Sprich dich aus: Welche Abhöre nutzt Du?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Wie hörst Du deine Produktionen ab?

Studiomonitore sind Lautsprecher, die sich insofern von HiFi-Boxen unterscheiden, als dass sie stärker darauf getrimmt sind, einen neutralen Klang zu liefern. Das heißt zunächst, dass sie weder Bässe, Mitten oder Höhen überbetonen sollen. Zudem sollen einzelne Klängen im Stereofeld gut lokalisierbar sein, hinreichend separiert von den übrigen Sounds.

Das gilt auch für das Spannungsfeld zwischen »nah« und »fern« erscheinenden Schallereignissen – für die Tiefenstaffelung. Zudem ist die akkurate Abbildung der Dynamik (aka Impulstreue) und damit eine reaktionsschnelle Darstellung der Transienten wichtig.

Passend dazu: Kauftipps für Studiomonitore »

Du solltest nicht erwarten, mit Lautsprechern aus der untersten Preisklasse 1A-Mischungen für Hochglanzproduktionen oder anspruchsvolles Mastering hinzubekommen. Dennoch zeichnet sich eines deutlich ab: In den letzten Jahren erschienen mehr und mehr Lautsprecher für kleines Geld, die mitspielen können.

Wir hatten überraschend viele Modelle in der Redaktion, bei denen es noch vor knapp einem Jahrzehnt gerechtfertigt gewesen wäre, mindestens das Anderthalbfache, wenn nicht das Doppelte zu zahlen.

So gibt es mehr und mehr Grund zur Annahme, dass so günstige Boxen zumindest für das Mixing einer Demo-CD, für die Abstimmung meiner Tracks zur späteren Beschallung von Veranstaltungen und ähnliche Aufgaben sehr gut geeignet sein können. Für Songwriting, Komposition, DJing, Videoschnitt & Co. ohnehin.

Jetzt bist Du am Zug

Welche Modelle hast Du im Einsatz? Oder besser: Für exakt welche Zwecke setzt Du welche Monitore in welcher Preisklasse ein? Nutzt Du Kopfhörer zum Abmischen? Wenn ja, tust Du das ergänzend zum Abhören per Lautsprecher oder gar ausschließlich?

Sprich dich aus, die delamari und das ganze Team sind sehr interessiert an deinen Erfahrungen! :)

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Lesermeinungen (42)

zu 'Sprich dich aus: Welche Abhöre nutzt Du?'

  • flo   03. Dez 2013   11:48 UhrAntworten

    Ganz ehrlich: ich höre, schneide und mische unsere 8 Kanal proberaumaufnahmen mit In-ear kopfhörern der unteren mitterlklasse. Ich kenne die Eigenschaften dieser Dinger (tiefbassbetonung etc) gut und vertraue zudem auf einen guten Analyser (fab Filter EQ). Zur endkontrolle dient das gute alte Auto Radio :-) Für diesen Zweck reichts und mit genug Erfahrung hab ich selbst damit solide mischungen unsere Albumaufnahmen hinbekommen (nur zum spass, den richtigen mix machen wir im Studio). Meiner Meinung nach ist das Ohr, die Erfahrung und eine gute Software+plugins viel Wert. Ich nutze samplitude pro x suite

    • Jonas Haffke   03. Dez 2013   13:34 UhrAntworten

      Ganz ehrlich: Ich mache das im Prinzip genauso. Und dabei handelt es sich nicht einmal nur um Proberaumaufnahmen.
      Ich habe in jüngster Vergangenheit externe Songs und EPs mit In-Ears für 23 Euro (Sennheiser CX-150) gemischt und abgegeben. Vor 3-4 Jahren habe ich auf ESI nEar 08 Monitoren angefangen, die mittlerweile nicht einmal mehr angeschlossen sind. Auch die offenen oder halboffenen (weiß ich gerade nicht genau) Bose Kopfhörer liegen kommen nicht zum Einsatz. Das Ganze funktioniert halt bis zu einem gewissen Grad, weil ich
      1. die Dinger in und auswendig kenne,
      und 2. Referenztrack eine Riesenhilfe fürs Abhören wie für das Arbeiten mit dem Analyzer sind.

