Prince: “The internet’s completely over.”

Prince: “The internet’s completely over.”

Prince sucht nach neuen Distributionswegen für seine Kunst, und so wird sein neues Album “20TEN” ausschließlich einer Ausgabe des Daily Mirror als CD beiliegen. Es wird keine Downloads geben:

The internet’s completely over. I don’t see why I should give my new music to iTunes or anyone else. They won’t pay me an advance for it and then they get angry when they can’t get it.

Auch zeigt er sich generell zerknirscht über alles, was mit dem Internet zu tun hat. Neben iTunes soll auch bei YouTube nichts mehr von ihm zu hören sein; mehr noch: selbst seine Webseite wurde dichtgemacht.

Als wäre das nicht schon bockig genug, versteigt sich Prince zu dieser Aussage:

The internet’s like MTV. At one time MTV was hip and suddenly it became outdated. Anyway, all these computers and digital gadgets are no good. They just fill your head with numbers and that can’t be good for you.

… Nee, is klar.

Lesermeinungen (17)

zu 'Prince: “The internet’s completely over.”'

  • Neutralo
    06. Jul 2010 | 23:33 Uhr Antworten

    Recht hat er.

  • finaltune
    07. Jul 2010 | 00:25 Uhr Antworten

    Nein, das hat er ganz sicher nicht.

  • bounty
    07. Jul 2010 | 00:43 Uhr Antworten

    Ist schon was drann. Nur leider können wir nichts mehr drann ändern. Also eher unwahrscheinlich…

  • mk86
    07. Jul 2010 | 03:16 Uhr Antworten

    Wo zur Hölle hat er denn bitte Recht? Heutzutage ist das Internet doch für Musiker eine der besten Einnahmequellen. Guckt euch doch die Downloadzahlen bei den Music-Online-Stores alá itunes an.. das wird nicht weniger. Er beschwert sich dass er keine Kohle dafür bekommt dass er seine Musik da anbietet – WAS? Banal.. Wenn das wirklich stimmt, scheint der mal zu heiß gebadet worden zu sein – Aber er kann es sich ja erlauben, hat bestimmt genug Knatter..

  • mo
    07. Jul 2010 | 03:20 Uhr Antworten

    Also so sehr ich Prince schätze, die Aussage ist Quatsch. Das ist so pauschalisiert. Das Internet hat seine schlechten Seiten, sowie alles andere auch, aber die positiven Seiten des Internets hat die Welt verändert und das nicht unbedingt zum schlechten.

    Der soll lieber mal wieder coole Mucke machen, statt zu schmollen ;-)

  • Bounty
    07. Jul 2010 | 10:28 Uhr Antworten

    Meiner Meinung nach behaupten nur die Leute die NICHT VON IHRER EIGENEN MUSIK LEBEN, daß das Internet gut ist um die Musik zu vermarkten/verkaufen.

  • polyaural
    07. Jul 2010 | 10:47 Uhr Antworten

    Fernsehsender kommen und gehen, aber das Fernsehen bleibt. Internetsites oder -Dienste kommen und gehen, aber das Internet bleibt. Internet ist so stark, dass es in absehbarer Zeit Telefon, Post und Fernsehen ablösen wird, bzw. schon hat. Es bietet zu viele Vorteile, als dass es einfach verschwinden wird.

    Wenn Prince Rogers Nelson meint, dass iTunes eines Tages genau so weg ist wie MTV, dann hat er möglicherweise Recht, möglicherweise auch nicht. Aber das ist egal, denn der Untergang von iTunes wird weder Vinyl, CD oder zukünftige Hardwaremedien zurückbringen, auf denen Musik verkauft wird. Nur wenn die Musikindustrie ihre Ware auf einem Medium herausbringt, das nicht digitalisiert werden kann, wird sie ihre Produkte aus dem Internet fernhalten können. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Medium nur zögerlich vom Kunden akzeptiert wird.

