Demo-CD aufnehmen: Mehr Klang & mehr Erfolg in 10 Schritten

Demo-CD: Mehr Klang & mehr Erfolg in 10 Schritten

  1. Übe Deine Songs
    Nichts ist peinlicher und verschwendet mehr Resourcen als die eigenen Songs nicht fehlerfrei spielen zu können. Nimm Dir ausreichend Zeit im Vorfeld der Aufnahme Deiner Demo-CD und übe die Songs, die eingespielt werden sollen. Übe dann noch ein bisschen mehr.

  2. Wie soll die Demo-CD klingen?
    Der Tontechniker im Studio kann es nicht wissen. Daher musst Du in der Lage sein, dem Tontechniker zu erklären, wie Deine Aufnahme klingen soll. Welche Musik klingt Deiner ähnlich? Welche Band spielt Songs, die Du magst? Mit welchen Worten kannst Du Deine Wünsche dem Tontechniker so mitteilen, dass er sie auch versteht?
    Und falls es sich bei der Aufnahme der Demo-CD um eine Band handelt: Werdet Euch unbedingt vor der Recording-Session über den Sound einig, damit nicht teure Studiozeit mit diesen Diskussionen vergeudet wird.

  3. Equipment
    Jetzt wird es Zeit für einen Reality-Check: Klingst Du tatsächlich so wie Du es unter 2. festgelegt hast? Wenn Du einen großen Drumsound möchtest, brauchst Du ein fantastisch klingendes Drumkit. Möchtest Du einen fetten Gitarrensound, solltest Du nicht mit einer Stratocaster zur Aufnahme der Demo-CD gehen… Wenn Du bereits im Vorfeld etwaige Probleme erkennst, kannst Du dich bei der Aufnahme voll auf die Performance statt auf Equipment-Probleme konzentrieren.

  4. Vorabtest zur Demo-CD
    Viele Probleme kommen erst bei einer Aufnahme bzw. beim Abhören derselben ans Tageslicht. Heutzutage kann man sehr günstig rudimentäre Aufnahmen seiner Musik machen. Es geht hierbei nicht um den Klang der gemachten Aufnahme, sondern um den Gesamteindruck. Ist das Arrangement kurzweilig? Bilden Bass und Kick Drum eine Einheit? Werden die Vocals von den Gitarren überdeckt?
    Abgesehen davon kannst Du dich bereits im Vorfeld an das Procedere der Aufnahme einer Demo-CD gewöhnen.

  5. Das richtige Tonstudio
    Finde das richtige Tonstudio für Deine Demo-CD. Dazu gehört ein freundlicher Tontechiker, der Deine Musik mag oder sich zumindest mit der Musikrichtung anfreunden kann. Gegenseitiger Respekt und wechselseitiges Interesse werden ein deutlich besseres Ergebnis zutage bringen als ein Tonstudio, das mit einem Auge nur auf die Uhr schielt.
    Zu diesem Thema haben wir vor einiger Zeit einen halbstündigen Podcast veröffentlicht: Das richtige Tonstudio finden.

  6. Experimentierfreude
    Sei offen für Neues! Dies gilt umso mehr im Tonstudio, wenn es um die Aufnahme Deiner Demo-CD geht. Ein Recording im professionellen Tonstudio unterscheidet sich deutlich von einer gewöhnlichen Bandprobe oder einem Auftritt live. Manchmal funktionieren die Sounds aus dem Gitarrenverstärker vorzüglich auf der Bühne, und klingen dennoch schwach auf Band.
    Hier ist es wichtig, offen für Neues zu sein und auch mal neue Möglichkeiten zu experimentieren. Der Tontechniker wird immer mal wieder Vorschläge machen, höre sie Dir an und entscheide danach.

  7. Qualität statt Quantität
    Natürlich möchte jeder in der Band seine eigenen Lieblingssongs auf der Demo-CD wissen. Viele Bands wollen daher am besten gleich alle geschriebenen Songs aufnehmen. Doch genau dies führt häufig dazu, dass zu wenig auf das Detail geachtet wird und das Ergebnis wie eine schlampige Aufnahme wirkt.
    Gerade am Anfang sollte man sich nicht zu viel für eine Aufnahme im Tonstudio vornehmen und nur eine Auswahl der Songs auf die Demo-CD bannen. Es gilt: Je mehr Zeit für einen einzelnen Song zur Verfügung steht, desto besser das Resultat.

  8. Budget für die Demo-CD
    Es gibt Möglichkeiten für jeden Geldbeutel. Wichtig ist, dass Du realistisch bleibst und das Budget für die Demo-CD nicht zu knapp bemisst. Es kann immer mal etwas schief gehen und dann wäre es doch schade, wenn keine Zeit bzw. kein Geld übrig bliebe, um gegenzusteuern.
    Bedenke auch, dass neben der Aufnahme der Demo-CD an sich auch noch Budget eingeplant werden muss für das Abmischen und das anschliessende Audio Mastering. Wenn Du dem Tonstudio das vorhandene bzw. geplante Budget mitteilst, dann kann es Dir auch hier mit Rat und Tat zur Verfügung stehen und Dir Vorschläge unterbreiten.