      Natürlich wären die Ergebnisse langfristig besser mit einer amtlichen Abhöre. Die In-Ears sind voll geschlossen und alles andere als linear. Ich werde so nie 100% aller Störfrequenzen beseitigen können oder die perfekte Tiefenstaffelung herausarbeiten können etc., aber ebenso wenig kann ich als 20-jähriger Student mir eine gute Abhöre leisten (nur eine solche kommt in Frage, da ich nicht 2x bzw. dann 3x kaufen will), noch die nötigen akustischen Raumverbesserungen. Selbst wenn dies alles vorhanden wäre, kann ich als WG-Mitbewohner die Anlage nicht annähernd auf Betriebslautstärke fahren. Somit bleibt (zur Zeit) nur der Weg über die Kopfhörer.

      • Watson   17. Dez 2013   08:51 Uhr

        Ganz ehrlich, wenn ihr mir erzählen wollt, dass ihr unsere Songs mit 'nem InEar abmischt, such ich mir jemand anderem zum Mastern.

  • Maximilian Rosin   03. Dez 2013   11:54 UhrAntworten

    Nubert NuPro A-20. Ich persönlich feiere die Teile, bin aber immer noch auf der Suche nach kritischen Meinungen von erfahreneren Leuten bezüglich des Einsatzes als Studiomonitor.
    In Sachen Neutralität stehen sie Monitoren namenhafterer Hersteller in dieser Preisklasse in nichts nach soweit ich weiß; durch integrierten DSP reicht sie trotz ihrer Größe auf etwas unter 40 Hz (-3dB) ab. Dynamik ist wohl auch gut. Zu Auflösungsvermögen (und damit Ortbarkeit) fehlen mir hinreichende Vergleiche.
    Persönlich stört mich nur die Latenz, die der DSP mit sich bringt. diese liegt zwar nur bei 4ms, erhöht aber eben die Gesamtlatenz - mit Pech über einen unkritischen Wert hinaus.

  • Mike   03. Dez 2013   11:57 UhrAntworten

    Ich nutze KRK Rokit 6 G2 und hoffentlich im Laufe nächsten Jahres den passenden Sub dazu. Zum Gegenhören dient die Surround-Anlage im Wohnzimmer, das Auto-Radio, Apple in-ears (weil die weit verbreitet sind) und Beyerdynamic Kopfhörer.

  • SixtyFourAndTwo   03. Dez 2013   11:59 UhrAntworten

    Ich arbeite mit dynaudio bm5a-mkII, produziere aber viel klassik, was halt noch mal einen anderen Anspruch an die abhöre stellt. Würde ich mich nur im pop-bereich rumtreiben, dann hätte ich wahrscheinlich gespart und was aus der f-serie von Adam genommen. Gibt im Bereich unter 500€ wirklich erstaunliche kistchen!

  • Maximilian Rosin   03. Dez 2013   12:00 UhrAntworten

    Als Kopfhörer nutze ich - und ich schäme mich nicht dafür - den Beyer 770 pro. Zugelegt habe ich ihn mir für eine gute Tiefenstaffelung, hoher Auflösung und um Tiefbass abzuhören. Dieser ist zwar deutlich betont, aber ich höre immer im Vergleich mit jeweiligen Referenztracks die das rüberbringen, was ich mit meinen Sachen erreichen will. Außerdem hab ich so versucht, das Thema aus der Welt zu schaffen dass mir mein Sound beim Produzieren keinen Spaß macht. Wenn meine Augen zu gehen und die Mundwinkel gen Ohrläppchen streben weiß ich dass ich richtig liege - und dazu will ich eben etwas mehr Fundament.

  • Bartman99   03. Dez 2013   12:02 UhrAntworten

    hey ich nutze fast ausschliesslich meine beyerdynamik dt 770 pro aus kosten gründen und für den bass berreich nehm ich die krkvxt8 eines freundes
    ich überlege mir zu weihnachten ein paar Avantone Audio MixCubes zu holen die sollen wohl ganz gut im Mittenberreich sein was haltet ihr von der idee

    gruss

  • Paul Schulz   03. Dez 2013   13:16 UhrAntworten

    HS50M

  • Heiko   03. Dez 2013   12:22 UhrAntworten

    Ich finde es am Wichtigsten, dass man seine Monitorboxen kennt. Mit der Erfahrung mischt man am besten.

