Sprich dich aus: Hast Du den Sprung auf 64 Bit gemacht?

3
SHARES
Umfrage: Sprich dich aus

anzeige

32 vs. 64 Bit

Der Teaser-Text hat schon vieles vorweggenommen, was zum Thema 32 vs. 64 Bit zu fragen wäre. Aber längst nicht alles, daher nur kurz ein paar Erläuterungen. Der Vorteil von 64 Bit: Dadurch lässt sich mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen, was für ausufernde Sample-Libraries von Vorteil ist. Mehr und mehr Programme, in denen Audio-Plugins eingebunden werden können (DAW-Software, Hosts für den Live-Einsatz und Audio-Editoren), gibt es in Versionen für 32 und 64 Bit. Erstere lassen zunächst nur die Nutzung von 32-Bit-Plugins zu, während Letztere ausschließlich 64-Bit-Plugins einbinden können; eine sog. »Plugin Bridge« (in einigen DAWs integriert oder von Drittanbietern wie JBridge angeboten) löst diese Beschränkung auf, aber das funktioniert (nicht nur) meiner Erfahrung nach eher schlecht als recht.

Umfrage: Sprich dich aus

Ich habe meinen versuchten Umstieg auf 64 Bit wieder rückgängig gemacht. Ich bin es leid, an Bridges herumdoktern zu müssen, wenn ich Plugins entdecke, die nur in 32 Bit laufen. Zudem nutze ich keine riesigen Libraries – der eigentliche springende Punkt.

Wie hältst Du es mit 64 Bit?

Mehr zum Thema:
    


Lesermeinungen (14)

zu 'Sprich dich aus: Hast Du den Sprung auf 64 Bit gemacht?'

  • Sogyra   17. Sep 2014   12:24 UhrAntworten

    Ich habe BEWUSST nie den Sprung auf 64 bit gemacht. Für eine DAW reicht meiner Meinung nach 32bit völlig aus. Lediglich die "4GB"-Limitierung könnte bei dem einen oder anderen Plugin vielleicht etwas Probleme machen, aber zur Not gibts ja auch noch den Auslagerungsspeicher(ich hab den auf einer separaten-wenig belastenden Festplatte eingerichtet).

    Für einen Videoschnittrechner jedoch ist eine 64bit-Plattform eher zu empfehlen(ich hab beides-also sprech ich da ein klein wenig aus Erfahrung).

    • VSTVirenschleuder   19. Sep 2014   18:54 UhrAntworten

      Hallo,

      der Auslagerungsspeicher nutzt da gar nichts weil man mit 32Bit schlicht nur einen Adressraum von 4GB hat. Lediglich wenn du mehrere Programme parallel laufen hast kann das helfen. In einer Task also einem Programm, also z.B. in der DAW alleine hilft das nicht.

  • Keyfreak   17. Sep 2014   12:48 UhrAntworten

    Ich habe den Sprung von 32 Bit auf 64 Bit gewagt, trotz einiger Bedenken.

    Ich verwende für meine Musikproduktionen schon recht lange und sehr häufig viele große Sample-Librarys von Native Instruments. Auf meinem früherem 32 Bit-System war ein Arbeitsspeicher von 4 GB eingebaut, welcher aber nicht vollumfänglich von System erkannt wurde. Der Prozessor katte zwei Kerne und war kein schlechter. Da ich gerne bei jeder Produktion große Sample-Librarys verwende und die Anzahl der Spuren bei ca. 30 im Durchschnitt liegt hatte ich mit Ressourcenengpässen zu kämpfen.

    Bei dem Wechsel war es mir sehr wichtig, dass ich weiterhin all meine Sample-Librarys verwenden kann.
    Bei den von Native Instruments musste ich mir keine Sorgen machen, für diese werden ja bei der Installation 32 Bit- und 64 Bit- fähige Plug-Ins installiert. Aber ich hatte noch Plug-Ins nur als 32 Bit-Version, die ich auch nicht missen wollte.

    Ich schaute in die Bedienungsanleitung meiner DAW (Samplitude Music Studio 2014) nach, ob ich bei einer 64 Bit-Version auch 32 Bit Plug-Ins einschleusen kann und wurde nicht enttäuscht.

