Sprich dich aus: Musikalische Schulung vs. Autodidaktik

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Umfrage: Sprich dich aus

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Ausbildung

Heute möchten wir von dir wissen, welches Gewicht Du einer musikalischen Ausbildung beimisst und welche Rolle im Gegenzug die Autodidaktik für dich spielt. Wurdest Du in der Sangeskunst, im Spiel eines Instruments, in der Alchemie der Klangsynthese, in der Komposition, im Songwriting oder sonstigen musikalischen Feldern unterrichtet?

Bist Du gerade dabei? Oder planst Du, dich zukünftig von Lehrern anleiten zu lassen? Je nachdem, was auf dich zutrifft:

  • Kannst Du einschätzen, inwiefern Du dich weiterentwickelt hast?
  • Wie läuft der gegenwärtige Unterricht bzw. deine Ausbildung?
  • Was versprichst Du dir von deiner geplanten Schüler-/Studentenschaft?

… versus Autodidaktik

Hast Du Erfahrungen mit der musikalischen Weiterentwicklung auf eigene Faust gemacht? Wie stehst Du zum Forschen, Experimentieren, Lernen in Eigeninitiative? Auch möchten wir noch einmal auf unsere Frage verweisen, als wie wichtig Du dabei die Musiktheorie erachtest.

Hast Du bereits nennenswerte Investitionen in Lehrmaterial wie Bücher, DVDs mit Lehrvideos etc. getätigt, um das freie Spielen und Lernen durch eine Systematik zu unterfüttern und neue Horizonte zu setzen?

Fragen über Fragen – auf deine Antworten sehr gespannt verbleibt …

Dein Team von delamar

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Lesermeinungen (16)

zu 'Sprich dich aus: Musikalische Schulung vs. Autodidaktik'

  • marvelous   26. Nov 2013   11:52 UhrAntworten

    Mein Wissen habe ich mir autodidaktisch angeeignet und ich kann sagen, dass es mir sehr schwer gefallen ist und noch immer fällt. Vielleicht habe ich einfach nicht die nötigen, ich nenne es mal "learning-skills". Ich denke mal es kommt auf die Person an und ihrer Fähigkeit selbstständig zu lernen.
    In Zukunft denke ich daran mir von Leuten, die etwas mehr Wissen besitzen, ein paar Kniffe zeigen zu lassen. Ausbildungen kosten meistens viel Geld. Einmal hatte ich die Gelegenheit einen Recording-Workshop an der städtischen Musikschule zu besuchen, wo auch der Preis sehr angenehm und auch etwas für Leute mit einem kleineren Geldbeutel war.

    Ich produziere HipHop und gerne auch mal elektronische Musik, mache es mit Freude und auch wenn ich nur langsam weiterkomme, komme ich dennoch weiter :)

    Peace

  • b.riesel   26. Nov 2013   13:05 UhrAntworten

    ich bin ebenfalls autodidakt. klar hat eine ausbildung vorteile und kann einen mächtig weiter bringen - muß aber nicht. ich hab auch schon absolventen der deutschen pop und der sae kennengelernt, die nicht weniger weit weg von großer klasse waren wie ich selbst.
    ich denke, man muß zum einen lernen zu lernen und zum anderen und das ist fast noch der wichtigere punkt, man muß lernen zu reflektieren und selbstkritisch zu sein. nur dann kann man von didaktischen inhalten profitieren. es reicht ja nicht zu wissen, wie man einen kompressor handelt, was die einzelnen parameter bedeuten. man muß hören lernen, wozu man den kompressor überhaupt haben möchte und das muß man auch im rahmen einer ausbildung selbst erarbeiten.