  9. Budget und Qualität
    Wir leben in einer Zeit, in der praktisch jede Band Aufnahmen für praktisch 0 Euro im Proberaum machen kann. Das bedeutet aber lange nicht, dass es eine gute Strategie wäre, das billigste Tonstudio in der Stadt für die Aufnahme der Demo-CD zu buchen. Ganz im Gegenteil kann sich ein solch vermeintliches Schnäppchen schnell als teuer entpuppen.
    Ein guter Tontechniker, der die Aufnahme in gut klingenden Räumen macht, kommt oft schneller (oder überhaupt) zum Ergebnis, das Du dir für die Demo-CD wünschst.

  10. Sex, Drugs & Rock ‘n Roll
    Auch wenn die Idole genau diesem Leitspruch zu folgen scheinen. Wer eine gute Demo-CD möchte, ist gut beraten, die Parties etwas gemütlicher anzugehen. Das soll nicht heissen, dass Du nicht Spaß haben solltest, nur halte Dir immer das Ziel vor Augen: eine starke Demo-CD aufnehmen. Ein Kater am Morgen kann Deine Performance zerstören oder die Kosten für das Tonstudio in die Höhe treiben.

Sicher kennst Du…

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Eine gute und positive Einstellung, etwas Konzentration und die Arbeit als Team, das Band, Tonstudio und Tontechniker einschliesst, ist ein Erfolgsgarant für eine gute Performance. Und mit dieser kannst Du die Demo-CD in Deiner besten Qualität aufnehmen.

Ich wünsche Dir einen guten Flow!

Lesermeinungen (9)

zu 'Demo-CD aufnehmen: Mehr Klang & mehr Erfolg in 10 Schritten'

  • Stefan
    19. Aug 2009 | 13:00 Uhr Antworten

    Seit wann wird denn eine Demo CD gemastert ? Und ne LesPaul klingt stellenweise fetter als ne Strat.

    Finds bischen merkwürdig
    Gruß Stefan

  • Carlos (delamar)
    19. Aug 2009 | 14:38 Uhr Antworten

    Hallo Stefan, und willkommen auf delamar!

    Ich beantworte Deine erste Frage einfach mal mit einer Gegenfrage: Was spricht dagegen, eine Demo-CD mastern zu lassen (sprich: noch mehr herauszuholen)?

    Und was die Gitarre angeht…eine Les Paul klingt praktisch immer fetter als eine Strat. Etwas anderes steht hier im Artikel nicht…

    :)

  • Manuel
    19. Aug 2009 | 15:36 Uhr Antworten

    Ich finde, dass ein Master immer Sinn macht. Selbst bei einer Demo. Denn schließlich will man selbst mit einer Demo eine gut klingende Aufnahme in der Hand halten, und da kann ein Master noch einiges rausholen.

    “Möchtest Du einen fetten Gitarrensound, solltest Du nicht mit einer Stratocaster zur Aufnahme der Demo-CD gehen…”

    Ich spiele selber zwar LesPaul, aber ich denke, dass selbst eine Strat gewisse Soundvorteile im Studio aufweisen können. Man denke da an Dave Murray von Iron Maiden, der bis auf ein paar Ausnahmesituationen, immer seine Fender Stratocaster bevorzugt.

    Ich denke, dass eine Pauschalisierung nicht angebracht ist.

  • Manuel
    19. Aug 2009 | 15:37 Uhr Antworten

    Achso… dennoch ein guter Artikel. Danke :-)

  • Mike
    24. Aug 2009 | 09:26 Uhr Antworten

    Gerade in Zeiten wie diesen, wo jeder alles selber aufnimmt und mischt, ist es wichtig zumindest am Ende das ganze professionell und ehrlich abzuhören und beurteilen zu lassen.
    Perfekte Akustik kann sich heute fast niemand mehr leisten, aber genau die ist am wichtigsten.
    Sonst werden die Songs NIE auf allen Anlagen gut klingen, sondern immer nur da oder dort.
    Deshalb finde ich ist ein Mastering am Ende so wichtig – auch bei DEMOs.

    Und ja, auch bei einem selbstgemachtem Demo kann man noch extrem viel rausholen. Vielen Leuten steht dann meißt der Mund offen und wundern sich, warum das auf einmal nicht mehr so nach Proberraum klingt.

    Gerade auch weil JEDER die Technik für sehr kleines Geld kaufen kann gibt es extrem viel selbst aufgenommene Musik am Markt.
    Wenn man sich dann zumindest ein wenig abheben, aus der Masse hervorstechen und von gewissen Personen gefunden werden will, kann ein gutes Mastering dabei sehr hilfreich sein.

