage ist, so exakt wie möglich auf einen Klick zu spielen, wird auch nie in der Lage sein, sich auf sine Mitmusiker einzustellen!! Es geht nicht darum, wie eine Maschine zu spielen (was man uns Drummern schonmal vorwirft), sondern in der Lage zu sein, exaktes Tempo oder das viel zitierte "Micro Timing" beurteilen und steuern zu können!!! Wenn ich nicht erkenne, wann etwas maschinell exakt ist, kann ich auch kein Micro Timing etablieren. Und wenn ich noch einmal den Satz höre:"..Drummer, die mit Klick spielen, können nicht grooven..", raste ich aus ;-))) Natürlich muss man das auch üben......
    Mädels & Jungs - viel Spaß beim Musizieren!!!!!!

    • ORI$ON TIDE   16. Nov 2014   13:32 UhrAntworten

      "Drummer, die mit Klick spielen, können nicht grooven"?

      Wer sagt denn sowas? Hab ich eigentlich noch nie gehört.
      Und persönlich bewundere ich Drummer, die - besonders live bei "Höllenlärm" und oft völlig unrhythmisch klatschendem Publikum außenrum - exakt zum Klick spielen können!
      Ich bin ganz deiner Meinung: Erst mal muss man exakt spielen (und das auch hören) können, um dann auch gezielt Mikro-Timing einbauen zu können.

      Leider kommt bei mir das Üben (Klassische Gitarre, E-Gitarre, Keyboard - und ein kleines bisschen Drums) seit Jahren zu kurz. Vor 20 Jahren war ich bestimmt noch 3 Mal so schnell auf der Gitarre unterwegs... aber wenn ich heute überhaupt mal genug Zeit für Musik finde, spiele ich lieber neue Songs ein statt zu üben - naja, ein bisschen Übung ist das dann ja auch. Schließlich muss (will) ich das Zeug ja auch so lange aufnehmen, bis es wirklich passt :-)

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