    Habe auf den ESI Near 05 gestartet, dann lange Zeit auf dem Superlux Kopfhörer. Wenn man seine Mixe auf verschiedensten Anlagen anhört (Küchenradio), bekommt man irgendwann raus, wo die Defizite der eigenen Abhöre liegen und kann diese dann ausgleichen. Allerdings denke ich, dass man mit guten Abhören viel schneller ans Ziel kommt und weniger Fehler macht.

    Als nächsten Evolutionsschritt hätte ich gerne die A7X von Adam oder die Neumann KH 120 A. Aber dafür müssen erstmal die Räumlichkeiten stimmen....

    • DJ Sven Cuber   05. Okt 2016   21:33 UhrAntworten

      Die Neumänner kann ich nur empfehlen ;)

  • Andreas Eberhardt   03. Dez 2013   12:38 UhrAntworten

    Hätte ja gerne nen Pärchen Adams oder Genelecs, im moment bleibt es bei den NS10M und den Lautsprecher Teufel Omintons ....

  • Michael Schmitz   03. Dez 2013   12:53 UhrAntworten

    HS80 :-)

  • DJ La Mano   03. Dez 2013   13:06 UhrAntworten

    Event 20/20 passiv
    Behringer 1C
    PA-Boxen
    PC-Lautsprecher
    Beyerdynamic DT-990 Pro

  • audiobus   03. Dez 2013   14:06 UhrAntworten

    Ich nutze die Focal Professional CMS 40 , klingen für mich um einiges neutraler als die Genelecs in diesem Preissegment.

  • David   03. Dez 2013   14:24 UhrAntworten

    Samsung Resolv A8

  • AncestralGates   03. Dez 2013   16:49 UhrAntworten

    Ich nutze die KS Digital C88 und bin absolut zufrieden mit ihnen. Ich mische damit Demo-Songs für meine Band ab. Sie haben einen besonders klaren Gesamtsound.

  • Marcel Fünkner   03. Dez 2013   17:17 UhrAntworten

    M-audio DSM1 und M-Audio BX8

  • daniel   03. Dez 2013   22:29 UhrAntworten

    dynaudio bm6a mkll, nicht die günstigsten, aber wenn ich mir was anschaffe soll es auch qualitativ und langlebig sein. dazu einen sub von adam. für meine zwecke reicht das (erst einmal).

  • kelvyn   04. Dez 2013   09:03 UhrAntworten

    KRK RoKit 5 G3

    Ich hab PSI A17m und Quested mid fields... Wollte ein klein set und hab den RoKits probiert und mich nachher gefragt warum ich so viel geld fuer mein boxen ausgegeben habe.. Die sind naturlich sehr sehr gut aber fuer €300 haben die RoKits ein ueberraschender gute klang geliefert.

    Fuer tracking und rough mixes echt gut....

    Sorry mein Deutsch ist nicht so gut!

  • Mic Oechsner   04. Dez 2013   10:26 UhrAntworten

    Interessante Diskussion - keiner hat bisher JBL Control 1 erwähnt (meine "kleine" Abhöre). Wenn man die Dinger gut kennt, reicht das völlig, um einen vernünftigen Sound zu basteln. Ich kontrolliere allerdings zusätzlich über zwei verschiedene Kopfhörer (Bayer DT 770 und einen billigen Sennheiser). Als "grosse" Abhöre habe ich noch aus den 80ern zwei wunderschöne Linn Nexus mit Steinfuss stehen. Das ist für mich die ideale Kombination - hin- und herschalten zwischen den Systemen bringts!

  • SixtyFourAndTwo   04. Dez 2013   10:32 UhrAntworten

    @Kelvyn
    Du hast PSI a17m und kaufst zusätzlich rokits? Das finde ich ja extrem erstaunlich, weiß ja nicht,was du für Musik produziert, aber für alles, was feinzeichnung, tiefenstaffelung und transientendarstellung erfordert, sind für mich die rokits total durchgefallen. Und die a17m sind doch schon nahfeldmonitore? Klar, wenn man electro/HipHop usw produziert, sind die quested und PSI natürlich völliger overkill.

  • jatzemann   04. Dez 2013   12:36 UhrAntworten

    habe mir vor ca. einem jahr die tannoy reveal 601a (für knapp über 300,- das paar!!) zugelegt und bin absolut zufrieden.

    bereich: komposition, guide-tracks, film- / werbemusik

    die dinger scheinen allerdings nicht besnoders populär zu sein?!