    Bei vielen MAstering-Engineers kann man auch ganz einfach seinen Mix beurteilen lassen – ohne dass man dafür Geld ausgeben muss, oder einfach ein Gratis Demo-Master machen lassen, dann sieht man ja was da noch zum rauholen ist und entscheidet dann, ob einem diese Verbesserung Geld wert ist.

    Grüsse, Mike

  • Carlos (delamar)
    25. Aug 2009 | 09:35 Uhr Antworten

    @Mike
    Vielleicht liegt das eigentliche Problem daran, dass Musiker, die sich Musikequipment selbst kaufen und selbst Hand anlegen, nicht gewillt sind, für das Mastering Geld auszugeben. Also im Sinne von DIY (Do-It-Yourself) bis zum Ende.
    Und natürlich kann sich nicht jeder ein professionelles Mastering leisten.

  • Mike
    25. Aug 2009 | 10:06 Uhr Antworten

    DIY ist grundsätzlich sehr gut, weil man dadurch auch Einblick in alle Schritte bekommt. Und wenn man dann doch mal ins Studio geht kann einem der Engineer nicht mehr alles erzählen….

    ABER wer sich abheben will von der Masse sollte sich nicht scheuen mal weniger als 40.-EUR als Studentenpreis für ein gutes Mastering auszugeben.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass es bei vielen nie zu einer richtigen Produktion kommt und wenn man sich dann seine Sachen in ein paar Jahren anhört sollte man sich damit viell. schon noch identifizieren können und nicht ständig denken: “pah, hätten wir doch nur……”

    Und wer weiterkommen will weiß sowieso, wieviel sowas bringen kann.

    Auch als Studiobetreiber sollte man nicht vergessen, dass Mastering das Produkt klanglich um einiges weiter bringen kann, als wenn man diesen Schritt selbst erledigt.
    Der Mastering-Engineer ist ein kritischer, unabhängiger und nicht vorbelasteter Hörer, mit hervorragender Abhörsituation (wenns ein ernstes Studio ist) mit Blick auf den Gesamt-Sound. D.h. das Produkt klingt dann überall gut, nicht nur im Mix-Studio.
    Der Vorteil für das Aufnahme/Mix-Studio liegt darin, dass der gute Sound vom Endkunden meißt auf das Aufnahme-Studio zurückgeführt wird. Somit ist ein gutes (gemastertes) Endprodukt auch für dieses Studio sehr, sehr von Vorteil.

  • swantje
    04. Apr 2010 | 16:40 Uhr Antworten

    hi.. ich will auch eine cd aufnehmen ich denk so in der richtung nach ´´Justin Bieber ´´ & ´´ Miley Cyrus´´ bin totaler fan davon bin 13 Jahre alt und will das unbedingt ich habe eine gute stimme sagen alle meine Familie & meine Freunde .. ich kann garnicht mehr aufhören daran zu denken eine Sängerin zu werden ich versuche alles ich habe ich ein gesagsuntericht teilgenommen 2 jahre lang , ich war in ein Chor ich will auch alles Reskiren dafür es ist mein Traum eine cd aufzunemen wie Viel würde das denn alles insgesamt kosten ?.. ich will nicht nur in Deutschland bekannt Sein sondern auch in Los Angeles .. , Amerika , Usa ..mehr will ich nicht wir das ein Schwerer Weg ?.. ich habe auch schon selbst Songs geschrieben ..!^^ ich will echt jetzt weiter kommen ich wohne in Friesland und meine eltern würden auch gerne dafür das ich glücklich bin nach Berlin & Los Angeles Fahren ..! könnt ihr euch bitte Melden es währe sehr nett und ich weiss so nicht mehr weiter

  • Salome
    30. Jul 2012 | 22:09 Uhr Antworten

    hallo Carlos (delamar)

    ich interessiere mich jetzt schon ein paar Jahre für Musik und deswegen haben mein Vater und ich etwas gekauft, dass ich meine selbstgeschriebenen Lieder und vorallem meine Stimme aufnehmen kann. (PreSonus, Studio One).
    Ich bin aber ert 17 Jahre alt und habe keine Erfahrung welche genauen Einstellungen, Räume, Abstände zum Mikrofon etc. ich haben sollte. Mit experimentieren komme ich momentan nicht weit, ich denke aber dass es daran liegt, dass die Software für Profis ist.
    Für ein Demo von mir brauche ich aber logischerweise eine gute Aufnahme, und wenn ich jetzt in ein Studio gehen würde (und wieder sehr viel Geld ausgeben müsste) dann wäre das Geld, das mein Vater für die Software (und für das Mikrofon) augegeben hat für nichts gewesen…

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