Sprich dich aus: Nutzt Du Streaming-Dienste? Als Hörer oder Musiker?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Machst Du von Streaming Gebrauch?

Ah, ist es nicht eine schöne neue Welt? Musik aus einem riesigen Katalog (zumindest beim Platzhirschen Spotify und ähnlichen Kalibern) immer und überall hören zu können? Tja, das Hörverhalten vieler Menschen hat sich nicht unerheblich geändert – Anfang des Jahrtausends ging es so richtig los mit iTunes, als MP3s und Musikdownloads schwer in Mode waren. Mittlerweile ist schon längst die Ära des Streamings angebrochen. Wie stehst Du dazu? Nutzt Du diese Angebote? Und nochmal an alle Musiker: Bringt Ihr eure Musik über Streaming-Portale der Öffentlichkeit zu Ohren? Wie gut funktioniert das? Wenn – was stark anzunehmen ist :( – die Einnahmen darüber nicht der Rede wert sind, ist zumindest eine gewisse Werbewirkung spürbar?

Umfrage: Sprich dich aus

Ich nutze Spotify und finde es klasse. Auch weil der Katalog wie erwähnt gewaltig ist – exotische Electronica und generell Tracks kleiner und kleinster Label zu finden, ist keine Seltenheit. Ich bin sogar so verkommen, dass ich die verminderte Klangqualität bei meinem kostenlosen Account nicht wirklich beklage; Audiocodecs haben in den letzten zehn Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Auch die Werbung aller paar Tracks stört mich nicht. So, nun könnt ihr mich steinigen!

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Lesermeinungen (5)

zu 'Sprich dich aus: Nutzt Du Streaming-Dienste? Als Hörer oder Musiker?'

  • ORI$ON TIDE   28. Feb 2015   13:39 UhrAntworten

    Wenn man SoundCloud zu den Streaming-Diensten rechnet, dann nutze ich Streaming... Zum einen stelle ich dort meine eigenen Songs ein, zum anderen höre ich mir gerne andere Künstler an. Aber immer "lokal", d.h. am heimischen Rechner.

    Was ich nicht nutze ist Streaming als "Überall-Musikgedudel".
    Denn ich höre so gut wie nie nur einzelne Songs, sondern immer komplette Alben - wenn mir ein Album nicht wenigstens zu 90 Prozent gefällt, dann kaufe ich es nicht - aber auch keine Einzelsongs daraus. Entweder komplett oder gar nicht!
    Und ich will Musik immer noch bewusst hören und genießen. Das geht nur, wenn ich meine Kopfhörer aufhabe (unterwegs meist mit einem dedizierten Player, weil Smartphones schlechter klingen) oder über meine Anlage auf der Couch liegend konsumiere.

    Insofern nutze ich Streaming-Dienste nur für einen winzigen Teil meines "musikalischen Lebens"; meist, um neue Künstler zu entdecken. Das eigentliche Hören geschieht dann nach wie vor über Player oder Anlage. Und da ich auch noch einen sehr speziellen Musikgeschmack habe, findet sich vieles von dem, was ich höre, ohnehin nicht auf Streaming-Portalen wie Spotify und Co. Also muss ich dafür auch kein Geld ausgeben...

    Gruß,
    Klaus
    (https://soundcloud.com/orisontide)

  • CreativeJuli   03. Mrz 2015   22:47 UhrAntworten

    Hallo Musikverrückte!

    Ich nutze zum Veröffentlichen von meiner Musik hauptsächlich Soundcloud! Ich finde es toll, dass es ein Portal ist, das explizit nur für Musik generiert wurde und es somit für Producer, DJ's, Bands und Hörer zugänglich ist und man neue Klangwelten von Amateur und Profi zu hören bekommt!
    Außerdem Feedback geben und bekommen auf der Wellendarstellung des Tracks welches auch zeitlich relevant sein kann ist einzigartig!
    Ansonsten benutze ich zum Hören YouTube und manchmal das iTunes Radio!

    Lg CreativeJuli
    https://soundcloud.com/creativejuli

  • Ghost   04. Mrz 2015   10:38 UhrAntworten

    Ich nutze Spotify als Premium-User, weil ich schon immer viel Musik gehört habe und ich mir so für 10 Euro im Monat fast sämtlich verfügbaren Alben und Titel speichern kann die früher natürlich ein Vermögen gekostet hätten.
    Als Musiker kenne ich natürlich auch die andere Seite. Meine VÖ´s laufen auch über Spotify und dort bekomme ich als Rechteinhaber (Label) ca. 0,007 Euro pro Stream in Deutschland. Für die USA sind es 0,0001 Dollar pro Stream. Bin ich nicht Rechteinhaber sondern nur Urheber eines Songs der von jemandem anderen Veröffentlicht wird bekomme ich über die GEMA noch viel weniger pro Stream. Das ist so mikroskopisch das ich die Zahl hier aus Platzmangel nicht hinschreibe ;-)
    Streaming ist für mich also Hölle und Himmel zugleich.

    Eine gute Lösung wäre vielleicht es ähnlich zu handhaben wie die zeitliche VÖ-Kette im Filmgeschäft (Kino - DVD - PayTV - FreeTV). Zuerst Veröffentlichung als physischer Tonträger, dann 3 Monate später DL auf iTunes und dann wiederrum 3 Monate auf Premium-Spotify, danach irgendwann Free-Spotify.

  • TheStarman   05. Mrz 2015   18:34 UhrAntworten

    Ich nutze Deezer als Premium+-Nutzer für 10€ im Monat.
    Und das finde ich, lohnt sich. Die Audioqualität ist besser, der Katalog umfasst mehr als 35 Millionen Titel (leider sind einige Künstler wie Herbert Grönemeyer oder Taylor Swift nicht verfügbar) und ich kann Musik überall hin mitnehmen.
    Dazu kommt, dass Deezer recht gute Empfehlungen für Musik hat. Habe schon einiges gute Indie-Zeugs gefunden, das sich verdammt gut anhört. :)
    Natürlich mag die Bezahlung von Künstlern problematisch sein und das gebe ich auch zu.
    Aber andererseits muss man hierbei bedenken, wenn einem ein Lied gefällt, dann hört man es immer wieder und immer wieder. Da sollte dann schon ein wenig Geld reinfließen (einige Lieder höre ich 30-50 Mal). Ich kaufe mir ja auch keine Single, wenn ich das Lied nur einmal hören will.
    Dazu kommt, dass die richtigen Fans sich eh Album und Singles ihrer Lieblingskünstler kaufen werden. Ich finde also, Streamingdienste sind eher Segen als Fluch.
    Dadurch wird ja vor allem die Zahl der illegalen Downloads gesenkt (erinnere mich da an eine Studie aus Skandinavien, glaube ich) und es fließt auch ein wenig Geld in die Kassen der Künstler.

  • Ghost   06. Mrz 2015   11:58 UhrAntworten

    Gerade mal in den Abrechnungen geschaut, bei Deezer bekomme ich als Rechteinhaber 0,6 Cent pro Stream (0,006 Euro). Man vergisst zudem bei der ganzen Diskussion immer leicht das der Künstler/Interpret eines Songs sehr oft nicht der Rechteverwerter, Verlag und Urheber in Personalunion ist, sondern das die Ausschüttungen der Streaming-Dienste aufgeteilt werden.

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