Sprich dich aus: Deine unverzichtbaren Effekt-Plugins

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Sprich dich aus

Sprich dich aus! Und zwar jeden Donnerstag mit verschiedensten Themen rund um Musik und Musikproduktion.

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Essentielle virtuelle Effekte

Effekte sind das Salz in der Suppe und können einen Sound entweder auf Hochglanz polieren oder ein radikal anderes Gesicht geben. All das soll uns hier interessieren – nenne uns die Effekt-Plugins, die dir a) beim Mixing dienlich sind oder b) beim Sounddesign auch mal komplett umkrempeln können.

Oder gibt es überhaupt kein Plugin, das dich veranlasst, von deinen bewährten Effektgeräten in Hardware-Form abzulassen? Vertrittst Du vielleicht sogar die Philosophie, dass man auf alle Effekte verzichten und nur mit Lautstärke- und Panorama-Änderungen abmischen sollte? Ist ja denkbar, dass es unter den delamari derart konsequente Puristen gibt…

Aus meinem Nähkästchen

Vielleicht nicht ganz unverzichtbar, aber doch verdammt nahe am Optimum ist für mich der TDR VOS SlickEQ GE [Testbericht]. Da stimmt einfach alles, zumindest was »nicht-chirurgische« EQ-Eingriffe betrifft. Und es gibt eine wirklich feine kostenlose Version.

À propos – unsere Evergreens: Free VST Plugins »

In Sachen Kompressor wäre da noch der Klanghelm DC8C 2 – vielleicht die besten 20 Euro, die ich je ausgegeben habe. Doch auch hier gilt, dass ich hier und da zu einem anderen Kompressor greife, da manchmal subtile Charakterunterschiede zählen. Alles in allem habe ich wohl keine absolut unverzichtbaren Plugins.

Jetzt bist Du gefragt!

Und was nutzt Du? Kommst Du einfach nicht mehr ohne Effekt X aus oder wechselst Du je nach Projekt und Laune munter durch? Sprich dich aus!

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Lesermeinungen (12)

zu 'Sprich dich aus: Deine unverzichtbaren Effekt-Plugins'

  • Alex 28   13. Aug 2014   13:28 UhrAntworten

    Ja da gibt es viele und es ist schon fast normal trotz genauem Hinsehen, dass sich da ganze Pluginketten im Rechner bilden.

    Sicher hat es in einigen mixen auch etwas nur Lautstärke und Panorama zu nehmen. Wenn es sehr gut bereits aufgenommen ist, warum sich nicht darauf beschränken wenn es gut klingt.

    Zu meinen Lieblingsplugins gehören uneingeschränkt Soundtoys und Fabfilter, beide haben Plugins im Repartoaire, die das Signal schon von ordendlich rotzig bis sauber verbiegen können.

    Dann bin auch ich nicht an UAD vorbeigekommen und besitze hier lediglich die Kompressoren, die auf den jeweiligen Signalen einen hervorragenden Job machen.

    Ganz ohne Hardware geht es dann doch nicht. Meinen TC Reverb 4000 setzt ich nach wie vor ein und auch einige gewisse Effekte vom TC D Two und M One sowie Fireworx.

    Sicher kann das ein oder andere durch ein Plugin ersetzt werden. Doch es ist einfach meine Arbeitsumgebung und die Liebe zu etwas Hardware, die mir den Rechner entlastet und teilweise interessantere Effektvariationen bietet.

  • Daniel   13. Aug 2014   15:52 UhrAntworten

    Den DC8C, SlickEQ, SonimusEQ und Eareckon Analog 87 EQ sind meine go-to-tools. Ansonsten nutze ich bei jeder Produktion den Britson Channel/Buss von Sonimus, proximity von TokyoDawn für das Quäntchen "Geilheit" und auf Gruppen den SlickHDR von VoS. Sknote's DDD Chorus und Reverb250, sowie das Delaystudio von MSI sind die FX-Putzer.

