Relevanz von Open Source Audioformaten

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Sind Open Source Formate wie OGG und FLAC überhaupt produktiv einsetzbar im Audiobereich? Das ist das Thema dieses Artikels. Gewinnen die bekannten WAV und AIFF oder doch OGG und FLAC?

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Relevanz von Open Source Audioformaten

oggflac.jpg

Wie der Titel schon sagt geht es diesmal um Open Source Audioformate. Damit sind vor allem die bekannten Formate OGG oder FLAC gemeint.
Sie entstammen dem Linux-Lager und erfreuen sich auf diesen Plattformen grosser Beliebtheit. Leider sind sie auf anderen Systemen nicht so weit verbreitet.

Zwar gibt es für die jeweiligen Systeme Windows und OS X irgendwelche Plugins oder Decoder-Erweiterungen mit denen man grundsätzlich mal OGG und FLAC an den Start bringen kann. Jedoch lauffähig und produktiv einsatzfähig sind sie meist nur bedingt.

Auf Apple OS X beispielsweise existiert zwar seit Jahren ein Decoder für diese Formate nur leider führt dieses Decoder zu grossen Problemen im Betrieb mit dem System. Abstürze konnte ich selbst, quasi live, miterleben.

Windows ist, meines Wissens nach, besser unterstützt. Aber von einem produktiven Einsatz ist man dort auch weit entfernt. Zu schlecht ist auch dort die Einbindung in die, vom System, bereits vorhandenen Tools.
Importieren solcher Dateien geht nur über zusätzliche Tools, direkt meist gar nicht.

Ein weiteres Argument was gerne mal genannt wird, FLAC ist eins der sogenannten “Lossless Formate” — also verlustfrei. Viele sagen hier, es gibt doch schon andere verlustfreie Formate (Apple Lossless), wozu braucht man dann noch ein verlustfreies Format zusätzlich? Verlustfreier als verlustfrei geht ja schlecht.

Was sagen die delamar-Leser dazu? Benutzt ihr OGG, FLAC und Co. oder stützt ihr eure Arbeit lieber auf AIFF und WAV?

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Lesermeinungen (9)

zu 'Relevanz von Open Source Audioformaten'

  • Christian   17. Sep 2008   14:26 UhrAntworten

    Mit OGG habe ich selbst keine Erfahrung gesammelt; FLAC hat den charmanten Vorteil, dass es dafür halt sehr viele Tools gibt - Apple Lossless ist nur für Leute eine Option, die auf dem Mac arbeiten oder unter Windows auch unbedingt Quicktime für die Datenkonvertierung verwenden wollen. Von daher ist FLAC sicher eine gute Wahl, wenn man größere Datenmengen austauschen will.

    Auf der anderen Seite - wenn man richtig große Projekte austauscht, bringt es dann nicht mehr so viel, die Daten auf ein Drittel zu reduzieren - auf der Wechselfestplatte ist meist genug Platz... von daher spar ich mir den Konvertierungsschritt meistens und schick anderen Leuten AIFF oder WAV.

    Für Backups ist FLAC allerdings durchaus interessant, zumal ich hier (dank verfügbarem Sourcecode) viel größere Sicherheit habe, dass ich die Daten auch in ein paar Jahren noch lesen kann.

  • ken park   17. Sep 2008   14:32 UhrAntworten

    Also WAVE nutze ich ganz klar im Produktionsbereich. Die Samples sind roh gespeichert und nur mit einem Header versehen. Somit entfällt die Latenz für En- und Decoding. Das ist auch der Nachteil von FLAC für den "Live"- Betrieb, da dass Codieren schon lang dauert. Das gilt allerdings nicht für das Decodieren. Für meine Alltagsmusikkollektion hat sich auch unüberraschend mp3 durchgesetzt, was einfach nur daran liegt, dass einfache tragbare Player oftmals Probleme mit ogg haben und mein Trekstoreplayer, der mir vollkommen ausreicht, ogg schon gar nicht unterstützt. Allerdings nutze ich FLAC für das Archivieren von fertigen Mixen und auch für Referenz-CDs die ich mir aus Gründen der Bequemheit und zum Schneller raussuchen auf die Festplatte gerippt habe. Grund dafür ist der geringere Speicherbedarf, der bei meinen Beobachtungen etwa 60-70% geringer ist als bei Wavedateien.