  • Luke   26. Nov 2013   18:42 UhrAntworten

    Hey guys

    Ich habe nun schon 4-5 Jahre mit Recording/Producing/Songwriting aufm Buckel. Bis jetzt habe ich mir fast alles selbst beigebracht. Ich beherrsche auch mehrere Instrumente auf einem relativ professionellen Niveau. Ebenfalls selbst beigebracht.
    Mittlerweile zeigen sich qualitativ schon sehr gute Ergebnisse, einiger meiner musikalischen Werke sind auch schon öffentlich und International.
    Darum zu diesem Punkt; wenn man die Veranlagung dazu hat, selbst zu lernen, dann kommt man sehr weit. Die wichtigsten Punkte: Leidenschaft und Spass!
    Das beste ist in dem ganzen aber immer noch der Austausch mit Gleichgesinnten. Jede Chance zum Fachsimpeln zu nutzen, am besten mit 'professionelleren' Leuten um dich aufs nächste Niveau zu bringen.

    So weit so gut. Trotz all dem werde ich im Frühjahr mein Audio Engineering Studium an der SAE beginnen.
    Das ganz einfach weil ich weiss, dass alleine die Zeit mit erfahrenen Profis mich noch mal auf ein ganz neues Level bringen wird, das ich alleine wahrscheinlich nie erreichen würde. Gleichzeitig erweitert es den Horizont enorm. Wenn man alles alleine macht, macht man das, was man macht, aber vielleicht gibts noch vil mehr?

    Dazu noch ein Beispiel: Ich habe, nachdem ich schon etwa 7 Jahre selbständig Schlagzeug gelernt/gespielt hatte, ca. 1 Jahr Unterricht bei einem Profi genommen.
    Andere Schlagzeuger-Kollegen die gleich lang oder länger spielten, und Unterricht nahmen über Jahre, liessen mich nicht mehr auf ihren Sets spielen, weil ich halt schon sehr gut war.... (tja Eiversucht....)
    Trozdem hat mich das Jahr beim Profi noch einmal völlig in eine neue Liga gebracht. Er hat 'Kindheitsfehler' korrigiert, Basics gefestigt etc. die mir selbst nie aufgefallen wären, aber für meine Entwicklung unumgänglich waren.

    Soweit so gut, entscheiden muss jeder selbst was er erreichen will.
    Schlussendlich gilt: von nichts kommt nichts :)

    Enjoy yourself

    Luke - LukeSound

  • Skellington   26. Nov 2013   20:56 UhrAntworten

    Ich glaube, es kommt sehr auf die Persönlichkeit an, aber auch einfach darauf, ob man Eltern oder sonstige Förderer hat, die einem Unterricht ermöglicen.

    Ich hatte relative lange klassischen Klavierunterricht, und das war auch eine sehr gute Basis. Aber quasi alles außerhalb der Klassik habe ich mir selbst beigebracht, und ich bin immer noch am Lernen. Das heißt, dass mein Autodidaktik-Anteil täglich wächst.

    Grundsätzlich wäre ich skeptisch, wenn jemand sagt, dass es ohne eine akademische Bildung nicht geht. Wenn das grundsätzliche Talent nicht da ist, kann auch die fundierteste Ausbildung einen nicht zu einem guten Musiker / Producer / was auch immer machen. Ich glaube, dass einige der brilliantesten Kollegen quasi reine Autodidakten sind.

  • Andy L.   27. Nov 2013   03:28 UhrAntworten

    Musik unterliegt immer einer stetigen Entwicklung auf autodidaktischer Basis und man hört auch nie damit auf, neue Dinge zu erfassen und zu erlernen.
    So wie sich Musik und Technologien entwickeln, entwickelt man sich auch mit und stetig weiter.

    In der klassischen Ausbildung erlernt man sehr viel praktische und wissenstechnische Aspekte, die den Grundstein eines soliden Handwerks auf professioneller Ebene legen werden.
    Das Talent jedoch muss immer aus einem selbst heraus kommen, denn das ist etwas, das man sich nicht erst in einer Ausbildung aneignen kann.
    Talent ist etwas, das einen in die Wiege gelegt wird.
    Entweder man hat es oder man hat es nicht.
    Die klassische Ausbildung wird aus einen wirklich talentierten Musiker, einen handwerklich soliden machen. Sie wird aber aus einen Frosch keinen Prinzen zaubern können !

    Eine Ausbildung wird man irgendwann beendet haben, aber eine Weiterentwicklung findet doch Gott sei Dank nie seinen Abschluss.
    Jedenfalls sollte sie das nicht.