  • ripley   04. Dez 2013   13:21 UhrAntworten

    Ich hatte einige Zeit auch die JBL Control 1 und verwende jetzt Tannoy Reveal 501p. Ich werde jetzt auf die 601p umsteigen (aktiv brauche ich nicht) und die Control 1 zum "Gegenhören" verwenden. Wenns auf den JBL brauchbar klingt, funktioniert es auch im Auto, am PC oder in der Küche....

  • daniel   04. Dez 2013   13:41 UhrAntworten

    an die nutzer von tannoy, jbl & krk: ich habe die lautsprecher von jbl und tannoy noch nicht probegehört, aber ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie man damit sauber produzieren kann.
    ich habe bei session music frankfurt und walldorf etliche lautsprecher angehört(von adam über genelec, focal, dynaudio, krk... ) und habe mich vor ca einem jahr für die dynaudio entschieden, weil die anderen boxen (im preissegment bis 1000euro/stück) matschig und unsauber klangen.
    bitte um infos wie ihr es hinbekommt mit derart günstigen lautsprechern sauber zu mischen.
    viele grüße

    • ripley   05. Dez 2013   13:31 UhrAntworten

      Das ist wie bei allem eine Frage des Budgets und des persönlichen Anpruchs.

    • nevian   05. Dez 2013   16:08 UhrAntworten

      gibt auch (passive) Tannoys, die sind bzw. waren mal(!) nicht ganz so günstig :) Das beste wird heutzutage leider nicht mehr gebaut...

  • Ramon Smith   04. Dez 2013   18:12 UhrAntworten

    Genelec 8030AWM - schön frequenzlinear. Besonders gut, um die Höhen brilliant, aber nicht spitz zu machen.
    und
    Rhines Customs Stage 3 - Impulstreue und Ortbarkeit, dass einem schwindelig wird! Da weiß man, wo was sitzt und ob es dort sitzt oder im fiesen Phasensumpf schwimmen gegangen ist :D

  • Raphael   04. Dez 2013   19:37 UhrAntworten

    Ich benutze von Genelec die 1029 A und bin mit denen soweit ganz zufrieden. Ich habe natürlich auch noch die Akustik an meinem Abhörplatz dahingehend optimiert, dass ich hier keine störenden Reflexionen habe.
    In letzter Zeit mische ich jedoch auch immer öfter mal mit Kopfhörer (z.B. irgendwelchen In-Ear Dingern, AKG K 240 DF oder Beyer Dynamic DT 231 PRO...also eher preiswertes Zeugs.
    Zum Gegenhören höre ich gerne im Auto oder auf meiner 0-8-15 Stereoanlage.
    Persönlich finde ich neben den Abhören selbst viel wichtiger, dass man auch mit dem Raum ansich arbeitet. Was nutzen einem extrem lineare Monitore, wenn der Raum an der Abhörposition störende Moden hat?

  • Mex   05. Dez 2013   21:23 UhrAntworten

    Das man von Hifi-Boxen nicht erwarten solle, professionell mischen zu können, finde ich prinzipiell als eine sehr falsche Aussage !

    Es spielt zunächst eigentlich gar keine soo gewichtige Rolle, ob man nun mit luxuriösen JBL's oder Hinz&Kunz- Monitoren arbeitet.
    Wenn man den Sound seiner Abhöre (hinsichtlich seiner Unfeinheiten) auch nicht genauestens kennt, wird damit auch nicht unbedingt bessere Ergebnisse erzielen, als mit 0815-Monitore.
    Es ist aber etwas ganz anderes, wenn man über die Jahre hinweg seinen Sound mit allen seinen Unfeinheiten über die (meinetwegen 0815) Abhöre sehr gut kennt, denn dann wird man auch darüber amtliche Abmischungen machen.

    Kennt man seinen Kopfhörer gut, dann wird man auch über Kopfhörer amtliche Ergebnisse erzielen. Lediglich um die Bässe zu beurteilen, sollte man aus akustischen Gründen keine Kopfhörer als Referenz verwenden. Da setzt man sie halt ab, geht mal in den Raum rein und lauscht, wie sich der Bass mind. 3-5 Meter von den Abhören entfernt, wirklich im Raum verhält.
    Es ist überhaupt eine sehr ratsame Methodik, den Mix auch öfter mal im Raum mit großzügiger Entfernung abzuhören, als sich nur auf das Nearfield zu konzentrieren.