    Man kann jetzt zwar fragen, warum ich so dringend Platz spare und dann ganze CDs auf die Festplatte rippe. Nunja, erst Komfort und dann das Erbsenzählen! ;)

  • ken park   17. Sep 2008   14:36 UhrAntworten

    Achja, zum "In-den-staubigen-Keller"-Archivieren für Daten die man höchstwahrscheinlich länger nicht mehr braucht (Einzelspuren, Projekte) und Versenden hat sich bei mir eher das WinRAR verpacken durchgesetzt. Mit RAR auf höchster Komprimierungsstufe kann man bei Wavedaten schon einiges sparen.

  • Heiko   17. Sep 2008   18:42 UhrAntworten

    Für Lossless-Daten - eindeutig FLAC - Player und Encoder gibts für praktisch jedes Betriebssystem und das alles schon ziemlich lange. Apple Lossless hilft da nur bedingt, weil viele Windows-Nutzer kein Quicktime haben und es auch nicht installieren wollen.
    Für die Musik zuhause AAC - Qualität ist hinreichend und funktioniert zumindest mal mit iPods ganz ausgezeichnet.
    Für den schnellen Dateiaustausch MP3 - Wenn ich einen Entwurf verschicke will ich mich beim Gegenüber nicht noch um Playerprobleme kümmern müssen. Soundqualität ist da meistens ausreichend. AAC geht da aber mittlerweile auch, da's doch schon fast jeder Player beherscht.

  • björn B   17. Sep 2008   19:01 UhrAntworten

    ich benutze ogg um meine samplelibary klein zu halten. (ich weis das ist vielleicht nicht ganz die feine art) benutzte die bestmögliche qualität um zu encodieren. mein host fl studio kommt damit super zurecht. vor allem bei fx und athmos ist die qualität für mich ausreichend, da die sounds im mix sowieso noch durch eq und fx laufen. der schöne nebeneffekt ist, dass meine projekte somit noch handlich bleiben und ich mit meinen musikpartnern übers netz die files schicken kann. gebounced wird dann natürlich im wav format.

  • Prof.PROGRESSOR   17. Sep 2008   19:36 UhrAntworten

    ich mach viel mit dem MAGIX-music maker 2007 (auf XP). da sind von haus aus schon alle sample-files im OGG-format. probleme mit diesen oder auch mit WAV- oder MP3-files (ausser bei exotischen bitrates) hatte ich noch nie. diese ganzen fragen hier habe mir nie stellen müssen, bin was DAS angeht ganz zufrieden.

  • Lilian85   17. Sep 2008   22:28 UhrAntworten

    Also ich nutze gerne FLAC ... vor allen Dingen bei verfügbaren Bootlegs von Nine Inch Nails und ähnlichen Bands. FLAC brenne ich auch jedes mal mit Linux, welches in Koexistenz mit XP auf meiner Festplatte lebt ;-) Und es funktioniert alles bestens. Remixe mache ich mit Sony Acid unter XP und kann auch in OGG, AIFF oder WAV rendern. FLAC ist leider nicht dabei. Aber dafür würde ich mir noch ein Programm runterladen, damit das auch funktioniert.

    Das Gefühl, etwas Freies zu nutzen, ist mir irgendwie lieber ...

  • Mario   18. Sep 2008   10:49 UhrAntworten

    OGG und FLAC sind meiner Meinung nach gute Alternativen zu MP3 und WAV. Ich habe noch bis vor zwei Jahren beide Codecs genutzt um einen Teil meiner Plattensammlung digital zu speichern. Bin jetzt aber letztendlich wieder ganz auf WAV und MP3 umgestiegen. Mittlerweile ist es so, dass ich mehr als genügend Festplattenspeicherplatz in meinem System habe (bei den Preisen!). Außerdem hatten damals die meisten Leute mit denen ich Musik gemacht habe, keine Lust sich einem weiteren Codec (FLAC!) zu widmen. Bei Musikprojekten hat sich bei uns folgender Standart eingestellt: WAV Dateien mit der Preview als RAR oder ZIP File! Die WAV Dateien sind im RAR oder ZIP Format um ca. 1/3 kleiner als die original Dateien, darum nutzen wir diesen Weg.

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