    Selbst wenn man jetzt denken mag, das man schon alles wisse und könne, wird man sich in 10 Jahren sagen, das man damals noch gar nicht so weit gewesen war wie Heute. Ganz so, wie man es sich auch jetzt sagen würde, wenn man einmal rückblickend die letzten 10 Jahre Revue passieren lässt.

    Wenn man bei sich bemerkt, das man diese Entwicklungen durchmacht und hin und wieder etwas neues oder gar altes dazu lernt, hat man die beruhigende Gewissheit, das man nicht stehen geblieben ist und sich immer weiter verbessert und entwickelt.
    Auch nach ein paar Jahrzehnten noch, in der man mit der Musik nun schon dabei ist.

    Das ist schön und man lernt halt nie aus und die autodidaktische Bildung ist denke ich daher die eigentlich prägendste Form der Ausbildung, die man als Musiker durchlaufen kann, sollte und auch stetig wird.

  • Tim   27. Nov 2013   08:01 UhrAntworten

    Ich spiele zwei Instrumente, und habe bei beiden den Einstieg nicht alleine gemacht (Posaune mit mehr oder weniger professionellem Unterricht, Gitarre über einen VHS Kurs), bin aber nun den größten Teil meiner "Musikkarriere" autodidaktisch am Arbeiten. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass ich feststecke. Ich habe ein Niveau erreicht, dass man durch einigermaßen regelmäßiges Üben durchaus von alleine erreichen kann, für den nächsten Schritt aber entweder ungeheuer viel Disziplin oder einen Ausbilder braucht.

    Gerade im Songwriting finde ich es aber gut, dass ich das ohne Lehrer angefangen habe (bisher nur für Gitarre bzw. typische 2 Gitarren, 1 Bass, 1 Schlagzeug, 1-2 Gesang Besetzung). Allein durch das Nachspielen bekannterer Songs erkennt man einige Muster, die man selbst anwenden kann, und die man über einen Lehrer vermutlich nicht so schnell erreicht hätte. Auch merkt man, dass man mit größeren Freiheiten einige gewünschte, aber auch viele unerwünschte Effekte erzielen kann - man kann so beim komponieren vieles direkt ausprobieren oder ausschließen

    Hobbymäßig kann man sich also (mit Hilfe von Internet, Büchern und vielleicht gezieltem Nachfragen) durchaus ein akzeptables Amateurniveau beibringen, um es aber professioneller werden zu lassen ist "externe Hilfe" unglaublich Hilfreich.

  • rudbert   27. Nov 2013   08:53 UhrAntworten

    Liebe Kollegen,
    alles kann, nichts muss. Wichtig ist nur das! Also, dass gelernt wird.
    Selbst Autodidakten stoßen auf die Gesetze, die ihnen ermöglichen mit anderen oder für andere musikalisch aktiv zu werden. Da ist unwichtig, ob als Musiker oder Produzenten. Wenn das, was Du machst nicht 'klingt', wirst Du lange allein musizieren dürfen. :)

    Ich möchte eine Lanze für den Unterricht brechen. Gleichzeitig entläßt Dich natürlich niemand aus deiner Verantwortung, das gelernte für Dich zu reflektieren.

    Ich arbeite gern mit Leuten zusammen, die nach dem Hören eines ersten Akkordes bzw. spätestens nach dem zweiten wissen, in welcher Tonart wir uns befinden. Oder mit Tonmenschen, die einfach Ahnung haben wo und wann sie mein musikalisches Material verdichten, damit das herauskommt, was ich mir vorstelle. Die ersten brauchen das Wissen über Tonarten und deren spielbare Akkorde und die zweiten sollten wissen wo sie den Regelpunkt festsetzen, mit welchem Verhältnis die Reduktion Sinn macht, wie zügig sie einsetzen und lange arbeiten sollte.
    Die meisten, die das können, haben eine Ausbildung gemacht. Ausnahmen bestätigen die Regel, von tausend eventuell der Eine.