    Herr Nelson hat einfach „Anbieter“ mit „Vertriebsweg“ verwechselt. Das ist nicht schlimm. Man kann nicht auf allen Gebieten ganz weit vorne sein, „das kann nur Martin Klapp“.

  • Z!
    07. Jul 2010 | 10:55 Uhr Antworten

    @Bounty

    Das ist bestimmt auch der Grund, weswegen alle großen Labels überall im Internet vertreten sind mit ihren Stars, ihrer Werbung und ihren Webseiten. Das Internet funktioniert nicht als Marketingkanal, ganz klar… (Achtung! Ironie!)

    Hahaha, du bist so ein Dummschwätzer! Solche Aussagen kommen von denen, die nicht wissen, wie man neue Kanäle nutzt. Das war damals mit dem Radio so, das war mit dem Fernsehen so und nun eben auch mit dem Internet.

  • bounty
    07. Jul 2010 | 11:33 Uhr Antworten

    Tja die großen verkaufen trotz der neuen Medien und nicht aufgrund der neuen Medien. Haben wir ja bei Rock the Biz gesehen: große Töne das jetzt alles möglich ist und neue Vertriebswege etc und dann hat der erste Teil des Films nichtmal 100 Aufrufe.

    Ich habe aufgehört mich in diese theoretischen Spekulationen, Träume und Prognosen einzumischen und rede hier nur mit Kollegen über Fakten die ich Schwarz auf Weiß sehe. Am Ende lebe ich von meiner Musik und nicht von Spekulationen.

    Die Internet-MusikBiz-Blase ist geplatzt. Tut mir Leid wenns manche erst später registrieren werden. Ich kann immernoch von CD-Verkäufen leben. Mp3 Verkäufe sind in 85% einfach nur n heißer Furz bei dem nichts rummkkommt. Aber viel Spass beim Träumen. Probieren geht über studieren. Ausprobieren !!

    All the best from outa space

  • Klaus
    07. Jul 2010 | 11:49 Uhr Antworten

    Musik ist Trumpf!
    Musik ist unser Leben,
    sie wird es immer geben,

    Musik, Musik, Musik, Musik

    mit oder ohne Internet!

  • Carlos (delamar)
    07. Jul 2010 | 14:42 Uhr Antworten

    Da dürfte Herr Prince ungefähr so viel Recht behalten wie der Mann bei Microsoft, der seinerzeit das Internet als minder wichtig einschätzte mit den Worten “The internet is for porn”.

    Aber auch das ist ein Zeichen des Generationsnwechsels. Die Alten machen Platz für die neuen Jungen. Bin mal gespannt, ob seine Strategie aufgeht, denn immerhin hat er genug Fans auf der Welt.

    @bounty
    Schön, dass Du von deinen Musikverkäufen leben kannst. Ich drück dir die Daumen, dass Du das auch morgen noch kannst.

  • Neutralo
    07. Jul 2010 | 15:29 Uhr Antworten

    Ich denke, dass auch der damit verbundene Werteverlust mit eingeschlossen wurde. Ebenfalls sieht er der digitalen Abhängigkeit Einzelner mit iPod touch, HTC Desire, Dell Notebook und dem frisch eingekauften iPad unterm Arm kritisch entgegen.

    In dieser Hinsicht hat er durchaus recht.

    Andersrum gesagt: Apple ist auch nicht gerade ein Wohltäterverein und sein größter Konkurrent schiesst gerade Fotos dabei, wie mir das iPad vorm Starbucks runterfällt.

    Wer A sagt, muss auch B ertragen.

    Kauf mir Shakira aufm Klo für 99 cent, weiß Apple welches Klopapier ich benutzt habe. Und dass es teurer ist, als der Song. Superklasse, es lebe die Musikindustrie!