    Schall optimierte Regieräume und ganze Monitorflotten sind natürlich was ganz feines und liefern optimalste Ergebnisse in einer professionellen Studioumgebung- aber sie sind eben auch nicht immer so Realitätsnah, denn der Konsumer am anderen Ende der Leitung hört die Dinge unter anderen, wesentlich schlechteren Bedingungen in seinem Zimmer Zuhause über Hifi-Boxen oder auch PC- Lautsprecher.

    In guten Studios wird dieser Umstand des Hörens der Konsumer und deren Equipment sehr wohl bedacht und dahingehend bei der Abmischung einbezogen.
    So finden sich dann neben entsprechende Studiomonitore auch oft ganz gewöhnliche Hifi-Boxen, PC- Speaker usw. und es gibt einige Tonmeister, die sogar das Abhören über klein dimensionierte HiFi-Lautsprecher mehr Aussagekraft beimessen, als über die teuren JBL's auf der Konsole.

    Ich pflichte diesen bei, denn auch ich finde, wenn es nicht auf einer HiFi-Box im Wohnzimmer und der obligatorischen Party gut klingt, dann nützt einem ein perfekter Klang über einen edlen Monitor im Regieraum auch herzlich wenig ;-)

    Das wollte ich damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, das ich die Aussage im Artikel "über HiFi-Boxen keine professionellen Ergebnisse erwarten zu sollen" für daher sehr falsch halte !

    Ich benutzte in meinem kleinen Reich ein Pärchen Neumann KH 120 als Nearfields, 2 AEG Z500 Standboxen, jeweils einen AUX mit Kenwood und Schneider Hifi-Boxen und kleine popelige Logitech PC-Speaker zum Gegenhören, so wie während des Kompositionsprozess und Pre-Mixing einen AKG 272 HD.

  • Moritz   05. Dez 2013   21:58 UhrAntworten

    Event Opal als Hauptabhöre in Kombination mit ordentlicher Raumbehandlung von MB-Akustik. Zum Tracking und auch was die Mixkontrolle angeht Beyerdynamic DT-770 Pro und AKG K-601.
    Stimme allen zu, dass man seine Boxen einfach gut kennen muss um Schwächen zu kompensieren oder Überbetonungen abzufangen. Allerdings kann man nichts kompensieren, was man nicht hört - Erfahrung hin oder her, manche Details im Mix wie Stereobild, Tiefenstaffelung etc. kann man schlecht nur basierend auf "ich weiß, dass meine Boxen da Defizite haben und mische entsprechend" wirklich gut hinbekommen.
    Ich habe auch mit KRK Rokit 5ern angefangen, dann kamen Behringer 1031er (Genelec Nachbau) und mit letzteren habe ich nach einiger Zeit gute Ergebnisse erzielt. Als ich auf die Event umgestiegen bin war's am Anfang echt Kraut und Rüben und ich habe etwas gebraucht mich an die ganzen neuen Klanginformationen im Mix unter zu kriegen.
    Danach - AHA Effekt =)

