Musikbusiness: GEMA – Deutlicher Rückgang der Einnahmen
Neulich hatten wir Euch auf eine Petition für mehr Transparenz bei der GEMA hingewiesen; viele Musiker kritisieren die undurchsichtige Art und Weise, wie die Verwertungsgesellschaft agiert. Nun lässt die GEMA verlauten, daß sie im vergangenen Jahr zum Teil beträchtliche Verluste hinnehmen musste.
Musikbusiness: GEMA – Deutlicher Rückgang der Einnahmen
Auf der heutigen Jahrespressekonferenz der GEMA in Berlin meldete die Verwertungsgesellschaft für 2008 einen Rückgang der Einnahmen von 26,6 Millionen auf 823 Millionen Euro, was einem Minus von 3,1 Prozent entspricht. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker ließ die Öffentlichkeit wissen, daß der Gesamtertrag für die weltweiten Rechteinhaber 823,0 Millionen Euro beträgt, die Verteilungssumme beläuft sich auf 700,6 Millionen Euro.
Allein bei den Tonträgern ist im vergangenen Jahr ein drastischer Einbruch von 31,7 Millionen Euro (-17,4 Prozent) zu verzeichnen. Das Inkasso bei den Tonträger-Verkäufen in Deutschland beläuft sich auf 85,1 Millionen Euro, im Jahr 2007 waren es noch 94,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von 9,9 Prozent.


23. Apr 2009 | 15:41 Uhr
Da stimmt was mit den Zahlen nicht…Edit…
Ansonsten bleibt mir da nur zu sagen,weiter so…
Wir geben nicht auf,bis sich die Gema ganz auflöst…
23. Apr 2009 | 15:55 Uhr
Hmm — Auflösen? Klingt nicht gut.
Modernisieren, ja. Aber auflösen? Und was kommt danach? Nur noch Local Heros in Kneipen und auf Marktplätzen, mit anschließender Kollekte? Die Gema hilft schon mit, dass Musiker von ihrer Arbeit leben können. Sie ist da möglicherweise nicht sehr aktuell, weiß noch nichts so recht mit dem Internet und den Saugern anzufangen, aber im großen und hanzen ist die Idee hinter der Gema gar nicht mal so übel. Oder?
24. Apr 2009 | 13:17 Uhr
bin selbst mitglied und stehe der gema eher skeptisch gegen über. stimme “polyaural” völlig zu.
jan
01. Mai 2009 | 02:19 Uhr
Hey Leute, ich kenne die Dinge die die Gema so treibt auch nur bedingt, aber soweit ich weiß,
ist die Grundidee der Gema keine schlechte. War auch eine Zeitlang Mitglied ( oder wie man das nennt) und habe bisher, abgesehen von den jeweiligen Lokalanbietern nie etwas schlechtes vernommen. Grundsätzlich finde ich die Gema genauso ein nutzloses Beiwerk unserer Gesellschaft wie die GEZ, dennoch weiß ich aber auch von Musikern, die davon auch ihren Unterhalt bestirtten haben. Deshalb meine Devise, erst fragen, dann klagen.
Die Leute sind echt nett, wenn man mal da telefonisch tewas erfahren will.
LG an alle die Teil an dem Thema nehmen.
ash
01. Mai 2009 | 02:21 Uhr
Sorry meine Rechtschreibfehler beziehen sich auf die Hochzeit eines Freundes.
Please forgive me
01. Mai 2009 | 09:21 Uhr
Die Grundidee der GEMA ist sicherlich gut und sehr wertvoll. Das, worüber sich die meisten aufregen – und da gehören wir teilweise dazu, sind die seltsamen Auswüchse und Ansprüche, die zumindest nicht auf den ersten Blick im Sinne der GEMA erscheinen.
Zunächst wäre der Verteilungsschlüssel mal genauer zu betrachten. Da geschieht eine Verteilung, die nach Kriterien aufgebaut ist, die heute meiner Ansicht nach nicht mehr zu halten sind.
Und dann z.B. die Geschichte mit YouTube, wo die GEMA plötzlich eine Menge mehr Geld abkassieren will (angeblich für die Künstler) und stattdessen dafür gesorgt hat, dass einige Künstler nicht mehr auf der weltgrößten Videoplattform stattfinden können. So etwas ist bedenklich, weil es den Künstlern schadet.
01. Mai 2009 | 18:40 Uhr
JA, die Grundidee der GEMA, sich um die Zweitverwertungsrechte der Künstler zu kümmern, ist durchaus eine lobenswerte Angelegenheit. Nur das WIE. Die treiben ihr Geld von Sachen ein, die NICHTS mit Zweitverwertung zu tun haben. Jeder weiß ja mittlerweile, dass man für Brenner, Rohlinge, PCs, Drucker, Scanner etc Geld abdrücken muss, und das nicht unerheblich !
Stand Dez 2007 sind das für einen DVD-Brenner z.B: 9,21 € pro Stück! und für jeden Dritten DVD Rohling müssen 17 Cent abgedrückt werden.
Für mich ist das äußerst fragwürdig, denn schließllich darf ich mit meinem DVD Brenner gar keine kopiergeschützten CDs (das ist ein Großteil!) und auch keine DVDs brennen (jede DVD ist kopiergeschützt! –> Umgehungsverbot). Ich bezahle also für etwas, was ich gar nicht machen darf. Diese Pauschale ist nämlich nicht für die Schwarzkopierer, sondern das Argument für diese Pauschale ist die rechtmäßge Privatkopie ! Denn laut Urhebergesetzeslage, sind Privatkopien zwar erlaubt, aber eben nicht kostenlos !
D.h. man zahlt für etwas, was man gar nicht machen kann/darf.
Und eben da hört mein Verständsnis für die GEMA auf. Sicherlich soll sie von Radios, Clubs etc die Gebühren eintreiben, schließlich verdienen die ja ihr Geld mit der Musik/Kunst anderer Leute. Aber für etwas Geld zu verlangen, was rechtmäßig nicht genutzt werden darf, das ist eine Schweinerei !
lg
Markus
04. Dez 2010 | 12:36 Uhr
Hallo,
die GEMA muß aufgelöst werden. Das sind alte, diktatorische,
total verfilzte Monopolstrukturen.
Die wirklich gute Grundidee dahinter, muß mit neuen Leuten umgesetzt werden, ich betone mit neuen Leuten,
also kein “alle Plätze wechseln sich”
Mindestens 75 Prozent einer neuen Verwaltungsstruktur müssen praktische Fähigkeiten in der Musik, mindestens 5 Jahre, haben und aud Dauer selbst Musik praktizieren.
Viele Grüße
doersch