    Beim Master nehm ich unglaublich gern den LimitNo6 von vladg und MSED von Voxengo. Habe ich durch viele Demos und Freeware gemurkelt und habe das Setup soweit für mich entdeckt. Zum Aufräumen im Edit nehme ich die Rasierklingen von Reaper und lasse jeden Mixdown vorher durch meinen ART DPS II laufen (mit neuer Röhre :) ), um mir die analoge Sättigung einzufangen. Ab und an printe ich auch drastische Eingriffe mit Nebula/Acoustica's Free-Libraries zu Anfang, wenn ich noch frische Ohren und "Nerven" für den Mix habe. Einmal anfassen, entscheiden, printen und weiter :)

  • Erik   13. Aug 2014   22:09 UhrAntworten

    Für mich absolut Unverzichtbar sind nach wie vor die alten Klassiker, 1176 & LA2A.
    Diese in der neuen Version von Universal Audio sind einfach der Hammer!
    Es gibt unzählige Nachahmungen und Clone aber die sind das Maß der Dinge.
    UA hat diese vor kurzem nochmal komplett überarbeitet und neu emuliert uns tatsächlich sind die npchmal in eine neue Liga aufgestiegen!
    Ein weiters Highlight auf dem Plug In Markt stellt das polnische Unternehmen d16 Group für mich dar. Der Multiband Distortion "Devastor" und der Bitcrusher "Decimort" sind der Knaller für Elektronische Tanzmusik aber auch zum Andicken von Dirty Vocals und Gitarren.
    Die neuen Effekt Plugins von Native Instruments sind definitiv auch eine feine Sache. Gerade die Hall Plug Ins wie der "RC48" sind absolut kreativ und gut einzusetzen.
    Great Stuff!!!

    P.s.: Danke Delamar, dass es euch gibt!

  • Condor   14. Aug 2014   08:57 UhrAntworten

    Hallo Guten Morgen,

    Ich bin eigentlich garnicht so ein großer Freund von überdimensionierten Effekten.
    Wo es sich nicht vermeiden lässt, und das Salz in der Suppe fehlt, kommt man ja nicht umhin.
    Wenn ich dagegen manchmal höre, wie gleich krank sich manche
    tot komprimierten Sachen anhören.
    Wenn, dann habe ich auch keine Lust endlose Ketten zu schrauben, sondern nehme ganz gerne Lord Alge mit seinen Algos.
    Für mich persönlich habe ich seit einiger Zeit die ganzen Hofa Plugs entdeckt, und da ist eigentlich alles drin.
    Dann noch den Micro Shifter von Soundtoys, ein muss bei vocals, sowie den Decapitator ebenfalls Soundtoy.

    Den Saturator V2, elysia mpressor und Spl Transientendesigner, setze ich meistens ganz dezent ein, bei einzelnen Spuren, oder auch auf die Summe.

    LG Condor

  • Ramon Smith   14. Aug 2014   10:16 UhrAntworten

    ich merke es, wenn ich vergesse meine Waves lizenzen vom desktop-PC auf den latop zu übertragen, bevor ich unterwegs arbeiten möchte:

    Ohne C4 (Multibandkompressor) und L2 (Limiter) kommt bei mir keine Produktion mehr aus. auch der RVox ist immer gerne gesehn.
    Der C4 ist eifnach so vielseitig und kann wirklich zur Klangformung genutzt werden.

    Auch (mitlerweile) immer dabei: Der TDR VOS SlickEQ! Super Teil! Danke an delamar - ohne euch hätte ich den nie gefunden!

  • Bernd Wendholt   14. Aug 2014   13:04 UhrAntworten

    Ich hab so das Gefühl, daß Gefühl, daß die Plug-ins immer besser und die Musiker immer schlechter werden. Da schrammeln sich Gitarristen bei mir im Studio einen fürchterlichen Mist zusammen und dann nachher fragen sie : Du hast doch bestimmt dieses XY tool oder ?
    Ernsthaft, ich mache mittlerweile alles mit Softube console 1 und dazu Eventide Stereo room. Das ist absolut genug.

