Sprich dich aus: Back to the Roots vs. Bleeding Edge

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Umfrage: Sprich dich aus

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Was der Bauer nicht kennt…?

Wie schwingst Du zwischen diesen beiden Polen? Es gibt für beide Praktiken viele gute Gründe, fangen wir mal beim Altbewährten an – was ich kenne, beherrsche ich, kann ich zähmen und bis in seine Extreme ausreizen. Außerdem konnten alte Technologien über die Jahre stetig verfeinert werden. Erst das ermöglicht wirklich zuverlässige, bis ins letzte Detail durchdachte Geräte und Software-Erzeugnisse. Auf der anderen Seite haben wir die brandneuen Technologien frisch aus den Laboren findiger Entwickler, die dir als Musiker im besten Fall Dinge ermöglichen, von denen andere vielleicht nicht einmal zu träumen wagen.

Umfrage: Sprich dich aus

Meine Haltung ist diese: Traditionalist bin ich, weil ich mich in der Frage 32 vs. 64 Bit bis auf Weiteres endgültig für Ersteres entschieden habe. Andererseits bis begeistert mit von der Partie, wenn es darum geht, Alpha- und Beta-Versionen zu testen.

Und Du?

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Lesermeinungen (6)

zu 'Sprich dich aus: Back to the Roots vs. Bleeding Edge'

  • Patrick   02. Okt 2014   10:12 UhrAntworten

    Das Beste aus altem und das Beste aus Neuem ...
    Und auf jeden Fall 64bit!!! Alleine schon wegen des Ram-Zuwachses :)

  • ORI$ON TIDE   02. Okt 2014   10:49 UhrAntworten

    Hm... Ich denke, ich mische "Traditon" und "Moderne" relativ gut. Allerdings je nach Einsatzgebiet: Während ich auch mal mit analogen Pulten, Kassettendecks, Bandmaschinen und Schränken voller externer Klangerzeuger, Effektgeräte und Kompressoren etc. angefangen habe, steht bei mir mittlerweile nur noch ein schneller, leiser PC mit RME-Interface als "Bandmaschine", Mischpult und multiples Klang- und Effektgerät.
    "Echt" sind nur noch die Stimmen und einige Instrumente: Akustikgitarre, Saxofon, E-Gitarre - wobei die wiederum über Interface direkt in den PC geht und dort mit Guitar Rig u.ä. klanggeformt wird.
    Traditionell gehe ich mit dem PC insofern um, als ich meine Aufnahmen meist linear durchführe, die DAW also als "Bandmaschine" nutze und nicht mit Pattern, Loops etc. arbeite.

    @Felix: Warum nutzt du nur 32 Bit?
    Ich habe vor nicht all zu langer Zeit einen neuen, leistungsstarken Audio-PC gekauft. Um dessen Fähigkeiten und RAM voll nuten zu können, habe ich darauf nur noch die 64-Bit-Versionen meiner Programme und Plugins installiert.
    Einige, die es nur als 32-Bit-Vrsion gibt, habe ich dann tatsächlich entsorgt! Ein ganz liebgewonnenes allerdings (X-Phraze) habe ich mit JBridge "umgebogen" - und das läuft komplett problemlos!
    Für manche anderen (z.B. The Grand 2) habe ich einfach 64-Bit-Ersatz gekauft. Im Fall von The Grand bin ich dabei auch gleich komplett von Sample-Libraries weg und habe mir Pianoteq 5 gekauft, was unglaublich gut klingt und nur 40 MB auf der Platte braucht...

  • DJ Ossi   02. Okt 2014   12:28 UhrAntworten

    Den berühmten "Königsweg"gibt es ohnehin nicht.
    Es kommt auf die Umstände an. Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass das Eine das Andere nicht automatisch ausschließt.

  • P.Chris   02. Okt 2014   14:42 UhrAntworten

    Ist das nicht im Grunde nun ein gleicher Artikel zu dieser Thematik ("Hast Du den Sprung auf 64-Bit gemacht ?") eben nur mit anderer Überschrift ?

    So dann gehe ich etwas anders ran, da dieser Artikel eigentlich ja schon an anderer Stelle debattiert wurde.

    Ich denke, in welcher Hinsicht auch immer- ob aus technischer oder geschmackliche Sicht, reine Neugier oder nostalgischen Gründen... sich in Richtung back to the roots
    zu bewegen, ist für jedermann auch eine Weiterentwicklung und vor allem gute Schule profunder Einsichten und dem Verstehen lernen, insbesondere mit Hinblick auf technische Aspekte gerade in der Musik.