  • Sogyra   06. Dez 2013   05:58 UhrAntworten

    Na dann oute ich mich auch mal:
    Als Hauptabhöre dienen mir 2 C5 Coax von KSdigital, in Kombination mit einem Nubert Subwoofer: AW 441. Alle 3 Boxen stehen auf Ständer. Die bestmögliche Aufstellung wurde vorab durch Messungen ermittelt. Dannach kam ein richtiger Studiotisch zum Einsatz. Zwar selbst gebaut, aber professionell umgesetzt, weil wir zuvor anhand eines Dummys die richtige Position und noch wichtiger, die optimalsten Winkel der Schrägen ermittelt haben. Raumakustikelemente sind sowieso Pflicht, und als Feintuning dient mir VSTHost mit REA-Eq's zum glattbügeln diverser Frequenzen. Die Messergebnisse haben gezeigt, das ich Frequenzmäßig zu ~90-95% im Bereich von +/- 5db liege, die Erstreflektionen bewegen sich größtenteils bei -30db und die Nachhallzeit ist größtenteils im Bereichs des Studiostandarts. Lediglich die 30Hz-Mode ist noch vorhanden, welche ich mit dem EQ aber gut entschäft habe. Ein HH-Resonator würde sicher nicht schaden, aber ich hab fast keinen Platz mehr, und so extrem ist das wummern auch nicht mehr.
    Kopfhörer: da setz ich nach wie vor die K701 ein, aber nur auf Einzelspuren-und nur Nachts. Da muß ich dazu sagen, das ich im Programm "VSTHost" auch ein Preset für die Kopfhörer angelegt habe, weil mir die Basswiedergabe nicht so richtig gefällt. Die Höhen hab ich auch etwas bei 12Khz entschärft.
    Soweit zur Audiokonfiguration.
    Für Videogeschichten hab ich einen separaten Rechner, und dort ist eine M-Audio Delta 24/96 drin. Daran angeschloßen ist ein Verstärker von NAD(C340), und an deren Ausgänge hängen 2 top restaurierte BR50 von RFT(Gaithain).
    Was ich NICHT(mehr) verwende: Monitorcontroller! In Totalmix ist die Lautstärke fest auf 83db eingestellt, und da änder ich auch nichts dran.
    P.S.: früher hab ich mich nur auf die Ohren verlassen, aber als ich Messergebnisse gesehen habe, verlasse ich mich nurnoch auf deren Grafiken, und pass mein Gehör entsprechend an. Alles andere ist mir zu subjektiv.

    • McDjBoahEy   07. Dez 2013   01:27 UhrAntworten

      Sei mir bitte nicht böse aber wenn man seinen Augen mehr vertraut als seinen Ohren, der kann Emotionen auch chemisch kalt und unromantisch erkären. Ist das dann aber ein Romantiker oder Chemiker ???
      Ich finde das gerade Musik etwas wie Schönheit ist das sich nicht messen lässt. Sie liegt vielleicht im Auge des Betrachters aber oft ist doch viel wichtiger wie man etwas sagt als das, was man sagt !

      • Sogyra   07. Dez 2013   17:08 Uhr

        Du kleiner Romantiker gg ich spreche von Messergebnissen der Raumakustik!
        Musik mache ich selbstverständlich mit den Ohren-wie sonst?

  • SixtyFourAndTwo   06. Dez 2013   10:29 UhrAntworten

    @daniel
    Das hätte ich ja Wort für Wort selber schreiben können, hab meine dynaudios auch nach langem testen im session Frankfurt gekauft, genau aus dem genannten Grund: alles andere im mittleren Preisfeld matscht oder ist einfach dünn. Klar kann man auf jbl und krk total super mischen, da klingt nämlich alles sowieso nach Badewanne und "schön", kritische mittenanalyse fehlanzeige. In Kombination mit ns10 oder cubes könnte man das ausgleichen, aber das ist irgendwie nicht Sinn der Sache. Wenn man das dann noch auf dem Autoradio und der eigenen hifi-anlage abhört (beide garantiert auch mit Badewanne) dann ist man sich sicher, dass es ausgeglichen ist... Das kann man sich wirklich nur im Hobbybereich leisten.

  • KP-Studio Pfungstadt   16. Sep 2016   12:27 UhrAntworten

    Ich nutze je nach Material verschiedene Möglichkeiten, das Aufräumen des Materials mache ich gerne mit dem Kopfhörer AKG 271 MK2, manchmal mixe ich auch mal damit, wie gesagt kommt auf das Material an, Mix und Endmix meistens mit KRK Rokit 8 und gerne mixe ich Elektronische Musik mit Headphones HD-880 ein 25.-€ günstiges Model von Thomann.

    Wie manche Kollegen schon geschrieben haben kommt es darauf an wie gut man seine Abhörmöglichkeiten kennt und einsetzen mag. Bei mir hat es auch eine Weile gedauert es so zu nutzen.

  • Patrick   17. Sep 2016   15:45 UhrAntworten

    Hi! Ich arbeite zur Zeit noch mit Kopfhörern. Ich weiß, sollte man eigentlich nicht machen, aber geht momentan halt nicht anders. Dafür nehme ich gerne mal hochwertige Kopfhörer von AKG und Shure (fragt mich aber bitte nicht nach den genauen Bezeichnungen, da müsste ich jetzt raten). Wenn's am Abend am Lapptop mal schnell gehen muss, greife ich auch gerne mal zu meinen handelsüblichen Kos Porta Pro Kopfhörern, mit denen ich schnell mal die Endmixes abhöre, selbstverständlich mit Referenztracks zum Gegenchecken. Zur Zeit wird jeder Cent, den ich verdiene, für ein Mischpult angelegt und wenn dann noch was übrig bleiben sollte, investiere ich sicher auch in eine gute Abhöre, wobei mich die HS-Nahfeldmonitore von Yamaha anlächeln.

