Sprich dich aus: Wo und wie setzt Du Modulationseffekte ein?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Wie setzt Du Modulationseffekte ein?

Oft ist es so, dass erst Modulationseffekte einen Sound wirklich interessant erscheinen lassen, ihn lebhafter machen und experimentelle Jams die nötige Würze geben. Der wichtigste ist vielleicht der Chorus, der je nach Anwendung einen Klang leicht wabern, flimmern oder schweben, ihn im Stereobild hervortreten lässt. Dann wären da noch die Phaser und Flanger, die schwer zu beschreiben sind, aber die verschiedensten Instrumente (nicht zuletzt Gitarren und Synthies) veredeln bzw. ihnen eine ganz besondere Note verleihen können. Jetzt bist Du am Zug: Welche Modulationseffekte setzt Du auf welchen Spuren wie ein?

Umfrage: Sprich dich aus

Ich nutzte insbesondere auf synthetischen Pads unheimlich gerne einen sanften Chorus, seit kurzem den Acon Digital Multiply. Ohne die leichte Mehrstimmigkeit dieses Effekts klingt ein Pad für mich vergleichsweise fahl und trist. Bei sonstigen Synthesizerklängen finde ich den Phaser genial – relativ langsam schwingend und mit nur zwei bis drei Stages klingt es einfach lässig wie nix. Ich nehme dafür in der Regel den Adam Szabo Phazor, der dem Phaser des Access Virus nachempfunden ist.

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Lesermeinungen (4)

zu 'Sprich dich aus: Wo und wie setzt Du Modulationseffekte ein?'

  • ORI$ON TIDE   11. Feb 2015   16:51 UhrAntworten

    Modulationseffekte gehören immer dazu - die sind quasi das Salz in der Klangsuppe!

    Ich verwende Chorus und teilweise Flanger gerne auf Synthpads, aber auch für manche Gitarrenspuren (cleane bis leicht angecrunchte Gitarren klingen damit deutlich weicher, voluminöser und angenehmer). Phaser nehme ich teilweise auch für richtig angezerrte Gitarren (speziell Soli) - allerdings nur ganz dezent, sonst klingt's verwaschen.

    Auch Vocals (Zweit- und Drittstimmen bzw. Chöre) kriegen oft ein paar Modulationseffekte (meist Chorus) ab, um lebendiger zu klingen.

    Für Drumbreaks eignet sich ein starker Phaser; das hebt den Break noch besser vom Rest ab.

    Früher hatte ich jede Menge Freeware-Modulations-FX, aber mittlerweile nehme ich nur noch die Cubase-eigenen und GuitarRig!

  • Mattes   12. Feb 2015   07:06 UhrAntworten

    Modulationseffekte, oder Modulation allgemein ist wirklich das A und O für lebendigen Sound. Und warum nicht die Modulation modulieren? Dadurch entstehen Verschiebungen und rhytmische Varianten (Delay), die kein gelooptes Sample je hergibt.

    Deshalb ist im Synth die Modulationsmatrix das Spannendste :)

    Warum nicht den Sequenzer Modulieren? So funktionieren algorithmische Sequenzer: durch mathematische Algorithmen modulierte Midi Pattern.

  • Beatpresse   12. Feb 2015   11:19 UhrAntworten

    Irgendwann habe ich in einem Interview einen bekannten Musiker sagen hören, er jage alles durch den TAL Chorus, weil dann alles geiler klänge. Da habe ich angefangen mich exzessiv mit dem Tool zu befassen.

    Für klassische HipHop-Beats nehme ich Chorus, Flanger, seltener einen Phaser um die Sounds und Loops (bsp. PercussionSpur) zu formen. Synthsounds schichte ich dagegen öfter um den Sound nicht unnötig zu verbreitern. Hier layere ich öfter.

    Zur Zeit haben wir einen Auftrag bei Beatpresse einen Haufen Minimal Tracks für einen Klamotten-Shop zu erstellen und hier kommen wir ohne Modulation gar nicht aus. Die Spuren können mittels Automation spannend gehalten werden. Besonders weil minimale melodische Muster sonst schnell langweilen. Von subtil bis zur endgültigen Verfremdung setzen wir die Effekte ein - überwiegen TAL, Soniccharge und D16.

    Beste Grüße an das Forum und das Delamar-Team
    Martin

  • P.Chris   12. Feb 2015   16:46 UhrAntworten

    Modulationen kommen bei mir überall auch dort zum Einsatz, wo sie obligatorisch sind und erwartet werden. Sei es, um einen Sound authentischer zu gestalten oder einen wichtig tragenden Sound besonders hervorzuheben oder einen besonderen Touch zu geben.
    Allerdings verwende ich diese Effekte doch immer lieber etwas vorsichtiger, um nicht alles zu einem dicken Brei zu vermanschen.
    Mir käme es heute gar nicht mehr in den Sinn (wie früher üblich), z.B. Chorus auf einen Streicherteppich zu legen, um sie dadurch etwas authentischer, voller und breiter klingen zu lassen. Streicherensembles für Teppiche klingen heute so irre gut und realistisch, das ein Chorus sie nur noch überwürzt, verschwommen verwurschteln würde.

    Ich weiß, das viele einen besonders fetten Sound mögen und ihn immer und lieber noch etwas fetter haben möchten, aber oftmals sind das auch keine "Masteringmenschen", die sich Gedanken darüber machen (müssen), wie dieser Sound amtlich auf Platte (Master) transportiert und sich im Radio, TV oder Kino anhören wird und der Berufsprofi einen Mix mit allem drum&dran auch ganz anders angeht (angehen muss und wird), als der "Hobbyprofi".

    Das Lustige zwischen beiden Kategorien Profis ist eigentlich der, das sich der Berufsmäßige hinsichtlich Normen und Vorgaben in vielerlei Dingen stärker zügeln muss und dann seinem Klienten erklären muss, warum der fettere (und für den Klienten subjektiv) bessere Sound so nicht amtlich gemacht werden kann.
    Im Grunde hat sich seit früher daran streng genommen nicht wirklich viel verändert, wenn es um z.B. Angelegenheiten ging, ob der Mix, bzw. die Schneidesichel das Master zerreißen wird oder eine Radiostation sagt, die Platte (der grässliche Sound) ist unspielbar.

    Nun ja, aber ob nun beruflich oder hobbytechnisch ambitioniert, ist für mich wesentlich, das die Kunst die Musik macht- und nicht immer der (perfekte) Ton und es so viele tolle, ideenreiche und kreative Künstler im Netz gibt, die sich nicht darum scheren wollen und auch nicht müssen, ob die Dinge technisch verwertbar sind und es daher immer noch eine kunterbunte und sehr spannende Musikwelt, fern von Standards und Einheitsbrei gibt.

    In diesem Sinne
    Peter

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