Mein nützlichstes Helferlein als Musiker & Produzent

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Mein nützlichstes Helferlein als Musiker & Produzent

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Dropbox und ich

Wenn Du stets vor Eventualitäten wie störrischen Geräten oder defekten Festplatten gefeit sein möchtest und das Ganze möglichst bequem gelöst sein soll, kannst du dir mal Dropbox anschauen. Dabei werden die Daten in einem von dir bestimmten Ordner gesichert, damit sie später auf allen Geräten, auf denen die Software installiert ist, automatisch synchronisiert werden können, sofern eine Internetverbindung besteht. Klar, die Mitbewerber schlafen nicht und so gibt es von zahlreichen Herstellern sehr interessante Alternativen (u.a. Microsoft Skydrive), doch in meiner Erfahrung hat sich Dropbox eben als so unkompliziert, robust und fähig erwiesen, dass es in den folgenden Zeilen kurz porträtiert werden soll.

Dropbox

Dropbox – mein nützlichstes Helferlein als Musiker & Produzent

Zuerst installierst Du die Software, entweder auf mobilen Geräten (es gibt Versionen für Android, iPhone, iPad, BlackBerry oder den Kindle Fire) oder auf einem Rechner mit Windows bzw. Mac OS X.

Dropbox ist so konzipiert, dass es alle Daten innerhalb eines Ordners im Auge behält, um die soeben darin veränderten Dateien (inklusive der korrekten Verzeichnisstruktur) auf die Server von Dropbox (die ominöse »Cloud«) hochzuladen. Schaltest Du später ein anderes Gerät ein, auf dem die Software ebenfalls installiert ist, aber die neuen Dateien noch nicht oder in einer älteren Version vorliegen, wird mithilfe der Daten in der Wolke alles automatisch auf den neuesten Stand gebracht.

Versionierung

Der Clou ist, dass auch ein einfaches Versionierungssystem eingebaut ist. So kannst Du ältere Versionen einer Datei wiederherstellen; über das Online-Interface auf dropbox.com geht das ziemlich bequem. Das Ganze ist etwa dann nützlich, wenn Du an deinem aktuellen Musikprojekt zu sehr herumgedoktert hast und merkst, dass vor ein paar Minuten alles noch viel stimmiger klang. Oft gelingt es an einem solchen Punkt nicht mehr, die Änderungen so rückgängig zu machen und die Magie des vergangenen Moments wieder einzufangen.

Dropbox - Versionierung

Natürlich kannst Du dein Projekt auch in sehr kurzen Abständen in einer neuen Datei mit leicht verändertem Namen (fortlaufende Endungen wie »_2«, »_3« oder dergleichen) speichern, doch das Zurückgreifen auf die Versionierung von Dropbox finde ich eleganter als die Überflutung meines Projektverzeichnisses mit zig Dateien.

Sicher ist sicher

Ein anderes Beispiel: Mit deinem Smartphone nimmst Du spannende Klänge der Natur, großartige Straßenmusik oder sonstige Kostbarkeiten als Field Recordings auf (es gibt ja bereits gute Mikrofonmodule wie das Tascam iM2). Weil die Daten gleich per Dropbox hochgeladen werden können, gehen die Aufnahmen nicht verloren – selbst, wenn Du dein iPhone kurz darauf irgendwo im Gelände verlierst.

Auch wenn Du dich ärgerst, dein Smartphone verlegt zu haben, kannst Du zuhause auf die Aufnahmen zugreifen und, wer weiß, sie in einem Musikstück verarbeiten, das dich und dein zukünftiges Publikum in Ekstase versetzt.

Datensicherheit

TrueCryptWenn Du deine Daten zu (annähernd) 100% geheim halten möchtest, kannst Du dir kostenlose Lösungen zur Verschlüsselung wie TrueCrypt, BoxCryptor oder EncFS anschauen. Mit der portablen Variante von TrueCrypt habe ich in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht, das System mit der automatisch an die Summe der Inhalte angepassten Containergröße funktioniert einwandfrei. Um sicher zu sein, ist natürlich ein langes Passwort erforderlich, am besten aus einer wilden Mischung von Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

Abschließend…

Mit diesem kleinen Einblick will ich es bewenden lassen, dabei habe ich noch nicht über die Möglichkeiten zur Kollaboration (das Freigeben von bestimmten Unterordnern an bestimmte Team-Mitglieder eines Projekts etc.) gesprochen. Wer neugierig geworden ist und das Gadget gerne einmal testen möchte, kann das gleich hier machen:

Dropbox testen

Wenn Du dich über diesen Link anmeldest, hilfst Du übrigens dem Team von delamar ganz direkt, indem Du ihnen ein paar weitere Megabyte schenkst, die sie für die tägliche Arbeit an ihren Projekten gut gebrauchen können.

Ich hoffe, dass Du in diesem Artikel für dich entdecken konntest, wie Du von solch einer Software profitieren kannst. Wenn Du bereits mit einem Programm dieser Art arbeitest: Wie erleichtert es deine Arbeit und dein Vergnügen als Musiker oder Produzent? Schreib es uns in die Kommentare. Danke!

 

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Lesermeinungen (4)

zu 'Mein nützlichstes Helferlein als Musiker & Produzent'

  • Marcel Schindler   11. Dez 2012   12:22 UhrAntworten

    Oh ja, Dropbox ist super. Ich habe damals versucht, eine Kooperation mit anderen Künstlern zu starten und wir haben versucht, einen Track zusammen zu erstellen.

    Dropbox war eine sehr gute Hilfe dabei. Letztendlich ist das Projekt dann aber an notorischem Zeitmangel gescheitert.

  • Dave   12. Dez 2012   11:30 UhrAntworten

    Wie viel storage bekommt man denn bei DB als Freeuser? Bin selvber bei box.com, weil es da mal ne aktion mit 50GB free gab.

    Anmerkung: Datenschutz statt Datensicherheit ist fachlich richtger. Datensicherheit beschreibt die konsinstenz und Verfügbarkeit der Daten, während Datenschutz zB authorisierung usw abdeckt.

    • Carlos San Segundo (delamar)   12. Dez 2012   12:45 UhrAntworten

      Am Anfang erhältst Du 2 GB, kannst aber bis 16 GB kostenlos aufstocken. Ich nutze die Dropbox ja auch - für mich liegt der größte Vorteil darin, auch auf iPhone, Android oder iPad auf meine Daten zugreifen zu können...

  • kauzi   23. Okt 2013   11:56 UhrAntworten

    Ich selber nutze wie Dave auch box.com für den Austausch mit den Bandkollegen. Bin recht zufrieden. Vorteil gegenüber dropbox ist v.a. das Kommentarsystem: Man kann alle Dateien kommentieren/diskutieren/taggen. Ist ganz nützlich, wenn man nach einem Jahr mal wieder alte Jamschnipsel durchforstet. Da sind die früheren Kommentare sehr hilfreich.

    Zudem kann man auch Webdokumente anlegen, die dann alle direkt im Browser bearbeiten können, ganz praktisch für Songtexte, Playlists usw. Mit 50GB hat man auch etwas mehr Speicher als bei dropbox.

    Nachteil in der Free-Version ist das fehlende Versionierungssystem. Dropbox hat aus meiner Sicht etwas mehr Stärken in Richtung Dateiverwaltung, box.net mehr in Richtung Collaboration-Werkzeuge.

Sag uns deine Meinung!

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