    In diesem Sinne: das Leben ist Rock'n'Roll Roll oder Blues, es kommt darauf an, was Du daraus machst!

  • FexS   27. Nov 2013   10:10 UhrAntworten

    Es gibt meiner Meinung nach viele Nützliche Sachen in der Musiktheorie, aber es sollte einfach ein Werkzeug sein und nicht das Mass alelr dinge!

    Die Musiker die "geschult" sind (Theorie wie Praxis) haben häufig keinen eigenständligen Stil, sondern den Stil des Lehrers.Meiner Erfahrung nach ist das Musikmachen mit Autodidakten wesentlich einfacher, spontaner und eben eigenständliger.

    Ich selbst habe ganz am Anfang Gitarrenstunden genommen, nach drei Jahren habe ich dann aufgehört und habe nur noch Autoditaktisch und durch gespräche mit anderen gelernt.

  • Franz – Hermann Schmidt   27. Nov 2013   11:44 UhrAntworten

    Ich hatte in der 9. Klasse Akkordeon- Unterricht.
    Nach einem Halben Jahr brach ich den sehr zum Ärger meines Vaters ab.
    Ich hatte die Stücke immer aus dem Kopf eher drauf, wie nach Noten.
    Es war lästig für mich, ständig auf ein Blatt stieren zu müssen und nach irgendwelchen für mich kryptischen Zeichen zu spielen.

    Später kam Gitarre dazu, und ich lernte autodidactisch die chromatische Tonleiter, Dur und Moll, Verwandte Tonarten, Quintenzirkel und enharmonische Verwechslungen.
    Das war es dann mit meiner theoretischen Ausbildung.

    Mein Leben lang bin ich Tanzmusiker gewesen, und bin es auch heute noch.
    Recording und Komposition ist vor ca 20 Jahren dazugekommen.
    Auch alles selber erworbene Fertigkeiten auf dem Gebiet.
    Wichtig ist Talent und nochmals Talent.
    Das ist nicht erlernbar.
    Ich kenne Sänger, die können nicht mal eine zweite geschweige dritte Stimme singen.

    Trotzdem würde ich, wenn ich nochmal anfangen könnte, mehr Wert auf eine gute Ausbildung legen. Jetzt kann ich auf vielen Instrumenten zwar spielen, aber nicht richtig musizieren.

    Ich kann einfach das, was musikalisch in mir steckt, nicht 100 %ig umsetzen, und das nervt.
    Also Leute, lernt und nochmals lernen, bevor es zu spät ist.

    LG condor

  • DJ Ossi   27. Nov 2013   14:15 UhrAntworten

    Ganz klar ist beides wichtig. Weil man nur von einem erfahrenen Musiklehrer das notwendige Feedback bekommt, welches dann für die weitere Karriere entscheident sein kann. Denn was bei einem ohne fundierte Ausbildung klappen könnte, muss bei dem anderen nicht zwangsläufig auch fuinktionieren. Es spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle welche zum absoluten Erfolg oder bodenlosen Absturz führen können.

  • mattes   28. Nov 2013   10:18 UhrAntworten

    Mal wieder eine vielschichtige Talkrunde!

    Bin seit 30J Drummer/Percussionist. Keine Melodieinstrumente (außer Schulflöte und später etwas Mundharmonika, nützlich fürs "musikalische Gehör").

    Wollte irgendwann selbst arrangieren (ohne nervige Bandkollegen :) ), => Computer.

    Poblem: Fehlende Harmonielehre ... kann die Töne im Kopf nicht benennen und aufschreiben.

    Andererseits kenne ich studierte klassische Mucker, die ohne Notenblatt keinen Ton spielen können, Improvisation = Null.

    Mal wieder best of both worlds: ein Lehrer schadet nie (wenn er gut ist), selbst immer Lernen wollen gehört auch absolut dazu! Die Kombi machts, plus Talent.

