Sprich dich aus: Wie gut kennst Du dich in der Elektrotechnik aus?

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Umfrage: Sprich dich aus

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Wie fit bist Du in der Audioelektronik?

Die meisten Musiker und Produzenten schauen nicht unter die Haube ihres Equipments, geschweige denn basteln sie selber welches. Das ist ja auch völlig in Ordnung, sie wollen eben Mucke machen und gut. Ein kleiner Kreis weiß jedoch ganz genau, was Widerstände, Kapazitäten, Induktivitäten, Transistoren et cetera bewirken…und wie mit Lötkolben und Lötzinn umzugehen ist, ohne dass eine Katastrophe mittelschweren Ausmaßes droht. Wie weit her ist es mit deinen Kenntnissen der Elektronik? In diesem Fall fragen wir freilich speziell nach dem für die elektronische Klangerzeugung oder -bearbeitung relevanten Wissen.

Umfrage: Sprich dich aus

Ich selbst bin weitgehend unbeleckt, was das angeht. Ich kenne ein paar typische Auswirkungen bestimmter elektronischer Bauteile in Audio-Equipment (z.B.: Heiß angefahrene Röhren klingen im Vergleich zu Transistoren »warm«, gesättigt, reagieren dynamisch, yadda yadda), aber viel mehr auch nicht. :) Und wahrscheinlich wird es noch eine ganze Weile so bleiben.

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Lesermeinungen (14)

zu 'Sprich dich aus: Wie gut kennst Du dich in der Elektrotechnik aus?'

  • Markus D.   19. Feb 2015   16:01 UhrAntworten

    Ähm, es sind dann im deutschen Sprachgebrauch doch eher Widerstände, Kapazitäten und Induktivitäten ;-)

    Leider führt die Unkenntnis über die elektrotechnischen Zusammenhänge ständig zu irgendwelchen Behauptungen und Mythen wie z. B. dem per se warmen Röhrenton, den klangliche Auswirkung von Wandlern am Gesamtsound etc.

    Früher war es das Ziel der Ingenieure z. B. eine Röhre im linearsten Bereich ihrer Kennlinie zu fahren um ebendiese Verzerrungen zu vermeiden. Das "verstärkende Stück Draht" war seit jeher das Ziel - absolut neutral, linear und rauscharm. Die vielbeschworene "Wärme" kommt eigentlich durch eine schlechtere Höhenwiedergabe, Intermodulationen und Übersprechen ...

    Neben musikalischen Fähigkeiten gehören eben auch ausgeprägte Elektrotechnikkenntisse zur Tontechnik.

    Ach so, ich bin Techniker für Nachrichtentechnik und hatte früher meinen Schwerpunkt in der (Röhren-)Verstärkertechnik.

    • Felix Baarß (delamar)   19. Feb 2015   16:10 UhrAntworten

      Danke,

      da bestätigt sich eben meine angesprochene Unkenntnis (und, frankly, meine weitgehende Gleichgültigkeit) sowie die Tatsache, dass ich überwiegend mit englischen Quelltexten arbeite. :)

      Bezüglich der Behauptungen und Mythen: Ich habe nicht umsonst von typischen (im Verbindung mit dem hoffentlich verzeihlichen Ausdruck »heiß angefahren«) Auswirkungen gesprochen.

  • meyerstefan5   19. Feb 2015   16:32 UhrAntworten

    Bgj Elektrotechnik und mehrmals Bis zum 3 Semester technischer Assistent für Informatik. Ich mag Elektrotechnik hab selbst auch den pi Zuhause, der zwar noch non-functional dasteht, aber das Interesse ist da. Löten ist auch kein Problem audio Kabel oder rj45 Kabel crimpen.

    Ich hab auch schon erfolgreich das Display eines s3 gewechselt.