    • nevian   19. Sep 2016   12:51 UhrAntworten

      Hi Patrick,

      will Dir gerne "meine persönliche" Empfehlung geben:

      Bzgl. des Mischpultes..... Überlege bitte WIRKLICH ganz genau, wofür und wie Du das in Deinem Workflow (ge)brauchen würdest - und ob nicht eine Lösung aus einem guten(!) DAW-Controller (oder Controller-Keyboard) + passendem Audio-Interface (mit genügend Inputs für alle externen Klangerzeuger) vorteilhafter wäre.

      Im Grunde ist heutzutage ein Mischpult (im Studio!) eher Platz- und Geldverschwendung, wobei sich der Nutzen meistens stark in Grenzen hält. Oder um es mal anders auszudrücken: Meistens ist es eher Ballast - vor allem auch, wenn man gerade erst in der Startphase ist. Es gibt eigentlich nur bestimmte Ausnahmefälle, bei denen ein Mischpult Sinn machen könnte.

      Normalerweise ist das Budget sonst immer an anderen Baustellen effektiver einsetzbar, es sei denn...
      - ... man benötigt den Hardware-Mixer auch für den Live-Einsatz
      - ... oder man ist grundsätzlich eher der "Technik-Oldschooler" (um nicht zu sagen Dinosaurier ^^) und arbeitet (aus welchen Gründen / Überzeugungen auch immer) eigentlich kaum mit dem Rechner bzw. nur so spärlich wie möglich.

      Schau Dir vlt. am besten zur Inspiration die Panorama Serie von Nektar an. Da kannst Du Dir ein gutes Bild machen, wie das Zusammenspiel aus Controller(-Keyboard) und DAW in der Praxis funktionieren kann, wenn ein Hersteller sich extrem viel Mühe mit der speziellen Integration seiner Geräte in verschiedene DAWs macht und grundsätzlich Wert auf ein durchdachtes Bedienkonzept legt. :-)

      Zu den Yamaha-Monitoren möchte ich noch sagen, dass die HS80M lange, lange Zeit praktisch die "Referenz" bzw. ohne Konkurrenz in diesem Preisbereich waren. Im Prinzip musste man für Speaker, die dann auch wirklich besser waren (sprich: für die nächste Liga) direkt eine 4-stellige Summe hinlegen. Dazwischen gab es praktisch nichts.

      Mittlerweile gibt es zwar die verbesserten Nachfolger HS8 (und die etwas kleineren HS7), doch inzwischen hat JBL womöglich die besseren Alternativen auf dem Markt. Hör Dir unbedingt einmal ganz unvoreingenommen die JBL LSR 308 an! Eine kleine Variante gibt es mit den LSR 305, klingen auch gut, doch wenn Du die HS8 toppen willst, dann vergleiche die mit den 308 und bilde Dir selbst ein Urteil. ;-)

      Beste Grüße und viel Spaß + Erfolg!

      • Patrick   19. Sep 2016   14:26 Uhr

        Hallo! Vielen Dank für deine Tipps. Was die Abhöre angeht: soweit ich weiß, sind die HS8 ja die Mittelfeldboxen, während HS5 und HS7 die Nahfelder abbilden. Hab mir beide beim Musikhändler meines Vertrauens ja schon mal angehört, wobei mir die HS7 da am besten gefallen hat. Und als Referenz-Tracks haben wir mit Jack Johnson gearbeitet. Die klingen recht ehrlich, neutral und unvoreingenommen gut. Genau das, wonach ich eigentlich gesucht habe. Konnte sie mir damals allerdings noch nicht so richtig leisten. Was das Mischpult angeht, so liebäugele ich mit dem Soundcraft Signature 22 MTK, allein deswegen, weil es Mixer und Interface in einem ist. Klarer Vorteil: ich kann's auch live verwenden und wenn's eine gute Session in einer guten Location ist, kann ich's auch noch auf verschiedenen Kanälen am Lapptop mitschneiden. Was das Arbeiten am Computer angeht, so hab ich zwar keine Probleme mit dem virtuellen Mischpult meiner DAW, aber irgendwie brauche ich etwas Handfestes dazu, wo ich weiß, dass ich da jetzt auch einen richtigen Regler oder Fader in der Hand habe. Hat gar nix mit Uralt-Mixer oder Dinosaurier zu tun, ich brauch so etwas einfach. :-)

