Britische Musikindustrie verliert 268 Mio. Euro an Raubkopien in 2005?
Laut einer Studie des Phonoverbands British Phonographic Industry (BPI) verlor die britische Musikindustrie in 2005 Umsätze in Höhe von mehr als 268 Millionen Euro an die Musikpiraterie.
Laut der britischen Studie machen Raubkopien etwa 10% der gesamten CD-Verkäufe aus. Das klingt doch schon viel gemässigter in meinen Ohren als einfach die enorme wie fiktive Summe von 268 Mio. Euro in den Raum zu stellen.
Aus Musikmarkt:
Die Zahlen und Fakten der BPI/IPSOS-Studie 2006 zeigen desweiteren auf, dass zirka 37 Millionen illegale Pressungen im Umlauf sind und rund 25 Prozent davon bei Freunden oder Bekannten erstanden wurden. Außerdem scheint das hauptsächliche Käuferklientel meist männlich und unter 35 Jahre alt zu sein und auch eine Vorliebe für das Downloaden von illegalen Dateien zu haben.
Die Musikindustrie in allen Ehren, aber diesen Zahlen liegen wahrscheinlich wieder Annahmen zu Grunde die besagen, dass jede illegal erworbene / getauschte CD legal in einem Geschäft gekauft worden wäre, wenn es keine Raubkopien gäbe. Das halte ich aber schlicht für Quatsch, oder was meint ihr?
Mal ganz abgesehen davon, dass ich ohne die Kassetten aus Freundeshand, die ich in meiner Jugend zugesteckt bekam, heute die meisten CDs nicht im Original besitzen würde, oder gar die ein oder andere Band kennen würde, ihre Konzerte besucht hätte etc.
Ich denke die Musikindustrie könnte so langsam dazu übergehen wieder CDs mit Mehrwert herauszubringen. CDs, die mehr als nur ein gutes Lied eines One-Hit-Wonders beinhalten. Dann werden die CDs auch gerne wieder gekauft. Natürlich trägt ein Kopierschutz, der mir verbietet die CD in verschiedenen CD-Abspielgeräten zu nutzen, auch nicht gerade dazu bei, dass ich mich wie verrückt auf das neueste Tokio Hotel Album stürze ;)
Achja, und schade, dass Musikmarkt etwas einseitig denkend vergessen hat zu erwähnen, dass die legalen Downloads bzw. die Umsätze der Musikindustrie aus den legalen Downloads von Musikportalen stetig steigen?