  • P.Chris   14. Aug 2014   13:27 UhrAntworten

    - Waves True Verb, das vollkommen unabhängig von einander Raum und Hall simuliert. Bestens geeignet zur freien Erzeugung authentischer Akustiken. Ob Wohnzimmer, kleine Bühnenakustik, bis hin zum Konzertsaal und interstellaren Räumen. Fungiert in erster Linie auch nicht als Hallgerät, sondern mehr als Akustik-Simulator.

    - Waves Stereoimager. Unverzichtbar für detailliert und frei platzierbares Panning von Signalen im Raum, inklusive Phasen/Flankensteilheit.

    - Waves Q10. Ohne Firlefanz einfacher und vor allem neutraler, frei justierbarer und schnell agierender parametrischer 10-Band Equalizer mit sehr präzisen Q-Filter.

    - Maximus Multiband Maximizer. Gibt jedem noch so dünnen und platten Mix, frei und unabhängig von Lo/Mid/Hi- Frequenzen einstellbar, sachten Punch bis hin zu ordentlich druckvollen Krawall. Wenngleich als RMS-Maximizer konzipiert, übertreibt er es nicht mit dem Lautheitswahn und levelt selbst in großzügigerer spendierten "Fatness" noch recht sauber, solange man nicht noch zusätzlich einen Limiter hinterschaltet (mir völlig unverständlich und schleierhaft, warum der Hersteller jedoch genau das empfiehlt, zusätzlich einen Limiter/Kompressor hinterzuschalten), sonst fängt er deutlich zu pumpen an.
    Wer Dynamik trotz "Fatness" erhalten möchte, sollte daher besser keinen zusätzlichen Limiter zuschalten und das eine oder andere Notwendige später beim Mastern optimieren.

    - Barricade Pro. Unkomplizierter und leicht bedienbarer RMS- Maximizer für das Master, der recht hohe Pegel herausholen kann und dabei (bis zu einem gewissen "gesunden" Grad) verzerrungsfrei bleibt.
    Das Beste dabei ist, dieses Plug-In ist kostenlos und hat bei mir meinen bisher benutzen Waves Ultramaximizer komplett ersetzt.

    - Pinguin Audio Meter. Damit die Ohren auch hin und wieder sehen können, was vor dem Mastern im Mix passiert. Für mich unentbehrlich zur finalen Frequenzanalyse und läuft stets im Hintergrund mit.

  • Beatpresse   14. Aug 2014   15:15 UhrAntworten

    Ich liebe die Arbeit mit GoTo PlugIns, weil ich so weniger nachdenken und mehr musizieren kann. Bis vor einem Jahr litt ich unter akutem G.A.S und erst seit dem erfolgreichen Entzug liefer ich wieder wöchentlich Songs und Beats ab. Ich finde nicht, dass die PlugIns besser und die Musiker und Musikerinnen schlechter werden. Durch die preiswerte Teilhabe kriegen wir einfach mehr zu Gehör.

    Mein Channelstrip-Preset beinhaltet den Q10 und den C1 von Waves. In meinen Aux(es) liegen immer der TAL Chorus und der DubDealayII. Der TAL Reverb gibt schöne kleine Räume und FX-Sounds. Und wer den Sound alter Drumcomputer mag kommt um den Decimort von D16 nicht herum. Mein absolutes Jetzt-Nicht-Mehr-Geheim-Tool-Zur-Verschandelung-Von-Sound ist der Permut8.

    Bei Beatpresse machen wir in erster Linie Sounddesign, Frequenzbereinigung und ordentliche Lautstärke und üben uns die Finger wund vernünftige Mixe zu erstellen. Externe Geräte verwenden wir um Instrumentenaufnahme zu verbessern, in unseren Ohren. Zum Beispiel spiele ich Bässe gerne durch einen Vermona EQ oder wir kombienieren Egit-Sounds in the box und outta the box (Röhrenverstärker). Wobei da der Spaßfaktor die klanglichen Erwägungen in den Hintergund rücken läßt.

