Digital Music Report 2010: Zahlen und Fakten zum Musikbusiness

3
SHARES
anzeige

Digital Music Report 2010: Zahlen und Fakten zum Musikbusiness

Für das Jahr 2009 bemisst die Londoner IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) die digitalen Musikverkäufe mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent am Gesamtmarkt. Allerdings reichen die im vergangenen Jahr erzielten Umsatzsteigerungen im Online-Markt (um zwölf Prozent auf geschätzte 4,2 Milliarden Dollar) noch nicht aus, um eine internationale Trendwende herbeizuführen – insgesamt steht im Vergleich zu 2008 ein Umsatzminus von acht bis neun Prozent zu Buche. Für den Zeitraum von 2004 bis 2009 ist ein Verlust von 30 Prozent zu verzeichnen, unterdessen wuchs der Umsatz durch digitale Musikverkäufe in den letzten fünf Jahren um 940 Prozent.

Die Zahl der verkauften Einzeltracks wuchs 2009 um rund zehn Prozent auf über 1,5 Milliarden. Bundles und digitale Alben legten um circa 20 Prozent zu; auch im Rahmen von Subskriptionsangeboten tendieren die Hörer stärker zum Album. Weiterhin stellte die Branche fest, daß der Trend deutlich zu Premiumangeboten mit zusätzlichen Videos oder digitalen Booklets geht. Die Zahl der legalen Onlinemusikanbieter stieg von weniger als 50 im Jahr 2003 auf aktuell etwa 400. Im gleichen Zeitraum wuchs der verfügbare Katalog von einer auf elf Millionen Songs.

John Kennedy, CEO und Vorsitzender der IFPI, sagte bei der Präsentation des Digital Music Report, daß sich der deutsche Markt aufgrund der anhaltenden Bemühungen um eine Eindämmung der Internetpiraterie in den vergangenen Jahren trotz weiterer Einbußen entschieden besser als in vielen anderen Regionen entwickelt habe.

Link: IFPI Digital Music Report 2010 (PDF)

Mehr zum Thema:
  


Sag uns deine Meinung!

anzeige

EMPFEHLUNGEN