    Heute arbeite ich an meinem 64 Bit-Rechner mit 8 GB Arbeitsspeicher und einem Dreifachen-Doppelkernprozessor mit 3,3 GHz. Die Arbeit mit meiner DAW und den vielen großen Sample-Librarys erfolgt nun mit der entsprechenden Leistung meines PC. Anfang diesen Jahres hatte ich mein bisher größtes Projekt beendet und war sehr überrascht wie Ressourcenfreundlich meine DAW nun arbeitete. Ich hatte mehr als 50 Spuren (MIDI + Audio), mit Aufnahmen von Sounds meiner Hardware-Geräte und mehreren Sample-Librarys angelegt. Zudem verwendete ich mehrere Effektgeräte in Echtzeit.

    Wichtig bei einer Umstellung auf ein 64 Bit-System ist, sich selbst zu überlegen ob ich es auch wirklich benötige. Und wenn ja, dann sollte man sich informieren ob man auch nach den Wechsel seine geliebten Plug-Ins nutzen kann.

    Mir hat der Wechsel viel gebracht, so dass ich nun auch am Laptop mit 64 Bit arbeite.

  • P.Chris   17. Sep 2014   13:03 UhrAntworten

    Solange ich meine Vorstellungen und Ziele umsetzen kann und ich beruflich konkurrenzfähig bin, brauche ich gemäß dem Motto "never change a winning team", nicht umzurüsten.

    Ich sah und sehe für mich (noch) keinen Sinn, auf 64-Bit umzusteigen. Alles läuft rund und für mich sehr effizient und "64-Bit" bedeutet auch nicht "doppelt so gute Qualität".

    Überhaupt ist vieles an einem "64-Bitter" mehr Schein als Sein.
    Mein Mitmusiker hatte sich ein 64-Bit System zugelegt und wir haben diverse Anwendungen (u.a. auch 3D-Rendering/Filmschnitt usw.) im Direktvergleich (32-Bit) getestet. Geschwindigkeitsvorteile durch mehr RAM ?
    Zu unserer Überraschung: Marginal !
    Ladezeiten großer Soundlibraries sind hüben wie drüben mitunter genauso Anlass, sich mal nebenher schnell ein Zigarettchen zu drehen oder den Teekocher anzustellen.
    Bei einer 2 Terrabyte großen Soundbibliothek macht das den Kohl nicht wirklich fetter, ob man nur 4 oder 32 GB RAM verbaut hat.

    Einzig mit der System-Auslastung stößt man bei 64-Bitter, entsprechend ausgerüstet, nicht so schnell an Grenzen.
    Dem stehen wiederum Inkompatibilitäten mit 32-Bit Plugs und Bridges entgegen, so wie entsprechende Neuanschaffungen bzw. nicht gerade billige Upgrades, bzw. eine komplettes Neu-Aufziehen des Systems.

    Was aber für mich der springende Punkt meiner Weigerung eines Umstiegs ist: Die Qualität und Quantität meiner Arbeit leidet nicht darunter, nur weil ich noch in 32-Bit hantiere !

  • oboe   17. Sep 2014   14:45 UhrAntworten

    Ich bin auf 64 Bit umgestiegen und unglücklich: viele PlugIns, die noch 32 Bit waren, laufen nun schlecht mit der eingebauten Bridge. Selbst die DAW-eigenen PlugIns sind nicht alle in 64 Bit, was man an Performanceverlust merkt.

    Ich nutze Samplitude Pro X Suite in der aktuellsten Version.

    Leider ist da vieles noch nicht so ausgereift, wie man es beim Umstieg erwarten würde. Nun habe ich viele "Mischprojekte", weil für mich teilweise der 32 Bit-Anteil von PlugIns nicht erkennbar ist, wenn sie DAW-eigen sind und nicht in 64 Bit umgesetzt wurden.

    Somit habe ich häufige Renderfehler mit meinem 8 Kerner und 16 GB RAM durch die sehr ressourcenhungige Bridge. Probleme, die man bei einem reinen 32 Bit System nicht hat. Man hätte es auch nicht bei einem reinen 64 Bit System, aber dieses würde bedeuten, dass man sich von liebgewonnenen PlugIns verabschiedet und die DAW Hersteller ihre Hausaufgaben machen.

