Sprich dich aus: Kannst Du von deiner Musik leben?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Musik × Fleiß = Brötchen?

Natürlich hören wir im Umkreis unserer Redaktion immer wieder (und in den letzten Jahren vermehrt) Stimmen, die über das harte, wenn nicht unmögliche Leben eines Musikers berichten – gesetzt den Fall, dass die geneigten Klangkünstler ihren Lebensunterhalt komplett oder zumindest zum größten Teil mit ihrer Musik bestreiten wollen.

Aber wie sieht es bei dir aus? Bist Du in der Lage, dich über Wasser zu halten, ein normales Auskommen zu haben oder gar sehr gut zu verdienen? Gehörst Du zu denen, die es probiert haben, aber gescheitert sind? Wie dem auch sein mag: Was meinst Du, waren die Schlüssel für deinen Erfolg oder deinen Misserfolg?

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Ich kann leider nichts beitragen – nie wollte ich mit Musik Geld verdienen. Stattdessen schätze ich mich glücklich, in meiner Funktion als emsiger Redakteur und Chef vom Dienst bei delamar meine Nische gefunden zu haben. Eine wunderbare Schnittstelle aus meinen Leidenschaften des Musizierens und Produzierens, dem regen Interesse an Audiotechnik aller Art und einer gewissen Sprachkompetenz.

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Lesermeinungen (5)

zu 'Sprich dich aus: Kannst Du von deiner Musik leben?'

  • morrys   20. Aug 2015   12:23 UhrAntworten

    Ich hatte 18 Jahre lang als Profi ein recht gutes Auskommen mit meinem Einkommen ;-). Dann wurde ich 40 und dachte mir "Du bist zu alt für den Scheiß!" und habe wieder angefangen, einem "regulären" Bürojob nachzugehen. Und heute mit Mitte fünfzig denke ich "Mist, wärst du doch damals bloß drangeblieben!", weil ich in meinem Alltagsjob verkümmere und versauere. Musik ist mein Lebensinhalt und deswegen habe ich jetzt sogar angefangen, nebenberuflich noch Medienkomposition zu studieren. Es macht mir einen Heidenspaß, das ist genau mein Ding und nebenbei bemerkt bin ich über "delamar" darauf gekommen...;-)

  • vanhold   20. Aug 2015   18:44 UhrAntworten

    Ha, endlich mal ein lustiges Thema. Ob ich von meiner Musik leben kann? Ja, sicher, wenn der Brötchenpreis nicht steigt, reichen mir die 4 Semmeln im Monat. Ab und an sind es sogar 4 Mohnbrötchen die ich mir gönnen kann. Da ich aber weder Werbung mache, keine Konzerte gebe und auch in den asozialen Medien mich zurückhalte, ist das schon OK. Die Leute streamen eben lieber ihre Musik, als das sie Alben oder einzelne Tracks kaufen. This is the modern World! Bin aber immer noch/wieder am Ball und wenn ich dann mal auf einen Burger im Monat komme, dann mache ich mir auch einen Wikipedia-Eintrag. ;-)

  • Alan   21. Aug 2015   19:21 UhrAntworten

    Musik+Fleiß sind Allgemein noch nicht DIE Formel dafür, um sich mit der eigenen Musik durchs Leben schlagen zu können.
    Es spielen noch einige andere wesentliche Faktoren eine Rolle, um die eigene Musik zur baren Münze machen zu können.
    Neben der eigenen Qualität und Voraussetzungen, um gewissen Ansprüchen gerecht werden zu können, sind es gerade in den Anfängen die geschäftlichen Partnerschaften und Kontakte, die einem entweder zum Erfolg oder Misserfolg verhelfen.

    Eines habe ich in meinem Leben gelernt:
    Die kleinen Brötchen die man anfänglich bäckt, werden mit der Zeit immer etwas größer werden.
    Wichtig ist hierbei nur, auch wenn anfänglich kleine Brötchen gebacken werden, das man ein solides, handlungsfähiges Fundament als geschäftliche Kooperationsbasis hat.
    Erfolg ist immer das Zusammenspiel einer soliden Kooperation !
    Jeder kümmert sich um das, was er selbst am besten kann.
    Der Musiker um die Musik und der Geschäftsmann um das Geschäft.