    Ich versuche so puristisch wie möglich zu arbeiten und beginne jeden Mix mit dem bestmöglichen Ausgangsmaterial. Arbeite mich dann über Frequenzbereinigung zur Volume vor. Üblicherweise mixe ich in Mono und panne erst spät. Im Masterchannel steckt immer schon der Q10 und der L1+Ultramaximizer. Auch damit mein Mix gegen den Vergleichssong von CD nicht so abstinkt. Ich glaube fest daran, dass die Zeiten der Hardware vorbei sind oder demnächst vorbei sein werden und ich freue mich schon darauf meinen Vermona auszuhölen und ihn als Brotbox oder schicke USB-Kabelkiste verwenden zu können - sobald sie in neugebauten Häusern keine 2-Punkt-Steckdosen mehr anbieten.

    Beste Grüße aus Berlin/ Greifswald,
    Beatpresse

  • oboe   02. Mrz 2017   09:51 UhrAntworten

    Sowohl Live als auch in der Box ist Hall und Delay unverzichtbar für mich. Mein Lieblingsreverb ist tatsächlich der On-Board-Faltungshall, mein Lieblings-Delay ist das Replica (klingt hervorragend mit einigen Spielereien zur Einstellung). Ich liebe den Transientendesigner von Samplitude, habe aber auch den von Halo Metrics, der grafisch noch darstellt, was gerade gemacht wird. Sehr hervorragend klingt der Channel Strip von Eventide, die Presets sind ein guter Ausgangspunkt, wenn auch häufig "too much". Ich habe zahlreiche Kompressoren, von Waves über Klanghelm und Toneboosters, für einen warmen Druck setze ich jedoch am liebsten den On-Board-Comp von Samplitude ein, den AM-Track.

    Und tatsächlich ist es das, was ich brauche:
    - EQ
    - Reverb
    - Delay
    - Comp

    Um ehrlich zu sein, käme man komplett On-Board aus, aber mit einigen PlugIns komme ich schneller zum Ergebnis. Da fällt mir ein: bei Drums z. B. Slate Trigger dazumischen :-)

    • Patrick   02. Mrz 2017   21:46 UhrAntworten

      Ja, dem schließ ich mich gleich an, bin da auch sehr zufrieden mit den Onboard-Effekten. Am liebsten verwende ich was den Hall angeht, die EFX-Suite, also den EFX-Reverb und den dazugehörigen EFX-Delay. Ich versuch's aber auch hin und wieder schon mit dem Raumsimulator und kombinier ihn dann mit dem EFX-Reverb. Als Comp nehm ich auch gern das AM-Track, aber auch den EFX-Compressor und -Limiter. Externe Plugins erlaubt mein Budget zudem auch nicht, aber für meine bisherigen kleineren Produktionen war das, was das Programm schon von sich aus an Effekten hergibt, brauchbar.
      Eine Frage hab ich da aber noch an dich: angenommen du musst akustische Instrumente wie Gitarre oder einen Flügel verhallen, welchen Hall nimmst du da vorzugsweise. Hab's mit dem Variverb mal probiert, aber damit komm ich irgendwie auf keinen grünen Zweig.

      • oboe   06. Mrz 2017   07:50 Uhr

        Hallo Patrick,

        auch da nehme ich den Raumsimulator - je nach Musik den entsprechenden Raum. Wenn man sich schwierig tut mit einem Hall, dann hilft es meist, das Ganz in einen Send zu senden (und nicht aus Bequemlichkeit über einen Insert ;-)) und vorher zu EQen, was alles in den Hall rein darf. Darüber bekommt man es eigentlich immer in den Griff. Sehr häufig verkürze ich zudem die Hallfahne, was im Raumsimulator ohne Probleme geht.

  • Buddha   02. Mrz 2017   20:34 UhrAntworten

    Ich liebe meine 2CAudio Aether

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