    Sam bietet parallel im Preis inklusive auch die 32 Bit Variante an, aufgrund mangelnder Aufklärung wurden aber viele Projekte in 64 Bit angefangen: diese sind unrettbar, da nun die 64 Bit PlugIns durch 32er ersetzt werden müssten, um das umgekehrte Bridgeprolem zu beheben. Alles manuelle Arbeit.

    Im Videobereich liebe ich 64 Bit, da raucht die Maschine :-)

  • Ramon Smith   18. Sep 2014   07:20 UhrAntworten

    mit Cubase 6 und win7 bin ich damals auf 64bit umgestiegen. Aber eher, weil die Software meines wissens nach für 64bit ausgelegt war und mir Stabilität am wichtigstenw ar. läuft seitdem alles ohne Probleme und ich mach mir keine Gedanken. Ich mache ja Musik und kein Hardware-Report.

  • Hirade   18. Sep 2014   08:45 UhrAntworten

    Klar 64bit wegen der 4GB Grenze von 32bit.
    ABER: zB. das genialste Drum Plugin das es gibt für Nicht-Drummer (Groove Agent 3) gibt's nicht in 64bit und schreibt desswegen leider keine MIDI Spur, so verwende ich um die Drumspur zu erzeugen noch die 32bit Version des DAW. Man kann ja beide bit Versionen des DAW installieren und wahlweise verwenden;)

  • JokarOne   18. Sep 2014   19:01 UhrAntworten

    Moin,

    ich bin mit Cubase 6 damals schon auf 64 bit umgestiegen.
    Alles läuft wunderbar und lediglich die 32 bit Plugz werden mit der Bridge geöffnet, die einfach schon lange nicht mehr nutze.
    Bei einem Mac Pro mit 16GB wäre es aber auch bescheuert sich da einzuengen.
    Fazit:
    Cubase 7.5 64bit alles super.

  • EsJotKa   18. Sep 2014   19:02 UhrAntworten

    Ich habe z.B. ein Dual-Boot System aufgebaut. Ich habe 1x Windows 7 in 32bit (für Ableton Live 9 + Max for Live) und 1x Windows 7 in 64bit (Cubase 7.5) auf einem PC mit 8 GB RAM.
    Vor dem Start des Rechners muss ich dann nur entscheiden, mit welchem System ich arbeiten möchte. Unter Windows 7 mit 32bit werden dann von den 8 GB RAM zwar nur 3.8 GB genutzt, dass reicht für die sparsame Ableton DAW aber völlig aus. Die "nur" 32bit Plugins habe ich dann unter Ableton laufen, alle anderen unter Cubase.
    Nachteil:
    Beginne ich ein Projekt in Ableton bzw. Cubase und möchte die Stems dann im jeweils anderen System weiter be- und verarbeiten, muss ich dazu den PC neu starten. Den Datentransfer wickle ich dann über USB-Sticks ab.

  • Beatpresse   19. Sep 2014   11:49 UhrAntworten

    Hallo,

    ich bin auf 64Bit umgestiegen als ich meinen neuen Rechner gekauft habe. Von 4GB Ram auf 8GB aufzustocken war bei meinem extremen Einsatz von Effekten zum Sounddesign und Vielfressern aus der Freeware-Ecke ein lang gehegter Wunsch. Inzwischen verwende ich fast ausschließlich GoTo-Marken-PlugIns von Waves, RobPapen, Korg und NI die alle in 64Bit vorliegen - und mein Lieblingssynth für GangstaFlutes und deepe Bässe Albion scheint so sauber programmiert, dass er ohne Probleme über die Bridge läuft. Sogar der TAL-Chorus hat aufgeholt. FL läuft auf 64Bit erheblich besser, bei mir - seit der entsprechenden Version.

    Soundmäßig konnte ich keinen Unterschied feststellen - nur mein Workflow wird nicht mehr durch abstürzende DAWs und Plugs unterbrochen.