  • Jay   28. Nov 2013   12:15 UhrAntworten

    Schwieriges Thema, weil auch eine Persönlichkeitsfrage. Ich selbst hatte schon als Kind Freude an schönen Klängen, hab lange Jahre Klavier gespielt (Klassik und Blues, mit Lehrer), dann kam Keyboard dazu. Dann bin ich zum Djing gekommen und damit auch zum Produzieren. Vom Typ bin ich generell lieber Autodidakt, was nicht heisst, dass man sich keine Tipps von anderen holt - in dem Moment, wo man einen anderen fragt, hat der das schon mal gemacht und ist in diesem Punkt oder Bereich dann "weiter", wenn nicht sogar Profi. Sonderfall Netz: Es kann sicher sehr spannend sein, hier Wissen zu erwerben, aber man muss alles hinterfragen und praktisch testen, besonders wenn man nicht weiss, WER das aufgeschrieben hat. Bin der Meinung: Wenn man etwas mit Freude und Hingabe macht und den nötigen Fleiss und Lerneifer mitbringt, kann jeder es weit bringen - die nötige, i. d. Fall musikalische Begabung vorausgesetzt. Besonders in meinem Bereich (elektronische Musik) gibt es sehr viele gute Leute, die alle weder eine Musikschule besucht haben noch Toningenieur sind. Das ist keinesfalls eine Abwertung der klassischen Ausbildungsberufe, zeigt aber, dass der Erwerb von Wissen und Kenntnis nicht von Schulbesuch und Zertifikaten abhängt - auch wenn dort Wissen komprimiert und praxisnah vermittelt wird.

  • Trommel-Herbert   29. Nov 2013   17:51 UhrAntworten

    ... also ich bin gelernter Autodidakt :-)
    und habe vor etwa 18 Monaten (nach 30 Jahren TOTALER Sendepause) wieder angefangen zu trommeln. Ich nutze intensiv alle, mir zur Verfügung stehenden Medien und habe Kontakte zu
    weltweit etwa 200 Musikern aufgebaut, mit denen ich über das Internet Soundtracks erarbeite, die wir auf verschiedenen Plattformen zur Diskussion stellen. Das ist unglaublich vielseitig und kreativ. Da ich langsam auf die 70 Lenze zusteuere, bleibt mir für langwierige Ausbildung keine Zeit mehr. Ich habe mir eine kleines Studio gebaut und lerne gerade neu Gitarre, Bass, Keyboard und Gesang. Damit werde ich eine "one man band" starten und eigene komplette Songs produzieren. Alles nur zum Spaß .............. Beste Grüße Herbert

  • willyvario   14. Jul 2016   10:21 UhrAntworten

    Also ich glaube das man mit Unterstützung wesentlich schneller ans Ziel kommt. Ich mache nun seit 6 Jahren Musikproduktion, habe mir alles autodidaktisch beigebracht. Teilweise echt zäh und man macht immer wieder Fehler.
    Musikalisch bin ich der Meinung, dass man mit Talent viel selbst erlernen kann. Ich habe oftmals die Erfahrung gemacht, dass Leute die eine Ausbildung in diesem Bereich haben zwar das Technische beherrschen, von der Musikalität bzw. dem Gefühl fehlt es aber.

    Was die ganzen Produktionsabläufe und das Technische angeht, ist eine Audio-School sicherlich hilfreich, weil man einfach schneller ans Ziel kommt. Heutzutage sind nat. die Möglichkeiten mit Online-Tutorials viel besser als früher, wobei im Netz auch gefährlich viel Halbwissen existiert.

    Ich muss auch immer lachen, wenn bspw. DJ Stars wie Martin Garrix o.ä. dann sagen: "Ich weiss nicht wie ein Kompressor funktioniert, aber es klingt besser, deshalb benutze ich Ihn". Da sitzt dann nämlich noch der gelernte Audio-Engineer dahinter, der den Track dann richtig mischt und mastered.

    Insofern Meine Meinung:

    Zum Erlernen der Produktionstechnik --> School Super!
    Creativity und Musicality --> Kann man sich selbst beibringen!

