Schöner hören mit DNA-Cocktails & Elektroschocks

16
SHARES
Schöner hören mit DNA-Cocktails & Elektroschocks

anzeige

DNA + Strom lässt Hörnerven sprießen

Die Forscher nutzten zunächst ein Antibiotikum, um die Hörkraft des Tieres zu verringern. Dann setzten sie rekombinante DNA in die Hörschnecke ein; diese Art von DNA-Molekülen wird aus genetischen Materialien gebaut, die aus mehreren Organismen stammen. Nun wurde ein modifiziertes Implantat in die Hörschnecke gesteckt, das kurze elektrische Stromstöße in Richtung der an die Elektrode angrenzenden Zellen absonderte. Dadurch konnte die rekombinante DNA in diese Zellen eindringen und Neurotrophine erzeugen – Proteine, die die Vernetzung der Nervenenden bewirken. Laut Aussagen der Forscher konnte das Meerschweinchen dadurch Tonhöhenunterschiede deutlich besser wahrnehmen und mit einem größeren Dynamikumfang hören.

Schöner hören mit DNA-Cocktails & Elektroschocks

Leider hätte die Produktion der Neurotrophine nur einige wenige Monate angehalten, so dass die Methode noch verbessert werden müsse, bevor sie mit dauerhaften Erfolgsaussichten an menschlichen Versuchssubjekten getestet werden könne. Doch Gary Housley, Co-Autor der Studie, berichtete unser Quelle, dass das Implantat eines Tages Menschen helfen könnte, »Musik [stärker] wertzuschätzen und in geräuschvollen Umgebungen [besser] zu hören«.

Die Technologie könne auch in anderen bionischen Apparaten genutzt werden, etwa in retinalen Implantaten oder bei der Stimulation des Gehirns, wie sie zur Behandlung der Parkinson-Krankheit genutzt wird.

Studie

Mehr zum Thema:


Lesermeinungen (5)

zu 'Schöner hören mit DNA-Cocktails & Elektroschocks'

  • Carlos San Segundo   24. Apr 2014   12:01 UhrAntworten

    Stromstöße...hmm...

  • Rainer Welthit   24. Apr 2014   13:25 UhrAntworten

    könnt ihr ja mal testen

  • Franz – Hermann Schmidt   25. Apr 2014   09:35 UhrAntworten

    Daher der Begriff "Ich glaube mein (Meer)Schwein pfeift !

    LG Condor

  • Rob   25. Apr 2014   15:37 UhrAntworten

    Meine Meinung:

    Bevor wieder und wieder Tiere für den menschlichen Fortschritt einfach nur eingesperrt, gefoltert und gequält werden, sollte es in Zukunft Vorschrift werden, dass Wissenschaftler eben Selbtversuche machen müssen.

    Sollte der Selbtsversuch misslingen, dann haben sie halt Pech gehabt. Dann soll es eben der Kollege, Assi oder Praktikant machen.
    Ich denke das steigert die Produktivität und den Erfolg um das Vielfache!

  • Pascal Lenz   28. Apr 2014   17:06 UhrAntworten

    Was nicht gesagt wird ist, dass dadurch Hörgeschädigte “geheilt“ werden könnten. Wenn das dadurch möglich ist, finde ich es super! Oder ist das nur temporär?
    Das “tunen“ des Gehöres werden sich die “großen“ Toningenieure wohl gut überlegen! Die haben richtig was zu verlieren wenns nicht klappt oder später Probleme gibt.

Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN