Musikbusiness: Social Media für den Erfolg als Musiker

Musikbusiness: Social Media für den Erfolg als Musiker

Das Jahr 2009 ist auch für das Musikbusiness das Jahr der Social Media. Selbst das Fernsehen hat die Tragweite von sozialer Interaktion im Internet erkannt und so kann man zunehmend mehr Berichte über diverse Social Media Dienste im TV sehen.

Dass Social Media beim Internetnutzer allgemein gut ankommt, kann man alleine an der Vielzahl an Web2.0 Diensten erkennen, die fast wöchentlich wie Pilze aus dem Boden schiessen. Was liegt als Band oder Künstler also näher, als sich dort zu engagieren und mal einen alternativen Weg zu testen?

Die Kosten für die Aufnahme und Produktion einer Musik-CD sind dank der weit fortgeschrittenen technischen Entwicklung erheblich gesunken. Und mal ganz nebenbei: Jeder gewöhnliche Homerecording Computer kann heutzutage mehr Spuren aufnehmen und bearbeiten als die Beatles bei ihrem White Album zur Verfügung hatten. Was ich damit sagen will ist, dass im Jahr 2009 die technischen und finanziellen Möglichkeiten für Jedermann gegeben sind, ein eigenes Album aufzunehmen und zu veröffentlichen.

Da hätten wir also schon den ersten Grund, sich das Betteln an den Türen der Major Labels gründlich zu überlegen. Und das Musikbusiness hat zudem ernsthafte Probleme. Beim Konsumenten sinkt der gefühlte Wert der Musik während die CDs gleichzeitig immer teurer zu werden scheinen. Laut den Aussagen der Musikindustrie werden ja auch weniger CDs verkauft und was Musiker beim Verkauf von Musik verdienen haben wir ja auch schon einmal besprochen. Auch für bei Majors gesignte Bands ist klar: Das Geschäft besteht nicht darin, die Musik auf CDs zu verkaufen.

Die Lösung 2009 für das Musikbusiness: Networking und Social Media

Wie werde ich also dann als Band erfolgreich im Musikbusiness? Mit Networking natürlich! Wie wäre es mit dem Nutzen der vielen beliebten Social Media Portale, um sich eine eigene, treue Fanbase zu erarbeiten?

Networking, Networking, Networking! Für Bands und Einzelkünstler bietet sich die soziale Interaktion mit potenziellen Fans unter Zuhilfenahme der neuen Medien – dem Internet allen voran – an. Nicht nur, dass man tausende potenzieller neuer Fans auf diesen Portalen bequem von zuhause erreichen kann. Das Ganze ist auch noch vollkommen frei von Kosten – sieht man mal von der eigenen Zeitinvestition ab.

Networking für den Erfolg im Musikbusiness ist an sich nichts Neues, das hat früher das Label oder der Bandmanager in die Hand genommen. Aber im Jahr 2009 bedeuten Networking und Social Media Opfer auf seiten der Bands: Sie müssen endgültig ihre negative Attitüde gegenüber der Business-Seite des Musik machens ablegen und sich selbst auf die Promotion ihrer Musik konzentrieren.

6 Tools für den Erfolg im Musikbusiness

Hier sind sechs der besten Dienste für Deinen Erfolg als Band oder Musiker im Musikbusiness (ich war so frei unsere eigenen Unterseiten zu verlinken, falls Ihr darüber mit uns in Kontakt treten wollt):

  1. Twitter
    Microblogging in SMS-Länge für den direkten Kontakt zu den Fans
  2. Facebook
    Hier kann man den Kontakt zu den Fans noch weiter ausbauen und seine Band oder sein Projekt in seiner Gesamtheit darstellen.
  3. Blogger / WordPress
    Hier kann man ein Tour-Tagebuch führen oder kurze Anekdoten aus dem Bandalltag erzählen, Tourfotos veröffentlichen und die aktuellen News zur Band verbreiten.
  4. Myspace
    Die wahrscheinlich größte Community für Musiker eignet sich hervorragend zum Publizieren der Tourdaten und um Demotapes online zu stellen.
  5. Tunecore
    Um die eigene Musik bei iTunes verkaufen zu können.

Dies ist natürlich nur eine kleine Auswahl von Social Media Portalen, die man als Band oder Künstler nutzen kann. Es gibt noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, um die Synergieeffekte von digitaler und realer Welt für den Erfolg im Musikbusiness einzusetzen.

Erfolg im Musikbusiness Fazit

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Letzten Endes muss man sich der Realtität stellen: Im Jahr 2009 reicht es nicht mehr aus, einmal pro Woche in einer dunklen Garage zu proben, ein paar Flyer in der Stadt zu verteilen und heimlich zu beten, dass ein Major Label vorbeikommt, um die Band zu signen.

Zwar kann der Plattendeal mit einem Major immer noch ein hehres Ziel sein – um die eigene Partizipation an diversen Social Media Portalen und Kommunikation mit potenziellen Fans kommt keiner herum, der Erfolg im Business haben möchte.

In einer Zeit, in der selbst die Plattenlabels auf Besucherzahlen im Myspace-Profil achten, lohnt es sich, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und sich der Weltöffentlichkeit zu präsentieren und mir ihr zu interagieren.

Lesermeinungen (9)

zu 'Musikbusiness: Social Media für den Erfolg als Musiker'

  • polyaural
    19. Feb 2009 | 13:23 Uhr Antworten

    Networking! Wow, nett worken und schon klappts? Nun, meine persönliche Erfahrung mit networking hat zu aller erst mal folgendes herausgebracht: Im „Network“ finde man mal hauptsächlich Anbieter und wenige die was suchen. Sicher, es kommen viele Kontakte zusammen, aber die meisten reden nur mit dir, weil sie hoffen, dass du was von ihnen nehmen willst. Sie sind Anbieter, wie du. Und dabei suchst Du selber jemanden, der was von dir nimmt!

    Bleibt also letztlich nur wieder Vitamin B. Man muss nicht viele Leute kennen, sondern die Richtigen. Und das ist schwer und kostet richtig richtig Zeit. Denn ein Netzwerk braucht viel Pflege, sonst wird es brüchig.

    Aber sonst hat Carlos vollkommen Recht. Netzwerk ist alles, oder wie mein kleiner Bruder zu sagen pflegt: Wer keinen kennt ist selber schuld …

  • Carlos (delamar)
    19. Feb 2009 | 19:44 Uhr Antworten

    Auf myspace magst Du recht haben. Dort sind wirklich hauptsächlich “Taker” unterwegs. Auf anderen Plattformen findet man vielleicht eher eine Fanbase.

    Myspace bietet sich aber dennoch an, um Tourdaten und Musik zu veröffentlichen und eventuell mit anderen in Kontakt zu treten.

  • Markus
    25. Feb 2010 | 20:05 Uhr Antworten

    Ich kann Social Media Plattformen wie Myspace oder Facebook empfehlen, insbesondere über myspace haben wir für unser Mixing-Tonstudio schon einige Kunden gewinnen können. Weiterhin haben wir bereits einen Künstler produziert der uns via myspace angeschrieben hatte. Wer uns bei myspace adden möchte, kommt dorthin über den unten angegebenen Weblink!

  • Dave
    27. Mrz 2012 | 12:11 Uhr Antworten

    Gut es mag sein, dass Myspace nach wie vor etwas zentrales ist. Aber ich finde, Myspace hat genau wie die Musikindustrie einiges verpennt. Da gibt es mittlerweile bessere Plattformen um sich als Musiker zu präsentieren. http://www.restorm.com ist für mich eine schöne Plattform, mit sehr guten Funktionen.

    Ansonsten habe ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit Twitter gemacht. Für mich einer der genialsten Netzwerke, wenn man es richtig einsetzt. Wird aber wohl jeder individuell für sich selber entscheiden, auf was er setzen möchte.

    Für die einen wird Myspace das wahre bleiben und für andere eben die anderen Plattformen.

    Nutzen sollte man es auf alle Fälle, man erreicht eine Menge Leute, wenn man es richtig und innovativ einsetzt.

    • Carlos San Segundo (delamar)
      27. Mrz 2012 | 12:15 Uhr Antworten

      Hast Du noch viele direkte Kontakte über Twitter? Ich hatte zuletzt das Gefühl, dass man Leute besser bei Facebook erreicht…

      • Dave
        27. Mrz 2012 | 12:34 Uhr

        Hmm ich denke je nach dem welches Instrument man auch spielt oder wie man als Musiker tätig ist. Für mich hat sich Twitter sehr bewährt! :) Da haben sich für mich sehr viele Sachen ergeben, Musiker Jobs usw.!

  • IrgendeinThomas
    11. Apr 2012 | 18:02 Uhr Antworten

    Dann hab ich wohl Twitter immer unterschätzt? Dachte das wäre nur dazu da um schon bestehende Fans zu unterrichten wann man wo und wie den letzten “Furz” gelassen hat…habe mich aber ehrlich gesagt noch nicht näher damit auseinander gesetzt. Für mich sind die Möglichkeiten am Besten bei denen man möglicherweise neue Zuhörer gewinnen kann, da scheidet für mich das von Carlos hochgelobte Facebook auch aus (gut, theoretisch könnte man sich da so aufführen wie ehemals bei Myspace und wahllos posten, Anfragen verschicken aber ich las das man dann schnell als Spammer rauskommt da dort anscheinend nicht üblich) Für mich sind momentan die Musik-Streaming-Dienste und Radios das beste Mittel. Restorm kannte ich noch garnicht werde ich mal genauer unter die Lupe nehmen.

  • Sue
    19. Feb 2013 | 19:24 Uhr Antworten

    Aktuell kann man auf Myspace zur Promotion getrost verzichten. Dem Netzwerk haben mittlerweile einfach andere Plattformen den Rang abgelaufen. Nr. 1 ist auf jeden Fall Facebook, schon allein wegen den enormen Mitgliederzahlen. Ich finde auf jeden Fall, dass es sich eignet um neue Fans zu gewinnen – auch ohne Egospamming ;) Mit Twitter habe ich auch gute Erfahrung gemacht.
    Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden welche Plattformen einem persönlich zu sagen. Wichtig ist, auf den ausgewählten Profilseiten regelmäßig zu erscheinen und vor allem interessante Inhalte zu kommuniziern!
    In meinem Blog habe ich die wichtigsten 5 Social Media Plattformen für Musiker zusammengefasst: http://www.blog.digimedial.de/die-funf-wichtigsten-online-netzwerke-fur-musiker-im-social-web/

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