      • nevian   22. Sep 2016   08:46 Uhr

        Ich mach es ganz kurz, weil ich weiß, wie es ist, sich schon bestimmte Geräte rausgepickt zu haben und bei näherer Betrachtung festzustellen, dass der Teufel manchal im Detail steckt :-)

        1. Deinen letzten Absatz verstehe ich VOLL UND GANZ und bin da ebenfalls Deiner Meinung, dass eine Bedienung mit echten Knobs und Fadern grundsätzlich von der Haptik nicht durch Mouse oder Touchscreen ersetzbar sind. Hier geh ich mit Dir absolut d'accord!

        2. Das von Dir auserwählte Mischpult jedoch - so gut es auch in seinen restlichen Features sein mag - ist als DAW Controller vollkommen unbrauchbar. Und zwar allein schon aus dem Grund, dass es keine Motorfader besitzt! Da kannst Du gerne 48 oder 56 Channels haben - das ändert nichts an der Tatsache, dass Du letztendlich größtenteils doch wieder freiwillig im Mixdownprozess auf die Maus zur Bedienung zurückgreifen wirst. Das wird Dir jeder mit Erfahrung bestätigen. Du hast ohne Motorfader einfach keinen Total Recall und selbst bei der kontinuierlichen Arbeit an einem Projekt wirst Du ständig zusätzliche Arbeit damit haben, entweder mit den Fadern Parameter-Werte abzuholen oder gar mit Parameter-Sprüngen leben müssen...
        Hinzu kommt, dass eben genau bei solcher Art "Controllern" gerade die Bedienung von VSTs/VSTis nahezu keine Berücksichtigung findet, vor allem bei 3rd Party (also nicht DAW-internen) Plugins! Und genau deshalb habe ich auf die Nektar Produkte verwiesen, weil dieser Hersteller einen komplett neuen, durchdachten Weg geht, den Du Dir erst einmal zum Vergleich anschauen könntest. Für den reinen Live-Einsatz ohne Rechner mag das Pult jedoch eine gute Wahl sein. Für den Studiobetrieb kranken solche Lösungen leider in der Praxis und bieten von der Bedienung her kaum einen Mehrwert.

        3. Woher hast Du das, dass die HS8 Midfielder wären? Das sind ebenso Nahfelder, ich hab nochmal extra nachgeschaut: Selbst Yamaha gibt sie auf der Produktseite als Nahfelder aus. Und die LSR 308 sind eben DIE Alternative - das spricht inzwischen sich auch verstärkt so langsam im Raum USA rum und wird auch hier in DE die Runde machen. Am besten auch hier: SELBST testen und vergleichen. ;-)

        Ist jetzt doch etwas länger geworden als geplant ^^ aber mehr sag ich dazu auch nicht mehr, denn entscheiden darfst Du zum Glück natürlich selbst. Ich hoffe trotzdem, ich konnte Dir bei der Entscheidung helfen.

      • Patrick   23. Sep 2016   12:03 Uhr

        Servus! Danke für deine Antwort. Vielleicht schaffe ich mir ja einen zusätlichen Hardware-Controller an, aber in erster Linie geht es mir wirklich darum, dass ich neben dem Pult auch ein zuverlässiges Multitrack-Interface habe, da kann ich den Verlust nicht vorhandener Motorfader durchaus verschmerzen. Danke auch noch mal für deinen Tipp mit dem HS 8, da muss mir wirklich ein Fehler unterlaufen sein oder ich hab da meinen Anbieter etwas missverstanden. Auf jeden Fall schau ich mir die von dir genannten Boxen noch mal genauer an. ;-)

  • DJ Sven Cuber   05. Okt 2016   21:39 UhrAntworten

    Neumann KH 120A, Liebe auf den ersten Ton ;)

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