  • polyaural
    07. Jul 2010 | 16:04 Uhr Antworten

    Menschen die nicht von ihrer Musik leben müssen fällt es mit Sicherheit leichter das Internet als Vertriebsplatform zu akzeptieren. Aber sehen wir uns doch einmal die Fakten an:

    1. Das Internet ist da, und wird aus weiter oben genannten Gründen nicht so schnell abgeschaltet.
    2. Was jemand als „wertvoll“ ansieht und sich digitalisieren lässt, wird über kurz oder lang im Internet verfügbar sein.
    3. Selbst wenn Prince seine Musik in Kristallen ohne USB-Anschluss abspeichert, so muss es doch ein Abspielgerät geben dass sie in Schallwellen umwandelt. Sollte jemand das akustische Ergebnis positiv aufnehmen, wird er die analoge Wiedergabe wieder digitalisieren um sie mit anderen zu teilen.
    4. Die online Distribution von künstlerischen Inhalten ist für die Verleger zu verlockend um sie nicht zu nutzen. Zum einen sind die Verteilkosten gering, zum anderen erwarten immer mehr Menschen digital delivery. Daran ändert auch die Scheu vor illegalen Kopien nichts
    5. Online gelieferter Content hat in den USA in diesem Jahr erstmals die Zahl der offline gelieferten Inhalte übertroffen (Quelle: billboard.biz, siehe auch Link am Ende). Es wurden mehr Songs als Datei gekauft, denn als CD/Vinyl etc. Wer glaubt dass dieser Trend sich in der nächsten Zeit wieder abschwächen wird möge bitte kurz mal die Hand heben. Danke.

    Bounty, Du schreibst: „Die Internet-MusikBiz-Blase ist geplatzt.“ Was genau meinst Du damit? Das sich Social-Networks für Musiker als heiße Luft erwiesen haben? Kein Problem, unterschreibe ich. Auch Werbemaßnahmen im Internet sind im Moment maximal begleitend. Ich bin also nicht sicher was Du mit der geplatzen Internet-MusikBiz-Blase meinst.

    Wenn das stimmt was ich hier schreibe, dann wird erst mit der Erfindung einer Direktübertragung von akustischen Ereignissen in das Hirn, also ohne Umweg über das Ohr, der Traum von Herrn Nelson in Erfüllung gehen. Aber nur wenn der „Mindblowing-Content“ sich ausschließlich über Hardware, z. B. in Form von aufwändig codierten Plasma-Gel-Packs verteilen lässt.

    Schaun mer mal …

    Link:
    http://www.billboard.biz/bbbiz/content_display/magazine/upfront/e3i12fe2557a9382597671a522cc1cc901d

  • Jamin
    07. Jul 2010 | 16:05 Uhr Antworten

    Natürlich hat Prince recht….ihr Verblendeten….

  • Czebo
    07. Jul 2010 | 19:08 Uhr Antworten

    Es ist seine Musik und er kann entscheiden wie er sie vermarkten möchte. Das ganze ist auf jeden Fall eine gute Promo und wird sicherlich noch in vielen Medien Beachtung finden, was sicherlich keine schlechte Werbung für die neue “Platte” sein wird.

    Wer weiß was der Daily Mirror dafür zahlt der einzige Distributor zu werden…

    Und mal ganz ehrlich: Früher oder später gibts die Songs doch irgendwo in digitaler Form zu hören/kaufen. Sei es auf einem Best-Of Album das in 20 Jahren oder zum Tod von Prince erscheint oder in irgendeiner CD/HD-Audio/DvD Box mit der Prince Diskografie.

    Seine Meinung zum Internet ist sein Ding – ich bewundere den Mut es so offiziell anzusprechen und die Chancen die das Netz bietet (nicht nur den Vertrieb, auch die Nutzung als Werbeplattform und Vernetzung zur Fanbase) nicht weiter zu nutzen.

  • Prof. PROGRESSOR
    07. Jul 2010 | 19:12 Uhr Antworten

    “..They just fill your head with numbers and that can’t be good for you.”

    woher will der kerle wissen, was gut für mich ist und was nicht???
    der meint wohl, er sei jetzt schon der liebe gott oder so…

    pöh!

  • Frank
    08. Jul 2010 | 18:56 Uhr Antworten

    prince hat in seinem universum recht, klar!

    ist und bleibt einer der besten, die schon immer eigene wege gingen!

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