  • Trommly   14. Jul 2016   10:58 UhrAntworten

    Hey,

    Also ich habe Erfahrungen mit beiden Welten gemacht. Teilweise auch selbst. In erster Linie bin ich Drummer, hatte mit 6 Jahren das erste mal Unterricht. Irgendwann fängt man mit dem wissen das man hat natürlich auch an selbst Sachen auszuchecken. Dann kam irgendwann noch ein 3 Jähriges Musikstudium dazu, mit Schwerpunkt Drums. Besonders in dieser Zeit hab ich extrem gemerkt das es für mich viel einfacher ist mit einem, bzw. mehreren Lehrern zu arbeiten. Da ist einfach nochmal jemand da, der dir sagt warum du vielleicht gerade mit etwas nicht weiter kommst, das der Sound nicht so geil ist usw. und dir natürlich auch zeigt wie man diese Probleme gezielt beheben kann beim üben. Danach hatte ich lange keinen Unterricht mehr aber trotzdem immer wieder neue Sachen probiert usw. Ende letzten Jahres kam dann für mich so das Gefühl auf, ich komm nicht weiter und irgendwie ist alles noch immer nicht so geil wie es sein könnte. Also mach ich zur Zeit gerade wieder ein Intensiv Coaching. Schon die erste Stunde Unterricht hat für mich Welten verändert.
    Autodidakten kenn ich in erster Linie Gitarristen, und davon 3 mit denen ich öfters zu tun habe. Der Gitarrist meiner Band hat sich alles komplett selbst bei gebracht. Seit einigen Jahren nutzt er "Rocksmith" zum üben, und das merkt man vor allem beim Timing. Da wird bei diesem "Spiel" scheinbar viel Wert drauf gelegt. Der Typ ist echt gut was Timing angeht. Aber im fehlt einfach das ganze Harmonische Hintergrundwissen. Riffs schreibt er übers Gehör, und das passt eigentlich auch immer ziemlich gut, aber er könnte jetzt kein geiles Solo spielen, weil er einfach gar keine Ahnung hat wo er auf seinem Griffbrett rum fideln kann damit es zum Riff passt. Ich kenn aber auch zwei andere, die haben sich das mit der Harmonielehre selbst erarbeitet und verstehen die zusammenhänge dann doch ganz gut. Denen fehlt es nur teilweise an technischem Know How.
    Ich spiel selbst auch noch 2-3 andere Instrumente nebenbei, und z.b. bei E-Gitarre und E-Bass hab ich mir das meiste schon selbst beigebracht. Aber ich komm auch oft an die Grenzen.
    Man kommt schon mit beiden Varianten ans Ziel, die Frage ist nur wohin will man.

  • Patrick   15. Jul 2016   12:54 UhrAntworten

    Seit meiner frühen Kindheit hab ich Klavier, bzw. Keyboards gespielt und mir praktisch so einiges autodidakt beigebracht. Auch das Akkordeonspiel hab ich mir mehr oder weniger selbst beigebracht. Erst mit 16 habe ich dann mit professionellem Klavierunterricht angefangen und dort auch sehr schnell gelernt.
    Gesungen habe ich eigentlich auch immer schon, aber 2005 mit Beginn meiner Gesangsausbildung im Bereich Popularmusik wurde meine Stimme erst so richtig geschliffen. Schon nach wenigen Monaten ist sie weicher und viel lockerer geworden. Dann hab ich ab 2009 auch noch regelmäßigen Unterricht in Chorgesang genommen, so dass ich auch auf dem Gebiet meine Stimme auf ein neues Niveau gebracht habe.

    Was das Mischen und Recording angeht, habe ich mir sehr viel selbst beigebracht, wobei ich auf der Uni einen Kurs in Mehrkanaltechnik und Postproduktion besucht habe, der sehr hilfreich war. dazu habe ich noch sehr viele Artikel zu dem Thema auf delamar gewälzt, sowie viele Mischtutorials angehört, die ebenfalls sehr lehrreich waren.

    Als nächstes überlege ich mir, vielleicht noch etwas Gitarre-Unterricht zu nehmen. Immerhin richtig stimmen kann ich eine Gitarre ja schon; das ist schon mal ein Anfang, oder? ;-)

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