    Beste Grüße
    Martin von Beatpresse

  • fatman   19. Sep 2014   13:48 UhrAntworten

    Habe in meinem PC verbaut: CPU:AMD FX6300, Arbeitsspeicher: Crucial 16 GB, 2 SSD 500GB/120GB, BS: Win7/64 SW: Sonar X3/64 + NI Kontakt 5.
    Ich bin auf 64bit wegen der bekannten Vorteile umgestiegen. Habe keine Nachteile erfahren müssen. In Sonar X3 laufen 32&64er PlugIns einträchtig nebeneinander. Z.Bsp.: Sonnax 32 & Waves 64. Ich habe mal Waves PlugIns in 64 und 32bit im Vergleich auf der gleichen Spur laufen lassen. Ich konnte keinen Unterschied im Klang entdecken. Vielleicht braucht man dafür bessere Abhörbedingungen als ich sie habe.(A&H ZED14 + RME Wandler und Event LS mit Subwoofer)NI Kontakt ist mit den Anwendungen auf der SSD installiert. Über die kurzen Ladezeiten bin ich jedesmal begeistert. Der Workflow ist darum besser.
    Wenn ich meine Vorkommentatoren richtig verstanden habe, scheint die DAW oft der Knackpunkt zu sein. Für die Klanggüte scheint mir die Frage nach 32 oder 64bit zumindest im Home und Semibereich nicht so wichtig.

  • Sogyra   19. Sep 2014   14:47 UhrAntworten

    Wenn man auf einer 64bit-Ebene arbeitet, dann sollten naturgemäß auch 64bit-Programme und Plugins eingesetzt werden...dann läuft mit ziemlicher Sicherheit auch alles glatt(zumindest mit den gewohnten Bugs wie aus der 32bit Welt). Probleme machen i.d.R diese Bridges-davon sollte man möglichst die Finger lassen.
    Auch wichtig: saubere 64-bit Treiber für die Hardware!

  • VSTVirenschleuder   19. Sep 2014   19:07 UhrAntworten

    Hallo,

    ich nutze seit ca. 3 Jahren nur noch 64Bit (Cubase). Man sollte sich nichts vormachen, 64 Bit kommt sowieso und 32Bit wird aussterben. Dann hat man obsolesenz Probleme, wie es hier auch einige beschrieben haben (das 32Bit PlugIn will nicht mit dem 64Bit Host und man bekommt es nicht in 64Bit usw.). Das vermeide ich in dem ich konsequent nur noch 64Bit nutze. Um alte Projekte dennoch bearbeiten zu können habe ich alle alten 32Bit Plugins in ein Verzeichnis "/depricated" verbannt und steuere diese über JBridge an (wenns denn sein muss). Diese werden dann nicht mehr für neue Songs genutzt. Alles was es nur in 32Bit gibt kommt mir nicht mehr auf den Rechner. Naja so ganz stimmt das nicht, denn ich nutze ein altes Melodyne das nur 32Bit hat über rewire. Es gibt da auf Youtube ein Video von "Alterum Saxum", dass zeigt wie es geht 64Bit Host/32 Bit Client. Funktioniert gut.

    Klanglich hat jemand oben geschrieben könnte er keinen Unterschied feststellen - natürlich nicht, denn das hat technisch gesehen schlicht nichts miteinander zu tun. Klang hängt vom AD bzw. DA Wandler ab und bis zu einer Gewissen Grenze von der Samplerate sowie der Auflöung (z.B. 24Bits).

  • Basstronaut   25. Sep 2014   11:48 UhrAntworten

    Wir haben 2014, Hallo ? Natürlich 64 bit.
    Windows 7 64 Bit, Cubase 7.5 64 Bit, 8 GB Ram. Sämtliche alten 32 Bit Plugins sind verbannt oder wurden durch die 64 Bit Version ersetzt. Im Rechner steckt noch eine UAD2 Quad Karte. Ich nutze die UAD Plugins für fast alle Dynamik und EQ Sachen. Somit hab ich auch bei umfangreichen Projekten noch ausreichend Systemrecourcen für VST Instrumente, Sampler etc.
    Alles was 32 bit hat kommt nicht mehr auf den Rechner, auch keine Bitbridge etc.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN