Sprich dich aus: Kleiner Trick, große Wirkung – Musikalische Erkenntnis

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Umfrage: Sprich dich aus

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Kleene Kniffe mit großem Effekt

Diese Episode ist verwandt mit jener, in der uns viele delamari von ihrem ihrem Aha-Erlebnis berichteten, wenn auch mit etwas bescheidenerer Absicht. So kannst Du viel eher etwas beitragen, wenn Du noch keinen epischen Moment des künstlerischen Durchbruchs erlebt hast, wie wir ihn im verlinkten Artikel aus dir herausquetschen wollten.

So geht es hier um handwerkliche, künstlerische und philosophische Kniffe, die nur oberflächlich betrachtet kaum der Rede wert sind. Manchmal bringen kleine Schritte in Relation zu ihrem Aufwand einen gewaltigen Nutzen.

Umfrage: Sprich dich aus

Umfrage: Sprich dich aus

Beispielhaft möchte ich diesmal das »Key Track[ing]« (alternativ »Key Follow[ing]«) preisen, wobei ein Parameter eines Synthesizers in Abhängigkeit der (MIDI-)Tonhöhe moduliert wird. Das ist vornehmlich beim Filter-Cutoff (Grenzfrequenz) fabelhaft – drehst Du das Key-Tracking auf, klingen tiefe Noten dumpfer als hohe…oder umgekehrt, je nach der Polarität im Regelweg dieses Potis.

So sorgt ein winziger Handgriff für mehr Lebendigkeit und – jetzt kommt’s – bei geloopten Sequenzen aus schnell aufeinanderfolgenden Noten mit großer Tonhöhenspanne für eine regelrechte »Entfaltung« des Sounds. Auch und gerade bei Arpeggios. *schwelg*

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Lesermeinungen (5)

zu 'Sprich dich aus: Kleiner Trick, große Wirkung – Musikalische Erkenntnis'

  • oboe   30. Apr 2015   13:30 UhrAntworten

    Fette Sounds, insbesondere beim akustischen Drumset sind nicht einfach. Häufig triggern Bands selbst live und mischen kräftig hinzu.

    Einen Live-Mitschnitt kann man kräftig pimpen, wenn man einen Transienten-Designer einsetzt. Das klappt auch dann, wenn man nur einen Mitschnitt des Drum-Busses hat. Hier kann man eine Menge rausholen!

  • david   30. Apr 2015   15:13 UhrAntworten

    Drums in eletronischer Musik (z.B. House) Kick-Layering ist mein a und o. Snare und Claps layere ich auch und versetze sie jeweils leicht im Timing, dann als Feinschliff alle Drums Sounds enweder mehr oder weniger Attack sowie mehr oder weniger Decay/Release geben bis alles stimmig ist

  • P.Chris   30. Apr 2015   18:58 UhrAntworten

    Um meinen Drumparts "Human Groove" einzuhauchen, sample ich Parts in verschiedenen Tempi.
    Das klingt im Endergebnis weitaus lebendiger, als in einem statischen Tempo lediglich immer nur ein paar Events hin und her zu schieben, weil sich das Statische im Loop an sich ja dadurch nicht wirklich wesentlich ändert.
    Wenn die verschiedenen Parts unterschiedliche, ihr ganz "eigenes" Tempi/Feeling haben, wie z.B. Hihats, Shaker, Percussions etc. (und so wie das im "echten Leben" halt so ist), klingt alles im Verbund auch deutlich "grooviger".

    Ein Beispiel: Ein Beat mit Songtempo 120 bpm. Bestehend aus Kick, Snare, Hihat, Shaker,Congas. Einzelne Events werden natürlich weiterhin, wie üblich gehabt, hier und da vorgezogen oder verzögert, mal lauter, mal leiser gemacht etc.

    Nun sample ich Parts jeweils zu 4 Takte:
    "Kick u. Snare" bei 120 bpm.
    "Hihats" bei 121 bpm.
    "Shaker" bei 119 bpm.
    "Congas" ebenfalls mal bei 121 und 119 bpm.
    Das kann man mit verschieden varierenden Tempi und Parts kombinieren, wie man halt lustig ist und es noch im Rahmen passt.
    Hinsichtlich des festen Songtempos von 120bpm, müssen Parts natürlich getriggert werden, bzw. verlaufen sich spätestens ab 3.Takt völlig auseinander.
    Hier müssen Parts dann entweder ein wenig vorgeschoben oder verzögert werden, bzw. man schneidet und klebt jeweils aus den passend getriggerten Takten 1 u 2.

    Es ist weniger, bzw. viel weniger Aufwand, als es sich hier auf den 1.Blick erliest und das Ergebnis wird deutlich lebendiger und grooviger klingen, als ein Beat aus der Drumbox mit durchgehend statischen Loop.
    Versucht es einmal, mit unterschiedlichen Tempi innerhalb eines statischen Tempos zu arbeiten. Das kann oft die nötige Portion Lebhaftigkeit verleihen, die man bei Drumgrooves/Styles aus der Box heutzutage vermisst.

  • Patrick   01. Mai 2015   08:15 UhrAntworten

    Spuren "riden", also manuell fahren um die Lautstärke zu variieren klingt ebenso viel lebendiger und gibt dem Mix den finalen Schliff.
    Beispiel:
    • zarte Streicher bekommen dadurch viel mehr ausdruck (Tipp: Summe die Melodie mit und da wo Du lauter singst schiebst Du den Fader hoch)
    • Gitarre, Keys kannst Du in der Pause der Stimme mehr Raum geben, wenn Du sie lauter drehst und natürlich runterdrehen, währen die Stimme singt
    • Alles ausser der Stimme und den Drums auf einen Bus (Gruppe) legen und dann wie oben beschrieben fahren (für faule geht es auch automatisch mit sidechaining)

    Letztes erklärt:
    Einen Bus (Gruppe) öffnen und alles ausser Stimme und Drums dorthin routen. Dann einen dynamischen EQ oder Kompressor mit sidechain Funktion auf den Bus legen, Sidechain aktivieren und von der Stimme triggern lassen.
    Mögliche Einstellungen: Ratio sehr klein ca. 1:1,2 schnelle Attack oder besser noch lookahead und schnelle Release oder auto und maximal 2 db gain reduction wenn die Stimme tönt

    Ansonsten sind Transientendesigner natürlich genial auf loops, ich nutze sie inzwischen im sogar Multibandmodus.

    Overheads bei 500 Hz reduzieren mit einem EQ: hmmmmm

    Gitarren nach links oder rechts pannen und per send effekt in einen Hall auf der anderen Seite schicken: hmmmmm

    Bei Streichern im Mix 1 kHz rausdrehen: hmmmm

  • Simona   06. Feb 2016   16:04 UhrAntworten

    für Fettere Aufnahmen bei Drums, das Schlagzeug in die Ecke stellen (der Drummer sieht in Richtung Wand); bei Live Konzerten hingegen kann man z.b. den Kick und die Doms mit je 2 Mic's abnehmen ( je ein Mic innen und eines vorne bzw. oben )
    Auspfeiffen nie vergessen

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