    Wichtig ist das man geerdetist, sauber arbeitet am aufgeräumten Arbeitsplatz. Und dann einfach das was man am Display abbaut auf die neue Einheit zurück bauen. Eigentlich voll simple, wie Desktop PCs zusammenbauen. Nur kleiner

  • Robert   20. Feb 2015   08:13 UhrAntworten

    Hab vor 25 Jahren schon modulare Synths gebaut, meine Diplomarbeit war ein digitales Hallgerät (grottenschlecht aus heutiger Sicht)... Mir gefällt es, auch das Innenleben der Instrumente und des Equipments zu kennen, heute mache ich das halt in MAX (Devices / Synths bauen etc.) und vielleicht auch mal wieder was löten - ein individueller MIDI-Controller auf Arduino-Basis ist ein Zukunftsprojekt.

  • mattes   20. Feb 2015   09:06 UhrAntworten

    Bin Veranstaltungstechniker, Musiker und Mechaniker. Also nicht unbewandert in Physik. Meine Erfahrung ist, daß Künstler die natürlichen Feinde der Techniker (und umgekehrt)sind. (Aber Bitte: Beide können ohne Einander nicht:), also freundlich und respektvoll bleiben )

    Das geht schon teilweise ins Esoterische, wie z.B. bei Kabeln. Wer mir erzählt, daß Kabel unterschiedlich Klingen, weil sie Golden sind, den würd ich schon etwas mitleidig belächeln, das ist Schmarren.Da ist z.B. Gain Staiging viel wichtiger.

    Über die angeblich so tolle "Analoge Summierung" wundere ich mich auch. Mann sollte sich mal die Mühe machen und zusammenzählen, wie oft in der DAW digital summiert wird. Ob dann 4 analog Summierte Busse den Unterschied machen? Höchstens die Verzerrungen bzw. Sättigung, aber nicht die Summierung.

    Habt mich voll erwischt :) konnts mir nicht Verkneifen ...

  • Wirgefuehl   20. Feb 2015   10:36 UhrAntworten

    Ich habe sehr breites, dafür aber flaches Wissen, was die Audioelektronik angeht. Löten habe ich mit 9 Jahren von meinem Opa gelernt uns seitdem lebenslang mit allen möglichen Klangerzeugern (auch Tapedecks und Plattenspieler) experimentiert. Aber eben nur hobbymäßig, autodidaktisch - für einfache Reparaturen und Modifikationen reicht´s.

    Für mich ein ultraspannendes Thema zurzeit ist die Digitalisierung/Programmierung von Audioelektronik. Wie werden analoge Geräte digital nachgebildet, also zu einem Plugin gemacht? Wie sieht der Produktionsprozess bspw. bei UAD aus? Wie wird aus analogen Messergebnissen Code?

    Wenn jemand dazu lesenswerte Tipps hat, gerne her damit!

  • Robert   20. Feb 2015   11:46 UhrAntworten

    Hi Wirgefuehl,
    wenn Dich die Digitalisierung von Audioelektronik interessiert, dann kann ich wärmstens die Beschäftigung mit MAX (www.cycling74.com) empfehlen; dann kannst Du genau das machen, einen Signalfluss modellieren, bestimmte Berechnungen drauf anwenden etc. und das Ganze ohne Hardcore C++ Programmierung.
    Einfach mal in Youtube nach 'max msp tutorial' suchen.
    MAX ist halt ein kommerzieller Produkt; alternativ (nicht so komfortabel aber prinzipell ähnlich und Open Source) ist PD http://puredata.info/
    Viel Spass!

    • Wirgefuehl   23. Feb 2015   13:49 UhrAntworten

      Moin Robert,

      vielen Dank für Deine Antwort!

      Mit PD habe ich schon mal rumexperimentiert und sogar Töne raus bekommen :)

      Max kenne ich von Ableton, hatte es aber noch nicht installiert, was sich aber in Kürze ändern wird, weil ich mir just den Quneo-Controller zugelegt habe (geiles Teil!!), der mit Max seine Möglichkeiten um ein Vielfaches potenziert.

      Meine Frage bleibt damit aber leider unbeantwortet, nämlich wie bspw. aus dem Schaltkreis einer TB-303 ein Plugin wird - wo doch jede anders klingt...?