    - Wie hat man die Dinge damals ohne die Möglichkeiten von Heute bewerkstelligt ?
    - Warum ist es trotzdem so gut ?
    - Warum bekomme ich das mit den Möglichkeiten von Heute dennoch nicht so hin wie mit den Mitteln von damals ?
    - Was steckt eigentlich dahinter usw. ?

    Ich glaube, wenn man sich mit diesen Dingen back to the roots näher befasst (und ich glaube irgendwann macht das jeder Musiker vor allem aus Neugier), entwickelt man auch ein besseres Grundverständnis für Dinge und Zusammenhänge- insbesondere technischer Natur, mit denen man heute arbeitet und entwickelt sich in der Gegenwart einfach weiter.
    Man erfährt z.B. (aber nicht nur), wie man damals die wenigen technischen Mittel und Elemente (oder was auch immer) wie und warum eingesetzt hat und weswegen man Ziele erreichen konnte und und und.

    Es ist einfach ein Fundus an echtem Basiswissen und besseres Grundverständnis vielerlei Dinge die man im vergangenen finden kann und die man für sich auch stets in die Gegenwart mitnimmt.
    Heute gibt es (fast) nichts, was man nicht irgendwie bewerkstelligen könnte und wenn einem die gerade modernste Technologie gerade nicht zur Verfügung steht, wird man auf Grund eines besseren Grundverständnisses und angehäuften Wissensschatz andere Wege und Mittel finden, um etwas in zumindest ähnlicher Weise umzusetzen zu können, wofür andere zwar nur einen Knopfdruck brauchen- aber meist auch nur den Knopfdruck kennen und verstehen !

    Daher denke ich, das ein Schritt zurück zu den Wurzeln- oder dem sich entledigen von Ballast, ganz gleich welcher Hinsicht, für einen persönlich immer ein Schritt der Weiterentwicklung ist.
    - Der Eine sagt sich, er brauche gar nicht mehr den ganzen technischen Krimskrams und der Verzicht dessen wäre seine persönliche Entwicklung zur endgültigen Meisterschaft gewesen.
    - Der Andere sagt sich, er habe mit der Zeit der "Schule" so viel in Erfahrung bringen können und wisse, das es immer auch einen anderen Weg zum umsetzen seiner Ziele gebe und er nicht auf ein Update 2.0 warten müsse oder angewiesen wäre.

    Moderne Technik soll die Dinge ja auch vereinfachen und möglichst unkompliziert sein und dabei ein kreatives und unterstützendes Werkzeug sein.
    NUR- modernste Technik soll DICH als kreatives Werkzeug nicht ersetzen... denn das was schlussendlich ein Programm oder Werkzeug kann und somit einem jeden zur Verfügung steht, bremst uns leider nicht selten auch in unserer Kreativität und Neugier aus, weil wir die Dinge dann einfach nur noch "benutzen", anstelle zu "erfahren", mit ihnen entweder wirklich gekonnt oder ungewöhnlich (zweckentfremdend) kreativ umzugehen.

  • fatman   03. Okt 2014   12:02 UhrAntworten

    Ich unterscheide nicht zwischen Traditon und Moderne, sondern zwischen "gefällt mir" oder "gefällt mir nicht". So verbinden sich Traditon und Moderne von ganz allein zu einer Mischung in meinen kleinen Studio.

  • ripley   04. Okt 2014   03:37 UhrAntworten

    back to the roots: Ich verwende meine DAW wie ein Bandgerät. Möglichst wenig Schnitte, kein Copy & Paste. Wenn Sachen Scheiße eingespielt sind, bitte nochmal. Ich muß damit kein Geld verdienen und wenn es Leute nervt sollen sie woanders hingehen.(-: Ich hasse Autotunes und friemel auch nicht an irgendwelchen Gesangsschnipseln rum. Dann wird halt so lange gesungen, bis es passt...
    Für mich heißt Recording immer noch "aufnehmen" und nicht "am Rechner editieren".Was man nicht hinbekommt, sollte man sein lassen.
    back to future: Es war noch nie so einfach wie heute, soundmäßig geile Aufnahmen zu machen. Ich habe hier einen Roland GR-55 stehen und meine 300€ Epiphone-Dot klingt über dieses Teil besser als die 2000€ Gibson meines Kumpels. Rickenbacker, Strat oder Tele? Kein Problem. Das gleiche gilt für Drums. Selbst EZ-Drummer klingt für die meisten Hörer besser als "echt".

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