    Ich habe einige Jahre meines Lebens damit verschwendet, von großen Dingen zu träumen und habe immer wieder Illusionisten und großen Rednern von noch größeren Visionen zugehört und schließlich nie etwas bei heraus gekommen ist.
    Irgendwann hatte ich kapiert, das es keinen Sinn macht oder irgendetwas fruchtbares ergibt, sich weiter mit diesen Selbstdarstellern und ihrem Gerede, von wegen wenn sie alles kennen würden, abzugeben.
    Ich schaute mich ein wenig um und wollte mit Leuten zu tun haben, die etwas MACHEN und nicht nur REDEN und so kam ich zu einem damals kleinen GBR Vertrieb, der sich Heute zu den großen Fischen im Teich gemausert hat.
    Es hat auch seine Jahre gedauert, weswegen Geduld auch ein ganz wichtiger Bestandteil von Musik=bare Kohle und voller Kühlschrank ist ;-)

    Es gibt aber nicht nur Sonnenseiten, wenn das Hobby zum Beruf geworden ist, von dem man sein Lebensunterhalt bestreiten kann.
    Das Musikgeschäft ist ein Saisongeschäft und es gibt mal sehr gute Zeiten im Jahr und dann verdammt miese.
    Jeder Berufsmusiker kennt das und jeder hat sich da schon mehr als einmal gesagt, wie schön es doch wäre, wieder in einem ganz normalen Job zu arbeiten.
    Man bekommt sein konstantes Gehalt überwiesen, Rechnungen und Versicherungen können bezahlt werden und man kann vorausschauend für das Jahr planen und muss nicht im Gegensatz dazu plötzlich einen lukrativ rettenden Auftrag annehmen, wo eigentlich der gemeinsame Jahresurlaub mit z.B. der Freundin geplant war und es wieder zu Streit und Spannungen in Beziehungen kommt.

    Wenn man einigermaßen gut wirtschaftet, einen relativ bodenständigen Lebensstil hat und hinsichtlich der Flauten im Jahr einige Rücklagen aufspart wenn das Geschäft sehr gut läuft, dann kann man sich auch recht gut über das gesamte Jahr finanzieren und gewisse Sonnenseiten eines selbständigen und selbstbestimmenden Lebens als Berufsmusiker gönnen.

    Man sollte sich dennoch nichts vormachen im Leben eines durchschnittlichen Berufsmusikers, denn Sonnenseiten und finanzielle so wie persönliche Entbehrungen, halten sich sich da doch sehr die Waage und es wie mit den Jahreszeiten.
    Mal gibt es sehr angenehme und mal weniger schöne Zeiten.

  • Uwe Colleneck   29. Dez 2015   09:03 UhrAntworten

    Wen wundert's? Auf 15 Leute kommt ungefähr ein Musiker...
    Heute kann praktisch jeder Künstler via Internet direkt seinem potentiellen Publikum gegenüber stehen. Soweit die Verheißung. Was dazu führt, dass es 1000fache Konkurrenz gibt. Man gebe bei großen Music-online stores nur mal EIN halbwegs bekanntes Genre ein... und schon wird man überflutet mit Angeboten 1000er unbekannter Künstler und Bands. Wer soll und will sich das alles anhören? Also kommen letztlich weiterhin nur die Bekannten zum Zug. Früher wurde halt durch die Musikindustrie vorsortiert. Ob das besser war?
    So oder so haben die Hörer jedes Genres meistens schon "ihre" Musik und Vorzugskünstler gefunden, Neues finden sie dann eher per Zufallstreffer. So kann man sich leicht ausrechnen, ob man von seiner Musik leben kann. Zumal die jetzige Generation ja grade lernt, dass man das alles umsonst bekommen kann. Ein Übriges tun Flatrates und Streamingdienste, die man niemals hätte einführen dürfen.
    Trotzdem macht es mir Spass Musik zu schreiben, zu spielen, ect. Aber leben davon? Letzte Jahr habe auch ich eine CD veröffentlicht. Fragt nicht nach Verkaufszahlen... Im Bekannten und Freundeskreis ja - Im Internet - kaum.
    Meine Meinung: Entweder werden einige wenige davon leben können oder viele müssen sich den Kuchen teilen und dann bleibt für den einzelnen fast nichts übrig. Frohes Schaffen...

  • Condor   27. Jan 2016   15:36 UhrAntworten

    Franz Schmidt

    Ich finde das immer sehr komisch, wenn die Frage, Kannst Du von der Musik leben? so einseitig beantwortet wird.
    Alle schreiben dann nur von Songs schreiben Star sein ist vorbei, lohnt sich nicht usw.

    Es gibt so viele Neben straßen, die alle irgendwie zur Musik führen.
    Nun kommt es immer darauf an, wie groß die Brötchen sein sollen. Bewegen muß man sich schon, und Talent braucht man auch.
    Nie aber möchte ich mit einem tauschen, der von morgens bis Abends und meinetwegen auch noch Nachts seinem Chef oder Chefin den Hintern putzen muß. Meine Freie Sebstständigkeit, in der ich auch noch mein Hobby zu Geld mache will ich nicht missen.
    Und dafür wächst man dann machmal schon über sich hinaus.
    Aber diese Möchtegern Musiker auf den einschlägigen Foren Seiten, jammern sich gegenseitig die Hucke voll, dabei schlurzen sie nur in ihrem Home Recordingsessel rum, und hauen sich die Taschen voll, wer das beste Equipment hat.
    Wer es drauf hat schafft es auch, und wer sich einrichten kann mit etwas weniger als ein Star auszukommen schafft es erst recht.

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