      Oder denke ich das falsch und es wird einfach der Klang nachgebildet? Zumindest UAD behauptet ja was anderes...

      In Foren zu MAX und PD, bzw. den Programmierumgebungen, zu recherchieren ist auf jeden Fall eine gute Idee. Danke nochmal, Robert!

  • Uwe   20. Feb 2015   17:10 UhrAntworten

    Hallo,

    hab ne Lötstation zu Haus. Konstruiere und baue Lautsprecher mit Messsystem natürlich sonst macht das wenig Sinn.
    Mir hilft das Wissen auf alle Fälle auch fürs schrauben am Synthie. Kann nie schaden ein paar Grundlagenkentnisse zu haben wenn man Musik macht.

  • P.Chris   20. Feb 2015   20:15 UhrAntworten

    Es reicht, um kleine Reparaturarbeiten vornehmen zu können und im wesentlichen das Prinzip der Technik zu verstehen.
    Für mich reicht es auch vollkommen aus, das Universum in seinen Zusammenhängen zu verstehen, aber um Musik zu machen, muss ich nicht unbedingt das Universum "bauen" können.

    Trotzdem finde ich es immer eine sehr spannende Sache, Tüftler und Bastler beim ausbaldowern und Präsentieren ihrer Ergebnisse zu bestaunen und was hinter einer Idee steckte und wie alles begann und letztendlich zustande gekommen war.
    Gerne erinnere ich mich an alte Magazine/technische Biographien aus der "Synthesizer von Gestern"-Reihe zurück, die auch heute noch gerne mit in die Badewanne nehme.

  • meyerstefan5   20. Feb 2015   20:21 UhrAntworten

    Gibt es irgendwo, open source Bauanleitung, für Hardware Drum Computer oder synthetic board. Sows wie die uzebox wo man selbst Platine Aerzen muss und dann die Bauteile drauf löten kann? Ich hab mein Dj mixer zerlegt und hab Haufen potiez und chinchstecker die ich auslöten könnte.

    • P.Chris   20. Feb 2015   21:01 UhrAntworten

      Vielleicht findest Du ja unter folgendes:

      http://www.sequencer.de/synthesizer/viewforum.php?f=13&sid=899c980539613c024c6826df01b7b3e3

      etwas passendes mit der Lizenz zum Löten / DIY- Synths und Schaltpläne.

  • Jay   20. Feb 2015   22:28 UhrAntworten

    Paar Semester Physik nebenher gemacht (Akustik und E-Technik als Schwerpunkt). Auch VAT, da lernt man das auch. Nen MK 2 kann ich auch reparieren (aber das braucht man ja soooo selten*g*). Ich bin aber kein großer praktischer Zerleger der Materie, ich reiss mich nicht drum, zumal ich keine Übung habe. Da gibt´s bessere Leute (und die haben das nicht studiert oder so, sondern einfach "lucky hands"). Aber ich kenne die Grundlagen und kann daher den oben zitierten "Schmarren" auch als solchen entlarven, wenn´s drauf ankommt. Nen Synth oder nen Hallgerät selber zu bauen, trau ich mir allerdings nicht zu, da komponiere ich lieber neue Tracks.

  • fatman   26. Feb 2015   17:14 UhrAntworten

    Ich baue meine PC´s selber, damit sie optimal fürs Studio passen. Ansonsten ersetze ich meine Elektronikkenntnisse durch meine Hörfähigkeiten. Wenn es gut klingt, habe ich es richtig gemacht! Dabei ist es mir völlig wurscht, ob die Kabel vergoldet sind, der Vorverstärker ´ne Röhre hat oder das Mic ´ne goldbedampfte Membrane hat. Hör ich keinen besseren Unterschied zu meinem eigenen Equipment, ist mir das Neue wurscht. Ansonsten glaube ich, das man als Musiker seine Interessen besser auf die Akustiklehre lenken sollte.

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